Dreamworld



Freizeitpark:Dreamworld (seit 1974)
Adresse:Dreamworld Pkwy
Coomera QLD 4209
https://www.dreamworld.com.au/
Betrieb:Ardent Leisure

Dreamworld GlobeDreamworld in Coomera, Queensland, ist der größte Tier- und Freizeitpark in Australien. Der Park wurde 1974 gegründet und wird derzeit von der Ardent Leisure Group betrieben. Der Park bietet eine breite Palette an familienfreundlichen Fahrgeschäften und Erlebnissen, darunter den Giant Drop – den größten Fallturm der südlichen Hemisphäre.

 
 
 

Highlights des Tier- und Freizeitparks

 




Giant Drop • Intamin Giant Drop

 

Giant Drop

Der sehr hohe Freifallturm

 


HotWheels Sidewinder • Arrow Looping Coaster

 

Gold Coaster

Die einzigartige Looping-Achterbahn durch den Wasserpark

 


Pandamonium • Zamperla Air Race

 

Pandamonium

Das intensive AirRace

 


Sky Voyager • Brogent Technologies Flying Theatre

 

Sky Voyager

Soarin‘ über Australien

 


Tailspin • Gerstlauer Sky Fly

 

Tailspin

Ein waghalsiger Flug

 


The Claw • Intamin Gyro Swing

 

The Claw

Eine großartige Schaukel

 


 
 

Ehemalige Highlights des Tier- und Freizeitparks

 




Buzzsaw • Maurer Sky Loop

 

Buzzsaw

Schleifen im Himmel

 


 

Tower of Terror II

Der umgekehrte freie Fall

 



Der finale Countdown

Geschichte des Freizeitparks Dreamworld

Im Jahr 1974 kaufte John Longhurst 85 Hektar Land, um seinen Traum vom Bau eines Freizeitparks zu verwirklichen. Mit einigen wenigen Attraktionen wurde Dreamworld am 15. Dezember 1981 für die Öffentlichkeit eröffnet. Ein Jahr später führte die erste Erweiterung zur längsten Stahl-Doppellooping-Achterbahn der Welt, dem Thunderbolt. Mit der Zeit wurde der Park immer weiter ausgebaut. Im Jahr 1989 wurde der Park an Bruce Jenkins‘ Dreamco verkauft, doch aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten von Dreamco im Jahr 1990 wurde Ernst & Young, Konkursverwalter und Manager, vom Hypothekengläubiger, der IOOF Friendly Society, beauftragt, die Kontrolle zu übernehmen. Im Jahr 1994 beendete Dreamworld erfolgreich seine Liquidation. Im Jahr 1995 wurde der Park an den singapurischen Geschäftsmann und Investor Kua Phek Long verkauft. Eine seiner ersten Investitionen brachte Dreamworld dann in aller Munde, denn 1997 kam die schnellste und höchste Achterbahn an die Gold Coast: der Tower of Terror. Zwei Jahre später wurde Dreamworld von der Macquarie Leisure Trust, der heutigen Ardent Leisure Group, übernommen.

Parkrundgang

Sky Voyager

Wenn man durch das Disneyland-ähnliche Eingangsgebäude geht, steht man direkt vor dem Dreamworld-Globus. Auf beiden Seiten des Platzes befinden sich Gebäude mit typisch australischer Architektur, aber auch ein sehr futuristisch anmutendes Gebäude, in dem das erste fliegende Theater Australiens untergebracht ist: Sky Voyager.

Der groß angelegte Bewegungssimulator von Brogent Technologies bietet einen sehr beeindruckenden Flug entlang mehrerer berühmter australischer Landschaften. Wir starten an der Gold Coast, schauen uns die Wallaman Falls an, folgen dem Tully River, fliegen über die Lancelin Sand Dunes, schauen uns die Twelve Apostels von der Seeseite aus an und erleben ein Feuerwerk am Sydney Harbour – die Szenen sind alle lose miteinander verbunden, aber die Übergänge sind immer fließend, was ein stimmiges Gesamterlebnis ergibt. Insgesamt ist Sky Voyager eines der besten Flying Theatre, die ich bisher erlebt habe.

Buzzsaw

Gleich daneben stand an einer sehr prominenten Stelle die Achterbahn Buzzsaw direkt am Rande des Parks und ganz in der Nähe des Eingangs von Dreamworld. Bei der Bahn selbst handelte es sich um einen Maurer Skyloop XT150, wie man ihn noch in vielen Freizeitparks auf der ganzen Welt findet. Es war der dritte SkyLoop, den ich ausprobiert habe und trotzdem war ich nicht wirklich beeindruckt von der Bahn. Die extreme Hangtime in 46m Höhe, die absteigende Heartline-Rolle und das Rauschen in Richtung Boden sorgen für ein tolles Erlebnis, das man aber am besten nur einmal erlebt. Buzzsaw war keineswegs ein beliebtes Fahrgeschäft, und so ist es nicht verwunderlich, dass Dreamworld die Bahn nach nur 10 Jahren Betrieb Ende August 2021 für immer geschlossen hat.

Giant Drop

Vorbei am zukünftigen Standort der Achterbahn Steel Taipan und dem ehemaligen Standort der Thunder River Rapids Ride, die nach einem tödlichen Unfall, bei dem ein Boot auf dem Lift umkippte, geschlossen werden musste, werfen wir nun einen Blick auf eine der Hauptattraktionen im Dreamland: Dem Giant Drop.

Lange Zeit gab es keinen Drop Tower, der höher war als der Giant Drop, und bis heute liegt er unter den Top drei, gleich hinter Lex Luthor’s Drop of Doom (122 m, 2012) in Six Flags Magic Mountain und Zoomanjaro: Drop of Doom (126 m, 2014) in Six Flags Great Adventure. Alle Attraktionen wurden an der Stützstruktur einer Achterbahn von Intamin befestigt. Der Giant Drop war jedoch der erste, und mit einer Fallhöhe von 115 m ist er nicht besonders niedrig.

