Von Marriott bis Maxx Force

Six Flags Great America

Six Flags Great America in Gurnee, Illinois, hat seine Ursprünge in einem durchaus ambitionierten Projekt der Marriott Corporation. Mitte der 1970er-Jahre entstanden nahezu zeitgleich zwei große Freizeitparks, die in weiten Teilen nach demselben Konzept gestaltet wurden. Der erste Marriott’s Great America eröffnete im März 1976 im kalifornischen Santa Clara, nur gut zwei Monate später folgte am 29. Mai das Gegenstück in Gurnee. Ein dritter Park im Raum Washington, D.C. war ebenfalls geplant, wurde jedoch nie realisiert.

Wie ähnlich sich die beiden Great-America-Parks ursprünglich waren, erkennt man teilweise noch heute. Themenbereiche wie Orleans Place, Yukon Territory, County Fair und Hometown Square gab es in beiden Parks, ebenso zahlreiche nahezu identische Attraktionen. Selbst das große Columbia Carousel am Eingangsbereich gehörte zum gemeinsamen Konzept.

Die gemeinsamen Wege endeten jedoch schon in den 1980er-Jahren. Marriott zog sich 1984 aus dem Freizeitparkgeschäft zurück und verkaufte beide Parks. Während der kalifornische Schwesterpark später über Paramount zu Cedar Fair gelangte, wurde der Park in Gurnee von Six Flags übernommen.

Orleans Place

Wir beginnen unseren Rundgang links herum im Orleans Place und damit gleich in einem der Bereiche, an denen sich die gemeinsame Vergangenheit der beiden Great-America-Parks noch heute erkennen lässt. Über die Jahrzehnte hat sich natürlich einiges verändert und so wartet hier mittlerweile eine der großen Achterbahnen des Parks auf uns. 

Superman: Ultimate Flight

Ein Jahr nach der Eröffnung des ersten Superman: Ultimate Flight in Six Flags Over Georgia gingen 2003 gleich zwei weitere Exemplare des B&M Flying Coasters an den Start – eines in Six Flags Great Adventure und eines hier in Great America.

Das Layout kennen wir bereits aus Six Flags Great Adventure. Nach dem Lifthill geht es zunächst durch eine Kurve und anschließend den First Drop hinunter, bevor mit dem Pretzel Loop bereits das prägende Element der Fahrt folgt. Auf dem Rücken geht es steil in die Tiefe und mit ordentlich Druck durch den unteren Teil des Elements, ehe man auf der anderen Seite wieder nach oben schießt.

Danach wird die Fahrt etwas ruhiger. Über die Horseshoe und einige weitere Kurven schlängelt sich Superman durch das kompakte Layout, bevor gegen Ende noch die In-Line Twist wartet und es zurück in die Station geht.

Auch wenn die Fahrt damit weitgehend bekannt ist, gefällt mir Superman hier deutlich besser als in Great Adventure. Die Achterbahn ist wesentlich schöner in ihre Umgebung eingebettet und fügt sich dadurch deutlich besser in den Park ein. Vor allem der intensive Pretzel Loop bleibt aber auch hier das Highlight der Fahrt.

The Dark Knight Coaster

Direkt neben Superman wartet mit The Dark Knight Coaster eine weitere Achterbahn, die wir bereits aus Six Flags Great Adventure kennen. Die Anlage eröffnete 2008 passend zum Kinostart von The Dark Knight und war Teil einer ganzen Serie nahezu identischer Bahnen, die Six Flags damals für seine Parks plante. In Great America wurde dafür das ehemalige Theater Royale umfangreich umgebaut und als Station der Gotham City Rail gestaltet.

Thematisch flieht man nach einem Angriff des Jokers mit der Gotham City Rail aus der Stadt. Dahinter verbirgt sich eine Wilde Maus im Dunkeln, deren enge Kurven, kurze Abfahrten und abrupten Richtungswechsel uns allzu gut bekannt sind. Vor allem die Thematisierung macht aus dem einfachen Layout eine durchaus unterhaltsame Fahrt.

Mardi Gras

Vom Orleans Place geht es weiter in den kleinen Themenbereich Mardi Gras. Viel hielt uns hier allerdings nicht auf, denn mit Roaring Rapids wurde die einzig verbliebene größere Attraktion des Bereichs während meines Besuchs leider nicht betrieben. Also ging es direkt weiter ins benachbarte DC Universe.

DC Universe

The Joker

Mit The Joker wartet im DC Universe zunächst eine Achterbahn, deren Fahrgeschäftstyp uns mittlerweile aus allerlei Six Flags Parks bestens bekannt ist. Bei den 4D Free Spins von S&S hängt der tatsächliche Fahrspaß jedoch immer ein wenig davon ab, wie häufig sich die frei gelagerten Gondeln überschlagen.

Und hier hatten wir richtig Glück. Während der Fahrt ging es immer wieder kopfüber, wodurch The Joker eine herrlich chaotische und überraschend intensive Fahrt bot.

Batman: The Ride

Direkt nebenan wartet mit Batman: The Ride eine der historisch bedeutendsten Achterbahnen des Parks. Während meines Besuchs wurde die Anlage leider renoviert und blieb geschlossen. Trotzdem lohnt es sich, hier etwas länger zu verweilen, denn mit ihrer Eröffnung im Jahr 1992 begann eine kleine Revolution.

Batman: The Ride war der erste Inverted Coaster von B&M. Erstmals saßen die Fahrgäste unterhalb der Schiene, während die Beine frei in der Luft hingen. Zusammen mit dem kompakten und intensiven Layout entstand damit ein völlig neuer Achterbahntyp, der sich in den folgenden Jahren rasant verbreiten sollte.

