Hansa Park, da scheint die Sonne

Hansa Park

Superrollercoaster Nessie

Betritt man den Hansa Park durch den, wieder einmal gewachsenen, Themenbereich Hanse in Europa ist die erste Attraktion auf die man, abgesehen von einem kleinen Karussell, trifft der Superrollercoaster Nessie, im Folgenden schlichtweg Nessie genannt. Die 1980 eröffnete Schwarzkopf Achterbahn ist nicht nur die erste stationäre Achterbahn mit einem Looping in Deutschland, sondern auch eine der beiden Einstiegsachterbahnen schlechthin in Norddeutschland.

Dabei ist Nessie nicht so harmlos wie sie von Außen her andeutet, denn die Kräfte die sie während der Fahrt aufweist überragen so manch einen süddeutschen Megacoaster um Welten. Hier wird nicht nur der Looping so durchfahren, wie es sich gehört, man verspürt auch eine der ausgeprägtesten Airtimemomente einer Achterbahn in Deutschland, zumindest im hinteren Teil des Zuges.

Dünenexpress Rasender Roland

In direkter Nähe bzw unter und über Nessie zieht der Dünenexpress Rasender Roland seine Runden. Diese Kinderachterbahn aus dem Hause Vekoma ist eine ideale, wenn auch etwas grenzwertige, Einsteigerachterbahn. Leider weißt der etwas längere Rollerskater keine Einzelbügel auf, welche sich recht positiv auf den Fahrkomfort ausüben und nicht so ein riesiges Spiel haben wie die Standardbügel.

Space Race

Etwas versteckter am Parkrand gelegen befindet sich mit dem Indoor-Autoscooter Space Race eine sehr ungewöhnliche, gar besondere, Anlage dieses Typen. Während der Fahrt gilt es nun einzelne Planeten anzufahren und per Buzzer im Wagen einzusammeln. Während des Spiels wird die Zeit gemessen und der schnellste Spieler gewinnt das Rennen.

Wellenreiter

Neben dem Gebäude des Weltraumrennens befindet sich die HUSS Troika Wellenreiter. Der Fahrablauf der Anlage ist rasant, wenn auch leicht monoton und wird durch das bis auf die Grenze ausgenutzte Lichtraumprofil aufgewertet. Die im letzten Jahr neu lackierte Anlage weckt die Hoffnung darauf das auch andere Anlagen wie die Wildwasserbahn oder Nessie irgendwann im neuen Glanz erstrahlen können.

Baracuda Slide

Mitten im Nichts platziert findet sich die Wellenrutsche Baracuda Slide aus niederländischer Produktion. Sofern man nicht den Anspruch hat sich zu duellieren empfiehlt sich eine Fahrt zu zweit, da man doch recht ordentlich mit dem Schlauchboot abheben kann. Es wäre schön zu sehen, wenn diese Anlage nicht mehr die Einzige weit und breit wäre und sich gegebenenfalls mit einer Holzachterbahn kreuzt, denn wenn man einem Trend folgen sollte dann bitte diesem.

Crazy Mine

Die Wilde Maus Crazy Mine aus dem Hause Maurer Söhne, die sich hier dem Leitthema einer wilden Minenfahrt gewidmet hat, ist eine bemerkenswerte Anlage, die aber im Laufe der Zeit einige Einbußen erleiden musste. Dabei kam nichts verloren, nur durch die erhöhten Sicherheitsvorrichtungen, seien es die Treppen oder das Schild, welches vor der ersten fiesen Bremse warnt, wirkt die Anlage überladen und keineswegs mehr so stimmig wie zuvor.

Schlange von Midgard

Wo im letzten Jahr noch eine Baustelle vorherrschte zeigt sich die Schlange von Midgard nun in einem stimmigen Gesamtbild. Die von Gerstlauer gebaute Anlage kann fahrtechnisch absolut überzeugen und wird dank dem Wasserfall erneut aufgewertet. Die Story selbst fällt in ihrer vollendeten Version bei weiten nicht mehr so nervtötend, aber immer noch kapazitätslindernd, aus. Die Schlangenanimatronic, oder was es auch immer sein soll, im Außenbereich sollte am Besten entfernt werden, immerhin passt sie weder qualitativ noch aus Storygründen ins Gesamtbild.

