Harry Potter und der VelociCoaster

Port of Entry

Der Themenbereich Port of Entry ist der groß angelegte und äußerst ansprechende Eingangsbereich des Freizeitparks. Hier befindet sich der große Souvenirshop, wie auch allerlei gastronomische Angebote. Der Bereich dient als Hub zu den Themenbereichen Marvel Super Hero Island und Seuss Landing.

Seuss Landing

Der Themenbereich Seuss Landing widmet sich den Kinderbüchern des berühmten amerikanischen Autors Dr. Seuss. Hier trifft man auf bekannte Charaktere wie den Grinch, den Lorax oder den Kater mit Hut in einer ebenso farbenfrohen, wie auch recht klar gestalteten und minimalistischen Umgebung.

The Cat in the Hat

Die Fahrt führt durch die Ereignisse des Buches, wobei der namenlose Junge die Fahrt erzählt. Auch die Katze im Hut und der Fisch kommen an verschiedenen Stellen der Fahrt zu Wort. Wie auch im Buch passiert allerlei Unfug, als die Mutter das Haus verletzt und die Kinder allein lässt. Die Katze mit Hut erscheint und mit ihr Thing 1 und Thing 2. Zunehmend bricht Chaos aus, was in der Fahrt ziemlich gut in Szene gesetzt wurde. Das Ende kommt dann doch recht schnell und nachdem das Chaos vom Kater mit einer Maschine beseitigt wurde, steigen wir dann auch schon aus der Fahrt aus.

Caro-Seuss-el und One Fish, Two Fish, Red Fish, Blue Fish

Seuss Landing ist Heimat gleich zwei kunterbunten Karussells. Während das Caro-Seuss-el eher klassisch daherkommt und durch die bunten Tierfiguren aus den Kinderbüchern überzeugen kann, so bedarf es auf One Fish, Two Fish, Red Fish, Blue Fish ein wenig Geschick um nicht komplett durchnässt aus dem Karussell zu steigen. Der begleitende Song sagt einem, was man machen soll, doch wenn man nicht hört, ist der Spaß umso größer.

The High in the Sky Seuss Trolley Train Ride

Beim High in the Sky Seuss Trolley Train Ride handelt es sich um zwei längere Powered Coaster aus dem Hause Mack Rides, die hier jedoch keineswegs Tempo aufbauen und eher als hochgeständerte Eisenbahn durch den Bereich führt. Es gibt Anekdoten und Witze, doch wirklich aufregend ist eine Fahrt auf den beiden Spuren nicht wirklich.

The Lost Continent

Der Themenbereich Lost Continent ist in seiner jetzigen Form selbst ein wenig verloren. Früher gab es hier mal die große Walkthough-Show Poseidon’s Fury und die Stuntshow The Eigth Voyage of Sindbad. Heute werden beide nicht mehr genutzt. Was bleibt ist einer der wohl schönsten Themenbereiche der Welt und mit dem Restaurant Mythos eines der wohl besten Restaurants in einem Freizeitpark weltweit.

The Wizarding World of Harry Potter – Hogsmeade

Hogwarts Express

Der Themenbereich The Wizarding World of Harry Potter übergreift beide Universal Freizeitparks in Florida. Während man in den Islands of Adventure Hogsmeade und Hogwarts besuchen kann, so kann man in den Universal Studios die Winkelgasse erkunden. Beide Themenbereiche sind durch die Doppelmayr-Standseilbahn Hogwarts Express verbunden. Für die Fahrt braucht man jedoch ein Ticket, das für beide Parks gültig ist. Während in der Walt Disney World ein Park Hopping Ticket durch die Distanz zwischen den Parks nur wenig Sinn ergibt, so ist die Fußläufigkeit zwischen den beiden Universal Freizeitparks ein großes Plus, ebenso darf man dann wie gesagt eine Fahrt auf dem Hogwarts Express wagen, was ein wirklich großartiges Erlebnis ist. Ebenso empfiehlt es sich beide Strecken einmal zu fahren, da sich die gezeigten Filmsequenzen unterscheiden.

Hagrid’s Magical Creatures Motorbike Adventure

Wo früher einmal die Dueling Dragons standen – zwei B&M Inverted Coaster, die sich während der Fahrt öfters begegnet sind, sich am Ende jedoch nicht mehr duelliert haben, wodurch auch viele der optischen Reize einfach nicht mehr vorhanden waren – steht nun eine Achterbahn mit einem unfassbar sperrigen Namen, die wir der Einfachheit einfach nur Hagrid’s nennen werden.

Die Fahrt auf Hagrid’s beginnt mit einer langen Rechtskurve, die uns in den ersten Launchbereich führt. Mit etwas Geschwindigkeit geht es dann nach einem kurzen Linksknick in eine Rechtskurve, woraufhin wir auch schon den zweiten Abschussbereich erreichen. Mit hoher Geschwindigkeit rasen wir dann in eine bodennahe Passage mit zahlreichen Links- und Rechtkurven, ehe wir bei Hagrids Hütte kurz vom Gas gehen. Hier erwartet uns dann Hagrid und ein knallrümpfiger Kröter. Nach dieser kurzen Unterrichtsstunde geht es wieder zurück in Richtung Hogwarts. Über den nun dritten Launchabschnitt sammeln wir genug Geschwindigkeit, um einen Hügel zu erklimmen und uns gleich in einer Linkskurve dem Boden entgegenzuschmeißen. Nun folgen mehrere bodennahe Kurvenwechsel entlang eines Sees. Nachdem unsere Geschwindigkeit etwas angepasst wurde, leitet uns eine Rechtskurve direkt in einen kleinen Hügel und eine weitere Rechtskurve führt uns dann zu Fluffy, dem dreiköpfigen Hund. Nach einer kurzen Linkskurve über eine Weiche erreichen wir einen weiteren Launchabschnitt. Mit voller Geschwindigkeit tauchen wir dann in einen Tunnel ab und rasen danach einen längere Gerade empor. Doch leider geht uns der Saft auf, woraufhin wir einen Teil der Fahrt rückwärts erleben. In einer Höhle kommen wir dann zum Stehen, werden aber von den magischen Kreaturen angegriffen. Mit Hagrids Hilfe gelingt es uns zu fliehen. Nach dem Freifall-Segment führt uns der Weg in eine weitere Launchstrecke, welche uns in eine weite Linkskurve und anschließende Rechtskurve führt. Kurz darauf wird unsere Geschwindigkeit weitestgehend reduziert und wir nähern uns dem Ende der Fahrt.