Eng verbunden war die Bahn auch mit dem damaligen Einstieg von Time Warner bei Six Flags. Die Charaktere von Warner Bros. hielten verstärkt Einzug in die Parks und Batman: The Ride wurde passend dazu als Reise durch Gotham City inszeniert. Der Wartebereich führte zunächst durch einen gepflegten Stadtpark, bevor die Umgebung zunehmend düsterer und heruntergekommener wurde und schließlich den Blick auf die Achterbahn freigab.

Der Erfolg der Anlage sorgte schnell für weitere Exemplare in anderen Six Flags Parks. Bereits 1993 folgte Batman: The Ride in Six Flags Great Adventure und über die Jahre entwickelte sich das kompakte Layout zu einem der bekanntesten Entwürfe von B&M. Schade also, dass ausgerechnet das Original bei meinem Besuch geschlossen war.

The Flash: Vertical Velocity

Mit The Flash: Vertical Velocity folgt direkt die nächste Achterbahn. Das Fahrprinzip kennen wir bereits von Steel Venom im Valleyfair, den wir erst wenige Tage zuvor gefahren waren. Der Zug wird dabei mehrfach zwischen den beiden Spikes hin und her beschleunigt und erreicht mit jedem Durchlauf eine größere Höhe.

Besonders schön ist die Lage der Anlage. Die Strecke verläuft direkt über dem See zwischen den beiden Wildwasserbahnen und fügt sich dadurch wunderbar in diesen Teil des Parks ein. Im Gegensatz zu Steel Venom fehlt hier allerdings die Haltebremse am hinteren Spike. Schade, denn gerade dieser Moment hatte die Fahrt im Valleyfair noch einmal deutlich aufgewertet. Insgesamt aber eine schöne Anlage.

Aquaman Splashdown und Logger’s Run

Aquaman Splashdown und Logger’s Run bilden zusammen eine wirklich große und aufwendig miteinander verwobene Wildwasseranlage. Beide Fahrten beginnen mit einem kleinen Lift, bevor man über eine überraschend lange Strecke durch zahlreiche Kurven dümpelt. Ganz gemütlich geht es dabei nicht immer zu, denn stellenweise sorgt die Strömung für ordentlich Tempo.

Anschließend geht es über einen weiteren Lift hinauf und durch einige Kurven in luftiger Höhe. Leider sind die Wände hier teilweise recht hoch geraten, sodass man von der Umgebung nicht allzu viel mitbekommt. Danach wartet das große Finale: Logger’s Run bietet eine wellenförmige, doppelte Schussfahrt, während es bei Aquaman Splashdown in einem Zug hinabgeht. Besonders schön ist dabei, wie die Schussfahrten beider Anlagen ineinander verwoben sind.

Im Auslauf wartet bei beiden Bahnen noch eine stehende Welle, durch die man mit ordentlich Tempo hindurchbrettert. Trocken kommt man hier definitiv nicht davon und steigt am Ende wunderbar nass aus dem Boot. Aquaman Splashdown wurde während meines Besuchs leider nicht betrieben, Logger’s Run dafür umso ausgiebiger getestet.

Yukon Territory

Little Dipper

Mit Little Dipper wartet im Yukon Territory noch eine kleine Holzachterbahn mit einer interessanten Geschichte. Die Bahn wurde bereits 1950 im Kiddieland Amusement Park in Melrose Park eröffnet und drehte dort fast 60 Jahre lang ihre Runden. Nach der Schließung des Parks im Jahr 2009 wurde Little Dipper von Six Flags übernommen, nach Gurnee versetzt und bereits 2010 wiedereröffnet.

Die Fahrt selbst ist natürlich überschaubar. Über einige kleine Hügel und Kurven geht es durch das kompakte Layout – eine nette kleine Holzachterbahn, die vor allem durch ihre lange Geschichte interessant ist.

Sprocket Rockets

Im kleinen Kinderbereich des Parks wartet mit Sprocket Rockets noch ein Vekoma Roller Skater. Die Strecke bietet die für diesen Achterbahntyp typische Mischung aus einigen kleinen Abfahrten und weit geschwungenen Kurven. Leider wurde hier nur eine Runde gefahren, wodurch der Spaß ziemlich schnell wieder vorbei war.

County Fair

Deutlich größer wird es anschließend im County Fair. Und gleich am Eingang des Bereichs erhebt sich mit Goliath eine der größten Achterbahnen von Six Flags Great America.

Fiddler’s Fling

Bevor wir zu Goliath kommen, wartet mit Fiddler’s Fling noch eine kleine Rarität. Hinter dem Fahrgeschäft verbirgt sich ein klassischer Calypso von Schwarzkopf – ein Fahrgeschäftstyp, den man heutzutage nur noch äußerst selten antrifft.

Während sich die große Plattform dreht, rotieren die einzelnen Gondelkreuze zusätzlich um ihre eigene Achse. Und das Ganze geht erstaunlich schnell vonstatten, sodass ordentlich Kräfte auf die Fahrgäste wirken. Eine herrlich dynamische Spaßmaschine und umso schöner, dass sich mit Fiddler’s Fling noch ein Exemplar dieses selten gewordenen Schwarzkopf-Klassikers erhalten hat.

Goliath

Mit Goliath erhebt sich gleich am Eingang des County Fair eine der größten Achterbahnen von Six Flags Great America. Interessant ist dabei auch der Standort, denn hier stand zuvor mit Iron Wolf die erste Achterbahn aus dem Hause B&M. Der Stand-Up Coaster eröffnete 1990 und wurde nach der Saison 2011 abgebaut, bevor die Fläche wenige Jahre später für Goliath genutzt wurde.

2014 eröffnete hier schließlich der deutlich größere Neubau von Rocky Mountain Construction. Nach dem rund 50 Meter hohen Lifthill geht es über den etwa 55 Meter tiefen und 85° steilen First Drop hinunter. Mit ordentlich Tempo schießt der Zug anschließend hinauf in eine hohe Wende, bevor es wieder in die Tiefe und über den großen Airtime-Hügel geht. Darauf folgt mit dem Dive Loop die erste Inversion.

