Abenteuer auf Zufari

Änderungen in Chessington World of Adventures

Nachdem sich der Zoo und Freizeitpark Chessington World of Adventures in den letzten Jahren verstärkt um seine Tiere gekümmert und den Zoobereich erweitert hat, wurde in diesem Jahr neben den ständigen Verbesserungen im Freizeitpark auch in ein Fahrgeschäft und gleich in neue Gehege für afrikanische Tiere investiert. Tatsächlich ist Chessington schöner denn je, denn der bereits im letzten Jahr umgesiedelte Pressluftflieger Flying Dumbos erstrahlt nun in einem passenden Anstrich. Weitere fünf Millionen Pfund werden derzeit in weitere Verbesserungen des Parkbildes investiert, weshalb die Wildwasserbahn Dragon Falls, der Powered Coaster Runaway Train und einige Wege derzeit für die Besucher gesperrt sind. Den Anfang macht Zufari.

Zufari

Die große Neuheit in diesem Jahr ist Zufari, eine Anlage, bei der man in einem großen Geländewagen für 30 Personen + Fahrer über einen Offroad-Parcours mit einigen Überraschungen gefahren wird und dabei einige Tiere beobachten kann. Theoretisch kann man es also mit dem Beginn der Dschungelsafari im Serengeti Park in Hodenhagen vergleichen, bevor es in den Dschungel geht und der Sarkasmus die Oberhand gewinnt.

Zufari bietet alles, was man von einer Safari-Attraktion erwartet. Nachdem man das obligatorische Fotoshooting in der Warteschlange absolviert oder übersprungen hat, wartet man auf den Einlass in einen Vorführraum, der eigentlich nur dazu dient, die Kinder ein wenig von der Wartezeit abzulenken, denn der eigentliche Film läuft schnell ab. Danach erscheint ein Affe auf der Leinwand, der auch schon im Film zu sehen war, dieser interagiert mit dem Publikum, wie man es zum Beispiel von Stitch live! aus den Walt Disney Studios in Paris kennt. Leider sind die Sprüche hier noch alle harmlos und die Animation lässt etwas zu wünschen übrig, aber den Kindern gefällt es.

Nach dem Besteigen des Trucks geht die doch recht holprige und lustige Fahrt auch schon los. Wenn die Bepflanzung hier erst einmal komplett ist, wird dieser Teil sicherlich ein deutlich größeres Abenteuergefühl vermitteln, als es die Fahrt jetzt noch ist. Vorbei an einem unbepflanzten Flamingogehege geht es nun am Giraffengehege vorbei, wo an der Halle merkwürdige Schilder angebracht wurden, die allesamt vor dem Betreten der Höhle warnen.

Mit ein wenig Humor und einigem Hin- und Herfahren folgt nun die eigentliche Safari. Giraffen, Zebras und Nashörner sind zu sehen, die im Laufe der Zeit sicher auch im großen Gehege nebenan zu bestaunen sein werden, welches das zum Park gehörende Hotel weiter aufwerten wird.

Da ein Weg versperrt ist, geht es nun in die Höhle. Was einen in der Höhle selbst erwartet, erfreut vor allem die linke Seite des Wagens, denn Chessington wertet bekanntlich einige Attraktionen durch viel Wasser massiv auf. Dass Kinder hier nur die mittleren Plätze einnehmen dürfen, ist nun geklärt, ebenso, warum der Gang beim Einstieg so nass war. Dass die Wagen beim Einsteigen noch tropfen, ist einem Wasserfall am Ende der Höhle zu verdanken, der einzige Effekt, der von Anfang an offensichtlich war.