Hagrid’s Magical Creatures Motorbike Adventure ist eine richtig gute Achterbahn und mein persönlicher Favorit in den Islands of Adventure. Die Bahn ist in ihrem Gesamtkonzept einfach nur stimmig und das Finale der Fahrt mit dem kleinen Freifallelement, habe ich so echt nicht auf dem Schirm gehabt. Ich zumindest war hin und weg und kann jedem eine Fahrt auf dieser Achterbahn nur wärmstens empfehlen.  

Flight of the Hippogriff

Bei Flight of the Hippogriff handelt es sich um das Standardmodell eines Vekoma Junior Coaster, den man genauso auch im Park nebenan als Woody Woodpecker’s Nuthouse Coaster erleben kann.  Dementsprechend beginnt die Fahrt mit einer kurzen Kurve aus der Station und dem anschließenden Lifthügel. Sogleich absolviert man eine linksführende Steilkurve mit anschließender Aufwärtshelix, durchquert ein kurzes Tal und eine weite Rechtskurve in der Nähe der Station. Über einen Hügel überquert man den eben bestrittenen Streckenverlauf, woraufhin man in einer weiteren Helix etwas an Höhe abnimmt. Eine Linkskurve schließt sich an, worauf alsbald auch die Bremsstrecke wartet. Hier wartet man dann etwas, bis dann der Zug in der Station abgefertigt wurde und man in diese einfahren kann.

Harry Potter and the Forbidden Journey

Die wilde Fahrt durch Hogwarts beginnt durch Hermines großzügigen Einsatz von Flohpulver auf das wir uns alsbald in der Sternwarte wiederfinden sollen. Leichte Kippeffekte zur Seite sorgen während des Transportes für erste Begeisterung, denn alle Bewegungen sind absolut smooth – was durchaus unerwartet ist, bei den ansonsten doch sehr rabiaten Bewegungsprofilen der stationären Robo-Coaster. In der Sternenwarte selbst schließen wir uns Harry und Ron und erleben eine sagenhafte Fahrt über den Dächern Hogwarts in Richtung des Quidditch-Spiels. Währenddessen begegnen wir Hagrid, der uns entgegnet, ob wir den Drachen gesehen hätten, nur um wenige Augenblicke später auf besagten Drachen zu treffen. Gedrängt durch den Drachen führt uns unser Weg in eine Brücke, wo dieser dann als Animatronik auf uns wartet, doch wir können flüchten.

Kurz darauf finden wir uns im verbotenen Wald wieder, wo wir dann sogleich auf Aragog treffen. Hermine eilt zur Hilfe und vertreibt diesen, während wir die weitere Flucht in Angriff nehmen. Weitere Spinnen stellen sich dabei in unseren Weg, doch wir schaffen es den Wald zu verlassen. Auf der Lichtung erwartet uns dann die peitschende Weide, obgleich wir ihr ganz gut ausweichen können, erwischt diese uns dann irgendwann doch und wir werden ins Quidditch Stadion geworfen. So weit so gut, immerhin war es ja unser Ziel und wir sind live im Geschehen – was schonmal deutlich cooler ist als die Trend-Sportart der Muggels hierzulande.

Als dann blöderweise Slytherin ein Tor gegen Gryffindor erzielt gelangen Dementoren in die Arena, da böses plus böses blöderweise immer noch böses ergibt, eskortiert uns Harry sogleich aus der Arena. Dabei werden wir von Harry getrennt und finden uns alsbald in der Kammer des Schreckens wieder. Ein weiterer Dementor jagt und nach und selbst Lord Voldemort gibt sich die Blöße. Wir schaffen es zu fliehen, doch eine Horde Dementoren wartet bereits auf uns. Es wird kalt, die Bewegungen des Gondelträgers spürbar langsam und ein Herzschlag erklingt aus den Subwoofern der Sitzbänke. Im letztmöglichen Moment vertreibt Harry die Dementoren und wir folgen ihn durch den einstürzenden Zugang in Richtung Hogwarts. In der Haupthalle zum großen Treppenhaus treffen wir auf allerhand Schüler und Lehrer und zu guter Letzt Albus Dumbledore, der uns durch den Einsatz von Flohpulver in den Raum der Wünsche, sprich die Station der Anlage befördert.

Ich war baff. Eine solche Fahrt hätte ich nie den Kuka-Robotern zugetraut. Ebenfalls war ich von den Ausmaßen der Dekorationen und Leinwänden einfach nur überwältigt. Gerade die peitschende Weide hat mich so begeistert, auf das ich den Rest der Fahrt nur noch mit einem breiten Dauergrinsen entgegnen konnte. Die Symbiose zwischen Projektion und realer Kulisse funktioniert einfach nur perfekt und das Fahrsystem unterstützt dieses in bester Manier. Gerade die große Bewegungsfreiheit der Roboter bringt eine unglaubliche Dynamik in die Fahrt, die auch perfekt genutzt wird und somit schlussendlich eine absolut wilde, aber überaus harmonische, Fahrt durch das Harry Potter Universum bietet. Gerne mehr davon!

Jurassic Park

Jurassic World VelociCoaster

Gleich nach der Eröffnung wurde der VelociCoaster von vielen Achterbahnfans als die beste Achterbahn der Welt bezeichnet. Ein Grund mehr, die Fahrt mit allerlei verrückten Leuten aus dem Buzzed Bars Coaster Club unsicher zu machen und Runde, um Runde auf dieser Achterbahn zu verbringen.

