Nessie und der Highlander

Hansa Parks Bezauberndes Britannien

Nessie

Der Superrollercoaster Nessie ist eine der bekanntesten Achterbahnen in Deutschland. Die Schwarzkopf-Loopingbahn war die erste stationäre Achterbahn mit einem Vertikallooping und ist mehr oder weniger ein Produkt ihrer Zeit. Einst die Definition eines Thrill Coasters, wurde sie später zu einer beliebten Familienachterbahn und für viele, die in der Nähe der Ostsee aufwuchsen, die erste kopfüber fahrende Achterbahn. Sie war in den letzten 38 Jahren eine sehr gute Achterbahn, doch seit diesem Jahr ist sie nur noch besser geworden.

Während des letzten Jahrzehnts arbeitete der Hansa Park hart daran, sein Erscheinungsbild aus den späten 70er Jahren loszuwerden und ein sehr hanseatischer Themenpark zu werden. Nachdem die meisten Fassaden endlich umgestaltet waren, beschloss der Park, sein übergreifendes Thema zu erweitern und fügte Großbritannien als ersten Handelspartner in den Park ein. So bekam auch Nessie ein Thema und zog zurück in ihre Heimat Schottland. Das neue Stationsgebäude sieht fantastisch aus und durch die Lage des neuen Eingangs hat die Bahn viel von ihrer früheren Popularität zurückgewonnen. Gut gemacht, Hansa Park!

Highlander

Ein weiterer Neuzugang für dieses Jahr ist der Freifallturm Highlander, der höchste seiner Art. Gebaut von der österreichischen Firma Funtime, bietet das Fahrgeschäft eine neue Art, den Blick auf die Ostsee und die Umgebung zu genießen, sowie die bereits bewährten Fallerlebnisse, die man von verschiedenen deutschen Jahrmärkten und anderen Freizeitparks weltweit kennt – derzeit gibt es zwei Optionen: eine nicht kippende am Morgen und eine kippende am Nachmittag. Ich verstehe nicht so recht, warum man zwei Optionen einführen wollte, denn der Fall in der gekippten Position wertet das Gesamterlebnis lediglich auf, ohne den Angstfaktor zu erhöhen. Viele Besucher würden es beim Betrachten der Bahn gar nicht bemerken. Unnötig zu erwähnen, dass der Highlander in seinem ersten Betriebsjahr ein Hit unter den Besuchern wurde.

Persönlich stufe ich den Highlander nicht so hoch ein wie andere. Im Vergleich zu anderen Anlagen des Herstellers hat er einige Schwächen. Ja, er mag der höchste seiner Art sein, aber es fehlt ihm der Nervenkitzel und die Kapazität des Donjon de l’Extrême im Nigloland. Immerhin ist das Fahrgeschäft weit besser als der Power Tower Montezuma, der bis zum Jahr 2012 im Park stand.

Bilder Hansa Park


Was ist deine Meinung zu Nessie und dem Highlander?  Schreib sie einfach in das Kommentarfeld unterhalb der Rezension oder besuche unsere Social Media Kanäle:

          


Hansa Park, da scheint die Sonne

Hansa Park

Superrollercoaster Nessie

Betritt man den Hansa Park durch den, wieder einmal gewachsenen, Themenbereich Hanse in Europa ist die erste Attraktion auf die man, abgesehen von einem kleinen Karussell, trifft der Superrollercoaster Nessie, im Folgenden schlichtweg Nessie genannt. Die 1980 eröffnete Schwarzkopf Achterbahn ist nicht nur die erste stationäre Achterbahn mit einem Looping in Deutschland, sondern auch eine der beiden Einstiegsachterbahnen schlechthin in Norddeutschland.

Dabei ist Nessie nicht so harmlos wie sie von Außen her andeutet, denn die Kräfte die sie während der Fahrt aufweist überragen so manch einen süddeutschen Megacoaster um Welten. Hier wird nicht nur der Looping so durchfahren, wie es sich gehört, man verspürt auch eine der ausgeprägtesten Airtimemomente einer Achterbahn in Deutschland, zumindest im hinteren Teil des Zuges.

Dünenexpress Rasender Roland

In direkter Nähe bzw unter und über Nessie zieht der Dünenexpress Rasender Roland seine Runden. Diese Kinderachterbahn aus dem Hause Vekoma ist eine ideale, wenn auch etwas grenzwertige, Einsteigerachterbahn. Leider weißt der etwas längere Rollerskater keine Einzelbügel auf, welche sich recht positiv auf den Fahrkomfort ausüben und nicht so ein riesiges Spiel haben wie die Standardbügel.