Nur ein Jahr nach der Einweihung der schnellsten und höchsten Achterbahn der Welt, dem Tower of Terror, erhielt der 119 m hohe Dreamworld Tower seine zweite und letzte Attraktion, als zwei Drop Lanes zu beiden Seiten der Achterbahnstrecke installiert wurden. Um die Kapazität der Bahn zu maximieren, verfügen beide Bahnen über je eine Gondel für acht Personen.

Nachdem wir die stark thematisierte Warteschlange verlassen haben, nehmen wir bald in der Gondel ganz vorne Platz. Nachdem die Gurte überprüft wurden, beginnen wir bald unsere Reise zur Spitze des Turms. Während unseres Aufstiegs bringt ein Fahrzeug der Achterbahn Tower of Terror den Turm in Schwingung und schießt auf uns zu. Mit einem großartigen Blick auf die Umgebung verbringen wir dann einige Zeit auf der Spitze, bevor der Giant Drop beginnt. Der Haken gibt den Wagen frei, und wir fallen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h zu Boden, bevor wir auf die Bremse treten und die atemberaubende Fahrt zu Ende geht.

Rocky Hollow Log Ride und das Dreamworld Corroboree

Vorbei an der inzwischen geschlossenen Wildwasserbahn Rocky Hollow Log Ride, die an unserem Besuchstag nicht in Betrieb war, betreten wir nun Dreamworld Corroboree. Dieser Bereich beherbergt die Vintage Car Adventure Oldtimer-Fahrt, sowie eine Reihe von Tiergehegen. Hier können wir einheimische australische Tiere wie Dingos, Koalas und Kängurus bewundern. Interessanterweise ist der Park für sein Koala-Zuchtprogramm bekannt. Es ist recht amüsant zu sehen, wie viele asiatische Reisegruppen in diesen Teil des Parks geführt werden, nur um ein paar Fotos zu machen, auf denen sie einen Koala halten.

ABC Kids World

Durch den Kleinkinderbereich ABC Kids World, in dem sich die kleine schienenlose Themenfahrt Big Red Car rund um die australische Kindermusikgruppe The Wiggles befindet, geht es nun in Richtung der ersten Installation des Family Launch Coasters von Intamin.

Mick Doohan’s Motocoaster

Ähnlich wie der Motorbike Coaster von Vekoma bietet Mick Doohan’s Motocoaster eine Sitzposition, die der auf einem 500ccm-Rennmotorrad ähnelt. Im Vergleich dazu ist das Zugdesign etwas komplexer, was das Einsteigen etwas schwieriger macht. Hier muss man zuerst auf den Sitz klettern, den Oberkörper unter den Bügel schieben, den vorderen Teil des Motorrads zu sich heranziehen (wodurch auch die Beine fixiert werden) und dann wird der Bügel automatisch in Position gebracht. Da nur die Seitenwand des Motorrads die Beine vor seitlichen Bewegungen schützt, verhindert eine raue Oberfläche, dass sich die Beine in irgendeine andere Richtung bewegen, was die Fahrt ziemlich unangenehm macht. Allerdings kann man auch in einem Beiwagen mitfahren, der ein traditionelleres Fahrgefühl vermittelt und in den beiden hinteren Reihen des Zugs vorzufinden ist. Aufgrund der geringeren Höhenbeschränkung ist dies eine gute Möglichkeit, die Fahrt mit dem Nachwuchs zu erleben.

Nachdem das Boarding abgeschlossen und alles geklärt ist, beginnt die Fahrt sofort mit dem Abschuss. Nachdem wir die Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h erreicht haben, geht es nun in eine ansteigende, weite Kurve, die uns zum höchsten Punkt der Fahrt auf 7 m führt. Eine weite Linkskurve bringt uns wieder etwas näher an den Boden und schon bald rasen wir über einen kleinen Bunny-Hop. Nach einer weiteren bodennahen 270°-Kurve ändern wir die Richtung und steigen in einer Helix ein Stück nach oben. Danach folgt eine weite Linkskurve, die in der Mitte eine kleine Senke aufweist. Anschließend geht es in einer Reihe von Wechselkurven in Richtung des vorderen Teils der Bahn. Nach einem kurzen Hopser geht es dann auf die Bremse. Ein kurzes Wendemanöver führt dann zur Ausstiegsposition in der Station.

Mick Doohan’s Motocoaster könnte eine tolle Fahrt sein, wenn die Motorräder etwas komfortabler wären. Das rasante Layout verliert gegen Ende der Fahrt ein wenig an Schwung, hat aber eine Menge toller Kurven, die das wieder wettmachen, so dass die Fahrt in der Gesamtbewertung ein okayes Erlebnis darstellt.

The Claw und Tailspin

The Claw hingegen ist ein großartiges Fahrgeschäft. Die monströs aussehende Schaukel von Intamin zeichnet sich durch eine sehr hohe Beschleunigung aus, was wiederum zu einem sehr rasanten Erlebnis mit viel Airtime und viel Druck führt. Dieser Gyro Swing ist einfach genial!

Direkt neben The Claw befindet sich der Eingang zu Tailspin – ein Fahrgeschäft, bei dem die Fahrer aktiv steuern können, wie intensiv sie ihr Erlebnis gestalten wollen. Ich selbst bin ein Draufgänger und liebe es, auf einem Gerstlauer Sky Fly jede Menge Überschläge zu machen – etwas, das in der Vergangenheit, als die ersten Modelle aufkamen, sehr einfach zu erreichen war. Tailspin hingegen ist ein recht neues Modell und ein Überschlag ist daher nicht so einfach zu initiieren, aber dennoch zu schaffen; wenn man den ersten gemacht hat und die Flügel in Position hält, ist es ein Leichtes, viele weitere Überschläge in Folge zu machen.

HotWheels Sidewinder

Vorbei an dem geschlossenen Disk’o Coaster Shockwave geht es nun zu Dreamworlds großem Looping Coaster: HotWheels Sidewinder. Die Bahn wurde vor kurzem zum Gold Coaster umgebaut und mit einem Surfthema versehen – eine sehr passende Maßnahme, wenn ihr mich fragt.

