Zipper-Dee-Doo-Dah in Cleveland

Da ich mich gerade beruflich in Ohio aufhalte, habe ich jetzt am Samstag die Chance genutzt den I-X Indoor Amusement Park in Cleveland zu besuchen. Bereits zum 30. mal findet die Kirmes im International Exposition Center (kurz I-X Center) statt. Der Name Amusement Park passt dank des einmaligen Eintrittspreises und des vielfältigen Showprogramms ganz gut, ansonsten aber handelt es sich um eine typische amerikanische Großkirmes. Der Clou an der Sache ist die Wetterunabhängigkeit der Kirmes und die Interaktion vieler Fahrgeschäfte mit der Hallendecke.

Die meisten Fahrgeschäfte kommen dabei von der Baker Bros. Amusement Company. Rockwell Amusements, SwikaS Amusements und Reithoffer Shows stellen jeweils eine Achterbahn. Insgesamt kann die Kirmes sechs Achterbahnen vorweisen, drei davon für Kinder. Wichtiger für mich war es jedoch endlich mal einen Zipper zu fahren.

Der Klassiker aus dem Hause Chance ist wie auch der Tilt-a-Whirl und Sizzler von keiner Kirmes in den USA wegzudenken – das Oval mit den Umlenkrollen an beiden Enden wurde seit dem Jahr 1968 immerhin gute 200 mal verkauft. Und auch auf europäischen Plätzen konnte man in der Vergangenheit schon Zipper antreffen; sie sind nur sehr selten.

Die Fahrt selbst gleicht der auf einem Top Spin: Es wird geschaukelt, gerollt und sich teilweise wild überschlagen. Nur eine Gondelbremse gibt es nicht; man überlässt also alles mehr oder weniger dem Zufall. Die Geschwindigkeiten während der Fahrt sind meist konstant: Der Hauptarm dreht sich mit sieben Umdrehungen in der Minute, während es die Stahlseile auf immerhin vier Umdrehungen schaffen. An den Umlenkpunkten folgt dann jedesmal ein kurzer Beschleunigungskick, der die Gondeln mit etwas Glück in eine ordentliche Rotation versetzt. Da man dabei nur durch einen komfortablen Beckenbügel gesichert ist, ist festhalten an den Haltestangen definitiv angesagt.

Dabei ist die Fahrt in den engen Käfigen definitiv nichts für großgewachsene Menschen. Bei Schuhgröße 46 hat man zudem Probleme die Füße ordentlich zu platzieren. Personen mit einem schwachen Magen werden durch die ganze Schaukelei – gerade gegen Ende der Fahrt – schnell an ihre Grenzen kommen. Der Zipper selbst ist jedoch ein Meisterwerk der Ingenieurskunst der späten 60er Jahre. Noch vor dem großen Loopingfieber der 70er Jahre stellte dieser die Kirmeswelt Überkopf. Schade nur, dass dieser Zipper hier an unseren Besuchstag ein wenig überschlagsarm unterwegs war. Am Ende schaukelten wir nämlich mehr, als das wir irgendetwas anderes gemacht hätten.

Zum Glück gibt es im Indoor Amusement Park dafür aber noch genügend andere Möglichkeiten, wobei wir uns auf Grund des Andrangs nur auf dem Fabbri Kamikaze konzentrierten. Das italienische Fahrgeschäft bietet neben sekundenlanger Verweildauer am oberen Scheitelpunkt der Fahrt – trotz der Schulterbügel – auch wunderbare Hangtimemomente während der schnellen Überkopffahrt. Man hebt also wunderbar aus dem Sitz ab, während man im Tal wiederum ordentlich in diesen hinein gedrückt wird. Eine tolle Anlage, auch wenn der Bügelmechanismus ein wenig seltsam daherkommt und die Fahrt schlussendlich vielleicht doch etwas zu lang war.

Neben der kleinen Drehmaus Wild Mouse aus dem Hause Zamperla und dem kleinen Pinfari Wild Cat gleich nebenan, sorgt vor allem eine Achterbahn für Adrealinschübe. Der kleine Wing-Coaster-Butterfly aus dem Hause A.R.M. Rides hat es nämlich faustdick hinter den Ohren. Nachdem man in den 16 Personen fassenden Zug Platz genommen hat geht es recht gemächlich eine viel zu steile Gerade empor. Am oberen Ende angekommen klinkt der Zug dann zügig aus, woraufhin man überaus schnell zu Boden stürzt. Der Übergang zwischen dem viel zu steilen Lift und der aufsteigenden Geraden danach ist dann jedoch das einzige Highlight, da hier der Name der Achterbahn ganz plötzlich zum Programm wird. Nachdem man nun die G-Force erlebt hat, pendelt man leider recht zügig wieder aus und kommt dann auch wieder zum Stehen. Irgendwie schade, dass die Anlage nicht von Sunkid Heege kommt; die Fahrt wäre dann sicherlich noch berauschender 😀 .

Der I-X Indoor Amusement Park in Cleveland ist schon eine ziemlich coole Kirmes. Die Auswahl der Fahrgeschäfte ist durchaus ausgewogen und bietet für jeden Geschmack etwas. An unserem Besuchstag war der Indoor Amusement Park ziemlich gut besucht, das Wetter draußen war aber auch den ganzen Tag unter aller Sau. Wenn es etwas leerer ist kann man hier definitiv ziemlich viel Spaß haben, mir selbst hat die Kirmes sehr gut gefallen. Die Stimmung war toll und das Gimmick mit der Hallendecke wertet so gut wie jede Fahrt ziemlich auf.

 


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Mit der Formule 1 auf die schiefe Bahn

Der Ursprung des Freizeitparks Parc Saint Paul liegt im Jahr 1978 als am Rande des Örtchens Saint-Paul ein kleines Ausflugsziel mit Ponyreiten, Bootsverleih und einem Lokal entstand. Fünf Jahre später kaufte der Schausteller André Campion das Gelände. Dieser stellte gut zwanzig Fahrgeschäfte in den Park und taufte diesen unter seinem heute bekannten Namen. Im Jahr 1999 übernahm der Sohn Gilles Campion das Geschäft. Dieser baute den Park dann zum Freizeitpark aus. Wo man vorher den Park frei betreten und für einzelne Attraktionen zahlen musste, galt fortan ein einheitlicher Eintrittspreis. Bereits im nächsten Jahr folgte mit dem Wild Train die erste Achterbahn des Parks. Seither zeichnet sich der Freizeitpark durch eine interessante Auswahl an Fahrgeschäften aus ohne dabei seine Hauptzielgruppe – Familien mit kleineren Kindern – außer Acht zu lassen.

Bereits auf dem Weg zum Eingang fallen uns eine Vielzahl an Kinderkarussells und familienfreundliche Fahrgeschäfte auf. Meist kommen diese von der SBF Visa Group und sind neueren Baujahrs. Doch die eigentliche Attraktion in diesem Bereich ist das Personal, welches nicht nur den Einlass kontrolliert, sondern auch für Fotos zur Verfügung steht. Wo ich anfangs noch dachte das Personal sei hier auf Stelzen unterwegs, so war ich doch sehr überrascht tatsächlich auf 2m20 große Personen zu stoßen. Darunter befindet sich auch der mit 2m46 zweitgrößte Mensch der Welt Monsieur Brahim Takioullah.