Space Race

Etwas versteckter am Parkrand gelegen befindet sich mit dem Indoor-Autoscooter Space Race eine sehr ungewöhnliche, gar besondere, Anlage dieses Typen. Während der Fahrt gilt es nun einzelne Planeten anzufahren und per Buzzer im Wagen einzusammeln. Während des Spiels wird die Zeit gemessen und der schnellste Spieler gewinnt das Rennen.

Wellenreiter

Neben dem Gebäude des Weltraumrennens befindet sich die HUSS Troika Wellenreiter. Der Fahrablauf der Anlage ist rasant, wenn auch leicht monoton und wird durch das bis auf die Grenze ausgenutzte Lichtraumprofil aufgewertet. Die im letzten Jahr neu lackierte Anlage weckt die Hoffnung darauf das auch andere Anlagen wie die Wildwasserbahn oder Nessie irgendwann im neuen Glanz erstrahlen können.

Baracuda Slide

Mitten im Nichts platziert findet sich die Wellenrutsche Baracuda Slide aus niederländischer Produktion. Sofern man nicht den Anspruch hat sich zu duellieren empfiehlt sich eine Fahrt zu zweit, da man doch recht ordentlich mit dem Schlauchboot abheben kann. Es wäre schön zu sehen, wenn diese Anlage nicht mehr die Einzige weit und breit wäre und sich gegebenenfalls mit einer Holzachterbahn kreuzt, denn wenn man einem Trend folgen sollte dann bitte diesem.

Crazy Mine

Die Wilde Maus Crazy Mine aus dem Hause Maurer Söhne, die sich hier dem Leitthema einer wilden Minenfahrt gewidmet hat, ist eine bemerkenswerte Anlage, die aber im Laufe der Zeit einige Einbußen erleiden musste. Dabei kam nichts verloren, nur durch die erhöhten Sicherheitsvorrichtungen, seien es die Treppen oder das Schild, welches vor der ersten fiesen Bremse warnt, wirkt die Anlage überladen und keineswegs mehr so stimmig wie zuvor.

Schlange von Midgard

Wo im letzten Jahr noch eine Baustelle vorherrschte zeigt sich die Schlange von Midgard nun in einem stimmigen Gesamtbild. Die von Gerstlauer gebaute Anlage kann fahrtechnisch absolut überzeugen und wird dank dem Wasserfall erneut aufgewertet. Die Story selbst fällt in ihrer vollendeten Version bei weiten nicht mehr so nervtötend, aber immer noch kapazitätslindernd, aus. Die Schlangenanimatronic, oder was es auch immer sein soll, im Außenbereich sollte am Besten entfernt werden, immerhin passt sie weder qualitativ noch aus Storygründen ins Gesamtbild.

Torre del Mar

Der Torre del Mar, welcher leider den benachbarten Fahrstuhl aus dem Hause Maurer Söhne, übertrumpft, ist eine Anlage die ich jahrelang als bestenfalls öde bezeichnen konnte, sofern man sie nicht rückwärts fuhr. Der Geschmack scheint sich nun aber so entwickelt zu haben, dass ich die Anlage als gut empfinde, obwohl sich gar nichts an ihr geändert hat. Das Abklingen des Star Flyer Konzepts aus dem Hause Funtime in Europa mag sich positiv darauf auszuwirken.

Power Tower Montezuma

Der Power Tower Montezuma wurde in diesem Jahr ein neues Fahrprogramm spendiert, aber auch der Soundtrack ist nun ein anderer. Die Kräfte während der Fahrt sind nun deutlich ausgeprägter, was dem Prototypen auch wirklich gut tat. Zwar war die Fahrt zuvor auch um einiges besser als die des Power Towers El Desafio aus dem spanischen Isla Magica, nun trennen die Anlage aber Welten.

Rio Dorado

Mit Rio Dorado hat man sich die größte Version einer Spinning Raft Anlage aus dem Hause White Water West in den Park gestellt und  sie glücklicher Weise schön gestaltet. Die Fahrt selbst bietet neben einer Fußmassage, am Anfang und am Ende der Fahrt, einen schön langen Rutschteil, wo man bei guter Beladung auch eine ausgeprägte Drehung erreichen kann, und einen Raftingteil gegen Ende der Fahrt, wo nun eine der Kanonen regelmäßig abgeschossen wird und mit etwas Glück einige Fahrgäste befeuchtet.