Für die wasserverliebten Engländer ist das Ende sicherlich die Abrundung des Ride into Africa, aber auch die Deutschen müssen nicht allzu viel Kontakt mit dem nassen Element fürchten, denn es ist nur unwesentlich höher als beim grandiosen Finale der Themenfahrt Bubbleworks und keinesfalls so nass wie beim Wellenflieger Monkey Swinger, bei dem die Fontänen an diesem Besuchstag leider nicht zum Einsatz kamen, oder beim Top Spin Rameses Revenge; wo ein Notstopp mit Anruf bei den hauseigenen Technikern zwar ein VIP-Ticket einbrachte, das aber leider nicht bei Vampire, Dragon’s Fury oder Zufari eingelöst werden konnte.

 

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Auf Dragon’s Fury durch Chessington South

Vorwort

Wer einen Merlin Jahrespass für England bestellt, muss diesen auch in einer Attraktion der Gruppe abholen und auch bei dieser Attraktion bestellt haben. Nun sind die Merlin Attraktionen im Vereinigten Königreich von einer recht hohen Qualität, so dass die Auswahl eines geeigneten Startpunktes durchaus schwierig sein kann. Beschränkt man sich auf den Großraum London, so gibt es allein dort drei Freizeitparks der Gruppe und eine Vielzahl kleinerer Touristenattraktionen. Die aus meiner Sicht beste Wahl ist der Freizeitpark Chessington World of Adventures, der nicht nur sehr gut erreichbar ist, sondern mit den Achterbahnen Dragon’s Fury und Vampire auch zwei äußerst spaßige Anlagen im Park hat.

Chessington World of Adventures

Betritt man den Park durch das Lodge Gate in der Nähe des Bahnhofs Chessington South, befindet man sich sofort im Zoobereich des Tier- und Freizeitparks. Wendet man sich nach rechts, kann man Otter bei ihrem Treiben beobachten und gelangt in das 2011 eröffnete Wanyama Village and Reserve. Dieser Bereich besteht im Wesentlichen aus einer riesigen Steppe und einigen kleineren Gehegen, wie zum Beispiel dem Erdmännchengehege. Im nächsten Jahr wird dieser Bereich des Parks um die Zufari Safari Tour erweitert.

Nahtlos an das Wanyama Village schließt sich der Monkey & Bird Garden an, in dem einige größere Vögel und kleinere Affen zu bewundern sind. Interessant ist hier der Monkey Walkthrough, bei dem ein Mitarbeiter eine kleine Gruppe herumführt und auf die Tiere im Freigehege eingeht.

Auf dem Weg zum restlichen Zoogelände in Chessington World of Adventure empfiehlt sich ein Besuch im örtlichen Sea Life Center, das mit einer Vielzahl interessanter Aquarien aufwarten kann. Es handelt sich hierbei um eines der größeren Sea Life Center der Gruppe, ähnlich dem Sharkbait Reef im Alton Towers Freizeitpark. Im Gegensatz zu den kleineren Sea Life Centern in Deutschland kann man sich hier problemlos etwas länger aufhalten. Mit Kindern ist der Besuch ohnehin ein ganz anderes Erlebnis.

Der Trail of the Kings schließt zusammen mit den Pinguin- und Seelöwengehegen den Zoobereich des Chessington World of Adventures Parks ab. Leider war zum Zeitpunkt meines Besuches die Hälfte der Gehege wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Tiere, die jedoch anwesend waren und noch interessanter waren, zeigten sich sehr aktiv.

Sea Storm und Black Buccaneer

Im Themenbereich Pirates Cove kann man neben der Sea Storm aus dem Hause Mack Rides auch die sehr interessante HUSS Schiffschaukel Black Buccaneer bewundern. Wie viele andere Attraktionen im Chessington World of Adventures Park befindet sich die Schiffschaukel in einer Grube und ragt somit nicht über die umliegenden Baumwipfel hinaus – eine in Großbritannien übliche Höhenbeschränkung. Hier ist nicht nur Nervenkitzel garantiert, sondern auch der eine oder andere Hüpfer am höchsten Punkt.