Die Fahrt beginnt mit einer Linkskurve, welche uns in den Abschussbereich führt. Die Velociraptoren, die unserem Zug aus Entertainment-Gründen hinterherjagen sollen, sind scheinbar entflohen und so heißt es nun für uns, schnellstmöglich die Strecke durch das Gehege zu absolvieren. Die Fahrt beginnt mit einer sehr stark ansteigenden Kurve, welche in einen größeren Drop übergeht. Den Boden der Tatsachen erreichen wir jedoch erst nach dem nachfolgenden Dive Loop, welcher äußerst knackig durchfahren wird. Es folgt ein schöner Kurvenschwung nach rechts, woraufhin wir auf einem Hügel die Richtung wechseln. Nun gewinnen wir stetig an Höhe, doch hier oben erwartet uns auch schon der erste Velociraptor. Taron-esque schlängeln wir uns dann den Boden entgegen, nur um dann unseren Weg in einer Linkskurve fortzuführen. In einer Rechtskurve entkommen wir dann jedoch nur knapp den zweiten Raptor. Nach einem angedeuteten Umschwung tauchen wir dann in einer Rechtskurve in einen Tunnel ein, woraufhin wir ein zweites Mal beschleunigt werden.

Nun rasen wir den Top Hat empor, welcher den Eingangsbereich zur Achterbahn maßgebend prägt. Während wir uns beim Aufstieg um die eigene Achse drehen, geschieht der anschließende Drop recht geradlinig. Ein leichter Schwänger nach rechts führt uns dann in einen sehr weiten Stall oberhalb der Gehwege, wo wir eine längere Zeit überkopf verbringen. Eine weite Bayernkurve mit zwischenzeitlich negativer Neigung schließt sich an. Nach einem Speedhump schießen wir dann durch die sogenannte Mosasaurus Roll – eine schnell durchfahrene Barrel Roll –, welche bei amerikanischen Achterbahnfans unfassbar beliebt ist. Nach einem kurzen Schwenker nach rechts und links erreichen wir dann auch schon die Bremsstrecke der Fahrt.

Der VelociCoaster ist eine richtig gute Achterbahn mit einem höchst dynamischen Layout, welche jedoch nicht ganz an ihre europäischen Vorbilder Taron und Taiga herankommt. Während der erste Teil der Fahrt überaus kompakt ist, so setzt der zweite Teil vor allem auf langgezogene Kurven und Geschwindigkeit; man sollte daher den VelociCoaster eher als Achterbahn mit zwei Akten sehen, wobei je nach Geschmack einem entweder der erste oder zweite Akt mehr zusagt.

Jurassic Park River Adventure

Ebenfalls zu einer der besten Anlagen ihrer Art zählt der Shoot-the-Chutes Jurassic Park River Adventure. Die Fahrt durch den altehrwürdigen Dinosaurier-Park zählt gewiss zu den bekanntesten Fahrgeschäften weltweit; umso schöner, wenn die angeschriebenen Wartezeiten deutlich schneller vergehen als eingangs gedacht.

Da die Fahrt Gott sei Dank auf den ersten Film basiert freuen wir uns auf eine abenteuerliche Fahrt ohne Scheidungsdrama und genmanipulierte Hyperdinos auf der Insel Isla Nublar. Nachdem wir die Station verlassen haben, bringt uns ein kurzer Lifthügel auf eine Zwischenebene, in der wir erst wenige Meter durch den Kanal dümpeln, ehe wir uns dem signifikanten Tor aus dem Film nähern.  Das Tor öffnet sich, die Musik erklingt und schon fühlt man sich wieder in seine Kindheit zurückgesetzt, mein Grundschul-Ich war also angesprochen, und so führt uns der Weg ganz gemächlich durch das Ultrasaurus- und Stegosaurus-Gehege. Im Hadrasaurier-Gehege erreicht uns dann eine Warnung, wonach die Raptoren ausgebrochen sind. Zwei Dilophosaurier streiten sich derweil um den verbliebenden Kittel eines Parkangestellten, genug Ablenkung um uns um unsere eigene Flucht zu kümmern. Während wir uns einem Gebäude nähern, fällt uns dabei beinahe ein kleiner Container auf den Kopf. Im Gebäude selbst nutzen wir dann die dort drin befindliche Transportvorrichtung, um zum Kraftwerk zu gelangen. Auf dem nun sehr langen Lifthügel nehmen wir einige Höhenmeter zu und werden dabei von beiden Seiten von Velociraptoren angegriffen.  Auf der Kraftwerksebene angekommen werden wir von weiteren Dinosauriern attackiert, während wir uns in einer weiten Kurve dem Evakuierungspfad nähern. Ein kurzer Lifthügel bringt uns auf die besagte Schussfahrt, so dass wir nur sehr knapp vor einen eben aufgetauchten T-Rex flüchten können. Gute 26m geht es nun hinunter, woraufhin zu guter Letzt die obligatorische Wasserung stattfindet und die absolut erlebenswerte Fahrt sich einem Ende nähert.

Camp Jurassic and Pteranodon Flyers

Mitten im Kinderbereich Camp Jurassic befindet sich die kleine Suspended-Achterbahn Pteranodon Flyers, welche man leider ohne Kind bis zu einem gewissen Alter, als Erwachsener nicht fahren darf. Warum auch immer, hat die Bahn für einen Freizeitpark wie Islands of Adventure eine recht geringe Kapazität, wodurch es hier zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Skull Island: Reign of Kong

Die Themenfahrt Skull Island: Reign of Kong basiert auf den neuesten King Kong Filmen. Die Fahrt lehnt sich an das Konzept einer Safari durch Skull Island an, die von den gefährlichen überdimensionalen Wildtieren unterbrochen wird. Es gibt einige Animatroniks, doch der Großteil der Fahrt spielt sich auf großen Leinwänden rechts und links der Fahrt ab, während sich der Truck auf einer sich synchron zum Film bewegenden Plattform befindet. Das ist durchaus cool gemacht und eindrucksvoll umgesetzt; gerade im Vergleich zu anderen Immersive Tunnel Attraktionen weltweit.