Der Arrow Coaster, der früher als Big Dipper im Milton Points Luna Park in Sydney bekannt war, zog am Ende der Saison 2001 nach Dreamworld um. Da die Bahn speziell für den Luna Park konzipiert wurde und sich die Station hoch über dem Boden befindet, musste ein neuer Ein- und Ausstiegsweg geschaffen werden, um die Gäste zu und von der Bahn zu bringen. Leider hat sich Dreamland für eine große, spiralförmige Rampe entschieden, die zu erklimmen eine Ewigkeit dauert. Oben angekommen, überqueren wir eine kleine Brücke und warten, bis die vorherigen Gäste die Station verlassen haben und sich die Türen zum Einstieg öffnen.

Die Fahrt beginnt mit einem kleinen Gefälle aus dem Bahnhof heraus. In einer Linkskurve nähern wir uns rasch dem Lifthügel der Bahn. Auf einer Höhe von 40 m angekommen, geht es sofort wieder in eine kleine Senke und eine Kurve, bevor es nach unten geht. Mit Vollgas rasen wir nun in eine große Kurve, die uns hoch über den Boden bringt. Nach einem weiteren Drop geht es dann in eine lange Linkskurve, bevor wir in den Wasserpark Whitewater World einfahren. Hier sausen wir durch eine lange Linkskurve in Bodennähe, bevor wir die erste Inversion der Bahn einleiten: einen Sidewinder. Hier drehen wir uns zunächst nach links um die eigene Achse, bevor wir uns in einem halben Looping in Richtung Boden stürzen. Danach folgt ein vollständiger Looping. Kurz darauf geht es einen großen Hügel empor, danach rasen wir über eine lange Gerade in einen Turnaround und kommen in der Station der Bahn zum Stehen.

Der HotWheels Sidewinder ist eine sehr schöne Achterbahn, die mich ein wenig an einen Mine Train erinnert. Die Fahrt hat ein sehr spaßiges Tempo, auch wenn das Layout etwas ungünstig ist, da die Hauptelemente ganz am Ende der Bahn platziert sind. Beim HotWheels Sidewinder geht es also mehr um Geschwindigkeit und Beschleunigung als um Inversionen, und das hat mir ehrlich gesagt sehr gut gefallen. Außerdem ist die Bahn sehr ruhig, was sie zu einer guten Bahn für viele Wiederholungsfahrten macht.

DreamWorks Experience

Die DreamWorks Experience ist ein großer Themenbereich mit speziellen Bereichen für drei der beliebtesten Filme des Studios: Kung Fu Panda, Madagaskar und Shrek! Während Shrek’s Faire Faire Away viele der Kinderfahrgeschäfte des Parks beherbergt, befinden sich in den beiden anderen Bereichen jeweils eine der Hauptattraktionen von Dreamworld. Leider war die hängende Familienachterbahn Escape from Madagascar im Madagascar Madness-Bereich wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb.

Pandamonium

Neben dem Skadoosh Autoscooter gibt es im Kung Fu Panda Land of Awesomeness das Zamperla Air Race Pandamonium. Das beliebte Fahrgeschäft gibt es in zwei Varianten: Soft-Style und Hard-Style. Während man im Soft-Style-Programm nur ein bisschen zur Seite schaukelt, ohne auf den Kopf gestellt zu werden, ist das Hard-Style-Fahrprogramm der pure Wahnsinn! Ich habe schon viele dieser Bahnen mitgemacht, aber Pandamonium ist viel schneller als die meisten anderen und bietet viel mehr Überschläge. Ich hatte einen Mordsspaß!

Tiger Island

Wir könnten nun über den angrenzenden Souvenirladen zum nächsten Fahrgeschäft gelangen, aber wir möchten vorher noch einen Blick auf die Tiger Island werfen. Dieses große Areal beherbergt zwei Tiergehege sowie eine große Fläche, die für die Tiger-Vorführung genutzt wird. Hier kann man auch ein Foto mit sich und einem Tiger machen.

Tower of Terror II

Als ich meinen Australien-Trip plante, hatte ich keine Ahnung, dass Tower of Terror II geschlossen wird. Als der Park die Schließung bekannt gab, war ich sehr froh, dass der letzte Betriebstag während unserer geplanten Reise an die Gold Coast stattfinden würde, so dass ich nicht einmal die gesamte Reise umplanen musste, um meine erste und letzte Fahrt mit Intamins erstem Launch Coaster zu machen.

Als der Tower of Terror 1997 eröffnet wurde, war sie die höchste und schnellste Achterbahn der Welt. Zusammen mit Superman: Escape from Krypton in Six Flags Magic Mountain hielt die Bahn den Geschwindigkeitsrekord bis zur Eröffnung von Dodonpa im Fuji-Q Highland im Jahr 2001 und den Höhenrekord bis zur Eröffnung von Top Thrill Dragster in Cedar Point im Jahr 2003. Im Jahr 2010 wurde der Tower of Terror überarbeitet und erhielt ein neues Thema und neue Züge. Es war an der Zeit, der Schwerkraft die Stirn zu bieten, und zwar mit dem Gesicht in Richtung Boden auf dem Tower of Terror II.

Nachdem ich den ikonischen Totenkopf-Eingang und die futuristische Warteschlange passiert hatte, ging ich am 2. November, einen Tag vor der Schließung der Bahn, zum ersten Mal an Bord der Bahn. Leider war die Bahn an dem Tag, an dem wir den Park besuchten, die meiste Zeit außer Betrieb. Ich kehrte am letzten Betriebstag zurück, um mehrere Fahrten zu erleben und eine der letzten Fahrten an diesem Tag zu absolvieren. Es war ein tolles Erlebnis, durch den Schädel zu gehen und dabei Europe’s Final Countdown zu hören.  Insgesamt war die Begeisterung der Enthusiasten, die letzte Fahrt im Escape Pod zu erleben, geradezu ansteckend.