Torre del Mar

Der Torre del Mar, welcher leider den benachbarten Fahrstuhl aus dem Hause Maurer Söhne, übertrumpft, ist eine Anlage die ich jahrelang als bestenfalls öde bezeichnen konnte, sofern man sie nicht rückwärts fuhr. Der Geschmack scheint sich nun aber so entwickelt zu haben, dass ich die Anlage als gut empfinde, obwohl sich gar nichts an ihr geändert hat. Das Abklingen des Star Flyer Konzepts aus dem Hause Funtime in Europa mag sich positiv darauf auszuwirken.

Power Tower Montezuma

Der Power Tower Montezuma wurde in diesem Jahr ein neues Fahrprogramm spendiert, aber auch der Soundtrack ist nun ein anderer. Die Kräfte während der Fahrt sind nun deutlich ausgeprägter, was dem Prototypen auch wirklich gut tat. Zwar war die Fahrt zuvor auch um einiges besser als die des Power Towers El Desafio aus dem spanischen Isla Magica, nun trennen die Anlage aber Welten.

Rio Dorado

Mit Rio Dorado hat man sich die größte Version einer Spinning Raft Anlage aus dem Hause White Water West in den Park gestellt und  sie glücklicher Weise schön gestaltet. Die Fahrt selbst bietet neben einer Fußmassage, am Anfang und am Ende der Fahrt, einen schön langen Rutschteil, wo man bei guter Beladung auch eine ausgeprägte Drehung erreichen kann, und einen Raftingteil gegen Ende der Fahrt, wo nun eine der Kanonen regelmäßig abgeschossen wird und mit etwas Glück einige Fahrgäste befeuchtet.

Der Fluch von Novgorod

Der Grund für viele Freizeitparkfans in den Hansa-Park zu kommen liegt im russisch andeutenden Parkteil und nennt sich Der Fluch von Novgorod. Da am Besuchstag nur mit drei Wagen gefahren wurde bildeten sich hier eine recht lange Schlange, die sich auf Grund der wirklich schlechten Neuplatzierung der Reiheneinteilung auch einfach mal minutenlang gar nicht bewegt.

Die Fahrt auf Fluch von Novgorod beginnt mit einem kleinen Ständchen des Geist Rurik, welches sich bei mehreren Fahrten schnell als Ohrwurm einprägt. Es folgt ein weiterer Raum wo man mit dem Siegel des Wolfes Bekanntschaft macht, worauf man auf den anschließenden Achterbahnteil von Fluch von Novgorod losgelassen wird. Nach einem 90° Drop folgt der, für LSM erstaunlich kraftvolle, Launch, woraufhin man das Gebäude in einer Kurve verlässt um dann auf dem Hügel gut dosierte Airtime zu erfahren, welche in der ersten Reihe intensiver daherkommt. Der Buchtknoten ist der unangenehmste Teil der Fahrt auf Fluch von Novgorod, da man des Öfteren Bekanntschaft mit den Schulterbügeln macht, welcher in einer perfekten Heartlineroll mundet. Nach einer Bremsung erklimmt man den 90° steilen Lifthill, wo man zwischenzeitlich angehalten wird nur um zu erfahren das Wolkov noch lebt, um anschließend 97° zu fallen. Nach einer Steilkurve folgt die stückweise Bremsung um dann wieder auf Stationsniveau zu erklimmen und von einer Vogelscheuche ausgelacht zu werden, einer der wenigen Effekte die noch funktionieren.

Der Fluch von Novgorod ist eine gute Achterbahn, mehr aber auch nicht. Die Story, die die Anlage versucht zu erzählen, ist gelungen, hinterlässt aber ein offenes Ende, was nicht gerade zufrieden stellend ist. Der Weg zum Ausgang vom Fluch von Novgorod weißt neben einer Rutsche auch noch ein Labyrinth auf, wo sich die meisten Passanten erschrecken nur weil man einfach so in der Gegend rumsteht.

El Paso Express

Wieder am Tageslicht muss man sich thematisch umgewöhnen, da man sich nun in Mexiko befindet. Hier findet sich im direkter Nähe zum Shop der BHS Metroliner El Paso Express. Die Fahrt in einer doppelten Bayernkurve ist im eingeklappten Zustand der Wagen bei den Richtungswechsel arg gewöhnungsbedürftig, macht ansonsten aber durchaus Spaß. Die kleinen mexikanischen Witze blieben am Besuchstag leider verwehrt.