Der Fluch von Novgorod

Der Grund für viele Freizeitparkfans in den Hansa-Park zu kommen liegt im russisch andeutenden Parkteil und nennt sich Der Fluch von Novgorod. Da am Besuchstag nur mit drei Wagen gefahren wurde bildeten sich hier eine recht lange Schlange, die sich auf Grund der wirklich schlechten Neuplatzierung der Reiheneinteilung auch einfach mal minutenlang gar nicht bewegt.

Die Fahrt auf Fluch von Novgorod beginnt mit einem kleinen Ständchen des Geist Rurik, welches sich bei mehreren Fahrten schnell als Ohrwurm einprägt. Es folgt ein weiterer Raum wo man mit dem Siegel des Wolfes Bekanntschaft macht, worauf man auf den anschließenden Achterbahnteil von Fluch von Novgorod losgelassen wird. Nach einem 90° Drop folgt der, für LSM erstaunlich kraftvolle, Launch, woraufhin man das Gebäude in einer Kurve verlässt um dann auf dem Hügel gut dosierte Airtime zu erfahren, welche in der ersten Reihe intensiver daherkommt. Der Buchtknoten ist der unangenehmste Teil der Fahrt auf Fluch von Novgorod, da man des Öfteren Bekanntschaft mit den Schulterbügeln macht, welcher in einer perfekten Heartlineroll mundet. Nach einer Bremsung erklimmt man den 90° steilen Lifthill, wo man zwischenzeitlich angehalten wird nur um zu erfahren das Wolkov noch lebt, um anschließend 97° zu fallen. Nach einer Steilkurve folgt die stückweise Bremsung um dann wieder auf Stationsniveau zu erklimmen und von einer Vogelscheuche ausgelacht zu werden, einer der wenigen Effekte die noch funktionieren.

Der Fluch von Novgorod ist eine gute Achterbahn, mehr aber auch nicht. Die Story, die die Anlage versucht zu erzählen, ist gelungen, hinterlässt aber ein offenes Ende, was nicht gerade zufrieden stellend ist. Der Weg zum Ausgang vom Fluch von Novgorod weißt neben einer Rutsche auch noch ein Labyrinth auf, wo sich die meisten Passanten erschrecken nur weil man einfach so in der Gegend rumsteht.

El Paso Express

Wieder am Tageslicht muss man sich thematisch umgewöhnen, da man sich nun in Mexiko befindet. Hier findet sich im direkter Nähe zum Shop der BHS Metroliner El Paso Express. Die Fahrt in einer doppelten Bayernkurve ist im eingeklappten Zustand der Wagen bei den Richtungswechsel arg gewöhnungsbedürftig, macht ansonsten aber durchaus Spaß. Die kleinen mexikanischen Witze blieben am Besuchstag leider verwehrt.

In der Arena Plaza del Mar läuft in diesem Jahr die Varieté Show City Dreams 2012, welche im Gegensatz zum Phantasialand oder Europa-Park nicht versucht hat mich einschlafen zu lassen bzw. es geschafft hat. Die Show besteht im Grunde nur aus vier Nummern, wobei sich zwei derartig ähnlich sind, das man doch lieber auf eine verzichten sollte. Besonders erwähnenswert sind die chinesischen Artisten, welche in ihrer ersten Nummer an zwei Pfeilern turnten und in der zweiten Nummer durch Ringe sprangen.

Wildwasserbahn

Die Wildwasserbahn des Parks hat eine optische Neuerung erhalten, diese jedoch nicht bei der eigentlichen Fahrt. Am Ausgang der sanierungsbedürftigen Anlage befindet sich nun eine einladende Lounge, statt eines einzigen Photoverkaufs. Dieser ist auch weiterhin vorzufinden, nur in einer deutlich kleineren und ansprechenderen Version. Gleichzeitig wurde die Photoqualität im ganzen Park angehoben.

Super Splash

Etwas abseits wartet die Wasserbahn Super Splash auf seine Fahrgäste. Diese Anlage soll in naher Zukunft umgestaltet werden und so kann man schon erste Hinweise auf die spätere Gestaltung entdecken. Die Fahrt selbst ist einfach nur überragend und kann bei richtiger Beladung der Boote einen sehr hohen Nässegrad aufweisen, den man so leider eher selten in Europa vorfindet.