Die Fahrt selbst war ein aufregendes Erlebnis. Nach der Freigabe des Fahrzeugs werden die Lichter des Einstiegsbereichs heruntergefahren und ein Countdown eingeleitet. Der Lichteffekt im Tunnel wird immer schneller, und plötzlich beginnt das Fahrzeug zu beschleunigen. In den nächsten sieben Sekunden beschleunigen wir auf die Höchstgeschwindigkeit, bevor wir damit beginnen, den Turm zu erklimmen. In der Vertikalen verliert der Wagen mehr und mehr an Schwung, während wir eine der feinsten Airtime auf einer Achterbahn erleben. Einige Sekunden lang sind wir nun der Schwerelosigkeit ausgesetzt, bevor wir wieder in die Tiefe stürzen. Dann rasen wir zurück in den Tunnel, wo wir unsere Geschwindigkeit sanft verringern und in der Station zum Stehen kommen. Nach dem Ausstieg aus der Bahn gehen wir durch einen kleinen Korridor und fahren mit dem Aufzug in den Shop.

Tower of Terror II war eine großartige Achterbahn! Die Fahrt stand ganz im Zeichen des Abschusses, der durch die Lichteffekte und den Lärm im Tunnel perfekt in Szene gesetzt wurde. Es fühlte sich für eine sehr lange Zeit einfach superschnell an. Auf dem Turm angekommen, überraschte die Bahn durch ihre lange Airtime und die Aussicht nach unten. Ich war froh, dass ich die Chance hatte, eine so kultige Achterbahn an ihren letzten Betriebstagen zu erleben. Ich wünschte nur, ich könnte es noch einmal tun.

Bilder Dreamworld

Fazit Dreamworld

Dreamworld ist ein sehr schöner Themenpark mit einer sehr soliden Fahrgeschäftsammlung. Man kann problemlos einen ganzen Tag in dem Park und dem angrenzenden Wasserpark Whitewater World verbringen. Informiere dich jedoch im Voraus, welche Fahrgeschäfte am Tag deines Besuchs geschlossen sind, denn leider wurde das Angebot des Parks in den letzten Jahren stark reduziert und geschlossene Attraktionen vermitteln vielleicht nicht den besten Eindruck von dem Freizeitpark. Da neue Attraktionen in Planung sind, kann ich nur hoffen, dass sich die aktuelle Strategie der Ardent Leisure Group auszahlt.

 

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Mit der Schockwelle durch Arlington

Die Geschichte von Six Flags

Wenn wir über die großen Ketten in der Freizeitparkindustrie sprechen wollen, dann müssen wir unter anderem über Six Flags sprechen, und es gibt keinen besseren Park dafür als Six Flags Over Texas. Der Park in Arlington bei Dallas öffnete 1961 nach einer kurzen Planungsphase von nur zwei Jahren seine Türen. Der Immobilienentwickler Angus G. Wynne, Jr. wollte einen Park wie den gerade frisch eröffneten kalifornischen Freizeitpark Disneyland in seinem Heimatstaat Texas.  Die erste Idee des Parks war es, Texas unter sechs Flaggen zu zeigen – der Titel wurde schnell zu Six Flags Over Texas, da Texas unter nichts stehen kann. Die sechs Flaggen repräsentieren die sechs Nationen, die Texas in seiner Geschichte regiert haben: Spanien, Frankreich, Mexiko, die Republik Texas, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Konföderierten Staaten von Amerika.

Interessanterweise sollte der Park nur einige Jahre lang bestehen. Doch mit mehr als 8000 Besuchern am ersten Betriebstag war klar, dass Six Flags Over Texas schon jetzt ein echter Erfolg ist. Kurze Zeit später wurden mit Investition der Pennsylvania Railroad und der New York Central Railroad zwei weitere Parks gebaut (Six Flags Over Georgia (1967) und Six Flags Over Mid-America (1971)). In den folgenden Jahren wuchs Six Flags weiter, indem es unabhängige Parks wie AstroWorld (1975), Great Adventure (1977) und Magic Mountain (1979) erwarb. Mit der Übernahme von Marriott’s Great America in Gurnee (1984) erhielt Six Flags die Rechte zur Nutzung der Looney Tunes Charaktere durch Time Warner.

Zwischenzeitlich kaufte das in Oklahoma ansässige Immobilienunternehmen Tierco Group den Themenpark Frontier City. Die Pläne für die Umwandlung des Parks in ein Einkaufszentrum fielen aufgrund einer Ölpreiskrise in Oklahoma City schnell zurück. Durch Investitionen in den Park und neue familienfreundliche Fahrgeschäfte stieg die Popularität. 1992 erwarb Tierco die in Maryland ansässige Wild World (heute Six Flags America) und änderte seinen Namen in Premier Parks. 1995 erwarb Premier Parks die Firma Funtime, Inc. und ihre Objekte Geauga Lake, Wyandot Lake, Darien Lake und Lake Compounce. Ein Jahr später wurden Elitch Gardens, Great Escape, River Side Park (heute Six Flags New England) und die Waterworld USA Parks gekauft, während Lake Compounce an Kennywood verkauft wurde. 1997 kaufte Premier Parks Kentucky Kingdom und Marine World (heute Six Flags Discovery Kingdom). Gleichzeitig stimmten Premier Parks zu, 94% der europäischen Walibi Gruppe zu kaufen und damit sechs weitere Parks in das Portfolio aufzunehmen.

