Oceans of Fun
Nachdem ich den Vormittag in Worlds of Fun verbracht hatte, wechselte ich gegen Mittag in den angrenzenden Wasserpark Oceans of Fun. Für den Nachmittag war schlechteres Wetter angekündigt, weshalb ich meinen Besuch im Wasserpark etwas vorgezogen hatte.
Der Übergang zu Oceans of Fun befindet sich direkt neben dem Rapids Ride Fury of the Nile. Genau hier stand früher auch die große Spillwater-Anlage Monsoon, an deren mittlerweile stillgelegter Strecke ich bei meinem Besuch noch vorbeilief. Interessant war vor allem die Einbindung der Attraktion: Monsoon konnte sowohl von Worlds of Fun als auch von Oceans of Fun aus betreten werden und gehörte damit gewissermaßen zu beiden Parks. Eigentlich eine ziemlich clevere Lösung – nur schade, dass die Anlage bereits seit 2022 nicht mehr betrieben wurde.
Mein erstes Ziel im Wasserpark war Castaway Cove, wo ich zunächst mein Lager für die nächsten Stunden aufschlug. Der ausschließlich Erwachsenen vorbehaltene Pool ist eine angenehm ruhige Oase innerhalb von Oceans of Fun und gefiel mir auf Anhieb ziemlich gut. Besonders schön ist die direkt in den Pool integrierte Swim-up-Bar – ein tolles Feature, das perfekt zu diesem Bereich des Wasserparks passt.
Aruba Tuba, Coconut Cove und Typhoon
Von Castaway Cove aus machte ich mich schließlich auf den Weg zu den ersten Rutschen. Den Anfang machte Aruba Tuba, eine klassische Reifenrutsche, die sich in zwei getrennten Röhren den Hang hinunterschlängelt. Die Fahrt ist dabei weniger spektakulär als vielmehr eine nette Einstimmung auf den Wasserpark und macht vor allem durch die zahlreichen Kurven Spaß.
Direkt am Auslauf der Rutschen befindet sich Coconut Cove. Der große Poolbereich fällt vor allem durch seine zahlreichen Wasserspiele auf und richtet sich eher an Familien und jüngere Besucher. Für mich ging es daher nach einem kurzen Blick auf den Bereich direkt weiter zu Typhoon.
Mit Typhoon wartet anschließend eine klassische Kamikaze-Rutsche, die durchaus etwas Überwindung kostet. Über mehrere Wellen geht es den Hang hinunter, wobei man immer mehr Geschwindigkeit aufnimmt und auf den Kuppen sogar ein wenig abheben kann. Gerade das macht die Fahrt überraschend wild. Dazu kommt das Alter der Anlage, wodurch sich das Ganze irgendwie noch etwas waghalsiger anfühlt. Mir hat Typhoon jedenfalls richtig gut gefallen.
Riptide Raceway
Deutlich moderner präsentiert sich Riptide Raceway. Die große Mattenrutsche wurde geschickt in den natürlichen Hang von Oceans of Fun gebaut und bietet gleich vier unterschiedliche Streckenverläufe. Statt einfach nur parallel nebeneinander ins Tal zu führen, schlängeln sich die einzelnen Bahnen in zahlreichen Kurven den Hang hinunter, bevor sie auf der Zielgeraden wieder zusammentreffen.
Gefahren wird bäuchlings auf einer Matte, wodurch man ordentlich Geschwindigkeit aufnimmt und ziemlich flott durch die Kurven rauscht. Durch die vier unterschiedlichen Strecken lohnt es sich natürlich auch, Riptide Raceway mehrmals auszuprobieren. Vor allem die unterschiedlichen Streckenverläufe machen Riptide Raceway zu einer der interessanteren Mattenrutschen im Park.
Caribbean Cooler und Hurricane Falls
Nach den ersten Rutschen wurde es mit dem Caribbean Cooler erst einmal etwas gemütlicher. Der klassische Lazy River führt durch einen größeren Teil des Wasserparks und bietet eine gute Gelegenheit, sich einfach in den Reifen fallen und eine Runde treiben zu lassen. Optisch ist die Strecke zwar nicht sonderlich spektakulär, für eine kleine Pause zwischendurch kam mir die entspannte Runde aber ganz gelegen.
Anschließend ging es zu Hurricane Falls, einer klassischen Rafting-Rutsche, bei der ausgerechnet die längste Warteschlange des ganzen Tages auf mich wartete. Zum Glück hatte ich beim Kauf meiner Cedar Fair Jahreskarte einen Fast Pass für Worlds of Fun erhalten. Ob dieser allerdings auch im Wasserpark gültig war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt selbst nicht so genau. Ein Versuch konnte jedenfalls nicht schaden – und tatsächlich wurde der Pass akzeptiert, sodass sich die Wartezeit für mich deutlich verkürzte.