In der Arena Plaza del Mar läuft in diesem Jahr die Varieté Show City Dreams 2012, welche im Gegensatz zum Phantasialand oder Europa-Park nicht versucht hat mich einschlafen zu lassen bzw. es geschafft hat. Die Show besteht im Grunde nur aus vier Nummern, wobei sich zwei derartig ähnlich sind, das man doch lieber auf eine verzichten sollte. Besonders erwähnenswert sind die chinesischen Artisten, welche in ihrer ersten Nummer an zwei Pfeilern turnten und in der zweiten Nummer durch Ringe sprangen.

Wildwasserbahn

Die Wildwasserbahn des Parks hat eine optische Neuerung erhalten, diese jedoch nicht bei der eigentlichen Fahrt. Am Ausgang der sanierungsbedürftigen Anlage befindet sich nun eine einladende Lounge, statt eines einzigen Photoverkaufs. Dieser ist auch weiterhin vorzufinden, nur in einer deutlich kleineren und ansprechenderen Version. Gleichzeitig wurde die Photoqualität im ganzen Park angehoben.

Super Splash

Etwas abseits wartet die Wasserbahn Super Splash auf seine Fahrgäste. Diese Anlage soll in naher Zukunft umgestaltet werden und so kann man schon erste Hinweise auf die spätere Gestaltung entdecken. Die Fahrt selbst ist einfach nur überragend und kann bei richtiger Beladung der Boote einen sehr hohen Nässegrad aufweisen, den man so leider eher selten in Europa vorfindet.

Fliegender Hai

Der Fliegende Hai ist einer der leider selten gewordenen HUSS Ranger. Am Fahrablauf wurde auch in diesem Jahr leicht gewerkelt und so wird der erste Richtungswechsel etwas früher eingeläutet. Der darauf folgende Teil der Fahrt ist Überschlagsreich und kann durch die weicheren Bügel sehr überzeugen.

Navajo Trail

Eine der Gründe in den Hansa Park zu gehen ist der Navajo Trail. Als Hochseilgarten rundet dieser das Angebot des Hansa-Parks ab und kann durch seine Länge, jedoch nicht unbedingt durch seinen Schwierigkeitsgrad, durchaus überzeugen.

Spanische Glocke

Sehr selten und mal wieder defekt zeigt sich die Schwarzkopf Dschunke Sturmvogel der Öffentlichkeit. Auf eine ähnliche Weise funktionstüchtig präsentierte sich die Glocke im späteren Verlauf des Tages, da das Podium, welches zum Ein- und Aussteigen dient, keinen sicheren Tritt mehr zuließ. Die Glocke selbst ist eine wirklich gute Schaukel, da sowohl Drehung, als auch Ausschwung perfekt abgestimmt wurden. Zwar reicht das Fahrgefühl nicht an eine Zamperla Giant Discovery heran und ist eher vergleichbar mit einer Mondial Revolution, aber sie ist besser als das Pendant von HUSS, was ja auch nicht sonderlich schwer ist.

Bilder Hansa Park 2008 – 2012

Fazit Hansa Park

Der Hansa Park hat es in diesem Jahr wieder geschafft zu gefallen, auch wenn der Eintrittspreis mal wieder gestiegen ist. Es wäre schöner und auch angebrachter wären die Preise auf einem ähnlichen Niveau wie beim Nigloland in Frankreich, der ein ähnliches Angebot aufweisen kann, aber dafür müsste man zwei Jahre in die Vergangenheit reisen. Sollte der Park in entfernter Zukunft all seine Projekte abgeschlossen haben und die Bahnen so gut pflegen wie seine Grünanlagen, so kann der Hansa Park sicherlich einer der besten Parks Europas werden.

 

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Es steht ein Monster in Maizières-lès-Metz

Walygator Park

Vor einem Jahr zu Ostern zog es Thomas, Marcel, David und mich bei schönsten Wetter nach Maizière-lès-Metz um den dort befindlichen Walygator Park einen Besuch abzustatten. Die Warteschlangen waren gut gefüllt, im Grunde ein perfekter Tag für den Park, doch leider entschied sich der Grund unseres Besuches  – der B&M Inverted Coaster Monster – damals zu streiken. Da der Park selbst aber nicht wirklich schlecht war, hatte sich die Fahrt damals dennoch gelohnt.