Anschließend geht es in die Zero-G Stall, in der man für einen erstaunlich langen Moment kopfüber durch das Element fährt. Danach verschwindet Goliath im Tunnel, ehe die letzten schnellen Elemente zurück in Richtung Station führen.

Goliath ist eine wirklich tolle Achterbahn. Die kräftige Airtime, das hohe Tempo und die abwechslungsreiche Abfolge der Elemente sorgen für eine rundum gelungene Fahrt. Dabei ist die Bahn nicht ganz so brachial unterwegs wie so manche andere Anlage des Herstellers, was mir hier ausgesprochen gut gefallen hat. Für mich gehört Goliath definitiv zu den besten RMCs, die ich bislang gefahren bin – und zu denen, bei denen ich am liebsten gleich mehrere Runden ohne Unterbrechung drehen würde.

Sky Striker

Ebenfalls im County Fair wartet mit Sky Striker die Neuheit des Jahres 2024. Die größte Giant Discovery von Zamperla ist mit ihren gewaltigen Ausmaßen schon von weitem kaum zu übersehen.

Während sich die große Gondel kontinuierlich dreht, schwingt sie immer weiter nach oben. Gerade an den Umkehrpunkten bekommt man ordentlich Airtime geboten, bevor es mit zunehmendem Tempo wieder durch das Tal geht.

Auch Sky Striker hat mir richtig gut gefallen. Das Zusammenspiel aus Höhe, Geschwindigkeit und ordentlich Airtime sorgt für eine tolle Fahrt.

American Eagle

Hinter Sky Striker befindet sich der Zugang zu American Eagle – einer Holzachterbahn, deren Dimensionen auch heute noch beeindruckend sind. Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1981 war sie die höchste, schnellste und längste Holzachterbahn der Welt. Bemerkenswert ist dabei auch der Hersteller, denn hinter dieser gewaltigen Racing-Holzachterbahn steckt ausgerechnet Intamin, die zu diesem Zeitpunkt noch ganz am Anfang ihres Einstiegs ins Achterbahngeschäft standen.

Nach dem Lifthill geht es über den großen First Drop hinunter und anschließend über eine ganze Reihe von Hügeln. Gerade im vorderen Teil des Zuges entwickelt American Eagle dabei eine regelrechte Granatenairtime. Danach geht es in die riesige Doppelhelix, die schon aufgrund ihrer Dimensionen eines der markantesten Elemente der Bahn ist. Über weitere Hügel führt die Strecke anschließend zurück in Richtung Station, wo eine letzte Helix die Fahrt abschließt.

Schade ist lediglich, dass die beiden Seiten bei meinem Besuch nicht gegeneinander fuhren und damit ein wesentlicher Teil des Racing-Konzepts verloren ging. Davon abgesehen hat mir American Eagle richtig gut gefallen – vor allem die überraschend starke Airtime macht die Fahrt zu etwas Besonderem.

X-Flight

Mit X-Flight folgt gleich das nächste Highlight im County Fair. Der B&M Wing Coaster aus dem Jahr 2012 hat es wirklich in sich.

Nach dem Lifthill geht es über den für diesen Achterbahntyp typischen verdrehten First Drop hinab, bei dem wir erst einmal auf den Kopf gestellt werden. Mit ordentlich Tempo durchfahren wir anschließend die erste Zero-G Roll, bevor der Zug in den großen Immelmann zieht. Es folgt eine schnelle, sehr schön bodennahe Kurve, aus der die Strecke direkt in eine hohe Wende hinaufführt. Danach geht es durch die zweite Zero-G Roll und mit weiterhin hohem Tempo dem großen Finale entgegen.

Hier rast X-Flight auf den markanten Kontrollturm zu. Mitten durch das enge Keyhole führt eine In-Line Twist, bei der die seitliche Sitzposition für einen herrlich knappen Near-Miss-Effekt sorgt. Eine letzte Helix rundet die Fahrt ab, bevor es zurück in die Station geht.

X-Flight hat mich wirklich begeistert. Die Abfolge der Elemente passt hervorragend zusammen, die bodennahen Passagen sorgen für ordentlich Tempo und stellenweise geht die Bahn überraschend intensiv zur Sache. Für mich war X-Flight mit Abstand der beste Wing Coaster, den ich bis dahin gefahren bin.

Und irgendwie habe ich die Fahrt sogar mit offenen Birkenstocks überstanden. Mit bestem Fingerspitzengefühl – oder wohl eher Zehenspitzengefühl – gelang es mir tatsächlich, die Schuhe während der gesamten Fahrt an den Füßen zu behalten. Bei einem Wing Coaster vielleicht nicht unbedingt die cleverste Schuhwahl, aber immerhin ging keiner verloren.

Demon

Mit Demon wartet im County Fair noch ein echter Klassiker. Die Achterbahn kennen wir bereits aus California’s Great America, denn beide Anlagen eröffneten 1976 als Turn of the Century und besaßen ursprünglich ein deutlich anderes Layout. 1980 wurden die großen Airtime-Hügel nach dem First Drop durch zwei Loopings ersetzt und passend zum Umbau erhielten beide Bahnen ihren heutigen Namen Demon.

Entsprechend vertraut kommt uns die Fahrt vor. Nach dem First Drop geht es direkt durch die beiden Loopings, bevor die Strecke in den zweiten Teil übergeht. Nach einigen Kurven folgen die beiden Korkenzieher, ehe es wieder zurück in Richtung Station geht.

Einen entscheidenden Vorteil hat die Anlage in Great America für mich allerdings: Hier läuft noch der wunderbar schräge Demon-Soundtrack – und das in einem über 40 Minuten langen Loop mit allerlei herrlich schrägen Anspielungen rund um die Bahn und ihren Dämon. Das passt hervorragend zur etwas angestaubten Thematisierung und verleiht dem alten Arrow-Klassiker noch einmal eine ganz eigene Atmosphäre.