Toon Lagoon

Der Themenbereich Toon Lagoon ist die Heimat der beiden Wasserfahrten Dudley-do-Right’s Ripsaw Falls und Popeye & Pluto’s Bilge-Rat Barges und zeichnet sich vor allem durch den bunten Zeichnungsstil klassisch amerikanischer Comics aus.

Dudley-do-Right’s Ripsaw Falls

Die Wildwasserbahn Dudley-do-Right’s Ripsaw Falls basiert auf den Charakter Dudley Do-Right der amerikanischen Zeichentrickserie The Adventures of Rocky and Bullwinkle and Friends, welche zwischen 1959 und 1964 erstmals ausgestrahlt wurde.

Hat man sich einmal in die unfassbar engen – da mit Einzelbügeln ausgestattete – Sitze gequetscht kann die Fahrt auch schon losgehen. Auf dem Weg zum ersten Lift dümpeln wir ein wenig durch eine nett gestaltete Szene mit einigen witzigen Anspielungen. Nach dem Lift fahren wir recht zügig durch den Kanal, ehe wir uns unseren Weg durch eine Mine bahnen. Wieder am Tage unterqueren wir einmal die finale Abfahrt und machen uns dann auf den Weg zum nächsten Tunnel. Als wir in diesem dann eine Bahn ausweichen müssen, setzen wir zur ersten Schussfahrt an. Diese führt einem überraschenderweise über einen kleinen Hügel und sorgt für eine gute Nässe bei allen Mitfahrern. Recht zügig geht es nach einer Rechtskurve sogleich in die nächste Abfahrt, die einem ebenso gut befeuchtet. Nach einigen Kurven erklimmen wir dann den zweiten Lifthügel, der uns bis ganz nach oben führt. Nach einer Linkskurve folgt dann die Aufteilung auf eine der beiden Abfahrten, woraufhin diese auch sogleich in Angriff genommen wird. Interessanterweise führt einem die Abfahrt weit unterhalb des Niveaus des finalen Splashdowns. Über einen Hügel, dessen Kuppe stets mit Gischt bedeckt ist, erreichen wir die notwendige Ausgangshöhe und setzen sogleich zur Wässerung ein. Es folgt die Rückführung zur Station, woraufhin unsere Fahrt auf dieser fantastischen Wildwasserbahn leider seinem Ende entgegenkommt.

Popeye & Bluto’s Bilge-Rat Barges

Der Rapid River mit den unfassbar sperrigen Namen Popeye & Bluto’s Bilge-Rat Barges gehört zu einem der nässesten Anlagen dieses Typs. Die Fahrt zeichnet sich durch ihren verschlungenen Verlauf mit zahlreichen Stromschnellen aus; nass machen jedoch die zahlreichen Wassereffekte, die in die Fahrt hineinragen, was vor allem auf dem Lift für überraschte Gesichter sorgt. Eine tolle Anlage!

Marvel Super Hero Island

The Amazing Adventures of Spider Man

Wie auch in den Universal Studios Japan stimmt bei der Themenfahrt The Amazing Adventures of Spider Man einfach alles. Perfekt abgestimmte Bewegungen interagieren auf genialste Art und Weise mit den Videoprojektionen, auf das man am Ende nur sprachlos und staunend das Ride-Vehikel verlässt und sich am liebsten gleich nochmals anstellen möchte. Besonders anzumerken ist auch hier die Elektroschock-Scene, ausgelöst durch den Bösewicht Electro, und die Scene mit der Anti-Schwerkraft-Kanone; ansonsten fällt es mir schwer diese Themenfahrt zu beschreiben, da sie wirklich schlichtweg überwältigend ist.

Doctor Doom’s Fearfall

Die beiden Türme des Doctor Doom’s Fearfall beherbergen beide einen Space Shot von S&S, während die Thematisierung im Inneren doch eher einen Intamin Giant Drop vermuten lässt, ebenso die recht ungewöhnliche Abfertigungsbereiche der Türme. Die Fahrt selbst macht jedoch überraschend viel Spaß und ist gerade am Abend (und bei entsprechend niedrigen Wartezeiten) sehr zu empfehlen, da man eine tolle Sicht auf den schön beleuchteten Park und das nächtliche Orlando erhaschen kann.

Storm Force Accelatron

Die Teetassenbahn Storm Force Accelatron zeichnet sich vor allem durch ihre überaus großen und eher trägen Gondeln aus. Untermalt wird die Fahrt durch rockige Musik und Lichteffekte.

Incredible Hulk Coaster

Einer der Urgesteine in Orlando ist der Incredible Hulk Coaster, die erste Achterbahn von B&M mit einem Abschuss, wobei dieser wohl nicht von B&M kam, sondern extern vergeben wurde. Es ist die erste Achterbahn mit einem Reibradabschuss.

Nachdem wie die Station verlassen haben führt uns der Weg gleich in die Abschusskanone hinein. Das Experiment geht schief und wir werden aus der Kanone direkt in die erste Inversion der Fahrt geschossen; einer Zero-G Roll. Direkt nach der großen Abfahrt führt uns der Weg in eine Cobra Roll und ohne Gnade gleich darauf in einen überdimensionierten Looping. Nach einem kurzen Dive unter die Parkwege drehen wir kurz eine Runde um die Abschusskanone herum, ehe wir unsere nächste Inversion – ein Korkenzieher – in Angriff nehmen. Über eine lange abwärtsführende Gerade nehmen wir dann Schwung für Looping Nr. 2, den wir auch hier mit ordentlich Druck durchfahren. Es folgen zwei größere Kurvenmanöver, die uns in ein Blocksegment in der Mitte des zweiten Loopings führt. Nach einem weiteren Gefälle rasen wir dann noch durch einen zweiten Korkenzieher und eine Rechtskurve, ehe wir uns in einer aufwärtsführenden Helix zügig dem Ende der Fahrt nähern.