Die erste Achterbahn auf unserem Rundlauf ist der Aérotrain. Diese Achterbahn aus dem Hause Vekoma stand zuvor in einem Einkaufzentrum in Portugal, wo sie als Montanha Russa bis ins Jahr 2013 betrieben wurde. Dank ihrer Lage und dem daraus resultierenden Verlauf oberhalb der Besucher ist die Bahn recht weit hochgeständert. Glück im Unglück suchte Gilles Campion eine Art Monorail für den Parc Saint Paul, damit dieser auch von oben betrachtet werden kann, als Cedeal Rides ihn diese Gebrauchtanlage als Vorschlag vorlegten.

Die Fahrt auf dem Aérotrain beginnt mit einer kurzen Linkskurve, an der sich der Reibradlift der Anlage anfügt. Auf einer Höhe von 11m angelangt geht es sogleich hinab. Das kurze Gefälle geht sogleich in eine Linkskurve über an der sich eine nach rechtsdrehende Helix anschließt. Über eine sehr lange Linkskurve nehmen wir langsam wieder etwas an Höhe zu, ehe wir diese in einer weiteren Helix auch schon wieder abbauen. Nach einer längeren Geraden folgt nur noch eine kurze Linkskurve bevor dann die Station auch schon wieder erreicht wird. Es folgt eine weitere Runde, ehe die Fahrt dann endet.

Auch wenn der Aérotrain nicht so schnell ist, wie der namensgebende Luftkissenzug, so ist die Fahrt ein durchaus kurzweiliges Vergnügen. Die Fahrt fällt generell seichter aus als die meisten Rollerskater und ist dadurch eine ideale Einstiegsachterbahn für die kleinsten Parkgäste.

Etwas spannender geht es derweil bei der Arche de Noé statt, einer Schiffschaukel des Herstellers Metallbau Emmeln. Diese wurde entsprechend der Thematik gestaltet, weswegen man zahlreiche Tierplastiken an der Anlage und um sie herum entdecken kann. Auch die Fahrt kann mit ihren kleineren Airtimemomenten durchaus überzeugen.

Ebenso überzeugend zeigt sich die Schlauchbootrutsche Aqua Splash desselben Herstellers direkt nebenan. Wir folgen derweil dem Weg am großen See entlang, wo sich einige Tretboote und der Mississippi-Dampfer des Parks tummeln. Vorbei an zahlreichen Spielplätzen und einer Trampolinhalle erreichen wir dann die zweite Achterbahn auf unserem Rundlauf.

Die Mini-Mouse Cartoon ist eine sehr familienfreundliche Achterbahn, bei der ein Zug durch eine Reihe von Haarnadelkurven geschoben wird. Auf den verbindenden Geraden gibt es zudem kleinere Hügel, ähnlich denen eines Wacky Worms, die die Fahrt ein wenig auflockern. Die Fahrt selbst ist jedoch sehr gemächlich. Je nach Andrang fährt man mehrere Runden durch das Layout.

Direkt nebenan steht mit der Téléphérique eine scheinbar harmlose schienengeführte Seilbahn. Doch der Schein trügt, denn sollte man auf die Idee gekommen sein die Fahrt mit einem Rucksack auf den Rücken zu fahren, so nehmen die Fliehkräfte überhand und man muss sich ganz schön festhalten, um nicht herunter zu fallen. Ein sehr interessantes Spielgerät und ein noch interessanterer Grauzonencount.

Nachdem ich bereits im japanischen Freizeitpark Yomiuriland und im italienischen Mirabilandia das von Preston & Barbieri erbaute Crazy House auf Grund fehlender Sprachkenntnisse nicht gefahren bin, konnte ich dieses bizarre Fahrgeschäft nun endlich mal testen. Die Witze und Spezialeffekte des Maison Foldingue sind jedoch nicht sonderlich erwähnenswert, genauso wie der Fahrtablauf der Anlage. Eine bizarre Idee, die bei Kindern sicherlich gut ankommt.

Genauso wie das Kinderlied der Souris Verte. Im Parc Saint Paul jedoch verkörpert die grüne Maus eine Drehgondelachterbahn des Herstellers Zamperla. Die Fahrt durch das bekannte Layout verläuft leider ohne größere Drehung der Gondel.

Da bei der Achterbahn Wild Train der Zug fehlte, konnte ich diese Achterbahn leider nicht testen. Nebenan jedoch steht mit dem Tour Descente Extrême ein weiteres Produkt der ehemaligen russischen Firma Pax, welches nur so darauf wartete endlich getestet zu werden. Der 40m hohe Freifallturm bietet eine sehr skurrile Fahrt, denn ehe man zum Fall kommt wird man erst einmal ewig durch die Magnetbremse gezogen, die in etwa die Hälfte des Turms in Anspruch nimmt.  Durch diesen Umstand ist auch die Bremsung überaus rabiat. Ça me plait beaucoup! So einen Fall habe ich von Pax bei bestem Willen nicht erwartet, der ist grandios. Die Fahrt selbst nimmt jedoch ihre Zeit in Anspruch; es ist also kein Wunder, dass man nicht so viele Anlagen von Pax vorfinden kann.

Deutlich häufiger hingegen findet man Achterbahnen vom Typ Big Apple, in Frankreich auch gerne La Pomme genannt. Der hiesige kommt von der türkischen Firma DAL Amusement Rides Company. Besonders an der Anlage ist ihre stark präsente und überaus einladende Deko, die die Fahrt merklich aufwertet.

Vorbei am Riesenrad Grande Roue und den P’tits Lapins zieht es uns nun in den hinteren Bereich des Parks. In einem Anwesen und dessen Vorhof finden wir zahlreiche Laufgeschäfte, die Hauptgastronomie des Parc Saint Paul, sowie den Platz des Wellenfliegers Chaises Aériennes vor, der zum Zeitpunkt des Besuchs jedoch noch nicht aufgebaut war.

Von den vier Laufgeschäften überzeugt vor allem das Château Hanté, welches durch eine riesige Ansammlung an Animatroniks und absoluter Dunkelheit beängstigender wirkt, als so manche Geisterbahn hierzulande. Der Parcours 3D hingegen ist zu kurz, um ihn wirklich wahrzunehmen. Das Spiegelkabinett Miroirs Magiques und das schiefe Haus Toi aussi deviens un Géant runden das Angebot ab.

Direkt nebenan befindet sich die aufwändig gestaltete Wildwasserbahn Dino Splash des Herstellers Interlink. Bereits die Warteschlange der Anlage ist überraschend ansprechend gestaltet und lässt auf eine aufregende Fahrt hoffen.

Die Fahrt beginnt recht zügig mit der Erklimmung des ersten Lifthügels. Oben angekommen durchrollen wir eine enge Linkskurve, ehe dann bereits die erste Schussfahrt wartet. Über einen markanten Doppeldrop geht es dann überaus rasant und mit seichter Airtime hinab. Gut durchnässt rasen wir durch die Auslaufstrecke, ehe wir in der anschließenden Rechtskurve ein wenig gebremst werden. Über eine Gerade mit etwas Wildwasser und einem Wasserfall zur linken Seite zieht es uns nun in Richtung des zweiten Lifts. Dieser bringt uns auf 11m Höhe, woraufhin sich eine Rechtskurve anschließt. Kurz darauf geht es die zweite Schussfahrt mit ihrem signifikanten Dinosaurierrückgrad hinunter. Hier erwartet uns dann eine ordentliche Dusche, woraufhin wir den Rest der Fahrt komplett durchnässt verbringen. Nach einer längeren Geraden an der Front vorbei erreichen wir dann auch wieder die Station der Anlage und steigen glücklich und zufrieden aus dieser wirklich tollen Wildwasserbahn.