Im benachbarten Transylvania, wo direkt neben einer Seifenblasenfabrik eine ganz besondere Kreatur der Nacht ihr Unwesen treibt, findet man auch eines der wohl interessantesten Fastfood-Restaurants. Der Burger King, der sich hier befindet, wurde nämlich passend zum Themenbereich gestaltet.

BubbleWorks

Nachdem die Seifenblasenfabrik BubbleWorks bei meinem letzten Besuch aufgrund des kaum vorhandenen Soundtracks nicht wirklich überzeugen konnte, gelang dies bei diesem Besuch. Das ausgefallene Design, das mit einer gewissen Perfektion umgesetzt wurde, und das grandiose Finale, bei dem man durch zahlreiche Fontänentunnel fährt, machen die Anlage zu etwas ganz Besonderem, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Vampire

Auch die inzwischen volljährige Achterbahn Vampire zeigt sich ihren Besuchern von einer ganz besonderen Seite. Mit ihren 21 Jahren schwingt sie ihre Gäste immer noch durch die Baumwipfel und kann dabei voll überzeugen. Das eigentliche Highlight ist sicherlich der große Drop in den Tunnel, nach dem die Gondeln sehr stark ausschwingen, aber auch der erste Teil der Fahrt macht sehr viel Spaß und kann bereits mit ausgeprägten Ausschwingungen aufwarten. Wie die anderen europäischen Achterbahnen aus dem Hause Arrow lädt auch der Blutsauger zu der einen oder anderen Wiederholungsfahrt ein.

Dragon’s Fury

Die Achterbahn Dragon’s Fury im Themenbereich Land of the Dragons, in dem sich neben einem Zierer Kontiki auch einige Kinderspielgeräte und ein interaktiver Springbrunnen befinden, wird oft als der beste Spinning Coaster des Herstellers Maurer Söhne bezeichnet. Bei diesem Besuch fällt es mir allerdings schwer zu sagen, ob Sonic Spinball von Alton Towers nicht vielleicht doch etwas besser ist. Der große Vorteil der Alton Towers Anlage ist sicherlich die deutlich ruhigere Fahrweise im Vergleich zu Dragon’s Fury, allerdings fehlt ihr der First Drop mit dieser wahnsinnigen S-Kurven-Kombination, die direkt in den Immelmann mündet. Beide Anlagen haben ihren Reiz und sind den anderen Anlagen um einiges voraus, nur welche der beiden Merlin Entertainments Versionen nun wirklich besser oder schlechter ist, ist schwer zu sagen. Dragon’s Fury ist jedoch eine wirklich tolle Achterbahn.

Madagaskar Live!

Mit dem Wegfall des Smartieshäuschens im ehemaligen Kinderbereich des Parks wurde der letzte Schandfleck des Parks beseitigt. Die Attraktionen blieben jedoch alle erhalten, lediglich die Flying Jumbos wurden in die Nähe des Powered Coasters Runaway Train versetzt, wodurch genügend Platz für eine Bühne für die beliebten Dreamworkfiguren aus Madagaskar entstand. Während die Show Madagascar Live! von außen eher kindgerecht aussah, war der Showwert doch deutlich höher als bei der 4D-Version von Ice Age, die derzeit in Alton Towers ein Theater füllt.

Monkey Swinger

Im Themenbereich Wild Asia treffen wir gleich auf den Wellenflieger Monkey Swinger, der mit seinem Fontänenspiel die Fahrgäste nass spritzt. Kein Wunder, dass am Ausgang ein Ganzkörperfön für die Fahrgäste aufgestellt wurde.

Lorikeet Lagoon

Eine Attraktion, die mittlerweile in vielen Zoos weltweit zu bewundern ist, ist die Freiflugvoliere Lorikeet Lagoon, in der man die Allfarbloris mit etwas Nektar anlocken kann, was dazu führte, dass die Vögel doch recht dick aussahen, was aber wohl eher an ihrem neuen Federkleid lag. Wie auch im Weltvogelpark Walsrode waren die Loris recht zutraulich, was wie immer zu einigen lustigen Situationen führte.