Six Flags, die zudem Zeitpunkt sehr stabil unterwegs waren, wurden 1998 an Premier Parks verkauft. Premier Parks setzte sein schnelles Wachstum mit dem Erwerb des deutschen Themenparks Warner Bros. Movie World (heute Movie Park Germany), des mexikanischen Reino Aventura (heute Six Flags Mexico) und der Übernahme eines kleinen Anteils am anstehenden großen Themenpark-Projekt Warner Bros. Movie World Madrid (heute Parque Warner Madrid) fort. Es ist keine Überraschung, dass die Europa-Sparte nicht lange Bestand hatte. Die zunehmende Verschuldung führte dazu, dass die Parks 2004 an Palamon Capital Partners verkauft wurden. Six Flags Worlds of Adventure (Geauga Lake) wurde an Cedar Fair verkauft, was einige Jahre später zur Schließung des Parks führte. Six Flags Astro World wurde wegen seines Immobilienwertes verkauft und geräumt, machte aber nicht einmal die Hälfte davon und Six Flags New Orleans wurde vom Hurrikan Katrina zerstört. Deutlich angeschlagen kam dann auch noch die Wirtschaftskrise 2007/08, woraufhin sich der Konzern umstrukturieren musste.

Heutzutage wächst Six Flags zum Glück nicht mehr so schnell. Seit diesem Jahr sind die Themenparks Frontier City und Darien Lake wieder unter Six Flags. Ein Park in China wird mit dem Namen Six Flags lizenziert und das geplante Projekt von Six Flags Dubai wurde nun endgültig eingestellt.

Six Flags Over Texas

Nach dieser kleinen Geschichtsstunde ist es Zeit, den Park selbst ein wenig zu beleuchten. Obwohl ich bereits alle ehemaligen Six Flags Parks in Europa besucht habe, sollte mein erster Besuch in einem Six Flags Park im Six Flags Over Texas sein. Schon lange habe ich mich auf diesen Augenblick gefreut.

Nach einer sehr kurzen Nacht in Wichita Falls machte ich mich auf dem Weg nach Arlington, wo ich dann einige Zeit in einem Stau kurz vor der Ausfahrt zu Six Flags Over Texas verbrachte. Mit besten Aussichten auf die Achterbahn Shock Wave und den Aussichtsturm Oil Derrick verwandelte sich die Vorfreude auf den Besuch allmählich in Richtung Verzweiflung. Es half auch nicht, dass alle anderen Straßen in Richtung Park auch verstopft waren. Mit einem fantastischen Blick auf Judge Roy Scream kam ich schließlich auf dem Parkplatz an. Aufgrund meiner Six Flags-Mitgliedschaft musste ich nichts für das Parken bezahlen, was bei den meisten amerikanischen Freizeitparks prinzipiell eine sehr gute Sache ist. Nach einer Weile fand ich einen Stellplatz im hinteren Teil des Parkplatzes.

Als ich zum Eingang ging, bewunderte ich die Aussicht auf Titan – der größten Achterbahn des Parks – und die Bobbahn La Vibora. Nachdem ich eine Weile in der Schlange für die Sicherheitskontrolle gestanden hatte, fiel mir auf, dass ich mein Portemonnaie im Auto gelassen habe. Nach einem zehnminütigen Spaziergang hin und her war ich endlich bereit für meinen Besuch bei Six Flags Over Texas. Nachdem ich meinen Gutschein am Eingang einscannte und ein Foto gemacht worden war, hatte ich schnell meinen Mitgliedsausweis in der Hand. Die inkludierte Member-Bottle für unbegrenzte Softdrinks konnte im Mitgliederbüro abgeholt werden, aber die Schlange war viel zu lang, um es am Besuchstag überhaupt in Betracht zu ziehen.

Wenn man den Park betritt, befindet man sich zunächst auf einem kleinen Platz. Von hier aus kann man seine Reise im und gegen den Uhrzeigersinn beginnen. Auch bietet sich eine Fahrt mit dem Silver Star Karussell an, das sich etwas oberhalb der Plaza befindet.

Conquisador und El Aserradero

Wir beginnen unsere Reise im Uhrzeigersinn, wo wir sofort auf den spanischen Themenbereich stoßen. Die Achterbahn dieses Bereichs zeigte leider eine ziemlich lange Schlange und die schöne Schiffschaukel Conquisador war aufgrund des Baus des Larson Giant Loop El Diablo Looping Coaster nicht in Betrieb. Im Wald hinter der Baustelle konnte man einen Blick auf die Wildwasserbahn El Aserradero erhaschen.

El Asseradero war die erste Wildwasserbahn, die je gebaut wurde. Bereits 1963 hat Arrow Development eine neue Art von Fahrgeschäft entwickelt, welches sich schnell zur begehrtesten Attraktion in jedem Freizeitpark rund um den Globus entwickelte. In Deutschland lizenzierte der Hersteller Mack das Patent von Arrow, um Wildwasserbahnen für den europäischen Markt zu bauen. Es dauerte nicht lange, da konnte man überall Wildwasserbahnen vorfinden. Einige Jahre nach der ersten Installation wurde die Kapazität der Bahn erhöht, indem direkt neben der ersten eine weitere gebaut wurde. Heutzutage ist der zweite Kanal derjenige, der in Betrieb ist. Bis 2019 wurde die erste der beiden Bahnen noch an vollen Tagen genutzt. Die verbleibende Wildwasserbahn bietet viele Kurven und nur eine Schussfahrt gegen Ende der Fahrt. Leider war die Anlage während meines Besuchs nicht in Betrieb.

Oil Derrick

Den Wegen durch den älteren Parkteil folgend treffen wir schnell auf den allmächtigen Oil Derrick. Dieser Aussichtsturm ist eines der ersten Projekte des Fahrgeschäftsherstellers Intamin und bietet einen tollen Blick auf Six Flags Over Texas, den Wasserpark Hurricane Harbour in der Ferne und natürlich auch auf die nähere Umgebung. Leider wurde der Turm aufgrund starker Winde den größten Teil des meines Besuchstages nicht betrieben. Erst zum späten Abend öffnete dieser. Ich musste mich leider beeilen, um noch eine Fahrt mit der Bobbahn La Vibora zu machen, ehe der Park schließen würde.