Metropolis Plaza

Justice League: Battle for Metropolis

In der Metropolis Plaza erwartet uns mit Justice League: Battle for Metropolis ein interaktiver Dark Ride, den wir bereits aus anderen Six Flags Parks kennen. Auch hier konnte die Mischung aus großen Kulissen, Projektionen und interaktiven Elementen wieder überzeugen. Für mich nach wie vor einer der besseren Dark Rides aus dem Hause Sally.

Southwest Territory

Giant Drop

Weiter geht es ins Southwest Territory, wo uns mit Giant Drop gleich die nächste große Attraktion erwartet. Der Freifallturm von Intamin ist mit seiner stattlichen Höhe schon von weitem gut zu erkennen. Gemächlich geht es an der Konstruktion hinauf, bevor man oben einen kurzen Moment die Aussicht genießen kann. Dann löst die Gondel aus und es geht im freien Fall zurück in Richtung Boden. Ein klassischer Intamin-Freifallturm, der auch heute noch eine richtig gute Fahrt bietet.

Raging Bull

Mit Raging Bull wartet eines der großen Highlights des Parks. Der B&M Hyper Coaster unterscheidet sich dabei deutlich von vielen anderen Anlagen dieses Typs. Statt sich hauptsächlich auf eine lange Abfolge großer Airtime-Hügel zu konzentrieren, setzt Raging Bull auf eine deutlich verschlungenere Streckenführung mit zahlreichen schnellen Kurven.

Nach dem Lifthill geht es über einen kleinen Pre-Drop direkt ins Geschehen. Der große First Drop bietet bereits richtig starke Airtime und führt uns mit ordentlich Tempo geradewegs in einen Tunnel. Anschließend schießt der Zug wieder hinauf und durchfährt eine weitläufige Wende in luftiger Höhe, bevor man über einen klassischen Camelback fliegt.

Eine hochgeständerte Kurve führt uns anschließend nach links, ehe wir den Lifthill unterqueren und in einer weiteren Wende die Richtung wechseln. Nach einer Rechtskurve geht es in die Blockbremse, die wir ohne merkliche Verzögerung passieren.

Parallel zum Lifthill fliegen wir nun über einen weiteren Camelback, bevor eine Helix einmal um den First Drop herumführt. Zum großen Finale durchrast Raging Bull schließlich noch eine bodennahe Acht, ehe es zurück in Richtung Station geht.

Gerade diese Mischung aus kräftiger Airtime, hohem Tempo und zahlreichen Kurven macht Raging Bull so stark. Die Bahn ist unfassbar schnell, abwechslungsreich und verliert bis zum Schluss kaum an Schwung. Dank der überaus hohen Kapazität waren die Wartezeiten erstaunlich gering, sodass es gleich für einige Runden hintereinander reichte. Für mich ganz klar eines der großen Highlights des Parks. Was für eine Fahrt.

Chubasco und Ricochet

Im Southwest Territory stehen neben den großen Achterbahnen auch einige schöne Klassiker. Dazu gehört die hübsch gestaltete Teetassenbahn Chubasco, die natürlich für eine Runde mitgenommen wurde.

Nicht weit davon entfernt wartet mit Ricochet ein klassischer Swing-Up von HUSS. Auch hier durfte eine Fahrt natürlich nicht fehlen. Gerade solche klassischen Flatrides sind eine schöne Ergänzung zum ohnehin sehr starken Angebot des Parks.

Viper

Etwas abgelegen steht mit Viper die nächste Holzachterbahn des Parks. Allein der erstaunlich lange Weg zur Station zieht sich dabei schon ordentlich, doch am Ende wartet eine durchaus interessante Bahn.

Viper eröffnete 1995 und orientiert sich unverkennbar am legendären Coney Island Cyclone in New York. Das bekannte Grundprinzip wurde hier allerdings etwas größer skaliert. Bemerkenswert ist vor allem, dass hinter der Bahn kein klassischer Achterbahnhersteller steht: Viper wurde von Six Flags Great America selbst entworfen und gebaut und ist bis heute die einzige Achterbahn, die der Park in Eigenregie errichtet hat.

Nach dem Lifthill geht es über den First Drop direkt hinein in das kompakte Layout mit seinen zahlreichen Hügeln und Wendekurven. Besonders prägend ist dabei die Fahrt durch das dichte Holzgebälk. Immer wieder schießt man mitten durch die Konstruktion, kreuzt andere Streckenabschnitte und verliert zwischen all den Stützen beinahe die Orientierung. Dazwischen sorgen die zahlreichen kleineren Hügel immer wieder für nette Airtime. Eine tolle Bahn mit wirklich guten Fahreigenschaften.

Hometown Square

Nach dem Southwest Territory geht es weiter ins Hometown Square. Hier findet sich eine ganze Reihe klassischer Fahrgeschäfte, die wunderbar zum Charakter dieses Bereichs passen.

The Lobster

Besonders schön ist The Lobster, ein klassisches Monster III von Schwarzkopf. Die einzelnen Gondeln lassen sich mit etwas Geschick wunderbar sporten. Dabei dreht man sich wie wild im Kreis, während das Fahrgeschäft gleichzeitig seine typische Wellenbewegung vollführt. Gerade das Staunen in den Gesichtern der Amerikaner zu sehen, ist für mich immer wieder Ansporn genug, die Gondel noch ein wenig schneller drehen zu lassen.

Triple Play

Nicht weit davon entfernt wartet mit Triple Play eine klassische Troika von HUSS. Während sich die drei Gondelkreuze drehen, wird die gesamte Konstruktion zunehmend schräg gestellt und die Gondeln folgen dabei einer immer stärker ausgeprägten wellenförmigen Trajektorie. Eine angenehm flotte Fahrt.