Während in der Halle der Teen’s Party Holz für die Achterbahn Wood Express gelagert wurde, tummelten sich die Parkgäste auf Autoskooter, einer Teppichrutsche und dem Musik Express Safari Trip. Letzterer bietet durch seine Vor- und Rückwärtsfahrt eine echt schöne Fahrt. Unschön hingegen ist, dass auf der Teppichrutsche scheinbar Narrenfreiheit herrscht; hier zeigte sich das Parkpublikum von seiner unschönsten Seite. Generell fiel mir dieses im gesamten Tagesverlauf eher negativ auf, da sich vor allem eine marokkanische Familie und Geburtstagsgruppe wirklich danebenbenahm und ständig vom Parkpersonal – welches wirklich vorbildlich handelte – zurückgewiesen werden musste.

Generell ist das Personal im Parc Saint Paul verdammt freundlich. Als ich zum Beispiel im Lift der Achterbahn Formule 1 steckenblieb, da die Anlage unerwartet einen Notaus hatte, informierte man mich über jeden Schritt, bis dann die Anlage wieder lief. Auch nach der Fahrt entschuldigte man sich bei mir für die Unannehmlichkeit und brachte mir noch schnell meinen Rucksack, da ich den Wagen in diesem Fall im eigentlichen Ausstiegsbereich und nicht erst in der Station verlassen musste.

Die Fahrt auf der etwas anderen Wilden Maus Formule 1 des Herstellers Pax beginnt mit einer sehr, sehr steilen Auffahrt, an der sich sogleich ein ausgeprägter Pre-Drop anschließt. Recht zügig durchrasen wir nun eine Senke, ehe wir zur großen Schussfahrt ansetzen. Über eine enge Kuppe schießen wir nun gen Boden und werden dabei unerwartet stark aus dem Sitz gehoben. Über einen überaus airtimereichen Double-Up geht es dann erneut nach oben. Nach einer engen Kurve erwartet uns auch bereits die erste Blockbremse.

Erst jetzt folgen die Haarnadelkurven, die jedoch auch hier einen ganz besonderen Clou aufweisen. Die Einfahrt in diese erfolgt nämlich immer nach außen geneigt, während die Ausfahrt dieser nach innen geneigt ist. Eine ziemlich abgefahrene Angelegenheit. Nach insgesamt fünf Kurven ist dieser Abschnitt auch wieder vorbei und wir fahren (weiterhin nach außen geneigt) in eine Wendekurve ein. Hieran schließen sich gleich mehrere Auf- und Abfahrten an, die einen wieder einmal ordentlich aus dem Sitz heben. Nach einem weiteren Blockbereich verläuft die Fahrt ein wenig gemächlicher und so fährt man über mehrere Rechts-/Linksschwenker einmal quer durch die Anlage. Nach einer längeren Rechtskurve fügt sich dann die Auffahrt in die Bremsstrecke an. Nach der Fahrt durch den eigentlichen Ausstiegsbereich erreicht man nach einiger Zeit auch wieder die Station und kann dann auch aussteigen.

Die von Pax erbaute Anlage war für mich schon seit längerer Zeit der Grund irgendwann mal zum Parc Saint Paul zu fahren. Da bereits seit längerer Zeit das Gerücht einer baldigen Schließung der Anlage durch die Foren geht, war ein Besuch sozusagen unumgänglich. Da war es mir auch ganz egal, ob irgendwann im Laufe der Saison die Holzachterbahn Wood Express eröffnen würde. Pax geht vor. Die Fahrt auf Formule 1 ist wie zu erwarten brachial, bizarr und superbe. Die Airtime auf der Anlage sucht ihres Gleichen und die Mauskurven sind schlichtweg genial. Eine wirklich schöne und interessante Anlage.

Der Parc Saint Paul ist ein überaus seltsamer Vergnügungspark. Er wirkt konzeptlos und hingeklatscht. Auf der anderen Seite jedoch bietet man viele interessante Anlagen, die man in dieser Fülle nicht wirklich oft vorfinden kann. Allein die von Pax erbauten Anlagen sind den Besuch wert. Ob ich jedoch so schnell wieder in den Park möchte, mag ich zu bezweifeln. Als einziger Park meiner Reise, konnte mich der Park nicht so wirklich überzeugen. Das lag vor allem an seinem doch recht asozialen Publikum.


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Astérix est là!

Parc Astérix gibt es entweder in voll oder geschlossen. Bislang konnte ich diese Aussage immer voll unterschreiben, denn jedes Mal, wenn ich zum Achterbahnfahren in der Nähe von Paris war, war der Park geschlossen. Dass es neben diesen logischen Ausdruck noch viele andere Zustände gibt, liegt in der Natur der Sache. Fakt ist jedoch auch, dass der im Jahr 1989 geöffnete Freizeitpark zu den bekanntesten europäischen Freizeitparks gehört und dementsprechend ziemlich gut besucht wird. Astérix ist aber auch eine sehr erfolgreiche Marke.

Als Sammler der französischen Hardcover Bände habe ich mich sehr auf den Besuch im Parc Astérix gefreut. Nach der zweiten Nacht in der Champagne, brach ich nach einem kurzen Plausch mit dem Ferienhausbesitzer in Richtung Paris auf. Da die Autobahnen dort jedoch allesamt überladen waren, erreichte ich den Freizeitpark über zahlreiche Nationalstraßen deutlich später als ursprünglich geplant. Eigentlich wollte ich bereits online den Pass Saison Découverte (vergünstigte Jahreskarte mit Ausschlusstagen) kaufen, da dieser günstiger ist als ein Zweitagesticket, doch dank Versand wäre die Karte wohl erst nach meinem Besuch zu Hause angekommen. Daher hieß es, die Parkplatzgebühren von 10€ zumindest einmalig zu zahlen. Da mir die Schlange an der Jahreskartenkasse zu langsam vorwärts ging, habe ich mir ein normales Tagesticket gekauft, welches ich dann später im Parc Astérix umgewandelt habe. Dank der bereits online eingegebenen Daten, war auch dieses ruckzuck erledigt.

Den Anfang in meinem drei Tage übergreifenden Parkrundgang macht die Hexenschaukel Le Défi de César. Als Anwärter des römischen Nachrichtendiensts sollen wir das störrische Gallien infiltrieren. Ganz Gallien? Nein, eigentlich nur das Dorf von Astérix und Obélix. Um uns auf diese Aufgabe vorzubereiten stellt uns Julius Caesar gleich mehrere Aufgaben.

In drei Pre-Show Räumen werden wir nun durch die Attraktion geführt, ehe dann das eigentliche Mad House auf uns wartet. In der ersten Herausforderung lernen wir, wie wichtig es ist, die zukünftige Arbeitskleidung – Bärte und gallische Zöpfe – mit Würde zu tragen. In der zweiten Herausforderung steht der gallische Humor im Mittelpunkt, ehe wir uns in der dritten Herausforderung dem Zauber der gallischen Frauen und der Musikkünste des Barden Troubadix zuwenden. Eben jenes passiert in einem römischen Bad, welches auf den Gesang von Troubadix seine Wassermassen nicht mehr unter Kontrolle hat und beinahe zusammenbricht. Die letzte Herausforderung ist dann auch bereits die Überfahrt nach Gallien. In dieser treffen wir dann auf Astérix und Obélix persönlich, die merklich Spaß daran haben das Schiff ein paar Runden um die horizontale Achse zu drehen. Kurz darauf sinkt das Schiff und ein Kraken greift an. Nur knapp entkommen wir dem Biest und geben uns daraufhin geschlagen.