Shock Wave

Direkt hinter dem glänzenden Turm, der erst im letzten Jahr einen neuen Anstrich erhielt, befindet sich der Eingang zur legendären Achterbahn Shock Wave. Dieser Schwarzkopf-Klassiker war die erste Achterbahn, die mit Bezug auf die Herzlinie gebaut wurde. Dieses völlig neue Konzept ermöglichte eine sanftere Fahrt für die Fahrgäste, da ihr Herz weder abrupte Bewegungen noch hohe seitliche G-Kräfte erfahren würde. Durch diese Änderung waren steilere Kurven und andere Manöver möglich.

Shock Wave war damals die härteste Achterbahn weit und breit. Die signifikanten Loopings wurden damals direkt neben der Autobahn platziert und dienten als astreine Werbung für den Park. Heutzutage haut sowas jedoch niemanden mehr richtig vom Hocker. Um ehrlich zu sein, gilt dies für die meisten der Achterbahnen, die in den 70er Jahren gebaut werden – doch Shock Wave ist in der Tat der perfekte Coaster.

Nach dem Aufstieg des Lifthügels nimmt der Zug vor dem großen Sturz schnell an Fahrt auf. Ohne Rücksicht auf Verluste rasen wir nun über den Hügel und die Schussfahrt hinunter, um etwas Geschwindigkeit für die beiden Inversionen zu sammeln. Mit ordentlich Druck geht es nun durch die beiden Loopings, ehe wir dann den nächsten Hügel erklimmen. Hier oben geht es dann gemächlich durch eine Kurve, bevor wir und wieder nach unten stürzen. Mit einer erheblichen Menge an negativen G-Kräften werden wir sofort aus unseren Sitzen gezogen. Zurück im Tal erleben wir sehr hohe positive Fliehkräfte. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht fahren wir schnell durch eine weitere Kurve über dem Bahnhof, bevor sich das atemberaubende Wechselspiel der G-Kräfte mehrmals wiederholt. Nach einem kurzen Linksknick, einer absteigenden Geraden und einer sehr langen Rechtskurve nähern wir uns schnell der Bremsstrecke der Fahrt. Kurz darauf ist die Fahrt beendet.

Shock Wave ist eine großartige Achterbahn voller Geschwindigkeit, starker Inversionen, großartiger Ejector-Airtime und hoher positiver G-Kräfte. Die Fahrt ist einfach perfekt, was keine Überraschung sein sollte, denn diese Fahrt wurde einst von dem berühmten Achterbahnhersteller Schwarzkopf mit Sitz in Münsterhausen, Deutschland (heute Standort von Gerstlauer Amusement Rides) hergestellt.

Roaring Rapids, Caddo Lake Barge und der Superman Tower of Power

Nach der brillanten Fahrt auf der Shock Wave und wegen des tollen Wetters wollte ich mich ein wenig abkühlen. Leider hatte der große Intamin Rapid Ride Roaring Rapids gerade eine Störung, als ich vorbeikam. Die Fahrt selbst bietet jedoch nichts Besonderes, außer dem Verladesystem, dass zwei parallele Stationen nutzt und daher zwei Lifthügel direkt nebeneinander benötigt.

Vorbei am wunderschön aussehenden Zamperla Rockin‘ Tug Caddo Lake Barge, ging es sogleich auf eine eine Runde auf den Freifallturm Superman Tower of Power, der einen tollen Blick auf den Park und einen Hauch von Airtime bot. Abgesehen vom massiven Turm passt der S&S Combo Tower nicht so wirklich in den Park. Die Thematisierung des Turms ist vernachlässigbar gering und sieht ein wenig billig aus, zumal sich das restliche DC Universum des Parks an einer anderen Ecke des Parks befindet.

Runaway Mine Train

Deutlich stimmiger geht es derweil beim Runaway Mine Train zu. Die zweitälteste Achterbahn auf Basis von Stahlrohrschienen leistete eine hervorragende Arbeit. Denn sie prägte die Mine-Train Achterbahn so, wie es später nur noch Walt Disney und ggbfs. das Phantasialand konnte. Als erste ihrer Art definierte sie im Grunde jedes typische Element und Fahrmanöver dieser Achterbahngattung.

Nach dem Einstieg wünscht uns der Ride-OP viel Spaß auf einer der vielen Mine Train-Achterbahnen der anderen Six Flags Parks, bevor der Zug auf die Reise geschickt wird. Bei meiner Fahrt war es glaube ich der River King Mine Train aus Six Flags St. Louis 😊.

Die Fahrt beginnt dann mit einer kleinen Linkskurve aus der Station heraus. Nach dem Passieren des Transfergleises wird der erste Lifthügel erreicht. Oben angekommen, baut die Fahrt beim Abstieg in wechselnden Links- und Rechtskurven etwas an Geschwindigkeit auf. Beim Vorbeifahren an der Achterbahn Mr. Freeze Reverse Blast überquert der Zug einen Hügel und taucht in eine Helix ein. Es folgt eine wilde Fahrt über Berg und Tal, die auch durch einen Tunnel führt. Nach einer weiteren Kurve wird der zweite Lifthügel erreicht.

Nach einer kurzen Steigung geht es dann mit einer sehr flachen Abfahrt weiter. Hier dauert es dann eine Weile bis wir die folgenden Rechts- und Linkskurven und zahlreichen Geraden passieren. Als wir dann endlich wieder etwas schneller unterwegs sind erreichen wir nach einer Rechtskurve auch schon den dritten Lift der Anlage, den wir fast ohne Arbeit des Liftmotors erklimmen können. Nach einer kurzen Fahrt durch einen Saloon stürzen wir in einen Tunnel. Hier durchfahren wir dann eine Linkskurve, bevor wir auch schon die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Der Runaway Mine Train ist eine fantastische Familienachterbahn. Die Fahrt ist weder schnell noch hoch, aber sie bietet viele tolle Momente purer Fahrfreude. Die verrückten und viel zu engen Kurven, die kleinen Hügel und die zahlreichen Tunnel bilden ein rundum komplettes Achterbahnpaket. Für mich war die Fahrt eine absolute Überraschung und eine der besten Achterbahnen des Parks.