Peeking Heights

Im Themenbereich Mystic East gibt es neben der Wildwasserbahn Dragon Falls, die geschickt das Wasser der Schussfahrten auf meine Schuhe lenkte und so für nasse Socken gesorgt hat. Vom Riesenrad Peeking Heights soll man einen Blick auf den nahegelegenen Thorpe Park werfen können, aber ein Blick auf Staines blieb mir trotz guter Sicht verwehrt.

Tomb Blaster

Während beim letzten Besuch die Meinung über Tomb Blaster durch längere Pausen in den Blockbereichen etwas getrübt war, fielen diese nun kaum noch ins Gewicht. Die Anlage ist ein echtes Juwel eines interaktiven Darkrides, wie auch die meisten anderen von Sally gebauten Themenfahrten. Die Story ist allerdings eher flach und nicht wirklich erwähnenswert, da man hier hauptsächlich auf altägyptische Gegner und größere Bossgegner schießt. Bemerkenswert ist die Länge der Anlage, die auch dem Zugsystem zugute kommt.

Rameses Revenge

Gleich nebenan befindet sich mit Rameses Revenge einer der besten Top Spins von HUSS in einem Freizeitpark, denn die Anlage schafft es nicht nur eine ordentliche Anzahl an Überschlägen zu generieren, sondern auch die Fahrgäste mit einer Dusche zu beglücken. Zweimal ging es auf die Wasserfontänen zu und glücklicherweise erwischten sie einen recht gut, so dass man die Anlage gut durchnässt verlassen konnte.

Runaway Train und Rattlesnake

Im mexikanischen Themenbereich Mexicana gibt es neben dem Runaway Train von Mack Rides, der mit einer wunderschönen Bergkette und einer sehenswerten Warteschlange aufwartet, ein weiteres Achterbahnhighlight: die Rattlesnake. Aufgrund der Höhenbeschränkungen des Parks wurde diese Wilde Maus in einer Grube installiert, was ihr ein ganz besonderes Aussehen verleiht. Dazu trägt auch bei, dass die Warteschlange durch den Innenhof der Achterbahn führt.

Bilder Chessington World of Adventures

Fazit Chessington World of Adventures

Chessington World of Adventures ist der schönste der englischen Freizeitparks von Merlin Entertainments, wenn auch nicht der größte. Das Portfolio des Parks ist ausgewogen und kann mit einigen Schätzen aufwarten, darunter einige ganz besondere Achterbahnen wie Vampire oder auch Dragon’s Fury. Der Park hat die baulichen Herausforderungen mit außergewöhnlichen Ideen perfekt gemeistert. Der integrierte Zoo sorgt wie im Drayton Manor Theme Park oder im Tier- und Freizeitpark Thüle für ein rundum gelungenes Gesamtpaket und eine sehr gute Verteilung der Besucher innerhalb des Parks.

 

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Ein Treffen in der Luft sorgt für reichlich Wirbel

Nigloland

Seit dem Jahre 1987 liegt am Rande der französischen Ortschaft Dolancourt, der von den Schaustellerbrüdern Gélis, nach Vorbild des Europa-Parks in Rust, gegründete Freizeitpark Nigloland. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Park, wie kein anderer französischer Freizeitpark von einem regionalen zu einem nationalen Ausflugsziel mitten in der wunderschönen Region der Champagne.

Wer nun auf Grund des schaustellerischen Hintergrunds der Parkgründer einen Park wie den Walygator bei Maizière-lès-Metz erwartet, der wird wahrscheinlich positiv überrascht sein. Nach Betreten des Nigloland fallen die ersten Blicke auf die wunderschön gestaltete Parklandschaft nieder, die für französische Verhältnisse schlichtweg überragend ist.

In diesem Bereich finden sich vorwiegend gemächlichere Fahrten wieder, sei es nun die Oldtimerfahrt, die Dschungelfloßfahrt oder die Monzapiste, welche einer gewissen Anlage aus dem sauerländischen Fort-Fun Abenteuerland verblüffend ähnlich sieht.