Das Mad House des Herstellers Mack Rides punktet vor allem durch die Einbindung der bekannten Charaktere und durch die Einbeziehung der zukünftigen Geheimagenten. Leider zieht sich das Erlebnis gerade gegen Ende doch sehr in die Länge, wodurch Wiederholungsfahrten leider nicht wirklich zu empfehlen sind. Als einmaliges Happening sollte man Le Défi de César jedoch keineswegs verpassen.

Nur wenige Meter weiter befindet sich der Zugang zum Intamin Rafting Romus et Rapidus. Einst als Descente du Styx dem griechischen Themenbereich zugeordnet unterhält die Raftinganlage seit dem Eröffnungsjahr des Freizeitparks die Parkgäste. Nach einem Zwischenfall im Jahr 2006, als ein Junge aus einem Boot gefallen ist, wurden die Sicherheitsvorrichtungen massiv erweitert, wodurch diese ihr heutiges Erscheinungsbild bekam. Die Boote sind seither deutlich weniger freizüglich, was der wilden Flussfahrt jedoch keineswegs abtrünnig ist. Romus et Rapidus bietet eine überaus wilde Raftingfahrt mit einer großen Anzahl an Stromschnellen und anderen Hindernissen, bei der eigentlich ständig irgendwie Wasser ins Boot schwappt. Ein überaus spritziges Vergnügen.

Gleiches könnte man sich auch bei der Delphinshow des Parc Astérix im großen Théâtre de Poséidon denken. Doch statt gallischen Humors erwartet uns hier eine dröge Delphin- und Seelöwenshow, bei denen die Beziehung zwischen Trainer und Tier, sowie die Aufklärung über die Tiere im Mittelpunkt steht. Wenn man ehrlich ist, ist das ganze Spektakel wie eine Reise in eine längst vergangene Zeit und genau dort belassen wir es auch.

Eine weitaus positivere Zeitreise erleben wir auf Cheval de Troie, einem Fliegenden Teppich aus dem Hause Zierer. Obwohl die Fahrzeit auf der Anlage überaus kurz ist, so haut diese dann doch ordentlich rein – immerhin muss die Gondel ja auch dementsprechend beschleunigen, um in kürzester Zeit den Höhepunkt der Fahrt zu erreichen. Quasi ein Quickie der besonderen Art.

Weitaus länger stellt sich dann die Warteschlange am Pégase Express heraus. Nach einigen Treppenstufen im Bahnhofsgebäude des Gare Montparnassos (hihihi) darf man nämlich schnell wieder an die frische Luft, um über den Deich der Raftinganlage Romus et Rapidus zu laufen, von dem man einen hervorragenden Blick auf die bald folgende Fahrt erhaschen kann, bevor es dann doch wieder in das Gebäude geht. Hier muss man nun noch eine Vielzahl weiterer Treppenstufen erklimmen, ehe dann irgendwann die Station der Achterbahn erreicht wird. Theoretisch wird man nun Grüppchenweise in einen vorgelagerten Bereich eingelassen, in dem man dann auch seine Habseligkeiten ablegen kann – bei wenig Andrang jedoch entfällt dieser Schritt und man muss diese dann auf die Fahrt mitnehmen.

Diese beginnt dann auch sogleich mit einen kleinen Reibradlaunch aus der Station heraus. Die dadurch aufgebaute Geschwindigkeit wird jedoch bereits auf dem anschließenden Hügel auf ein Minimum reduziert, ehe es in einer abwärtsführenden Bayernkurve und einer stark geneigten Linkskurve rasant in Richtung des ersten Lifthügels geht. Zügig erreichen wir die Spitze dessen. In einer Kurve genießen wir noch kurz die Aussicht, ehe sich der Zug schwungvoll zu Boden stürzt. Mit leichter Airtime flitzen wir nun über einen Camelback und insgesamt drei Umschwünge, ehe wir uns über einer Art Double-Up dem Highlight der Fahrt nähern. Mit ordentlich Drive durchbrechen wir dabei in einer wunderschönen Steilkurve eine Werbeanzeige, ehe wir über eine weitere Reihe von Umschwüngen den Weg in Richtung des zweiten Lifthügels einschlagen. Hier angekommen werden wir schnell hinauf transportiert und anschließend in eine aufgeständerte Tempelhütte geschoben.

Das Showprogramm zur Weichenstellung wirkt ein wenig einfallslos und wenig bedrohlich; per Reibradlaunch werden wir jedoch zum Glück schnell davon erlöst. Wieder einmal folgt ein kurzer Hügel, der sämtliches Momentum aufbraucht, ehe wir in einer langen Kurve zu Boden stürzen. Rückwärts geht es nun über Stock und Stein, bzw. einer recht wilden Fahrstrecke mit allerhand bodennahen Hügeln, kleineren S-Kurven-Schlenkern und winzigen Umschwüngen an der Raftinganlage vorbei, zurück zum Bahnhofsgebäude. Parallel zum ersten Lifthügel der Bahn erreichen wir nach kurzer Zeit bereits die Bremsstrecke der Anlage. Hier rollt man dann weit genug zurück, ehe eine weitere Weiche gestellt werden kann, die einen dann auf die letzten Streckenmeter zurück zur Station entlässt.

Der Pégase Express ist eine überaus dynamische Familienachterbahn mit einigen echt tollen Fahrmanövern und -momenten. Die Fahrt im Parc Astérix hat Schwung und geht streckenweise nicht sonderlich zimperlich mit seinen Fahrgästen um. Dennoch bleibt die Fahrt im Kern familienfreundlich, weswegen Maman et Papa nicht ganz überfordert sein dürften, währenddessen die Kinder über die ganze Fahrt nur so vor Freude jauchzen. Dennoch beließ ich es bei nur wenigen Fahrten – bei nicht vorhandenem Andrang ist hier die Warteschlange einfach viel zu lang.

Bevor der Pégase Express gebaut wurde, war die größte Familienachterbahn des Parc Astérix der Vol d’Icare. Basierend auf dem Layout der (ehemaligen) Achterbahn Kometen aus dem dänischen Freizeitpark Tivoli Gardens besticht die Achterbahn mit einer Vielzahl an unterhaltsamen Kurvenmanövern. Doch statt einer theoretischen Kapazität von 1200 Personen pro Stunde, weist die Anlage durch ein verändertes Zugdesign meist einen deutlich niedrigeren Personenfluss auf. Statt der jeweils zwei Personen nebeneinander können hier nämlich maximal zwei Personen hintereinander pro Reihe platznehmen. Obgleich das Personal sichtbar bemüht ist, die Züge rasch aufzufüllen und auf die Strecke zu schicken, so sollte man hier stets mit einer längeren Wartezeit rechnen.