Der Incredible Hulk Coaster ist wie viele der großen B&M Anlagen seiner Zeit einfach eine unfassbare Power Maschine. Die Fahrt ist gnadenlos und überzeugt durch ihren konstant hohen Druck in beinahe allen Fahrmanövern.

Bilder Universal Studios Islands of Adventure

Fazit Universal Studios Islands of Adventure

Die Islands of Adventure haben mir richtig gut gefallen. Zusammen mit den Universal Studios Florida direkt nebenan bietet der Park ein unfassbar qualitatives Unterhaltungspaket, welches ich gerne viel öfters erleben möchte. Hier stimmt einfach alles. Darüber hinaus hat man den VelociCoaster und Hagrids Hagrid’s Magical Creatures Motorbike Adventure gleich zwei der besten Achterbahnen der Welt in einem Park.


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Das Vermächtnis der Dinocittà

Die Geschichte der Cinecittà World

Die Historie des Filmstandorts Rom reicht bis ins Jahr 1937 zurück, als hier die Filmstadt Cinecittà gegründet wurde. Ausgestattet mit den damals modernsten Ateliers Europas, einem Backlot und einer Kopieranstalt, wurden bis zum Jahr 1943 gut 300 Filme produziert. Bombardiert von den Alliierten und von den Nazis geplündert wurde die Filmproduktion nach Venedig verlegt. Nach Kriegsende diente die Filmstadt zwei Jahre lang als DP-Lager, ehe die Filmproduktionsstätte zu ihrem eigentlichen Nutzen zurückfand. In den 50er Jahren erlebten die Cinecittà Studios ein goldenes Zeitalter, wohl auch durch die Filmförderung des italienischen Staates, und diente als Filmstätte bedeutsamer Hollywoodfilme wie z.B. Ben-Hur.

Auf Grund stetig steigender Nachfrage und begrenzter Studiokapazitäten gründete der Produzent Dino de Laurentiis, mit der Dinocittà, das damals größte Filmstudio der Welt, ebenfalls im Süden der italienischen Hauptstadt. Hier entstanden vor allem historisch-monumentalische Filme wie Barabbas (Italien 1961, Richard Fleischer), Waterloo (Italien/UdSSR 1969, Sergej Bondartschuk) und John Hustons Mammutwerk La Bibbia (Italien 1966). Auf Grund der Anfang der 70er Jahre zurückgefahrenen Subventionen konnte sich das Filmstudio jedoch nicht lange halten und so wurde im Jahr 1973 das Gelände an den italienischen Staat verkauft. Dino de Laurentiis produzierte fortan in den Vereinigten Staaten und die Dinocittà blieben ungenutzt; obgleich nicht vergessen. Pläne Anfang der 2000er Jahre die Studios unter dem Namen Roma Studios zu führen wurden rasch verworfen und die Cinecittà Holding übernahm das Gelände.

Ursprünglich für das Jahr 2012 geplant eröffnete der Filmpark Cinecittà World im Sommer 2014 zum ersten Mal seine Pforten. Unbezahlte Rechnungen und mangelnde Besucher, trotz der erstaunlicher Weise mal nicht zu hoch gegriffenen 1.5 Millionen anvisierten Besucher, ließen den Park schnell in einem negativen Licht dastehen. Kurzfristige Absagen von saisonalen Events und der geplanten Winteröffnung sorgten zudem schnell für Zweifel, ob der Park jemals wieder öffnen würde. Nach einer Umstrukturierung über die Wintermonate öffnete der Park jedoch pünktlich zu Ostern.

Parkrundgang

Durch ein aufwendig gestaltetes Eingangsportal betritt man den Park direkt in die Cinecittà Street, der Main Street des Parks, inspiriert nach dem New York der 20er Jahre. Obwohl das Set nur generisch angelegt ist, also keinem Film nachempfunden wurde, versprüht dieser Bereich sehr viel Charme, sofern er nicht auf Grund mangelnder Besucher wie eine Geisterstadt wirkt. Die Gestaltung ist im Allgemeinen sehr hochwertig und mit allerhand Details bestückt, so dass der erste, sowie auch letzte Eindruck des Parks zwangsläufig ein positiver ist.

Aktium

Zur linken der Mainstreet erstreckt sich das Set um Aktium, einem aufwändig gestalteten Super Splash aus dem Hause Mack Rides. Dieser soll die Seeschlacht bei Actium darstellen, in der sich Octavian, der spätere Kaiser Augustus, gegenüber Marcus Antonius und der ägyptischen Königin Kleopatra VII behauptete und sich dadurch die Alleinherrschaft im Römischen Reich sicherte. So gewalttätig besagte Schlacht war, so imposant zeigt sich der Bereich um die Anlage und erneut merkt man, dass in der Cinecittà World mit Qualität geklotzt statt gekleckert wird.

Nachdem man die großzügig ausgelegte Warteschlange hinter sich gelassen hat kann die Fahrt auch gleich beginnen. Ohne großes Vorspiel geht es direkt den ersten Lifthügel hinauf, wo man sich in einer ruppigen Kurvenfahrt dem ersten Gefälle nähert. Dieses verläuft, ähnlich diversen größeren Spillwateranteranlagen, ohne große Spielereien direkt ins kühlende Nass. Eine Wendekurve später klettert das Boot erneut gen Himmel und absolviert ebenfalls eine recht ruppige Linkskurve. Wo sich bisweilen die Anlage für diese Achterbahnart recht untypisch zeigte wird in der zweiten Schussfahrt der wahre Charakter offenbart. Mit ordentlich Schwung passiert man nun ein Tal und hebt auf dem angrenzenden Hügel ein wenig ab ehe man mit dem Wasser in Berührung kommt. Nach etwas Rumgeschippere durch den Kanal erreicht man alsbald die Station und wird unter tosenden Applaus vom Personal verabschiedet.