Bei Hurricane Falls geht es in großen Raftingbooten durch die breite Rinne hinunter. Das Boot schaukelt dabei immer wieder durch die Kurven und sorgt je nach Sitzposition für eine etwas andere Fahrt. Die Fahrt selbst macht vor allem durch das ständige Hin und Her des großen Rafts ordentlich Spaß.
Surf City Wave Pool
Zwischendurch ging es noch in den Surf City Wave Pool, der bereits seit der Eröffnung von Oceans of Fun im Jahr 1982 zum Wasserpark gehört. Das großzügige Wellenbecken ist damit eine der ältesten noch bestehenden Attraktionen des Parks. Sobald die Wellen einsetzen, kommt ordentlich Bewegung ins Wasser. Mir hat der Surf City Wave Pool gut gefallen – ein Wellenbecken gehört für mich zu einem guten Wasserpark einfach dazu.
Predators’ Plunge
Mit Predators’ Plunge wartet am nächsten Rutschenturm eine klassische Turborutsche mit Falltürstart. Nachdem man die rund 20 Meter bis zur Spitze des Turms erklommen hat, geht es in die Startkapsel. Tür zu, Arme und Beine überkreuzen und dann heißt es warten, bis einem plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
Direkt danach nimmt man ordentlich Geschwindigkeit auf und schießt durch die geschlossene Röhre nach unten. Dabei geht es nicht einfach nur geradeaus: Mehrere schnelle Kurven sorgen dafür, dass man bis zum Auslauf mit ordentlich Tempo unterwegs ist.
Predators’ Plunge hat mir richtig gut gefallen. Gerade der Falltürstart sorgt für die nötige Portion Nervenkitzel und macht die Rutsche zu einer der besseren Anlagen in Oceans of Fun.
Shark’s Revenge
Mit Shark’s Revenge wartet am selben Rutschenturm eine Reifenrutsche, die zunächst recht unscheinbar beginnt. In mehreren Kurven geht es durch die geschlossene Röhre hinab, wobei man zunehmend an Geschwindigkeit gewinnt. Das eigentliche Highlight wartet jedoch ganz am Ende.
Plötzlich öffnet sich die Röhre und vor einem liegt eine überraschend große Schussfahrt hinunter zum Auslauf. Dieser Moment ist ziemlich atemberaubend und sorgt für einen tollen Abschluss der Fahrt. Gerade diese überraschende Schussfahrt macht Shark’s Revenge für mich zu einer der besten Rutschen im Park.
Constrictor
Mit Constrictor folgt eine weitere Reifenrutsche, deren Besonderheit vor allem in ihrer ungewöhnlichen Kurvenkonstruktion liegt. Die einzelnen Kurven sind extrem eng ausgeführt und folgen teilweise unmittelbar aufeinander. Dadurch wird der Reifen immer wieder weit an der Wand nach oben gedrückt, bevor es direkt in die nächste Kurve geht.
Das sorgt für eine ziemlich wilde Fahrt, bei der man ordentlich im Reifen hin und her geschleudert wird. Gerade diese ungewöhnliche Streckenführung macht Constrictor deutlich interessanter als eine gewöhnliche Reifenrutsche und ist mir entsprechend gut in Erinnerung geblieben.
Bilder Oceans of Fun
Fazit Oceans of Fun
Oceans of Fun hat mich insgesamt positiv überrascht. Natürlich merkt man dem bereits 1982 eröffneten Wasserpark an einigen Stellen sein Alter an, doch gerade unter den älteren Rutschen verstecken sich einige richtig spaßige Anlagen. Besonders Typhoon hat mir mit ihrer etwas waghalsigen Fahrt über die Wellen richtig gut gefallen. Gleichzeitig sorgen neuere Anlagen wie Riptide Raceway dafür, dass das Rutschenangebot keineswegs aus der Zeit gefallen wirkt.
Auch abseits der Rutschen hat Oceans of Fun einiges zu bieten. Castaway Cove mit seiner Swim-up-Bar war für mich ein schöner Rückzugsort, während der Caribbean Cooler und der Surf City Wave Pool zwischendurch für etwas Entspannung sorgten.
Unterm Strich hatte ich in Oceans of Fun deutlich mehr Spaß, als ich vor meinem Besuch erwartet hatte. Tatsächlich verbrachte ich am Ende beinahe zu viel Zeit im Wasserpark und musste mich langsam beeilen, um im benachbarten Worlds of Fun noch mit meinem Achterbahnprogramm hinterherzukommen. Für einen ursprünglich nur als kurzen Abstecher in den Wasserpark eingeplanten Teil des Tages spricht das sehr für die Qualität des Wasserparks.
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