Mini Mine Train

Daher überrascht es mich nicht, dass der Runaway Mine Train bei den Parkbesuchern ein voller Erfolg war. In den nachfolgenden Jahren wurden in ganz Amerika ähnliche Anlagen gebaut. Aufgrund seiner Popularität baute Six Flags Over Texas sogar eine kleinere Version des Runaway Mine Trains direkt nebenan: Den Mini Mine Train.

Während der Name der Achterbahn nicht wirklich kreativ ist, so ist es immerhin die Fahrt selbst; auch wenn sie von außen etwas unscheinbar aussieht. Nach dem Aufstieg auf den Lifthügel beginnt die Fahrt mit einem kleinen, flachen Abstieg in einer Linkskurve. Nach einer kurzen Geraden fährt der Zug dann in einen Tunnel, gefolgt von einer kleinen Rechtskurve. Beim Verlassen des Tunnels überrascht die Fahrt mit einer der besten Aussichten auf die Achterbahn Mr. Freeze Reverse Blast, die man sich vorstellen kann. Dieser Moment ist dabei kaum in Worte zu fassen, besonders nachts. Nach einem kleinen Sturz und einem weiteren Tunnel durchfährt man eine weitere Kurve ehe der Zug schnell über einen Hügel rast und dabei in die letzte Kurve der Fahrt eintaucht bevor er die Bremsstrecke erreicht. Auch wenn die Fahrt eher kurz ist, so macht sie definitiv Spaß und sollte keinesfalls verpasst werden.

The Gunslinger und Mr. Freeze

Vorbei am Chance Rides Wellenflieger The Gunslinger geht es nun in den Themenbereich Gotham City. Hier finden wir viele Fahrten, die dem Dark Knight und seinen Schurken vorbehalten sind. Dieser Bereich wurde in den letzten Jahren durchaus ordentlich erweitert. Interessanterweise zog Batman erst mit der Einführung des LIM Shuttle Loop Coaster Mr. Freeze von Premier Rides im Jahr 1998 in den Park ein.

Zunächst wurden die Züge vorwärts abgeschossen. Interessanterweise hatte die Fahrt in den ersten Jahren noch Schulterbügel, ehe diese im Jahr 2002 bei allen Premier Rides-Installationen in den Six Flags-Parks entfernt wurden. Die zweite große Veränderung erfolgte dann im Jahr 2012, als die Züge gedreht wurden, um der ersten Hälfte der Fahrt rückwärts zu begegnen. Eine Veränderung, die auch weiterhin Bestand haben sollte, da sie das Fahrerlebnis wie keine andere verbessert.

Der Rückwärtsstart ist ein erstaunliches Gefühl, da der Druck nur auf dem Schoßbügel lastet, statt der gesamten Rückenlehne des Sitzes. Nach Erreichen der Höchstgeschwindigkeit steigt der Zug schnell den Inside Top Hat empor, wo die Fahrer einen intensiven Überkopf-Moment erleben, ehe sie dann zu rückwärts Boden fallen. Mit voller Geschwindigkeit wird nun eine große Steilkurve absolviert, bevor der Zug den vertikalen Spike am Ende der Fahrt emporschießt. Nun wird dieser von den, vertikal an die Schiene platzierten, linearen Asynchronmotoren nach oben geschoben, um genügend Energie für den Rückweg zu haben. Gleichzeitig erleben die Fahrer einen großartigen Moment reiner Schwerelosigkeit; selbstverständlich mit Blick zum Boden. Kurz darauf geht es ein weiteres Mal durch die Kurve und den Inside Top-Hat, der jetzt jedoch deutlich langsamer passiert wird. Bald darauf verlangsamt sich der Zug auf der Abschussstrecke. Nach Eintritt in den Bahnhof wird der Zug dann zurück in die Ladeposition gebracht.

Mr. Freeze Reverse Blast ist eine wirklich tolle Achterbahn. Die Fahrt ist extrem intensiv und bietet viele atemberaubende Momente. Der Inside Top-Hat ist einfach hammer und der vertikale Spike am Ende der Fahrt ist einfach fantastisch, wenn man so auf den Boden hinabschaut. Leider ist die Fahrt auch etwas ruckelig. Ich bin zumindest froh, dass ich diese Fahrt nicht mit Schultergurten erlebt habe. Die Achterbahn selbst ist wie gesagt großartig, könnte aber gleichzeitig noch besser sein. So oder so bleibt Mr. Freeze Reverse Blast eine der intensivsten Achterbahnen, die ich je gefahren bin.

Batman: The Ride

Sieben Jahre nach dem der erste Batman: The Ride im Six Flags Great America gebaut wurde und eine weitere Kopie sich bereits in Texas etabliert hat, fand der Dark Knight 1999 schließlich seinen Platz in Six Flags Over Texas.

Nach dem Aufstieg des Lifthügels wartet ein Pre-Drop auf die Fahrgäste, bevor der Zug schließlich in einer Steilkurve den ersten Drop hinunterstürzt. Mit Druck geht es dann durch das Tal, ehe auch schon der erste Looping auf einen wartet. Im Handumdrehen wird die zweite Inversion – eine Zero-G Roll – durchfahren. Es folgt ein weiterer Looping. In der nun folgenden Aufwärtsspirale wird unser Blut ordentlich in die Beine gepumpt, was gerade auf der anschließenden Geraden überaus spürbar ist. Ohne Gnade geht es dann ein weiteres Mal hinunter, woraufhin der erste Korkenzieher mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit mitgenommen wird. Durch die plötzliche Beschleunigungsänderung wird man zudem ordentlich hin- und hergerissen. Nach einer kurzen Rechtskurve folgt dann der zweite, etwas gemächlichere Korkenzieher. Kurz darauf erreichen wir nach einer Linkskurve die Bremsstrecke der Achterbahn.

Batman: The Ride ist immer noch eine der besten Inverted Coaster überhaupt. Die Fahrt bietet ein intensives Fahrlayout mit vielen hohen G-Kräften auf relativ kleiner Grundfläche. Abgesehen von der Thematisierung variiert das Fahrerlebnis zwischen den verschiedenen Installationen nicht, was ein gutes Zeichen ist. Aufgrund der immersiveren Erfahrung bevorzuge ich jedoch Batman – La Fuga (nun Batman Arkham Asylum) im Parque Warner Madrid über Batman: The Ride.