Aktium ist ein netter Spillwaterersatz, der jedoch die Grenzen dieser Achterbahn zeigt und den Grund offenbart, warum fast alle anderen Anlagen dieses Typs Drehteller anstelle von Kurven für die Wendemanöver nutzen. Abgesehen von den eckigen Kurvenpassagen fährt sich die Anlage ohne sonstige Mäkel, obgleich der Nässegrad gerne etwas höher hätte sein können.

Studio 1

Über den Piazza Dino de Laurentiis mit all seinen Springbrunnen und Fontänen und vorbei am Studio 1, in dem, typisch für Italien, eine Zaubershow stattfand, die bis auf die zeitintensive Gedankenlesenummer (welche nur auf Italienisch dargeboten wurde), sehr professionell inszeniert wurde, jedoch leider nicht ganz so sehenswert war, wie die vergleichbare Show im Movieland Park, geht es zur größten Attraktion der Cinecittà World, der 10-Inversionsachterbahn Altair CCW-0204.

Altair CCW-0204

Vielen ist dieser Achterbahntyp bereits aus dem englischen Freizeitpark Thorpe Park bei London bereits hinreichend bekannt, doch im Gegensatz zu dem einstigen Rekordbrecher, befördert man die Fahrgäste ein wenig schneller und ohne störanfälligen Kettenlift auf die Ausgangshöhe von 33m und schleudert diese dann, nach einem aufregenden Start, in Zügen ohne Schulterbügel durch die Überschlagselemente. Ein wuchtiges Raumschiff dient als überdimensioniertes Stationsgebäude, in dem die Menschheit nach mehr als vier Jahrtausende zur Erde zurückkehrt und sich die Frage stellen muss wer denn nun der Außerirdische ist, die sich hier entwickelten Lebewesen, oder wir, die sie im 22. Jahrhundert verlassen hatten?

Während die Hintergrundgeschichte zu Altair viel Raum für philosophische Diskussionen bietet, so direkt geht es mit dem Wagenverbund, dessen Bügelsystem sehr dem der Wasserachterbahn Divertical im Mirabilandia ähnelt, dem Lifthügel empor. Oben angekommen passiert man recht gemächlich die Kuppe und stürzt sich sogleich gen Boden. Mit ausgeprägter Geschwindigkeit und ebenso ausgeprägten Druck durchfährt man eine steil abfallende Linkskurve, ehe man die erste Inversionsfigur, einem Looping, emporschießt. Diesen durchquert man in gewohnter Intensität, woraufhin sich ein kleiner Hügel anschließt mit etwas Airtime. Im darauffolgenden, etwas tiefergelegten Tal, wird eine Cobra Roll eingeleitet, die ebenso souverän durchquert wird. Nach nun bereits drei Überschlägen wird mit zwei Korkenziehern die Halbzeit der Anlage eingeläutet.  Nach einer weiteren Linkskurve oberhalb der ersten Abfahrt wird die vierfache Herzlinienrolle nach links führend eingeleitet. Durch die freiere Sitzposition absolviert man diese mit leichten seitlichen Überhang und somit dem Gefühl stets herausfallen zu können. Hieraufhin durchquert der Zug eine letzte Linkskurve und im Anschluss die finale Inversion, eine rechtsführende Heartlineroll, hinein in die Bremsen. Im Gegensatz zu Colossus im Thorpe Park ist diese Rolle jedoch ein wenig ernüchternd, da sie sich identisch mit den vorangegangenen Rollen fährt und somit keine Überraschung mehr bietet.

Altair ist eine tolle Achterbahn mit hervorragenden Fahreigenschaften und einer, im Vergleich zum Original deutlich verbesserten, Sitzposition. Jedoch hat auch Colossus seine Stärken, die sich vor allem in der grandiosen letzten Rolle und der besseren Integration in das Gelände widerspiegeln; sie ist schlichtweg fotogener, obwohl auch Altair keinesfalls fotoscheu ist. Der abgeänderte First Drop fährt sich grandios und auch die fehlenden Vibrationen in Looping und der anschließenden Cobra Roll machen die Fahrt, ebenso wie die nicht vorhandene Warteschlange zu unserem Besuchspunkt, zu einem Garanten für Wiederholungsfahrten.

Erawan

Durch die hübsche Westernstadt Ennio’s Creek, benannt nach dem Komponisten zahlreicher Italowestern Scores Ennio Morricone, wo in Laufe der Saison ein Grusel-Walkthrough erziehen soll, und vorbei an den Studios 3,4 und 5 (wobei in Studio 4 ein 4D Kino und in Studio 3 ein Kinderspielplatz erreichtet wurde) geht es in Richtung der imposantesten Anlage des Parks, dem Freifallturm Erawan. Dieser optische Leckerbissen beinhaltet vier Fahrspuren, wobei zwei Spuren pures Fallvergnügen im Stehen bieten und die anderen zwei Spuren ihre Fahrgäste im Sitzen unterhalten. Alle Gondeln werden vor dem Fall nach vorne geneigt, was im Allgemeinen für ein tolles und überragendes Fahrgefühl sorgt. Doch auch abseits der Sonderfeatures ist Erawan ein grandioser Turm. Der reine Fall erreicht dabei ähnliche Qualitäten wie Apocalypse aus dem englischen Freizeitpark Drayton Manor, welcher aus meiner Sicht der beste Freifallturm in Europa ist, nur ist man, durch das Fehlen der urkomischen Stehgondel mit Flur, eine Erfahrung ärmer. Erawan ist zweifelsohne der am besten gestaltete Giant Drop weit und breit und bietet zudem eine grandiose Fahrt, welche man auf keinen Fall verpassen sollte.

Darkmare

Nur wenige Meter von Erawan entfernt befindet sich der Eingang zu Darkmare, der Familienachterbahn des Parks mit einer überaus düsteren Geschichte. Thematisch greift man Dante Alighieris Göttliche Komödie auf, welche in den 50er Jahren in der Studiohalle 2 verfilmt werden sollte. Dabei kam es jedoch zu zahlreichen merkwürdigen Unfällen und schlussendlich einem Brand, woraufhin der Dreh gestoppt wurde; danach passierte nichts.