Nun ein Jahr später, bei schlechtesten Aprilwetter, wurde erneut ein Versuch angetreten um der ehemaligen Expoland-Anlage Orochi eine Fahrt zu entlocken. Ausgeschlafen brachen wir aus dem Hotel auf, nur um dann herauszustellen etwas verfrüht da zu sein, gleiches geschah lustiger Weise auch einem Reisebus. Da es im Auto an nichts mangelte hieß es eine Weile zu warten und der Parkplatz wurde einfach nicht voller.

Monster

Glücklicher Weise führte man kurz vor Eröffnung des Parks noch Testfahrten durch, so dass wir davon ausgehen konnten das der Park überhaupt noch öffnet. Aus Erfahrung ging es dann auf direktem Wege in Richtung der Achterbahn Monster, auch wenn die ein oder andere Fahrt auf Anaconda sicherlich sinnvoll gewesen wäre, denn so hieß es in der Station erst einmal auf seine 12 Mitfahrer zu warten.

Nach und nach trudelten diese auch an und da wir die ersten waren erfolgte die erste Fahrt des Tages auf der Schwesteranlage von Cedar Points Raptor in der ersten Reihe. So wie das Monster von weiten aussieht, so wirkt sie auch während der Fahrt, denn alles scheint irgendwie klein zu sein, auch wenn die Anlage selbst zu den größten ihrer Art gehört.

Die Fahrt in der ersten Reihe gestaltet sich als eher sanft, die Kräfte im Looping, der recht hoch gesetzten Rolle und der Cobra Roll sind kaum auffallend. Auch der hochgelobte zweite Teil der Fahrt nach verlassen des ehemaligen Blockbereichs fällt vergleichsweise harmlos aus, da es weder die Korkenzieher noch die Helices am Ende der Fahrt es schaffen ausreichend Druck aufzubauen und somit die Beine zum einschlafen zu bewegen. In der letzten Reihe sieht es glücklicher Weise besser aus, immerhin sind hier die Kräfte deutlich ausgeprägter wiederzufinden. Wo der erste Teil von Monster nun deutlich mehr überzeugen kann wird man im zweiten Teil nun in den Korkenziehern mitgezogen und hat in den Helices am Ende einen schönen Druck in den Beinen.

Das Monster selbst ist eine gute Bahn, aber die Anlage ist leider nicht Batman La Fuga oder wie es Jan sagen würde leider nicht Nemesis. Es stört dabei herzlich wenig wo die Anlage errichtet wurde, oder wie sie gestrichen ist, denn die Fahrt selbst macht Spaß, es fehlt ihr nur an Extreme. Die Kräfte selbst machen die Anlage familientauglich, weshalb sie auch prima das Portfolio des Parks ergänzt.

Südseewellen

Nach einer Runde mit dem Wacky Worm Family Coaster ging es für Jan weiter auf Entdeckungstour des Parks. Vorbei am ehemaligen Schlumpfdorf ging es in den Weltraumbereich des Parks, wo der S&S Space Shot Dark Tower auch in diesem Jahr unvollständig herum steht, der Schwarzkopf Orbiter Südseewellen eine ordentliche, wenn auch recht monotone und nicht all zu schnelle, Fahrt hinlegte, und der Vekoma Hurricane Walycoaster auf Fahrgäste wartete.

Walycoaster

Die seit 1989 im Park stehende Anlage ist glücklicher Weise noch eine der Vekoma Anlage die noch mit einem echten Arrowzug laufen. Zwar ist die neueste Zuggeneration von Vekoma als wirklich genial anzusehen, doch an das zeitlose Design von Arrow kommt sie einfach nicht heran. Das Layout selbst ist gut gedacht und wirkt im Gesamten auch recht schick, doch wenn man weiß, dass die, durch einen Hurricane stark beschädigte, Schwesteranlage mit Zügen deren Fahrtrichtung entgegengesetzt zur Strecke war fuhr, würde man sich dieses nur allzu gerne in Lothringen wünschen. Die Fahrt ist nicht schlecht und von Rucklern oder gar Schlägen befreit, aus Zeitgründen blieb es jedoch nur bei einer Runde.