Hometown Fun Machine

Etwas versteckt liegt die Hometown Fun Machine an einer der Wendekurven von Whizzer. Zu dem klassischen Scrambler gelangt man über eine kleine Brücke, wodurch die Attraktion fast ein wenig abseits des eigentlichen Rundwegs liegt. Einmal eingestiegen, sorgen die gegenläufigen Drehbewegungen dafür, dass man immer wieder ordentlich zur Seite gedrückt wird.

Whizzer

Die Hauptattraktion des Hometown Square ist Whizzer, ein Schwarzkopf Speed Racer aus dem Eröffnungsjahr 1976. Besonders markant ist der spiralförmige Lifthill, der die Züge langsam auf Höhe bringt, bevor die eigentliche Fahrt beginnt.

Vom Lifthill aus geht es zunächst über eine lange Abfahrt hinunter in eine weitläufige, bodennahe Kurve. Eine längere Auffahrt bringt uns anschließend wieder auf Höhe, bevor wir nach einer Kurve in luftiger Höhe schwungvoll zurück in Richtung Boden stürzen. Es folgt eine weitere bodennahe Kurve und eine längere Gerade bergauf, bevor wir eine Runde um den Lifthill drehen. Über eine kurvige Abfahrt und eine Rechtskurve nähern wir uns schließlich dem Ende der Fahrt. Eine letzte Helix führt uns zurück in die Station.

Die Fahrt selbst ist ganz nett, erreicht für mich allerdings nie die Aggressivität der kleineren Jet-Star-Achterbahnen von Schwarzkopf. Etwas ärgerlich waren zudem die Wartezeiten. Durch die vielen Flash-Pass-Nutzer wurde die Kapazität stark gedrückt, sodass sich bei Whizzer meist eine der längsten Schlangen im Park bildete.

Carousel Plaza

Zum Abschluss unseres Rundgangs geht es zurück zur Carousel Plaza, dem großen Eingangsbereich des Parks. Im Mittelpunkt steht hier natürlich das imposante Columbia Carousel. Das rund 30 Meter hohe Doppelstockkarussell gehört bereits seit der Eröffnung 1976 zu den Wahrzeichen des Parks und besitzt ein nahezu identisches Gegenstück in California’s Great America.

Mit seinen zahlreichen Pferden, Tieren und Wagen ist das Karussell schon eine beeindruckende Erscheinung. Für meine Runde kam natürlich nur das obere Stockwerk infrage – wenn man schon die Gelegenheit hat, auf einem Doppelstockkarussell zu fahren, dann natürlich auch oben.

Direkt daneben ragt der Sky Trek Tower rund 100 Meter in die Höhe. Der Aussichtsturm von Intamin kam bereits 1977 hinzu und prägt seitdem die Silhouette des Parks. Aus der langsam rotierenden Kabine bietet sich bei entsprechend guter Sicht sogar ein Blick bis zur Skyline von Chicago.

Zwischen diesen beiden Klassikern wartet mit Maxx Force schließlich eine Attraktion aus einer völlig anderen Epoche des Parks.

Maxx Force

Mit Maxx Force wartet zum Abschluss noch einmal eine Achterbahn, die vor allem durch ihren Start auffällt. Der Launch Coaster von S&S beschleunigt seine Züge pneumatisch in weniger als zwei Sekunden von 0 auf rund 125 km/h. Entsprechend brachial fällt der Abschuss aus und katapultiert uns direkt in das große erste Element.

Ähnlich einer Banana Roll dreht man sich am höchsten Punkt einmal zur Seite, ehe es in einer Rolle rasant zurück in Richtung Boden geht. Eine zunächst langsam aufsteigende Rechtskurve entpuppt sich anschließend als astreine Rolle, die wir mit ordentlich Tempo durchfahren. Danach geht es bereits auf den etwas eigenartig seitlich angefahrenen Dive Loop zu, der das kurze Layout abschließt.

Insgesamt ist Maxx Force eine überaus solide Achterbahn mit tollen Fahreigenschaften. Die geringe Kapazität sorgte während meines Besuchs allerdings für entsprechend lange Wartezeiten, weshalb es bei einer einzigen Fahrt blieb.

Bilder Six Flags Great America

Fazit Six Flags Great America

Six Flags Great America hat mir ausgesprochen gut gefallen. Vor allem das starke Achterbahnangebot bietet eine enorme Abwechslung. Dazu kommen zahlreiche klassische Fahrgeschäfte, die man in dieser Anzahl heute nur noch selten in einem großen Freizeitpark findet.

Auch die gemeinsame Vergangenheit mit California’s Great America ist an vielen Stellen noch zu erkennen und verleiht dem Park einen ganz eigenen Charakter. Gleichzeitig hat sich Great America über die Jahrzehnte deutlich weiterentwickelt und verbindet seine Geschichte sehr schön mit modernen Großattraktionen.

Insgesamt ist Six Flags Great America ein wirklich toller Freizeitpark – und ich kann es kaum erwarten, wieder nach Chicago zu fliegen und einen Ausflug nach Gurnee zu unternehmen.

 


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Ein Tag, sieben Welten, ein Ziel

Worlds of Fun

Mitten im Herzen der Metropolregion Kansas City, nur wenige Minuten von der Grenze zum Bundesstaat Kansas entfernt, liegt Worlds of Fun. Der 1973 eröffnete Freizeitpark ist vom Roman In 80 Tagen um die Welt inspiriert und in verschiedene Themenbereiche unterteilt, die unterschiedliche Regionen der Erde darstellen.

Neben einer abwechslungsreichen Auswahl an Achterbahnen und Familienattraktionen überzeugt Worlds of Fun vor allem durch seine gepflegten Gartenanlagen und die liebevoll gestalteten Themenbereiche. Zu den bekanntesten Attraktionen zählen die Holzachterbahn Prowler, die Hyperachterbahn Mamba und der Inverted Coaster Patriot.