Fliegender Hai

Der Fliegende Hai ist einer der leider selten gewordenen HUSS Ranger. Am Fahrablauf wurde auch in diesem Jahr leicht gewerkelt und so wird der erste Richtungswechsel etwas früher eingeläutet. Der darauf folgende Teil der Fahrt ist Überschlagsreich und kann durch die weicheren Bügel sehr überzeugen.

Navajo Trail

Eine der Gründe in den Hansa Park zu gehen ist der Navajo Trail. Als Hochseilgarten rundet dieser das Angebot des Hansa-Parks ab und kann durch seine Länge, jedoch nicht unbedingt durch seinen Schwierigkeitsgrad, durchaus überzeugen.

Spanische Glocke

Sehr selten und mal wieder defekt zeigt sich die Schwarzkopf Dschunke Sturmvogel der Öffentlichkeit. Auf eine ähnliche Weise funktionstüchtig präsentierte sich die Glocke im späteren Verlauf des Tages, da das Podium, welches zum Ein- und Aussteigen dient, keinen sicheren Tritt mehr zuließ. Die Glocke selbst ist eine wirklich gute Schaukel, da sowohl Drehung, als auch Ausschwung perfekt abgestimmt wurden. Zwar reicht das Fahrgefühl nicht an eine Zamperla Giant Discovery heran und ist eher vergleichbar mit einer Mondial Revolution, aber sie ist besser als das Pendant von HUSS, was ja auch nicht sonderlich schwer ist.

Bilder Hansa Park 2008 – 2012

Fazit Hansa Park

Der Hansa Park hat es in diesem Jahr wieder geschafft zu gefallen, auch wenn der Eintrittspreis mal wieder gestiegen ist. Es wäre schöner und auch angebrachter wären die Preise auf einem ähnlichen Niveau wie beim Nigloland in Frankreich, der ein ähnliches Angebot aufweisen kann, aber dafür müsste man zwei Jahre in die Vergangenheit reisen. Sollte der Park in entfernter Zukunft all seine Projekte abgeschlossen haben und die Bahnen so gut pflegen wie seine Grünanlagen, so kann der Hansa Park sicherlich einer der besten Parks Europas werden.

 

Was ist eure Meinung zum Freizeitpark Hansa Park? Schreibt sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder in unsere sozialen Medienkanäle:

 

          


Ein Tag in der Welt voller Abenteuer

Chessington World of Adventures

Am Tag nach Pfingstmontag fuhren wir mit dem Zug nach Chessington South und gingen von dort ca. 1 km zu Fuß zum Freizeitpark Chessington World of Adventures – einem Park von Merlin Entertainments. Dort fanden wir sofort einen wunderbar leeren Tier- und Freizeitpark vor. Praktischerweise fuhren an unserem Besuchstag alle Fahrgeschäfte immer zwei Runden hintereinander, was vor allem bei den Achterbahnen sehr überraschend war.

Dragon’s Fury

Vorbei an Tigern und Löwen, die am frühen Morgen noch halbwegs aktiv waren, ging es zum ersten Objekt der Begierde, dem Spinning Coaster Dragon’s Fury. Diese von Maurer Söhne gebaute Anlage ist relativ einfach zu beschreiben, denn sie ist einfach genial. Der Drop mündet in eine verrückte S-Kurven-Kombination, die in einen Immelmann-Turn übergeht. Es folgen einige Kurven und Helices, die dann in eine weitere Kuriosität übergehen, nämlich den zweiten ziemlich flachen Lifthill, der einem die nötige potentielle Energie gibt, um den Rest der ziemlich bizarren Strecke zu bewältigen.

Dragon’s Fury ist mit Abstand der beste Spinning Coaster der Welt, was bei Anlagen wie Sonic Spinball in Alton Towers oder Tarantula im Parque de Atracciones de Madrid keine leichte Kunst ist. Die Fahrt selbst kann meist mit einer sehr guten Gondeldrehung aufwarten, was das tolle Layout nochmals aufwertet.

Wild Asia

Gleich nebenan entführt der neu gestaltete Themenbereich Wild Asia direkt nach Asien. Das ehemalige Beanoland, das einer englischen Comicserie gewidmet war, wurde für die Saison 2010 umgestaltet und präsentiert sich den Besuchern nun mit zwei Neuheiten.