Terror House

Eine der Vorzeigeattraktionen des Parks ist das Terror House, ein Maze. Hier entsteht meist relativ schnell eine lange Schlange, vorausgesetzt es sind andere Leute in diesem Bereich unterwegs. Das wirklich gruselige ist jedoch nicht das Maze was durch einige brillante Fleischereiräume am Anfang der Aneinanderreihung verwirrender Gänge glänzt, sondern das Fun House, welches man zuvor absolvieren muss. Das Terror House selbst ist recht groß, die Innenausstattung besteht größtenteils aus ungestalteten Räumen mit Animatronics, auch gibt es einen Erschrecker der wenigstens bemühter ist als die untergegangene Piratencrew aus der Lüneburger Heide.

Rafting

In unmittelbarer Nähe zum Gruselhaus befindet sich die Raftinanlage Rafting. Diese 1989 von Soquet erbaute Anlage widmet sich ganz der Reise des Odysseus und wurde dabei hervorragend in Szene gesetzt. Extrem merkwürdig, wie auch kapazitätsmindernd, zeigt sich die Abfertigung der Boote, bei der quasi im Zugverbund gefahren wird. Eine weitere Merkwürdigkeit sind, wie auch bei der Wildwasserbahn des Parks, die unterschiedlichen Boote.

Tang’Or und Polyp

Vorbei am stets defekten HUSS Topple Tower Tang’Or und einem der Kinderbereiche des Parks geht es an den See, wo sich ein sehr merkwürdiges Schwarzkopf Monster befindet. Normalerweise hebt sich der Exzenter nach einiger Zeit und erzeugt somit eine Wellenbewegung, da dieser Prozess in diesem Park jedoch defekt ist kreist man beim Polyp mehr oder weniger rasant auf Bodenniveau herum. Glücklicher Weise fällt das Sporten dabei nicht mal schwer, der Fahrspaß ist jedoch gemindert.

Riviére Sauvage

Vorbei an der Teetassenbahn, dem Wellenflieger und der viel zu langen und dabei viel zu langsamen Bootsfahrt geht es zur Wildwasserbahn Riviére Sauvage. Diese von Soquet erbaute Anlage ist simpel und weiß neben einigen Kurven nur eine Schussfahrt auf, welche es jedoch in sich hat. Bei dieser Wildwasserbahn wird man nicht nur nass, sondern gesoaked, weshalb die Fahrt sehr zu empfehlen ist.

Anaconda

Am Parkrand gelegen befindet sich die Holzachterbahn Anaconda, die wieder einmal zur schlechtesten Holzachterbahn der Welt gewählt wurde. Die Bahn bietet zwar keine Airtime, überquert die Kuppen recht langsam und benötigt zusätzliches Gewicht in den von Morgan erbauten Zügen, aber sie ist definitiv nicht die schlechteste Holzachterbahn der Welt, so wie auch Bandit weit davon entfernt sein müsste. Als Holzachterbahn ist Anaconda solide, immerhin fährt sie sich so wie sich eine Holzachterbahn fahren sollte. Die Geschwindigkeit, die Höhe, sowie das Out & Back Layout sind gut und immer eine Fahrt wert.

Bilder Walygator Parc

Fazit Walygator Parc

Der Walygator Parc ist kein schlechter Vergnügungspark, aber auch kein sonderlich guter. Auch in diesem Jahr ging der Erweiterungsirrsinn der französischen Schaustellerbrüder Claude & Didier Le Douarin weiter und so präsentiert man nun ein neues Kinderland mit, von der Kirmes aufgekaufte und einfach so hingestellten, Fahrgeschäften. Was jedoch aus der geplanten Wilden Maus wurde ist schwer zu sagen, auch ist es sehr wahrscheinlich das der Park seinen Inverted Coaster auch auf weiteres nicht streichen wird.
 

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Einige Stunden über den Dächern Barcelonas

Parc d’Atraccions Tibidabo

Auf dem Tibidabo, dem Hausberg der Stadt Barcelona befindet sich neben einer Kirche und dem Fernsehturm der Parc d’Atraccions Tibidabo, einer der ältesten noch bestehenden Parks Europas, der leider nur als Geheimtipp fungiert.

Die Auf- und Abfahrt gestalten sich mit dem Auto als recht steil oder gar abenteuerlich, weshalb es sich lohnt den Berg mit anderen Verkehrsmitteln zu bezwingen, vor allem da diese auf den Eintrittspreis angerechnet werden und man sich somit die Möglichkeit offen hält die katalanische Hauptstadt etwas genauer zu begutachten.

