Mit der Bummelbahn nach Ōita

Mit dem Limited Express Sonic ging es frühmorgens von der Station Kokura direkt in die Onsen-Hauptstadt Beppu. Dort angekommen empfiehlt sich ein Besuch in der Touristeninformation direkt im Bahnhofsgebäude, in der man sich Kombitickets für die An- und Abreise, sowie den Eintritt inklusive Free Pass für den Kijima Kogen Park just oberhalb der Stadt kaufen kann. Diesen erreicht man dann mit der Buslinie 36, die direkt vor dem Bahnhof aufbricht.

Zurück steigt man dann in die selbe Buslinie, jedoch sollte man die Abfahrtszeiten dafür richtig im Kopf speichern. Es kam also wie es kommen sollte und wir verpassten par Excellence den letzten Bus zurück nach Beppu. Zu unserem Glück fährt jedoch ein Bus in die entgegengesetzte Richtung in die Stadt Yufuin. Dort kann man dann in eine Bummelbahn (mit Preisanzeige für die zurückgelegte Distanz – ganz ähnlich den Bussen des Landes) steigen und in die Stadt Ōita tuckern. Herrlich, wenn man bedenkt, dass uns die ganze Aktion auch nur fast 3 Stunden gekostet hat und uns geradeso in den letzten Zug des Tages zurück nach Kokura stiegen ließ. Die Mehrkosten dafür waren jedoch absolut vernachlässigbar und ein Abenteuer am späten Abend hat noch niemanden etwas geschadet.

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Die Odyssee zur Übersee

Am 24.08.2017 sollte es dann endlich losgehen. Da die Anreise von Nicolas kurz und unkompliziert war, schildere ich lieber meine eigene: Bereits ehe ich das Haus verlassen konnte, bekam ich eine E-Mail von Korean Air, dass unser Flieger wegen Problemen in Seoul einige Stunden später in Frankfurt abheben sollte. Also kurz Nicolas informiert und mich gleich auf den Weg zum Bahnhof Hamburg-Harburg gemacht. Der IC in Richtung Köln war pünktlich, der Anschlusszug in Düsseldorf jedoch bereits gecancelt. Ohne eine konstante Funkverbindung (und wenn auch nur ausreichend in den Stationen der DB) musste also ein anderer Zug her. Hier war sich dann der DB Navigator nie wirklich eigen; schlussendlich nahm ich jedoch den Sprinter aus Amsterdam, der nur kurz nach meinem eigentlichen Zug in Düsseldorf abfuhr. Insgesamt kam ich also auch nur 7 Minuten später an, doch ärgerlich war es allemal.

Als Entschädigung von Korean Air bekamen wir dann jeweils einen 10€ Verzehrgutschein für den Flughafen Frankfurt und da wir unseren Anschlussflug nach Fukuoka nun keinesfalls bekommen konnten, in Seoul einen Gutschein über 10000 WON (also etwa 7,50€). Diesen haben wir dann auch in der Lotteria eingelöst, der hauseigenen Burgerkette der Lotte Gruppe – der einzige Ort am Flughafen, wo es Menus über diesen Wert gab.

Deutlich später als ursprünglich geplant erreichten wir dann den Flughafen Fukuoka, wo wir sogleich unser Pocket Wifi abholten und am 7-Eleven etwas Geld abhoben. Blöderweise haben wir die großen 10000-Yen-Scheine vorerst behalten, was sich dann auf der anschließenden Busfahrt zum Bahnhof Hakata als unvorteilhaft herausstellte, da die Wechselmaschine hier maximal 1000-Yen-Scheine akzeptiert und man stets passend zahlt. Ein hilfsbereiter Israeli konnte uns jedoch helfen, so dass unsere erste Busfahrt die abenteuerlichste und zugleich lehrreichste der ganzen Tour wurde.

Nachdem wir uns am Bahnhof dann wieder verabschiedeten tauschten wir noch schnell unsere Voucher gegen die JR Pässe um und besorgten uns die erste Zugreservierung der Reise; denn Stilecht sollte es nun im Bullet Train in nur 15 Minuten Fahrzeit nach Kokura gehen, wo das Comfort Hotel Kokura auf uns wartete.

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