Gemeinsam mit dem angrenzenden Wasserpark Oceans of Fun gehört Worlds of Fun heute zu den beliebtesten Freizeitparks im Mittleren Westen der USA.

Gateway Gardens

Gateway Gardens bildet den einladenden Eingangsbereich von Worlds of Fun. Großzügige Grünanlagen, farbenfrohe Blumenbeete und das malerisch am Wasser gelegene Grand Carousel sorgen bereits beim Betreten des Parks für einen gelungenen ersten Eindruck und stimmen auf einen entspannten Tag ein.

Scandinavia

Scandinavia überzeugt vor allem durch seine ruhige Atmosphäre und die zahlreichen klassischen Fahrgeschäfte. Zwischen nordisch gestalteten Gebäuden und viel Grün laden Attraktionen wie Sea Dragon, Nordic Chaser oder Fjord Fjarlane zu einer kleinen Verschnaufpause zwischen den großen Achterbahnen ein.

Viking Voyager

Viking Voyager zählt zu den Originalattraktionen von Worlds of Fun und wurde bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet. Die Log Flume aus dem Hause Arrow Development führt ihre Fahrgäste zunächst gemütlich durch den Kanal, ehe die rund 12 Meter hohe Schussfahrt den Höhepunkt der Fahrt bildet.

Im Vergleich zu vielen modernen Wildwasserbahnen fällt Viking Voyager insgesamt eher gemächlich aus und auch der Nässegrad hält sich in Grenzen. Gerade dieser nostalgische Charakter macht jedoch den besonderen Reiz der Anlage aus und erinnert an eine Zeit, in der eine klassische Log Flume in keinem Freizeitpark fehlen durfte.

Africa

Africa ist das Herzstück von Worlds of Fun und vereint einige der beliebtesten Attraktionen des Parks. Zwischen dichter Vegetation und afrikanisch gestalteten Gebäuden erwarten die Besucher mit Prowler, Mamba und Zambezi Zinger gleich mehrere Highlights. Die üppige Bepflanzung und die stimmige Gestaltung verleihen dem Themenbereich eine ganz besondere Atmosphäre.

Prowler

Mit Prowler eröffnete Worlds of Fun im Jahr 2009 eine der beliebtesten Holzachterbahnen des Herstellers Great Coasters International (GCI). Die Strecke führt größtenteils bodennah durch den Wald und begeistert mit schnellen Richtungswechseln, engen Kurven und zahlreichen Airtime-Momenten.

Während die Bahn am Morgen noch etwas verhalten wirkt, gewinnt sie im Laufe des Tages spürbar an Dynamik. Das Layout erinnert dabei stark an Mystic Timbers im Freizeitpark Kings Island. Beide Achterbahnen ähneln sich in ihrem Streckenverlauf und Fahrgefühl, wobei Mystic Timbers dank ihrer größeren Ausmaße und der längeren Fahrzeit letztlich noch etwas abwechslungsreicher und intensiver ausfällt. Dennoch zählt Prowler zu den besten Holzachterbahnen von GCI und ist eines der Highlights von Worlds of Fun.

Zambezi Zinger

Mit Zambezi Zinger erhielt Worlds of Fun im Jahr 2023 eine moderne Hommage an die gleichnamige Achterbahn, die bereits zur Parkeröffnung im Jahr 1973 eröffnet wurde. Das Original war ein Schwarzkopf Speedracer und entwickelte sich mit seinem spiralförmigen Lifthill, den Bobschlitten-artigen Zügen und der rasanten Fahrt schnell zu einer der beliebtesten Attraktionen des Parks. Nach der Schließung im Jahr 1997 wurde die Anlage nach Kolumbien verkauft, wo sie viele Jahre als Montaña Rusa im Parque del Café weiterbetrieben wurde.

Die neue Familienachterbahn von GCI greift zahlreiche Elemente ihres legendären Vorgängers auf, interpretiert diese jedoch auf moderne Weise. Während meines Besuchs war die Bahn leider den gesamten Tag geschlossen. Bereits von außen hinterlässt Zambezi Zinger einen hervorragenden Eindruck. Die moderne Anlage fügt sich harmonisch in den Themenbereich ein und weckt die Vorfreude auf eine spätere Mitfahrt.

Boomerang

Boomerang zählt zu den bekanntesten Shuttle-Achterbahnen aus dem Hause Vekoma. Auf der kompakten Strecke werden zunächst eine Cobra Roll und ein Looping durchfahren, bevor der Zug die komplette Fahrt rückwärts absolviert. So erleben die Fahrgäste insgesamt sechs Überschläge.

Im Vergleich zu einigen anderen Anlagen dieses Typs präsentiert sich der Boomerang in Worlds of Fun erstaunlich laufruhig. Gerade dadurch zählt die Fahrt zu den besten Vertretern dieses weltweit verbreiteten Achterbahntyps.

Fury of the Nile

Fury of the Nile ist ein klassischer Rapids Ride aus dem Hause Intamin. Die Rundboote treiben durch eine abwechslungsreich gestaltete Flusslandschaft, bevor Stromschnellen, Wasserfälle und mehrere spritzige Passagen für die nötige Action sorgen.

Der afrikanische Themenbereich bietet dafür die passende Kulisse und verleiht der Anlage eine stimmige Atmosphäre. Im Vergleich zu vielen anderen amerikanischen Rapids Rides fällt der Nässegrad jedoch überraschend moderat aus. Europäische Freizeitparkfans werden sich daher schnell wie zu Hause fühlen.

Mamba

Mit Mamba eröffnete Worlds of Fun im Jahr 1998 einen Hyper Coaster aus dem Hause Morgan, der bis heute zu den beeindruckendsten Achterbahnen des Parks zählt. Nach der rund 62 Meter hohen ersten Abfahrt folgt eine abwechslungsreiche Strecke mit zahlreichen Airtime-Hügeln und weitläufigen Kurven.