Nach Jahren des Stillstands wagen wir uns also in die Halle und erleben dabei einen wilden Ritt durch die Hölle, welcher mit einer kurzen Abfahrt in einer Rechtskurve, hinein in den Lifthügel der Anlage beginnt. Dabei fährt man an einem Spiegel vorbei, was zugegebenermaßen ein echt toller Effekt ist. Vorbei an zahlreichen, künstlerisch wertvollen, Projektionen, die allesamt Van Helsing‘s Factory aus dem Movie Park Germany alt aussehen lassen, erreicht man recht zügig die Hallendecke, woraufhin sich der Zug sofort in einer linksführenden Steilkurve gen Boden stürzt. Ohne Rücksicht auf Verluste durchquert man mit einer überragenden Intensität das erste Tal, woraufhin der Zug alsbald an Höhenmeter gewinnt. Nach einem Kurvenwechsel durchfährt man eine enge Abwärtshelix und schlängelt sich in einer Zickzack-Kurvenkombination an das andere Hallenende. Nach einem kurzen Anstieg erreicht man das Freifallsegment, wo sich nun ein Dämon zeigt und seine Flügel um uns legt. Kurz darauf befinden wir uns auch schon eine Ebene tiefer und verlassen vorwärts sehr zügig das Segment. Nun folgt eine enge Linkskurve, an der sich sogleich eine letzte Rechtskurve anschließt. Kurz darauf erreichen wir die Station und werden wieder einmal begeisternd verabschiedet.

Darkmare ist richtig, richtig, verdammt richtig gut! Zwar kann die Anlage im Gegensatz zum Prototypen Th13teen des englischen Freizeitparks Alton Towers keinen lustigen Rückwärtspart nach dem Dropsegment vorweisen, dafür ist aber der Rest der Strecke um ein Vielfaches besser. Darüber hinaus ist die allgemeine Gestaltung der Anlage in ihrem düsteren Comicstil wirklich überragend und die Projektionen einfach nur perfekt. Durch die große und dämonisch gut abgedunkelte Halle wirkt die kompakte Anlage gleich drei Mal so groß wie sie eigentlich ist und die Strecke in gleicher Maßen verlängert. Der freie Fall ist zudem durchaus in Ordnung, kann aber für Erstfahrer bereits etwas zu viel des Guten sein, immerhin geizt die Fahrt ja ohnehin nicht mit ihren Kräften. Wobei man es keineswegs so düster sehen sollte, denn Darkmare ist definitiv die beste Achterbahn der Cinecittà World und eine der besten Achterbahnen des Landes; also eine tolle Fahrt mit sehr hohen Wiederholungsdrang.

Aquila IV

Gegenüber dem Teatro 2 befindet sich das U-Boot Aquila IV, welches in einem deutschen U-Boot Film und in einem Musikvideo der Band Bon Jovi Verwendung gefunden hat. Natürlich handelt es sich dabei nicht um Das Boot, denn das befindet sich weiterhin in der Bavaria Filmstadt unweit von München, sondern um das U-900 aus dem gleichnamigen Film mit Atze Schröder in der Hauptrolle, Yeahhhh!. Zugegebenermaßen haben die Kulissenbauer ihr Handwerk gut gemacht, was die belanglose Führung komplett auf Italienisch sollte konnten wir uns jedoch nicht erklären. Ohne Sprachkenntnisse sollte man Aquila IV also meiden und selbst mit Sprachkenntnissen darf man wirklich nicht sehr viel erwarten, zumal die Wartezeit sehr lang ausfällt. Hingegen ist ein Besuch in einem richtigen U-Boot wirklich empfehlenswert; wir zumindest haben uns zu dem Zeitpunkt sehnlichst in das U-571 der Movieland Studios zurückgewünscht.

SpacExpress

Neben dem SpacExpress, einem Immersive Tunnel von Simworx, welcher jedoch zu unserem Besuchszeitpunkt noch nicht in Betrieb genommen wurde, befindet sich in diesem Bereich noch die Kinderkartbahn Velocità Luce und der Eingang zum Kinderland Sognolabio. Dieses ist quietschbunt gestaltet und bietet einige nette Kinderfahrgeschäfte aus italienischer Produktion, sowie einen äußerst nervtötenden Soundtrack, wie auch ein nett gestaltetes Splash Battle

Bilder Cinecittà World

Fazit Cinecittà World

Die Cinecittà World ist ein durchaus guter Vergnügungspark, welcher sich Qualität zur obersten Devise setzen ließ; hier ist weder die Gestaltung, noch sind die Fahrgeschäfte von minderer Qualität. Leider fehlt bisweilen noch etwas die Quantität, denn einen ganzen Tag im Park schafft man wohl nur, wenn man sich tatsächlich jede einzelne Show anschaut, gemütlich in einem der Restaurants isst und ohne Probleme Mehrfachfahrten absolvieren kann. Der Movieland Park zeigt ja wie es geht, bei der Cinecittà World steht die eigene Professionalität doch noch etwas im Weg. In keinem anderen italienischen Park konnte man so viel Personal antreffen wie hier, weder in den Shows noch bei den Attraktionen. Das erzeugt zwar ein gutes Image, ist bekanntermaßen jedoch etwas teurer als die Ein-Personen-Bedienung des Mirabilandias. Zudem setzt man bei der Cinecittà World auf etwas was man kennt und in zahlreichen Filmparks bzw. Filmstudios mit geführten Touren auch Anwendung findet, ob man dabei jedoch auf der richtigen Schiene fährt ist fraglich; denn bisweilen zeigt man ja eigentlich nur größere generische Sets ohne tatsächlichen Filmbezug mit passend eingebetteten Attraktionen. Ein größerer Bezug auf eigene Produktionen wäre daher ratsam, dabei muss man nicht zwangsläufig das gedachte Konzept aufgeben. Ich bin gespannt wie sich der Park in den nächsten Jahren entwickelt, denn er hat Potential und bietet schon jetzt verdammt viel Qualität; ein Zustand den man anderen Parks um Rom gerne wünschen würde.