Monkey Swinger

Neben einem Autoscooter mit Bügeln, einem Spielhaus und einem Crazy Bus aus dem Hause Zamperla kann der Bereich mit einer ganz besonderen Anlage aufwarten: Ein Wellenflug aus dem Hause Zierer. Normalerweise in fast jedem Park zu finden, gelingt es Chessington World of Adventure, den Monkey Swinger allein durch den Einsatz von Wasserfontänen zu etwas ganz Besonderem zu machen. Im Gegensatz zu der Anlage im Phantasialand in Brühl dienen die Fontänen beim Monkey Swinger nicht nur als eindrucksvolle Dekoration, sondern auch als eiskalte Erfrischung. Spätestens hier merkt man, dass die Engländer dem Wasser nicht abgeneigt sind. Kein Wunder also, dass man hier während der Fahrt ein gutes Dutzend Mal durch die Fontänen rast. Dabei sind die äußeren Plätze, an denen man schon klatschnass aussteigt, noch die trockensten.

Kobra

Um sich wieder zu trocknen, kann man den Ganzkörpertrockner aufsuchen oder sich in die Neuheit Kobra, einen Disk’o Coaster von Zamperla, setzen. Leider sieht die Attraktion von außen deutlich imposanter aus, als sie sich fährt, dennoch ist ein Ritt auf der Kobra eine nette Fahrt für zwischendurch.

Lorikeet Lagoon

Die zweite Neuheit in diesem Bereich ist die Lorikeet Lagoon, eine Attraktion, wie man sie immer öfter in Zoologischen Gärten findet, z.B. im Erlebnis-Zoo Hannover oder im Weltvogelpark Walsrode. Es handelt sich um eine begehbare Voliere, in der Allfarbloris ihre Runden drehen und man für wenig Geld Futter für eben diese Vögel erwerben kann. Es liegt in der Natur dieser Papageienart, dass es dabei zu recht komischen Situationen kommen kann, zumindest solange man noch etwas Nektar hat, mit dem man sie anlocken kann.

Peeking Heights und Dragon Falls

Im chinesischen Themenbereich Mystic East befindet sich neben dem Riesenrad Peeking Heights, von dem aus man theoretisch bis zum Thorpe Park sehen kann, die Wildwasserbahn Dragon Falls. Diese Anlage ist wunderschön gestaltet, bietet aber nur einen sehr geringen Nässegrad und eine recht bizarre Streckenführung.

Rameses Revenge

Zur freudigen Überraschung des Personals fuhren wir mit der Top Spin Rameses Revenge. Als erste Gäste des Tages staunten wir nicht nur über die Fontänen während der Fahrt, sondern auch über die guten Deutschkenntnisse des Personals, das die Maschine passenderweise als Waschmaschine bezeichnete.

Tomb Blaster

Im gleichen Themenbereich befindet sich mit der interaktiven Themenfahrt Tomb Blaster eine sehenswerte Attraktion aus dem Hause Sally. Hier fährt man in einem langen Zug durch zahlreiche atemberaubende Kulissen. Durch die gähnende Leere im Park und die dadurch etwas längeren Pausen in den Blockbereichen konnte man zwar viele Punkte sammeln, allerdings fehlte der Anlage dadurch auch etwas Dynamik.

Rattlesnake

Etwas versteckt und wie der Top Spin in einer Grube liegend, drehen die Wagen der Rattlesnake – einer Wilden Maus aus dem Hause Maurer Söhne – ihre Runden. Schon der Wartebereich in der Mitte der Anlage verdient Aufmerksamkeit, wird aber von der Fahrt noch übertroffen. Im Gegensatz zur Crazy Mine im Holsteiner Hansa-Park wurde das ursprüngliche Ambiente bis heute erhalten und nicht durch funktionale Anbauten ergänzt.

Runaway Train

Etwas abseits steht der Powered Coaster Runaway Train vom Typ Blauer Enzian. Dieses Standardmodell aus dem Hause Mack Rides wurde in Chessington World of Adventures perfekt verkleidet, was schon beim Durchfahren der gewissermaßen in die Anlage gelegten Warteschlange auffällt. Die Fahrt selbst ist dann deutlich harmonischer als in der Schwesteranlage Flying Fish im knapp 15 Meilen entfernten Thorpe Park. Das freundliche Personal sorgt auch hier für eine tolle Atmosphäre.