Spätestens auf den ersten Camelbacks zeigt Mamba ihren wahren Charakter. Die intensive Ejector-Airtime erinnert dabei stark an Steel Eel im SeaWorld San Antonio, fällt hier jedoch noch etwas ausgeprägter aus. Gleichzeitig verliert die Bahn bis zur Schlussbremse kaum an Geschwindigkeit und sorgt so für ein durchgehend dynamisches Fahrerlebnis.

Für mich zählt Mamba zu den besten Hyper Coastern überhaupt. Kaum eine andere Achterbahn dieser Kategorie verbindet eine derart intensive Ejector-Airtime mit einem bis zum Schluss beeindruckend hohen Tempo. Eine Bahn, die ich ohne zu zögern Runde für Runde fahren könnte.

Planet Snoopy

Planet Snoopy bildet den liebevoll gestalteten Kinderbereich von Worlds of Fun. Gemeinsam mit Charlie Brown, Snoopy und ihren Freunden erwartet Familien eine große Auswahl an Fahrgeschäften, Spielmöglichkeiten und kindgerecht gestalteten Attraktionen.

Das Highlight des Bereichs ist die Familienachterbahn Cosmic Coaster aus dem Hause Preston & Barbieri. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche weitere Attraktionen, sodass auch die jüngsten Besucher hier voll auf ihre Kosten kommen.

Wild West

Der Themenbereich Wild West überzeugt mit seiner stimmungsvollen Gestaltung und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Parks ein. Zwischen den zahlreichen Holzbauten erwarten die Besucher Attraktionen wie Timber Wolf und der Detonator, die den Bereich abwechslungsreich gestalten.

Timberwolf

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.

Timber Wolf wurde 1989 eröffnet und zählt zu den klassischen Holzachterbahnen aus dem Hause Dinn Corporation. Nach der ersten Abfahrt nimmt die Bahn sofort ordentlich Fahrt auf und begeistert insbesondere im ersten Streckenabschnitt mit ihrer dynamischen Streckenführung und kräftigen Richtungswechseln.Vor allem der First Drop und die anschließende Kurve werden mit viel Tempo durchfahren und sorgen für einen gelungenen Auftakt. Nach der Reduzierbremse fällt die zweite Streckenhälfte etwas gemächlicher aus. Die langgezogene Kurve anstelle der früheren Doppelhelix erinnert dabei überraschend stark an die markante Schlusskurve von Colossos im Heide Park – eine gelungene Doppelhelix-Ersatzkurve. Danach verläuft die Fahrt eher unspektakulär, bevor das Finale mit seinen kleinen seitlichen Hopsern noch einmal für einen erfrischend unkonventionellen Abschluss sorgt.

Auch wenn Timber Wolf im hinteren Streckenabschnitt etwas an Dynamik verliert, überzeugt die Bahn vor allem durch ihren starken Beginn und gehört für mich zu den besseren klassischen Holzachterbahnen ihrer Generation.

Cyclone Sam’s

Cyclone Sam’s ist ein Indoor Wipeout aus dem Hause Chance Rides, den man bei einem Besuch in Worlds of Fun keineswegs verpassen sollte. Die markante Wellenbewegung des Fahrgeschäfts wird von zahlreichen Lichteffekten und passender Musik begleitet und sorgt so für eine ebenso atmosphärische wie unterhaltsame Fahrt.

Detonator

Detonator zählt zu den ersten Space Shots aus dem Hause S&S Power und überzeugt bis heute mit seiner kraftvollen Beschleunigung. Dank der älteren Drucklufttechnik katapultiert die Anlage ihre Fahrgäste mit ordentlich Wumms in die Höhe und sorgt so für ein überraschend intensives Fahrerlebnis. Wer Worlds of Fun besucht, sollte sich eine Fahrt mit diesem Klassiker keineswegs entgehen lassen.

Mustang Runner

Mustang Runner ist eine klassische Troika aus dem Hause HUSS. Das zeitlose Fahrprogramm mit seinen harmonischen Drehbewegungen macht die Attraktion auch heute noch zu einem echten Vergnügen – eine Fahrt, die ich bei jedem Besuch gerne mitnehme.

Worlds of Fun Railroad

Die Worlds of Fun Railroad führt ihre Fahrgäste einmal quer durch den Park und bietet dabei immer wieder interessante Ausblicke auf die verschiedenen Themenbereiche. Besonders der Abschnitt durch die weitläufige Savanne im afrikanischen Themenbereich sowie die Vorbeifahrt an der Holzachterbahn Prowler machen die gemütliche Zugfahrt zu einer lohnenswerten Pause zwischen den zahlreichen Fahrattraktionen.

Europa

Der europäische Themenbereich gehört zu den ruhigeren Ecken von Worlds of Fun und wird von vielen Besuchern leicht übersehen. Wer sich dennoch hierher verirrt, entdeckt mit Le Taxi, dem Flying Dutchman und der Autobahn einige charmante Klassiker abseits der großen Besuchermagneten.

Americana

Americana zählt zu den schönsten Themenbereichen von Worlds of Fun. Inspiriert vom Amerika der Jahrhundertwende sorgen liebevoll gestaltete Gebäude und gepflegte Gartenanlagen für eine stimmige Atmosphäre.

Für mich war es jedoch vor allem die musikalische Untermalung, die diesen Bereich so besonders machte. Die bekannten Ragtime-Melodien aus RollerCoaster Tycoon 1 und 2 weckten sofort nostalgische Erinnerungen und verliehen Americana einen ganz besonderen Charme.

SteelHawk

SteelHawk ist ein WindSeeker aus dem Hause Mondial und bietet einen beeindruckenden Ausblick über Worlds of Fun und die umliegende Landschaft. Im Vergleich zu den deutlich höheren Star Flyern von Funtime wirkt die Fahrt weniger einschüchternd, gefällt mir persönlich aber sogar besser. Die angenehm ruhige Fahrt und die großartige Aussicht machen SteelHawk zu einer Attraktion, die man bei einem Besuch keineswegs auslassen sollte.