Konnte man dann doch nach einiger Wartezeit einen Platz im Zug erhaschen, so zieht man noch schnell den Bügel – welcher konstruktiv ganz interessant über eine Schiene in der Mittelkonsole verstellt werden kann – zu sich heran, ehe die Fahrt auch bereits losgehen kann.  Nach einer kurzen Rechtskurve ist auch bereits der Lift der Anlage erreicht, welcher einen auf 10,7m Höhe bringt. Zeit die Aussicht zu genießen bleibt uns jedoch nicht und so stürzen wir alsbald eine Steilkurve hinunter. Durch die überaus kompakte Bauweise der Anlage erwartet uns nun ein sehr enges und damit auch sehr druckreiches Tal, ehe wir uns in einer ebenfalls sehr engen Bayernkurve über Berg und Tal nach oben schrauben. Sogleich wird dann auch die erste Blockbremse durchquert.

In einer recht weiten Rechtskurve nehmen wir nun beständig an Geschwindigkeit zu, ehe uns nach einem rasanten Linkskurvenschwenker den Weg zur zweiten Blockbremse bahnen. Diese verlassen wir dann in einer kurven Linkskurve, an der sich eine weite Rechtskurve anfügt. Mit ordentlichem Schwung donnern wir in eine weitere Blockbremse und werden dabei fast bis zum Stillstand abgebremst. Gerade bei der ersten Fahrt kommt diese Bremse dann doch sehr überraschend, zumal wir immer noch nicht am Ende der Fahrt angelangt sind. Recht gemächlich vollziehen wir nun eine weitere Kombination aus Rechts- und Linkskurve, worauf auch hier eine weitere Blockbremse wartet. Die eigentliche Bremsstrecke der Anlage erreichen wir dann nach einem kurzen Dip auf dieser heraus. Nach einer Wendekurve gelangen wir dann auch schon wieder in das Stationsgebäude der Achterbahn.

Auch wenn der Vol d’Icare nach einer Ansammlung von Blockbremsen mit wenig Strecke dazwischen klingt, so ist die Achterbahn gerade durch die ersten zwei Abschnitte außerordentlich unterhaltsam. Die Bahn macht Spaß und stiftet einem, sofern kaum Leute für sie anstehen, zu Wiederholungsfahrten an. Schade, dass es nur so wenig Exemplare von diesem Achterbahntypen gibt.

Mit der Hydre de Lerne erwartet uns ein weiterer klassischer Flat Ride, den man keineswegs missen sollte. Dieses schick gestaltete Monster aus Münsterhausener Produktion bietet eine überaus rasante und keineswegs zu kurz geratene Fahrt. Darüber hinaus ist der Polyp eine der ersten Anlagen des Herstellers Gerstlauer Amusement Rides.

Vorbei an der gemächlichen Bootsfahrt Rivière d’Elis zieht es uns nun zu Discobélix, einen Disk’o Coaster von Zamperla. Gespickt mit Feuer- und Wassereffekten überzeugt die Fahrt vor allem von außen. Für die Insassen selbst ist diese leider ein wenig monoton. Zugegeben, schick ist die Anlage allemal und die Fahrt über das Wasser ist ein überaus nettes Feature.

Kommen wir nun zur Holzachterbahn Tonnnerre de Zeus. Der kamerascheue Woody, der vielen Fans vor allem durch sein Eingangsportalgimmick im Gedächtnis bleibt, hat es ohne große Müh auf die Spitzenpositionen meiner Favoritenliste geschafft. Wie? Das schauen wir uns gleich etwas genauer an.

Die Fahrt beginnt mit einer kurzen Rechtskurve aus der Station heraus. Sogleich erreichen wir den Lifthügel und wenig später die Ausgangshöhe von 30m. Nach einer weiteren Kurve in luftiger Höhe prescht der Zug über eine CCI typische und viel zu enge Kuppe seinem Schicksal entgegen. Leichter Airtime ausgesetzt tun wir ihm gleich und rasen folglich ohne Gnade einem viel zu engen Tunnel entgegen. Mit ordentlichem Druck und viel Shake, Rattle and Roll durchqueren wir das erste Tal. Hierauf schießen wir einen Hügel empor, der gleichzeitig eine Wende im Layout einleitet. Dabei vollziehen wir noch quick eine Senke, ehe wir wieder einmal aus dem Sitz gerissen werden und uns dem Boden nähern. Über einen Camelback durchqueren wir dann die Liftstruktur der Holzachterbahn und nähern uns dem Hauptelement der Achterbahn, einer 572° Helix.

Hier verbringen wir dann auch einige Zeit, wobei es stehts über Berg und Tal geht. Es ist ein ständiges auf und ab, teilweise verläuft die Strecke dabei auch sehr steil und durch die eigene Struktur. Ein hammergeiles Teil! Da passt es dann auch ganz gut, dass just darauf eine Reihe kleinerer Hügel auf die Fahrgäste wartet, welche diese natürlich ordentlich aus dem Sitz befördern. Wieder einmal folgt hierauf eine Wendekurve mit inkludierter Senke, welche uns ein weiteres Mal gekonnt in die Wagenseite drückt. Mit Schwung verlassen wir auch dieses Kurvenmanöver über einen flotten Airtimehügel, an dem sich auch hier weitere anschließen. Im Innenraum der Helix durchqueren wir nun eine weitere Wendekurve, ehe wir uns so langsam auf den Rückweg zur Station machen. Über eine Rechtskurve schmiegt sich der Streckenverlauf langsam dem Lifthügel an. Doch kurz bevor die Station erreicht wird donnert der Zug nach einer Linkskurve ein weiteres Mal über einen Hügel und entschwindet dann in einen Wald. Hier drehen wir dann in eine Runde in einer 256° Helix, woraufhin dann auch tatsächlich die Bremsstrecke erreicht wird und alsbald der wilde Ritt endet.

Tonnerre de Zeus ist geil! Die Fahrt bietet ein super Pacing, gespickt mit einigen wirklich tollen Airtimemomenten, die zwar weniger wahnsinnig als bei dem Geschwisterchen Megafobia im walisischen Oakwood Theme Park sind, dafür aber insgesamt öfter auftreten. Darüber hinaus geizt die Anlage kaum mit ihren lateralen Kräften, welche vor allem in der irrsinnig aufgebauten Helix im Mittelteil der Fahrt zu einem breiten Grinsen bei den Passagieren sorgen. Der großartige First Drop in den engen Tunnel, sowie die überaus hohe Fahrdauer sind weitere Punkte, warum man diese Fahrt einfach mögen muss. Ein grandioses Ding und ein Must-Do für jeden Achterbahnliebhaber.

Ob man diese Aussage vielleicht sogar auf die Loopingachterbahn Goudurix beziehen kann, finden wir nun heraus. Der einstige Inversionsrekordhalter lächelt uns nämlich schon länger aus weiter Ferne an. Tatsächlich verhält es sich bei der von Vekoma gebauten Anlage so, dass viele – gerade etwas größer gewachsene Personen – die Anlage als Tortur sondergleichen erleben. Dessen ist sich Parc Astérix auch bewusst, weswegen die Anlage bereits einmal neu ausgerichtet wurde. Das ist jedoch auch bereits einige Jahre her und viele Meinungen hat man in dieser Zeit auch nicht mehr gelesen, wodurch ich doch sehr auf die Fahrt gespannt war.