Hocus Pocus Hall und Sea Life Centre

Eine interessante Attraktion ist der Durchgang durch die Hocus Pocus Hall, bei der man mit einer speziellen Brille einige Effekte auf sich wirken lassen kann. Ein weiterer interessanter Walktrough ist das Sealife Centre, welches von außen leider in einer hässlichen Zeltoptik daher kommt. Im Inneren hingegen kann man das  Aquarium sehr überzeugen. Die große Artenvielfalt und die aufwendige Gestaltung sorgen einen hohen Unterhaltungwert. Dank der sehr geringen Besucherfülle war es auch endlich mal möglich sich die Fische etwas genauer anzusehen.

BubbleWorks

Im siebenbürgischen Themenbereich Transylvania findet man neben dem wohl schönsten Burger King der Welt eine ganz besondere Themenfahrt rund um das Thema Quietsche-Entchen. Die Tour durch die Seifenblasenfabrik BubbleWorks gestaltet sich recht amüsant und kann mit einem der beeindruckendsten Finale aufwarten, denn hier geht man im wahrsten Sinne des Wortes baden. Nass wird man zwar nicht, aber die Wasserfontänen, durch die man fährt, sind schon beeindruckend anzusehen.

Vampire

Die neueste Achterbahn des Parks stammt aus dem Hause Arrow Dynamics und ist ein echter Suspended Coaster. Dieser seltene Achterbahntyp ist vor allem in Amerika anzutreffen und leider werden die ohnehin schon wenigen Exemplare mit der Zeit immer seltener. Da ist es gut zu wissen, dass es auch in Europa eine Anlage dieser Art gibt. Die noch recht neuen Züge aus dem Hause Vekoma lassen zumindest auf eine noch lange Zukunft hoffen.

Die Fahrt auf Vampire beginnt recht amüsant mit einigen Kurvenkombinationen, bei denen man schon etwas zur Seite schwingt. Kurz darauf geht es den zweiten Lifthügel hinauf, danach folgt der von außen sichtbare Teil der Fahrt. Vorbei an der Häuserzeile beim Burger King geht es zügig in die Baumwipfel, wo man noch ein wenig hin und her schwingt. Der Höhepunkt der Fahrt folgt kurz darauf, wenn man nach einem großen Drop beim Verlassen eines Tunnels recht intensiv ausschwingt. Leider landet man danach auch schon in der Bremsstrecke, wo man noch ein wenig schwingt, bevor es zurück zur Station geht.

Vampire ist eine sehr überraschende Achterbahn, bei der sich der Fahrkomfort für Brillenträger deutlich erhöht, sobald man die Brille absetzt. Zwar ist Vampire nicht die höchste und schon gar nicht die schnellste Achterbahn, was vor allem an den örtlichen Gegebenheiten des Parks liegt, aber Arrow Dynamics ist es gelungen, eine äußerst unterhaltsame Anlage in den Park zu stellen, die zumindest in Europa definitiv ihresgleichen sucht.

Black Buccaneer

Direkt daneben kann man in einer recht interessanten Lage die Schiffschaukel des Parks bewundern, die wie alle anderen großen Fahrgeschäfte in einer Grube steht. Merkwürdigerweise befindet sich der Eingang zum Black Buccaneer an einer recht unlogischen Stelle, weshalb man schon einige Zeit investieren muss, um ihn zu finden. Hat man den imposanten Weg hinunter zur Schiffschaukel geschafft, wird man mit einer tollen Fahrt mit recht hohem Schaukelfaktor belohnt.

Bilder Chessington World of Adventures

Fazit über unseren ersten Besuch in Chessington World of Adventures

Chessington World of Adventures ist einer der interessantesten Tier- und Freizeitparks in Europa und kann neben erstklassigen Fahrgeschäften mit wunderschön gestalteten Themenbereichen und einem sehr guten Zoo-Bereich aufwarten. Wer sich in der Nähe von London aufhält und die Qual der Wahl zwischen den drei Freizeitparks Chessington World of Adventures, Legoland Windsor oder dem quasi benachbarten Thorpe Park hat, sollte dem Park in Chessington auf jeden Fall einen Besuch abstatten, es lohnt sich.

 

Was ist deine Meinung zum Freizeitpark Chessington World of Adventures?  Schreib sie einfach in das Kommentarfeld unter dem Bericht oder besuche unsere Social Media Kanäle:

 

     


Klicke hier, um zur Übersichtsseite von Chessington World of Adventures zu gelangen.