Hurakan

Betritt man den Parc d’Atraccions Tibidabo durch den unteren Eingang so findet man sich neben den wirklich schönen und von der Fahrt durchaus passablen Top Spin Hurakan wieder, leider wurde auf den Wasserfontänen verzichtet. Schweift man seinen Blick nach oben kann man über sich einen Zierer Wellenflieger seine Kreise ziehen sehen.

Tibidabo Express

Geht man weiterhin geradeaus findet man sich vor der ersten Achterbahn wieder, einem Zamperla Powered Coaster mit Namen Tibidabo Express. Die Fahrt verläuft recht seltsam, da sie für eine Achterbahn dieser Art untypisch ohne eine Helix auskommt und eine komische Zickzack Streckenkombination aufweisen kann. Der Tunnel am Anfang der Fahrt ist wirklich gut und auch das Personal versucht hier möglichst viel Stimmung zu erschaffen.

Castell Mysterios

Nach Verlassen der Anlage befindet man sich leider noch weiter abwärts kann aber so gleich das Castell Mysterios, einem Uralt-Geisterhaus mit Funhouseelementen, einen Besuch abstatten. Zwischenzeitlich ist es hier drin leider etwas zu dunkel, so dass man nicht unbedingt weiß wo man nun hintreten soll, dennoch ist die Anlage trash pur, was auch durch die Musikuntermalung nochmals unterstrichen wird und sollte daher unbedingt besucht werden.

Muntanya Russa

Das nächste Highlight und Ziel unserer Begierde befindet sich am höchsten Punkt der untersten Ebene des Parc d’Atraccions Tibidabo. Nach einer fast schon anstregenden Bergbesteigung, vorbei an einigen Kinderfahrgeschäften und einer Schiffschaukel findet man sich im ovalförmigen Wartebereich wieder, der sich wie eine Spirale nach oben schraubt. Nachdem man einen Platz zugeteilt wurde kann die Fahrt auf der Muntanya Russa beginnen.

Nachdem man im Lift einige Meter nach oben absolviert hat geht es nach einem fantastischen First Drop in einen wunderbaren rechts-links Kurvenverlauf, wie man ihn deutlich langsamer auch beim Temple of the Nighthawk erleben kann. Die anschließende Steilkurvenhelix fährt sich super und auch etwas kraftvoller, die darauffolgende Gerade dient wohl eher zur Erholung und für die Sicht runter ins Tal, leitet aber das grandiose Finale ein. Die Achterbahn selbst ist, wie eigentlich alle Anlagen der MK-900 von Serie von Vekoma richtig gut, fährt sich nur leider nicht so intensiv und schnell wie es Eftelings Dunkelachterbahn Vogel Rok macht, dafür kann die tolle Lage und das Layout so einiges kompensieren.

La Mina d’or

Wieder einige Meter weiter unten findet man die Wildwasserbahn La Mina d’or aus dem Hause Reverchon, welche im Gegensatz zu anderen Anlagen dieses Herstellers endlich mal vollkommen überzeugen konnte, auch wenn die Strecke hier sehr seltsam ausfällt. Das Personal verdient hier größte Anerkennung, denn bevor sie einen fremde Leute in ein Boot setzen fragen sie erstmal höflich ob das so Recht wäre.

Avio und Talaia

Der restliche Park verläuft auf Gebäudebenen, die man entweder über Treppen oder den Fahrstuhl erreichen kann. Letzte Möglichkeit wird von Personal betreut, was auch der Kontrolle zwischen dem eigentlichen Park und dem Skywalk benannten und öffentlichen Bereich dient. Hier oben befinden sich die ganzen Nostalgischen Fahrgeschäfte, wovon zwei Stück besonders interessant ausfallen. Zum einen findet man hier den Prototypen aller neumodischen Propeller mit dem einzigen Unterschied das sich diese Anlage hier deutlich langsamer dreht und somit eine wunderbare Sicht über den Parc d’Atraccions Tibidabo und natürlich Barcelona ermöglicht und dabei deutlich mehr Adrenalin ausschüttet. Die anderen Anlage ist das aufgehängte Flugzeug mit Eigenantrieb, wobei die Warteschlange am Besuchstag leider viel zu lang war und ich daher auf eine Fahrt verzichtet habe.