Über einen kurzen Dip hinaus aus der Station erreichen wir alsbald den Lifthügel, welcher uns auf eine besorgniserregende Höhe von 36m befördert. Oben angekommen überqueren wir schnell eine Kuppe, an der sich eine weite Linkskurve anschließt. Mit zunehmender Geschwindigkeit nähern wir uns dann den eigentlichen First Drop und stürzen ohne jegliche Gnade direkt dem Boden entgegen. Mit voller Wucht werden wir im anschließenden Tal in den Wagen gepresst, ehe wir dann der ersten Inversionsfigur emporschießen. Im Butterfly sehen wir die Welt gleich zwei Mal überkopf, während wir ziemlich seltsame Schienenneigungen über uns ergehen lassen. Zwischendurch ist das Element auch noch erstaunlich druckvoll, wodurch dem Fahrgast ein interessantes Kräftewechselspiel geboten wird. Auch im darauffolgenden Tal werden die G-Kräfte nicht schwächer, nur gut das wir uns bereits auf der Rampe zur nächsten Inversionsfigur befinden.

Recht zügig drehen wir uns nach rechts ab und befinden uns ein weiteres Mal überkopf. Ohne Erbarmen stürzen wir uns wieder einmal den Boden entgegen und auch hier hört der Druck einfach nicht auf. Es folgt das eben erlebte in umgekehrter Reihenfolge, auf das wir uns nach dem vierten Kopfstand auf einer abwärtsführenden Rampe befinden. Mit Schwung nähern wir uns dem einzigen richtigen Looping der Anlage, der jedoch wider den Erwartungen ein wenig seichter ausfällt. Auf dem nachfolgenden Hügel können wir nun das erste Mal wirklich durchatmen. In einer langen Kurve nehmen wir nun ein weiteres Mal Schwung, um kurz darauf die Welt in einem Korkenzieher zwei weitere Male überkopf zu erleben. Im Flow der Korkenzieher fügt sich nun noch eine klassische Bayernkurve an, woraufhin wir auch bald die Bremsstrecke der Anlage erreichen. Interessanterweise folgt nun noch ein kleines Gefälle, woraufhin sich eine längere Gerade am Abstellgleis der Anlage vorbei anfügt. Eine kleine Steigung später befinden wir uns dann in der parallel zur Station befindlichen Bremse. Eine kurze Wendekurve später ist die Fahrt auch wieder vorbei.

Wow, was für eine Fahrt! Goudurix geht wahrlich nicht zimperlich mit seinen Fahrgästen um, doch die viel beschworenen Schläge und starken Vibrationen konnte ich leider nicht erleben. Selbst nach mehreren Fahrten in Folge überwog die Begeisterung über die druckreiche Inversionsschleuder aus dem Hause Vekoma. Dass Goudurix damit nicht jedermanns Geschmack trifft, ist mir durchaus bewusst, doch allein für das Butterfly Element gleich zu Beginn der Fahrt lohnt es sich die Achterbahn wenigstens einmal zu erleben.

Wir beenden unseren Rundgang um den See mit einer Fahrt auf der Schiffschaukel La Galére, die typisch französisch sehr stimmungsvoll daherkommt, ehe wir uns dem Mittelalterthemenbereich des Parc Astérix zuwenden. Hier erwartet uns dann sogleich die schaurig schöne Themenfahrt Transdemonium, deren Eingang im Gegensatz zum dominanten Ausgangsportal etwas unscheinbar daherkommt.

Dabei sollte man das morbide Marionettentheater keinesfalls auslassen, denn die stimmungsvolle Mischung aus surrealen Szenen, passender Beschallung und variabler Fahrdynamik überzeugt auf ganzer Linie. Es ist eine schöne Fahrt, die den Geist historischer Geisterbahnen einzufangen vermag. Das allein ist schon eine große Kunst. Verbunden mit einigen großartigen Szenen, allen voran das Pferdeskelett-Karussell, weist das Transdemonium einen recht hohen Schauwert auf. Das Ende der Fahrt erinnert wiederum an die ehemalige und ebenfalls großartige Geisterbahn Over the Hill aus dem englischen Freizeitpark Adventure Island und kam für mich daher leider nicht wirklich überraschend daher. Nichtsdestotrotz, eine tolle Geisterbahn, die man keineswegs auslassen sollte.

Vorbei an einer Burgerbude und einem kleinen Café zieht es uns nun in den Innenhof der Burg, wo wir eine Runde auf dem Pferdekarussell Les Cheveaux de Roi drehen, ehe wir in den französischen Themenbereich wechseln. In einer weiteren Halle werden zwei Dioramen bespielt, die das Leben in Paris des 17. Und 18. Jahrhunderts wiederspiegeln sollen. Warum mitten drin einfach eine ungenutzte Warteschlange besteht, hat sich mir während des Besuchs nicht erschlossen. Generell wirkte der Bereich verwahrlost, was auch daran liegen konnte, dass die große Showarena nebenan während der Nebensaison nicht bespielt wird. Die genannte Warteschlange wird, wie ich es nun recherchieren konnte, selbst dann jedoch nur während der Halloweensaison für das Maison de la Peur genutzt.

Wieder am Tageslicht widmen wir uns sogleich der Luftkur auf der Rundbootrutsche Oxygénarium. Dieser Spinning Rapids Ride von Whitewater West sorgt bereits seit dem Jahr 1999 für einen gehörigen Drehwurm, sowie der einen oder anderen Dusche. Wer Störtebekers Kaperfahrt im Hansa Park kennt, der wird auf auch auf Oxygénarium seine wahre Freude haben, obgleich die Strecke hier weitaus weniger Kurven vorweisen kann. Die Gestaltung der Anlage überzeugt genauso wie ihre Einbettung in die Umgebung, da selbst aus der Warteschlange kaum Strecke einsehbar ist. Darüber bietet die Warteschlange einen hervorragenden Blick auf die Achterbahn OzIris, zu der wir jedoch erst später kommen. Dementsprechend, ein absolutes Must-Do für jeden Freizeitparkfan im Parc Astérix.

Nach einer Fahrt auf der Attraction à Sensation in diesem Bereich – dem Wellenflieger Chaises Volantes – widmen wir uns der französischen Nationalstraße. Dabei führt uns die Oldtimerbahn Nationale 7 auf einer recht langen Strecke an mehreren liebevoll und witzig gestalteten Szenen vorbei. Dank ihrer Lage kann es durchaus passieren, dass man die Anlage leider übersieht.

Weitaus dominanter ist in dieser Hinsicht die Wildwasserbahn Menhir Express. Vorbei an der Teetassenbahn Les Chaudrons und der Koggenfahrt La petite Tempête führt uns der Weg einmal um die gesamte Anlage herum, ehe wir am Eingang dieser Bahn aus dem Hause O.D. Hopkins stehen. Als Fan der Shoot the Chutes Anlagen des Herstellers freute ich mich schon länger darauf, mal eine Wildwasserbahn aus diesem Hause in Europa zu erleben. Doch dazu kam es beinahe gar nicht. Im Bericht zu Walibi Rhône-Alpes habe ich euch ja schon einmal über die Einzelfahrerpolitik der Compagnie des Alpes aufgeklärt, doch an dieser Anlage war es das erste Mal, dass man mir die Fahrt komplett verwehren wollte. Gerade im Parc Astérix – wo man mich bislang ständig zu anderen Leuten ins Boot steckte – verwunderte mich dieses doch sehr. Einen Hinweis am Eingang der Attraktion gab es nicht. Schlussendlich konnte ich mich der nachkommenden Familie anschließen, aber leider auch erst nach Rückfrage. Wie gesagt, bei allen anderen Wasserattraktionen der CdA verlief das ganze deutlich unproblematischer.