Geht man nun nach links gelangt man in den kanadischen Bereich des Nigloland, welcher leider einen Sackgasse entspricht. Hier findet man neben einer schönen Koggenfahrt aus dem Hause Mack, eine Wildwasserbahn und einen Powered Coaster aus gleichem Hause.

Rivière Canadienne

Die Wildwasserbahn Rivière Canadienne ist wie so oft in Frankreich mit nur einer Schussfahrt bestückt, dafür ist das Layout wunderbar in die Umgebung integriert und dank des streckenweise über die Anlage erbauten Train de la Mine entsteht ein schönes Zusammenspiel beider Anlagen. Auch wenn der Nässegrad nicht sonderlich hoch war, so kann die Anlage allein durch ihren guten Zustand und der hervorragenden Dekoration überzeugen.

Gold Mine Train

Um zum angetriebenen Gold Mine Train zu gelangen muss man erstmal die schön gestaltete Warteschlange hinter sich lassen und in die Tiefe der Mine steigen. Die Fahrt an sich ist ziemlich überraschend und kann so einige lustige Richtungswechsel vorweisen. Die zu Tage gelegte Geschwindigkeit des Zuges ist dabei konstant hoch, auch wenn die letzte Kurve während der letzten Runde eine grenzwertige Erfahrung mit sich bringt.

Grizzli

Etwas versteckter in diesem Bereich finden sich der Zamperla Disk’o Coaster Grizzli, sowie die Station der Mississippibootstour wieder. Während die zweite Anlage erst später öffnete, erfreute sich Grizzli zahlreicher zufriedener Mitfahrer. Wie auch die Cobra aus dem englischen Chessington World of Adventures kann man hier nicht nur mit der Fahrt, sondern auch der Gestaltung zu trumpfen.

Manoir Hanté

Vorbei an der Schiffschaukel Galion Pirate geht es nun in den rechten Teil des Nigloland. Auf dieser Wegstrecke kommen einem meist sehr viele Personen entgegen, so dass man denken könnte dieser Bereich sei recht leer, was er natürlich nicht ist. Das erste Highlight in diesem Bereich ist das etwas am Wegerand liegende alte Manoir Hanté.

Durch einen Kellerzugang erreicht man das innere des Herrenhauses, wo die Geister schon auf einem warten. In der selbstgebauten Anlage nimmt man in eigentümlichen Wagen bei, die sich durch die Neigung der Fahrstrecke in die gewünschte Richtung mehr oder weniger drehen. Die Fahrt verläuft dabei unerwartet harmonisch, sowohl was die Drehung, als auch die Szenen angeht, die wirklich versuchen eine Storyline zu erzählen und nicht mit allem möglichen Kram gnadenlos zugestopft wurden wie beim Geisterschloß im Europa-Park. Neben der vergleichbaren Version aus dem Disneyland definitiv einer der besseren Anlagen dieser Art.

Air Meeting

Wieder am Tageslicht wartet schon das nächste Highlight in direkter Sichtweite auf einem. Die Neuheit aus dem Jahre 2012 wurde im Prospekt noch so schön unter dem Namen Sky Fly beworben, welcher nun in Air Meeting umgeändert wurde, ein Name der nicht unbedingt einen Sinn ergibt. Nichts desto trotz ist die Prototypanlage aus dem Hause Gerstlauer etwas ganz besonderes, was am besten so in einer ähnlichen Form in jeden Freizeitpark stehen sollte. Neben der absolut positiven Resonanz beim Publikum, welches voller Erstaunen gen Himmel guckt und sich wundert wie man so einen Überschlag so schnell hinbekommen kann, haben auch die Operator sichtbar ihren Spaß dabei dem fluglustigen Publikum Tipps zur perfekten Fahrt zu geben.