Museo d’Automats

Eine Ebene weiter unten befindet sich der leider viel zu leere Platz der alten Achterbahn, jedoch auch der Eingang zum Automatenmuseum, welches unbedingt einen Besuch wert ist. Hier findet man nicht nur ein detailgetreues Modell des Parc d’Attracions Tibidabo, sondern auch einige recht interessante Apparaturen aus längst vergessenen Zeiten. Gerade für Nostalgiker eine wahre Fundgrube.

Miramiralls

Eine weitere Perle des Freizeitparks ist das Spiegellabyrinth Miramiralls, wo jedoch das Wort Labyrinth nicht sonderlich passt, da es eher eine Ausstellung ist, eine durchaus gelungene noch dazu. Hier wird so gut wie alles aus herausgeholt was man mit Spiegeln so anstellen kann.

Magatzem

Mit der hängenden Einschienenmonorailthemenfahrt Magatzem geht es in die Welt der Zauberer und Hexen, welche schön aber doch sehr seltsam gestaltet daherkommt. Eine quietschende Stimme erläutert das ganze zwar, aber ohne Sprachkenntnisse der katalanischen Sprache hilft einen das auch nicht weiter. Am Ende der Fahrt erwartet einen eine Überraschung, welche aus meiner Sicht gerade die richtige Person erwischte.

Krüeger Hotel

Erneut eine Etage tiefer trifft man auf einen Autoscooter, aber auch auf das berüchtigte Krüeger Hotel, einem Maze mit überragender Qualität und wirklich engagierten Personal. Nachdem man die Queueline hinter sich gebracht hat und sein Wristband markiert wurde geht es auch schon nach einer großartig inszenierten Darstellung in das Hotel. Hier wurden einen erstmal die Benimmregeln nähergebracht an die sich auch beide Seiten glücklicher Weise hielten, denn Berührungen jeglicher Art haben in einem Maze nichts zu suchen.

Nachdem man in der Hotellobby sehr nett und vor allem überraschend erschreckend empfangen wurde durchquert man einige Hotelszenen bis die Horrorfilme die Überhand nehmen, hier erklärt sich auch das Krüeger im Namen welcher eine Anlehnung an Freddy ist. Einige Szenen sind sehr belustigend, aber im Grunde ist alles auf einem sehr hohen Niveau gestaltet wurden. Die Schauspieler tun ihr bestes und ständig laufen sie einen hinterher, was gerade im letzten Teil des Mazes sehr erschreckend ist, denn wer denkt den bitte an einen aufstehenden Chucky?

Im Großes und Ganzen war das Krüeger Hotel das erste Maze an dem ich wirklich Gefallen gefunden habe. Die Szenen waren toll, alles war hervorragend beleuchtet und mit einigen Sachen hat man einfach nicht gerechnet. Auch wurde wie bereits oben erwähnt darauf geachtet das niemand berührt wird, was vor allem bei der obligatorischen Kettensäge am Ende vernünftig war, denn nach Psycho, der ehemaligen Simulationsanlage von Plüschies, war ich in dieser Hinsicht etwas negativ gezeichnet.

Neben weiteren Kinderattraktionen und einem 4D Kino bietet der Park nicht mehr viel, trotzdem hinterlässt er ein sehr gutes Image bei mir. Alle Fahrgeschäfte unterliegen einer sehr guten Wartung und sehen aus wie neu, was seltsamer Weise bei den anderen Mitreisenden Bedenken hervorrief, immerhin hatten sie ständig den Unfall des Fabbri Air Divers im Hinterkopf und warfen das auch des öfteren dem Park vor.

Bilder Parc d’Atraccions Tibidabo

Fazit Parc d’Atraccions Tibidabo

Kein anderer spanischer Park hatte so viel Charme wie es der Parc d’Atraccions Tibidabo hatte und kein anderer Park hatte ein so nettes Personal wie es dieser Park hat, auch kümmert man sich hier um die Verbesserungsvorschläge der Kunden, sofern diese auch ernst gemeint sind und antwortet in einer sehr persönlichen Email darauf, was ich bislang von keinem anderen Park Europas kennengelernt habe. Der Eintrittspreis ist absolut gerechtfertigt und auch die Parkgebühren sind durchaus fair ausgelegt, in diesem Sinne wird mich der Park sicherlich irgendwann wiedersehen.

 

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