Nach dem ganzen unnötigen Stress kam mir die Abkühlung also wie gelegen. Nachdem der Hinkelstein die Station verlassen hat dümpelt man ein wenig in einer S-Kurve in Richtung des ersten Lifts. Oben angekommen folgt erst einmal eine schnellere Passage bestehend aus mehreren Rechts- und Linkskurven, ehe man etwas verlangsamt durch richtiges Wildwasser prescht. Nach mehreren Kurvenschlenkern erreicht man dann einen Tunnel, in dem sich auch die erste Schussfahrt der Anlage versteckt. Mit Schwung geht es sogleich hinab und genauso schnell wieder hinauf. Über einen Camelback erreicht man dann die Auslaufstrecke, woraufhin sich eine größere Wassermenge über die Passagiere ergießt. Auf dem Weg zum nächsten Lift überwiegen die Stromschnellen und ständig spritzt irgendwie Wasser ins Boot, bevor dann irgendwann eine Höhle erreicht wird. Diese führt einem durch einen scheinbar ausgeschalteten Drehtunnel, sowie einen Wasserfontänentunnel ähnlich dem des Gruffalo River Ride Adventures im englischen Freizeitpark Chessington World of Adventures.  Wieder an der frischen Luft angekommen erwartet uns auch sogleich der zweite Lifthügel der Anlage. In luftiger Höhe dümpeln wir nun noch einige Meter durch den Kanal, ehe dann auch bereits die zweite Schussfahrt auf uns wartet. Obwohl die kleinere Abfahrt meist die nässere ist, so wird man hier auch auf der großen ordentlich geduscht. Komplett durchnässt folgt dann nur noch die Rückführung in die Station.

Der Menhir Express ist eine Wildwasserbahn, die ihrer Typenbezeichnung wirklich mal alle Ehren macht. Die Fahrt ist flott, überaus spritzig und durch die Stromschnellen absolut wild. Da sind die beiden Schussfahrten beinahe schon überflüssig, wären nicht auch diese absolut brillant. Der Nässegrad ist O.D. Hopkins typisch extrem hoch und dennoch wäre ich hier liebend gerne eine Runde nach der anderen eingestiegen. Wirklich schade, dass es nur so wenige Wildwasserbahnen dieses Charakters in Europa gibt. Whitewater West würde sich sicherlich über neue Order freuen.

Wo wir doch gerade bei Hinkelsteinen waren, können wir uns auch langsam mal das Heimatdorf unserer liebsten Gallier anschauen. Dieses befindet sich ziemlich genau in der Mitte des Parc Astérix und bietet somit die ideale Gelegenheit sich ein wenig aus dem Trubel drumherum zurückzuziehen. Um Troubadix-Baumhaus besteht zusätzlich noch eine kleine Showarena, die im Sommer als Bühne für eine Haustiershow dient. Die Tiere selbst leben im Dorf und können die Kinder noch eher begeistern als die gruseligen Meet & Greet Charaktere. In dieser Hinsicht besteht wirklich Verbesserungspotential, denn verängstigte Kinder findet man hier an jeder Ecke.

Direkt an das Théâtre du Barde angrenzend befindet sich der Darkrideteil der Bootsfahrt Épidemaïs Croisière. Die gemächliche Kreuzfahrt nimmt uns mit auf eine Reise durch die bekannten Comics. Dabei treffen wir in den einzelnen Szenen auf eine Vielzahl von Charakteren, sowie auf eine römische Garnison, welche natürlich in Schutt und Asche gelegt wird.

Durch den wirklich schicken Kinderbereich La Fôret d’Idéfix mit seiner schönen Auswahl an Kinderfahrgeschäften begeben wir uns nun zum Théatre du Panoramix, welches zumindest an einem meiner Besuchstage für die Show des Magiers Crypto genutzt wurde. Diese war leider mystischer Quark und wenig unterhaltsam, doch es ist interessant zu sehen was für eine Vielfalt an Shows und Vielzahl an Vorstellungen Parc Astérix je nach Andrang so alles auffährt. Ebenso ist es beeindruckend, dass der Park jeden Tag seine Parkpläne neu drucken lässt. So finden sich nicht nur die tagesaktuellen Shows und Vorstellungszeiten im Plan, sondern auch Informationen über das Wetter und andere Hinweise. So einen Service findet man nun wirklich nicht oft.

Vorbei am bekannten Karussell Le Carroussel de César, in dem man in mitten von Obélix platznehmen kann, zieht es uns nun in die römische Arena, wo sich Gallier und Römer in Gaulois-Romains: Le Match einen mehr oder deutlich weniger fairen Wettstreit liefern. In drei Wettkampfrunden geht es bei der Show nicht weniger als um die Zukunft des Gallischen Dorfes und ganz Rom greift zu unlauteren Mitteln, was auch die Zuschauer bitterböse erwischen kann. So durfte ich beispielsweise ein Interview zu einer eingespielten Tonspur geben, herrlich! Die ganze Show ist pechschwarz und die Darstellungen der Tänzer und Akrobaten wirklich atemberaubend. Zwischenzeitlich gibt es dann auch noch eine geniale Halbzeitshow mit Werbesports, die man so sicherlich nirgendwo anders sehen wird. Doch für unsere Gallier sieht es gar nicht gut aus, nur gut, dass gegen Ende Idéfix mit dem Zaubertrank in die Arena gelangt und die Römer in Folge dessen ordentlich einen auf den Deckel bekommen. Eine tolle und vor allem kurzweilige Show, die man keineswegs verpassen sollte.

Ebenfalls keineswegs verpassen sollte man tatsächlich die Parkgastronomie des Parc Astérix. Die ist nämlich echt verdammt gut. Neben den typischen Freizeitparkspeisen gibt es im Parc Astérix eine große Anzahl an Wildschweingerichten und andere Leckereien. Mir persönlich hat es der Burger Italien mit Rucola und Pesto total angetan, weswegen ich den dritten Tag im Park eigentlich nur eingeplant hatte um hier Mittag zu essen. Die Alternative wäre ein Besuch im nahen Freizeitpark Mer de Sable gewesen, worauf ich jedoch verzichtete. Immerhin hat sich dadurch die Jahreskarte noch etwas mehr gelohnt und so schnell wird mir die Zierer Walzerfahrt nun nicht wegrennen.

Die nächste Attraktion auf unserem Parkrundgang ist der Intamin Spillwater des Parks. Der Eingang zu Le Grand Splatch befindet sich unterhalb der Fahrstrecke der Hochbahn Les Espions de César, welche einem einen guten Überblick auf das Gallische Dorf und den Kinderbereich des Parc Astérix bietet und dabei teilweise recht interessant verläuft. Tatsächlich bin ich beim ersten Mal zu weit gelaufen, da ich den Eingang nicht am Astérix-Felsen sondern eher in der Nähe der Station vermutete. Also rasch zurück und durch die recht großzügig ausgelegte Warteschlange marschiert, um dann direkt im nächsten Boot Platz zu nehmen.

Der Lift bringt uns schnell nach oben, wo wir in einer engen Kurve immer weiter beschleunigen, die dann auch gleich in die erste Schussfahrt der Fahrt über geht. Leicht befeuchtet dümpeln wir nun einige Minuten lang durch einen Kanal und werden dabei ständig von kleineren bis größeren Wassereffekten überrascht und unterhalten. Irgendwann kommt dann auch die zweite Schussfahrt in Form eines Double Drops zum Vorschein. Je nachdem wo man sitzt und wie sich das Gewicht im Boot verteilt kann man die Fahrt nun halbwegs trocken oder komplett durchnässt verlassen. Ein Fan der doppelten Schussfahrt bei Intamin Spillwatern werde ich zwar nicht werden – in dieser Hinsicht sind die einfachen Abfahrten dann doch irgendwie imposanter –, doch ein Fan von Le Grand Splatch allemal. Die Anlage ist dann doch sehr einzigartig und unterhaltsam.