Das diese Tipps meist mit einem Verweis auf so manch einen Piloten gegeben wurden fand zumindest Ich als eine Ehre, immerhin war das Personal selbst erstaunt was manche am zweiten Tag der Anlage so alles rausgeholt haben. Während meiner ersten Fahrt war ich recht erstaunt wie schnell man einen Überschlag schaffen konnte, während der gut 90 sekündigen Fahrzeit gesellten sich noch 39 weitere dazu, was im etwa die normale Anzahl der Überschläge war. Das man das ganze noch auf die Spitze bringen kann zeigte sich dann der zweiten Fahrt, wo selbst die Fliehkraft so stark wurde das meine Brille den stätigen Drang hatte nach außen gedrückt zu werden und sich langsam davon zu machen. Selbst nachdem ich einen Flügel deswegen losließ, wurde die Drehung nicht geringer. Das man während der 80-90 Überschläge nur noch Kreise sieht unterstreicht die Extreme des Fahrgeschäftes, wenn man es denn so will.

Im weiteren Verlauf des Tages herrschte stetig der Drang der Anlage einen Besuch nach dem anderen abzustatten und dem französischen Publikum des Nigloland zu zeigen wie es wirklich geht. Kaum ein anderes Fahrgeschäft in diesem Park nahm uns so in seinem Bann wie es Air Meeting tat, auch wenn sich das am späten Abend an den Schultern revanchierte. An Gerstlauer kann man nur hochachtungsvoll alles Gute für die weitere Vermarktung dieses Hochfahrgeschäftes wünschen, denn es ist in vielerlei Hinsicht einfach Perfekt und bedient dabei eine so große Spannweite an Parkgästen, wie Ich sie bislang an nur sehr wenigen Fahrgeschäften gesehen habe.

Juke-Box

Eines der stimmigsten Fahrgeschäfte sieht man in direkter Nähe zum Lufttreffen seine Kreise ziehen. Passend im 50er Jahre Stil und mit einem sehr tollen Soundtrack unterlegt zeigt sich eines der wohl schönster Monster, die Juke-Box. Leider taugt die Fahrt nicht sehr viel und auch ein sporten der Anlage ist durch die Zwischenpolster nicht wirklich möglich, aber das Gesamtpaket kann überzeugen.

Spatiale Expérience

Ein intergalaktisches Reisebüro Spatiale Expérience in der Häuserzeile neben der Juke-Box weißt einem den Weg in die Tiefen unseres Universums. Das Schiff welches dabei auf seine Passagiere wartet entspricht dem der Dukelachterbahn Eurosat aus dem Europa-Park in Rust und so wundert es einen nur wenig, dass auch der Antrieb dem des Ruster Vorbilds entspricht. Die darauf folgende Fahrt wird oftmals als ziemlich brachial geschildert, auch von Fehlberechnungen der Firma Mack ist die Rede, dass diese Anlage dabei aber eher an die Dunkelachterbahn Vogel Rok aus dem niederländischen Efteling erinnert war recht verblüffend.

Der Trip durch die Galaxis weißt sehr geniale Wechselspiele aus Rechts- und Linkskurven auf und bietet dabei eine Laufruhe, die man Aufgrund des Vorbilds nicht erwartet. Die Gestaltung während der Fahrt ist minimalistisch, aber effektiv und der Soundtrack zur Anlage ist einfach nur toll. Die Geschwindigkeit mit der man durch die Anlage rast ist konstant hoch, wobei die auftretenden Kräfte jedoch genau richtig sind, selbst die Bremsung verläuft hier weitestgehend harmlos.

Apple Flight und Grande Roue

Vorbei an der Neuheit des letzten Jahres, dem Apple Flight aus dem Hause Zierer, welcher sich wie alle neuen Wellenflieger irgendwie langsam fährt, geht es zur großen Attraktion aus dem Hause Gerstlauer. Die Rede dabei ist vom Riesenrad Grande Roue, welches trotz seiner transportablen Bauweise recht gut in das Nigloland passt.