Patriot

Patriot ist ein Inverted Coaster aus dem Hause Bolliger & Mabillard (B&M) und zählt seit seiner Eröffnung im Jahr 2006 zu den Aushängeschildern von Worlds of Fun. Bereits von Weitem fällt die markante rot-weiße Schienenkonstruktion ins Auge, die der Achterbahn ein unverwechselbares und typisch amerikanisches Erscheinungsbild verleiht. Schon beim Betreten des Themenbereichs zieht Patriot die Blicke nahezu automatisch auf sich.

Nach einem kurzen Pre-Drop taucht der Zug in einer steilen Kurve rasant in Richtung Boden ab. Mit ordentlich Druck durchquert man das erste Tal und erreicht unmittelbar den Looping. Besonders der nahe Lift sorgt hier für einen gelungenen Footchopper-Effekt, ehe sich der Zug wieder dem Boden zuwendet. Es folgen eine markante Zero-G-Roll und ein Immelmann Turn, bevor eine Helix und ein klassischer Drop entlang des Skyliner-Riesenrads zum Korkenzieher führen. Eine weitere Helix und ein kleiner Dip leiten schließlich in die Schlussbremse über.

Der erste Teil der Fahrt überzeugt mit einem flüssigen Rhythmus und einer gelungenen Abfolge der Fahrelemente. Im Mittelteil verliert Patriot jedoch etwas an Dynamik, wodurch die Bahn insgesamt eher im guten Mittelfeld der B&M-Inverted Coaster landet.

East Asia

East Asia ist zwar einer der kleinsten Themenbereiche von Worlds of Fun, besitzt aber einen ganz eigenen Charme. Zwischen asiatisch gestalteten Gebäuden bilden Spinning Dragons und der Round-Up Bamboozler einen stimmungsvollen Abschluss des Rundwegs durch den Park.

Spinning Dragons

Spinning Dragons ist ein Spinning Coaster aus dem Hause Gerstlauer und bildet die Hauptattraktion des kleinen Themenbereichs East Asia. Die schön gestaltete Anlage fügt sich harmonisch in ihre Umgebung ein und überzeugt mit einem abwechslungsreichen Layout. Interessanterweise entspricht der Streckenverlauf nahezu vollständig dem von Pandemonium im Freizeitpark Six Flags St. Louis.

Während meines Besuchs sorgte ein technischer Defekt dafür, dass die Bahn bis kurz vor Parkschluss außer Betrieb blieb. Umso größer war die Freude, als die Techniker den Fehler schließlich doch noch beheben konnten und Spinning Dragons ihre Tore für die letzten Parkbesucher öffnete. Dank der frei drehenden Wagen verläuft keine Fahrt wie die andere und die Bahn erwies sich als gelungener Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Bilder Worlds of Fun

Fazit Worlds of Fun

Als großer Fan der klassischen amerikanischen Freizeitparks der 70er Jahre hat Worlds of Fun bei mir genau ins Schwarze getroffen. Es sind vor allem die liebevoll gestalteten Themenbereiche, die außergewöhnlich gepflegten Gartenanlagen und die angenehm entspannte Atmosphäre, die den Park für mich zu einem Ort machen, an dem man einfach gerne den ganzen Tag verbringt. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Worlds of Fun für mich zu den schönsten klassischen Freizeitparks der USA zählt.

Allein für Mamba würde ich jederzeit wieder nach Worlds of Fun reisen. Und dann gibt es da ja auch noch Zambezi Zinger, der mir bei meinem Besuch leider verwehrt blieb. Umso mehr freue ich mich schon jetzt auf meinen nächsten Road Trip durch den Mittleren Westen der USA.

 

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Carowinds



Freizeitpark:Carowinds (seit 2007)
Paramount Carowinds (1993 - 2006)
Carowinds (1973 - 1992)
Adresse:14523 Carowinds Blvd
28273 Charlotte
https://www.carowinds.com/
Betrieb:Six Flags


Carowinds, liegt südlich von Charlotte direkt an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten North und South Carolina und zählt zu den größten Freizeitparks im Südosten der Vereinigten Staaten. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1973 hat sich der Park kontinuierlich weiterentwickelt und bietet heute eine gelungene Mischung aus spektakulären Achterbahnen, Familienattraktionen, Live-Unterhaltung und dem Wasserpark Carolina Harbor.

Auf einer Fläche von mehr als 160 Hektar erwartet die Besucher eine abwechslungsreiche Auswahl an Achterbahnen, Thrill Rides und Familienattraktionen. Zu den bekanntesten zählen Fury 325, einer der höchsten und schnellsten Gigacoaster der Welt, die Launch-Achterbahn Copperhead Strike, der Inverted Coaster Afterburn sowie Vortex, eine der letzten noch betriebenen Stand-up-Achterbahnen. Gemeinsam bilden sie eine der vielseitigsten Achterbahnsammlungen Nordamerikas.

Ob spektakuläre Achterbahnen, Attraktionen für die ganze Familie oder eine Abkühlung im Carolina Harbor – Carowinds bietet für nahezu jeden Besucher das passende Erlebnis und gehört zu den beliebtesten Freizeitparks der Vereinigten Staaten.

 
Berichte

Auf nach Carowinds


 
 
 

Highlights des Freizeitparks

 




 

Afterburn

Der große Inverted Coaster

 


 

Copperhead Strike

Eine überraschend gute Abschussachterbahn

 


 

Fury 325

Der großartige B&M Hyper

 


 

Thunder Striker

Die Airtime-Achterbahn

 


 

Vortex

Der geniale Stand-Up Coaster

 


 

Woodstock Express

Eine lustige Familienachterbahn