Wenn das Layout einer Achterbahn seine eigene Hintergrundgeschichte bekommt, dann ist man bei Trace du Hourra genau richtig. Die Geschichte spielt zu einer Zeit als der Mensch noch nicht auf zwei Beinen gelaufen ist. Eines Tages erlernt ein Höhlenmensch eben jenes und schreit lautstark Hourra um seinen Freunden von der Entdeckung zu erzählen. Den Pfad, den er dabei zwischen den Bergen absolvierte ist die Fahrstrecke von La Trace du Hourra. Doch ehe wir das Vergnügen einer Fahrt auf dieser Bobbahn des Herstellers Mack Rides haben können, stehen wir uns zuvor erst einmal die Beine in den Bauch.

Irgendwann ist es dann ja doch soweit und die Fahrt kann losgehen. In einer Linkskurve verlassen wir sogleich die Station und erklimmen alsbald den einzigen Lifthügel der Anlage. Nach einer kurzen Geraden in 31m Höhe geht es sogleich steil hinab, wodurch der Ausschwung der Bobs in der ersten 270° Helix bereits überaus ausgeprägt ist. Schwungvoll vollziehen wir nun den ersten Kurvenwechsel und sogleich eine wunderbare Linkskurve. Hieran schließt sich ebenso nahtlos eine rechtsführende Abwärtshelix an. Mit seichtem Gepolter nehmen wir eine Steigung in Angriff und durchqueren daraufhin die erste Blockbremse der Anlage. Nach einer engen Linkskurve schwingen wir uns nun in einer sich immer mehr verjüngenden rechtsführenden Abwärtshelix empor. Mit Schwung geht es auch hier ein weiteres Mal eine Steigung empor. Nach der zweiten Blockbremse kreisen wir nun in einer Linkskurve ein wenig über die Köpfe der Wartenden, ehe wir in einer 270° Helix direkt an ihnen vorbeifahren. Nach einer bodennahen Linkskurve erreichen wir eine lange Rampe, die uns dann in die Bremsstrecke der Anlage führt. Es folgt die Rückführung zur Station über mehrere Haltepositionen.

La Trace du Hourra ist eine ordentliche Bobbahn mit einem schönen Start und einer überaus imposanten Höhe. Die Fahrt mag zu gefallen, auch wenn ich persönlich andere Bobbahnen vorziehe. Insgesamt bin ich die Anlage jedoch auch nur zwei Mal gefahren, da mir die Wartezeit an der Anlage stets zu lang war. Bei Trace du Hourra empfiehlt sich ein Besuch vor allem in den frühen Morgenstunden, da man dann immerhin noch direkt zur Station durchgehen kann.

Die kleinste Achterbahn des Freizeitparks Parc Astérix befindet sich im ägyptischen Themenbereich. Auf S.O.S Numérobis wird den kleinsten Parkgästen eine aufregende Fahrt durch ein 8er-Bahn-förmiges Layout geboten. Je nach Andrang werden zwei oder drei Runden auf diesem mittelgroßen Tivoli Coaster gefahren.

Bei Osiris und Apis, schau mich ganz fest an…

Iris – der Hypnotiseur aus dem Zeichentrickfilm Astérix erobert Rom – lädt zur Gruppentherapie im Parc Astérix und wir sind auf OzIris live dabei. Einmal auf den Sitzen Platz genommen und per Bügel auf diesen fixiert kann das Happening sogleich losgehen. „Par Osiris et par Apis, vous êtes maintenant des oiseaux. Oui, des oiseaux!“ tönt es aus den Lautsprechern während wir vogelfrei die Station verlassen und sogleich den 35m hohen Lift erklimmen.

Kaum oben angekommen stürzen wir wie ein Vögelchen, welches gerade das Nest verlassen hat, unaufhaltsam und unfassbar steil gen Boden. Mit Schwung donnern wir durch das erste Tal, bevor wir uns nach rechts wegdrehen und einen Dive-Loop erklimmen. Einmal überkopf geht es gekonnt brachial in ein recht enges Tal hinab. Mit vollem Elan steigen wir erneut in die Höhe, um in einem Overbanked Turn den Weg in Richtung Looping einzuschlagen. Ein weiteres Mal strecken sich unsere Füße den Himmel entgegen, ehe wir in ein tiefer liegendes Tal stürzen und dabei einen kurzen Airtimemoment verspüren. Fachmännisch wenden wir nun in einem Immelmann unsere Fahrtrichtung. Nach einem zweiten Overbanked Turn stürzen wir uns in einen nebelgefluteten Unterwassertunnel vor dem imposanten Domizil unseres vertrauenswürdigen Hypnotiseurs.

Wieder am Tageslicht werden wir sogleich in einer Zero-G einmal um unsere Achse gedreht, woraufhin uns eine 270° Helix erwartet. Nach einem kurzen Moment des Luftholens stürzen wir ein weiteres Mal zu Boden. Direkt hinter der Tempelanlage erwartet uns dann die zweite Zero-G Roll der Fahrt, die uns dieses Mal rechtsdrehend durchschleudert. Es folgt eine bodennahe Aufwärtshelix, die ein letztes Mal das Blut in die Beine pumpt. Unterhalb des Lifthügels werden wir nun noch einmal die Fahrtrichtung, woraufhin wir nach einem flotten Dip und einer kurzen Auffahrt auch bereits die Bremsstrecke der Anlage vor Augen haben. Nach einer weiteren Kurve erreichen wir dann die Station, woraufhin auch bereits die nächsten Fahrgäste mit einem beherzten „Au suivant“ zur Session gebeten werden.

OzIris ist zweifelsohne eine grandiose Achterbahn. Die Auswahl der Fahrelemente ist genauso gelungen wie die Inszenierung der Anlage und des zugehörigen Themenbereichs. Hier stimmt in erster Näherung einfach mal alles. Abzüge könnte man für die Lage direkt an der Autobahn geben, andererseits ist eben jene auch eine ideale Werbung für den Parc Astérix, die demnächst auch eine deutlich höhere Anlage erfüllen darf. Gleichwohl bleibt OzIris eine echt tolle Anlage, die man dank dem Single Rider Eingang zur linken Seite des Tempels sehr schnell zu schätzen lernt.

Der Freizeitpark der unbeugsamen Gallier bietet neben allerhand Comicreferenzen, viel schwarzen Humors und einer wirklich schicken Gestaltung vor allem ein grandioses Fahrgeschäftsportfolio, welches einem in der Fülle nur selten unterkommt. Die Achterbahnen des Parc Astérix sind durch die Bank gut bis sehr gut und die Wasserfahrgeschäfte bilden die Crème de la Crème im europäischen Vergleich. Unterstützt wird das Angebot durch eine Vielzahl an sehenswerten Shows, die je nach Andrang gezeigt werden. Ich zumindest habe mich an allen drei Besuchstagen bestens unterhalten gefühlt und das obwohl ich ursprünglich nur zwei geplant hatte. Dank des geringen Andrangs empfiehlt sich ein Besuch in den Osterferien sehr.


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