Schlitt’Express

Neben an dreht die bis dato neueste Achterbahn Schlitt’Express ihre Runden. Wie auch bei den anderen Achterbahnen des Parks wurde auf eine stimmige Präsentation wert gelegt. Die Achterbahn selbst entspricht glücklicher Weise dem Standard-Layout einer wilden Maus, nur mit geringfügigen Änderungen, wie man es zum Beispiel am anderen Ende sehen kann. Die Wagen sind der neuesten Norm von Mack angepasst, was mit sehr bequemen Sitzen und tollen Bügeln belohnt wird, jedoch die Möglichkeit massiv einschränkt sich gegenseitig in den Kurven zu zerquetschen und somit den Fahrspaß etwas trübt.

Chenille

Im kleinen Kinderbereich findet man die kleinste Achterbahn des Nigloland wieder, die gegen dem Nachmittag hin sogar recht viel Zuspruch gefunden hat. Die Rede ist hierbei von der Wacky Worm Achterbahn Chenille, welche sogar einen ausgewachsenen Apfel vorweisen kann. Der Umstand das der Mitarbeiter als einziger bemerkt hatte das ich meine Gerstlauer Fleece Jacke, immerhin war es trotz der ständig präsenten Sonne nicht der wärmste Tag, trug fand ich recht amüsant, machte die Fahrt aber nicht besser als sie ist.

Dinosaures Aventure

Mit dem Dinosaures Aventure bietet das Nigloland eine kleine Walktrough-Attraktion an, welche durch eine Preshow immens aufgewertet wird, versteht man die französische Sprache ist diese sogar recht interessant zu verfolgen. Die nachfolgenden Dinos hingegen hat man schon allesamt irgendwo mal gesehen, sei es nun in der Queue zu Rasti-Lands toller Raftinganlage, im Dinosaurierpark Münchehagen oder in diversen deutschen Klein- und Kleinstparks.

Bobsleigh

Der versteckteste Eingang im ganzen Nigoland befindet sich an der Bobsleigh genannten City Jet Anlage von Schwarzkopf. Hier überrascht es schon etwas das die Queue im Grunde oberhalb einer Hälfte der Achterbahn verläuft, dabei aber wie für den Park typisch geschmackvoll eingerichtet daher kommt. Die Beladestation ist ohne Einteiler etwas blöd gelöst, da viele der Parkgäste einfach so im Weg rumstehen und die Züge mit stellenweise freien Sitzplätzen losfahren.

Hat man es dann nach einiger Zeit in die sehr geräumigen und bequemen Wagen geschafft kann es auch schon aufwärts gehen. Für den Fahrgeschäfttyp typisch in einer Aufwärtsspirale mit Stromschienen. Oben angekommen geht es auch gleich so abrupt nach unten das sich im hinteren Teil des Zuges Airtime bildet. Die darauf folgenden Kurven werden dann so brachial durchfahren das man froh ist zwischendurch immer kleinere Erholungsphasen zu haben. Die Bremsen am Ende der Bahn sind typisch für den Hersteller, weshalb man sich am besten gut festhalten sollte.

Bilder Nigloland

Fazit Nigloland

Das Nigloland hat mich im Verlaufe des Tages sehr zufrieden gestellt. Selbst als ich zwischenzeitlich mein Portemonnaie verloren habe konnte ich, dank Hilfe des sehr kompetenten Personals, es schnell wieder im Empfang nehmen, ohne das irgendetwas fehlte, im Hansa-Park hingegen wäre es für immer verschollen gewesen. Der Park selbst ist charismatisch und nicht so abgehoben wie manch anderer familiengeführter Park. Es herrscht eine gute Atmosphäre im Park, welches vor allem durch das Familienpublikum erzeugt wird, welches sich sehr zu benehmen weiß. Der günstige Preis ist für das Gebotene schlichtweg überragend, auch wenn es bei der Gastronomie deutlich Verbesserungspotential gibt.

 

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