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Auf der Suche nach Dr. Carter

Vorwort

Aufgrund langer Warteschlangen im und vor allem vor dem Wunderland Kalkar musste ich einen erdachten Trip zu einigen niederländischen Parks leider kurzfristig fallen lassen, da jedoch im Umkreis von rund 70 km mit dem Lost Temple die letzte, noch ungetestete, deutsche Neuheit in diesem Jahr wartete war dieses aber durchaus zu verkraften. Zu meiner eigenen Überraschung bekam ich statt der erhofften 50% Rabatt, durch meine Fort Fun Jahreskarte, eine Freikarte in die Hand gedrückt, so dass sich der Weg in den Movie Park Germany bereits zu dem Zeitpunkt gelohnt hat, obgleich es dank dem ersten sonnigen Wochenende seit Wochen unerwartet voll war (aber das war Kalkar ja leider auch).

Movie Park Germany – The Lost Temple

Die Warteschlange

Im Movie Park Germany angekommen konzentrierte ich mich zuerst um das Pflichtprogramm, so dass der Weg direkt zur diesjährigen Neuheit, dem Simworx Immersive Tunnel Lost Temple, führte. Die Wartezeit hielt sich glücklicher Weise in Grenzen, so dass ich nur einige Minuten auf den Fahrstuhl warten musste, dabei nervte die, in drei Sprachen abgehaltene, Sicherheitsbelehrung sehr, zumal sie bei jeder zweiten  Ladung vollkommen ausreichen würde. Endlich im Fahrstuhl angekommen geht es nach einer weiteren Ansprache relativ langsam und mit eher einfachen Effekten hinab, wobei selbst der Fahrstuhl beim reisenden Geisterhaus Psycho mit den asynchron laufenden Rollen überzeugender wirkt. Zu meiner eigenen Verwunderung war der Fahrstuhl dann auch tatsächlich einer, und so trat man nach Verlassen der Gondel in einer anderen Umgebung aus, welche thematisch durch und durch überragend gestaltet ist. Relativ zügig ging es nun durch die leere Queue, welche gleich im ersten Raum eine heiße Überraschung aufweisen konnte, bis man durch eine Kette gestoppt wird. Nun passierte minutenlang absolut gar nichts, was durchaus als negativ zu nennen ist, immerhin gab es nicht einmal Anzeichen von einem Mitarbeiter. Mittels einfacher Möglichkeiten könnte man die Wartezeit in diesem Teil der Queue angenehmer gestalten, sei es auch nur durch eine ablaufende Zeituhr. Nach der nun bereits längeren Wartezeit bekam man eine 3D Brille in die Hand gedrückt, woraufhin man nochmals eine Sicherheitsbelehrung in drei Sprachen anhören durfte. Im darauffolgenden Raum wurde man dann endlich in die Sitzreihen eingeteilt und eine Preshow wurde durchgeführt. Als man dann endlich in den Wagenverbund boarden konnte verzögerte sich die Abfahrt nur noch durch die langsame Abfertigung.

Die Fahrt

Kurz nachdem die Wagenseiten heruntergeklappt wurde setzte sich der Wagenverbund in Bewegung und so fuhr man in den Lost Temple hinein. Kurz darauf wurde der Film gestartet, bei dem es sich trotz der statischen Position stets so anfühlte als würde man nach vorne beschleunigen. Hier zeigt sich dann auch die Stärke des Systems, denn von der eigentlichen Technik kann man an diesem Großraumsimulatoren absolut nichts bemängeln. Die Bewegungen sind allesamt flüssig und gut auf einander abgestimmt, weswegen einem glücklicher Weise nicht so schnell schlecht wird, wie bei den einfacheren 4D Simulatoren in diversen Freizeitparks. Der Film ist teilweise scharf, meist aber sehr schwammig, der 3D Effekt kann dabei kaum punkten, eher verschlechtert er das Bild massiv. Die eigentliche Story ist dabei sinnbefreit und lässt sich mit der Story des Computerspielklassikers Tomb Raider II vergleichen, immerhin hatte man dort auch eine tempelartige Umgebung mit Dinos.

Fazit

Zwar sind Dinosaurier seit dem Ende der 90er Jahren, spätestens jedoch kurz nach dem dritten Jurassic Park Film, ausgestorben, aber das hat einige Kleinparks, wie dem Erse Park oder der Tolkschau, nie interessiert. Dass nun jedoch ein Großpark, wie der Movie Park Germany, versucht auf die Dino Schiene aufzuspringen ist seltsam, in Betracht auf einem vierten Teil der Jurassic Park Serie aber durchaus sinnvoll, immerhin kann man bis zum Filmstart nächstes Jahr die Filmqualität seiner eigenen Attraktion sicherlich noch überarbeiten, so dass man als Vorreiter und zugleich Trittbrettfahrer einige Besucher für das Thema begeistern kann.

Der Lost Temple ist zumindest von der technischen Seite her ein sehr interessantes Fahrgeschäft, welches nur von der mangelnden Qualität seines Hauptfilms Einbußen erleidet. Da dieses aber ein durchaus einfach zu handhabendes Problem darstellt bin ich mir sicher, dass die Attraktion in einigen Jahren (sofern nicht schon im nächsten Jahr) einen deutlichen Qualitätssprung vollziehen kann. Die meisten Besucher gehen zwar bereits jetzt schon zufrieden aus der Anlage, nur ein kleiner Junge war enttäuscht, immerhin waren die Dinosaurier ja nicht echt. Neben den ganzen, größeren, Neuheiten in diesem Jahr kann sich der Lost Temple zumindest gegenüber Arthur – the Ride aus dem Europa Park behaupten, die Konkurrenz war in diesem Jahr mit Flug der Dämonen, Chiapas und Sky Scream auch überaus stark.

Bilder Movie Park Germany 2008 – 2016

 


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