The flat rides of Gotham City

Vorbei am Telecombat Batflyer geht es nun schnell in den neuen Teil von Gotham City, wo die meisten der anderen Schurken ihr Zuhause fanden und einige tolle Fahrgeschäfte spendiert bekamen. Ich selbst mag diesen Bereich nicht, da alle Fahrgeschäfte nur auf einem großen, betonierten Platz ohne irgendeine Thematisierung platziert wurden. Die Fahrgeschäfte selbst sind solide. Catwoman Whip ist ein Zamperla Endeavor und damit eine ausgefallenere Enterprise, die HUSS sicherlich auch mal eines Tages an jemanden verkaufen wird. Riddler Revenge ist eine große Frisbee von Zamperla und bietet somit automatisch eine gute Fahrt. Harley Quinn Spinsanity war einmal eine HUSS-Troika und ist heute ein ABC Rides Tourbillion (der Name ist großartig, warum sollte man ihn also nicht behalten?), das ich gerne getestet hätte. Dieser neuartige multiaxiale Top Spin war am Tag meines Besuchs leider geschlossen.

The Joker

Die letzte Fahrt, die in diesem Bereich übrig bleibt, ist die S&S Free Spin Achterbahn The Joker. Nachdem ich die ähnliche Achterbahn Arashi im japanischen Freizeitpark Nagashima Spa Land gefahren war, freute ich mich jetzt nicht sonderlich auf eine Fahrt mit dem Joker, da die Fahrt leider sehr unbequem und ziemlich langweilig war. Ehrlich gesagt wollte ich mich nicht einmal für die Achterbahn anstellen. Da ich jedoch ein neugieriger Mensch bin, wollte ich zumindest sicherstellen, dass ich diesen Achterbahntypus richtig eingeordnet habe, weswegen ich zwangsweise eine weitere Fahrt machen musste.

Als Einzelfahrer traf ich eine nette Frau und unterhielt mich vor dem Einsteigen ein wenig mit ihr. Während der Fahrt hat sich unser Fahrzeug dann über ein dutzend Mal um die eigene Achse gedreht, wodurch uns wohl die Fahrt unseres Lebens geboten wurde.  Am Ende dieser wurden wir von all dem Adrenalin, das in unseren Körper gepumpt wurde, überstürzt und verließen die Fahrt mit einem breiten Grinsen auf unseren Gesichtern. Es wäre schwer zu sagen, dass die Murmel-Achterbahn The Joker mich nicht überzeugen konnte. Die Fahrt war immerhin verdammt super!

Aquaman Splash Down, Texas Sky Screamer and Judge Roy Scream

Erinnerst du dich eigentlich noch an die Achterbahn, die wir beim Betreten des Parkplatzes gesehen haben? Nun, ich hätte sie fast verpasst, da ich den Eingang nicht finden konnte. Auch ein Blick auf die Karte half irgendwie nicht wirklich weiter, da es nur ein kleines Schild über einem kleinen Tunnel gibt, das einen Hinweis darauf gibt, wo sich die Achterbahn befindet. Wenn man z.B. gerade aus dem Themenbereich Gotham City kommt und an dem mittlerweile abgerissenen Shoot the Chutes Aquaman Splash Down vorbei geht, dann ist man schon längst wieder am Eingang vorbeigelaufen. Am besten man orientiert sich am riesigen Funtime Star Flyer Texas Sky Screamer, da der Eingang zu Judge Roy Scream direkt daneben liegt.

Die Achterbahn mit dem ungewöhnlichen Namen ist nach Phantly Roy Bean, Jr. benannt, besser bekannt als der Friedensrichter Roy Bean. Damals benutzte Richter Roy Bean seinen Salon als Gerichtssaal und verurteilte insgesamt zwei Männer offiziell zum Tode durch Erhängen, einer von ihnen entkam. In der Popkultur wird er daher meist als der Hängende Richter bezeichnet und gehört somit zu den legendärsten Persönlichkeiten seiner Zeit.

Judge Roy Scream ist also ein überaus kreativer Name für einen Familienachterbahn. Das Layout der Fahrt hingegen ist für ein Out & Back Woody ganz normal. Nach dem Aufstieg und dem ersten Gefälle fährt der Zug über eine Reihe von Airtime-Hügeln, bevor er am anderen Ende der Fahrt in einer großen Kurve wendet. Die Rückfahrt selbst bietet auch eine Reihe kleinerer Hügel, was sie in der Tat zu einer grundsoliden Familien-Achterbahn macht.

Judge Roy Scream ist keine Airtime-Maschine, aber immerhin eine klassische Holzachterbahn mit wirklich guten Fahreigenschaften. Während meinen letzten Fahrten auf dem Judge saß ich neben einem kleinen Jungen, der sonst nicht hätte allein fahren dürfen. Mit einem äußerst ausgeprägten Südstaatendialekt berichtete er mir dann alles über seinen Besuch und seine Familie in etwa 3 Minuten. Ein toller Moment, bei dem es auch mir ein wenig schwerfiel ihm irgendwann noch zu folgen 😊.

Pandemonium

Eine weitere interessante Begegnung fand beim Gerstlauer Spinning Coaster Pandemonium statt, wo ein Mitarbeiter sofort mein Dragon Khan Shirt identifizierte und mir einige Fragen zu Port Aventura stellte, da er im Sommer eine Achterbahntour durch Europa plante und auch dort stoppen würde. Am Ende empfahl ich ihm den Kauf des Express Passes, denn ohne diesen macht Port Aventura nun wirklich keinen Spaß.

Nach dem Aufstieg in luftige Höhen beginnt die Fahrt sofort mit einer abschüssigen Kurve, bei der die Fahrzeuge ordentlich in Rotation versetzt werden. Zwei kleine Haarnadelkurven verbessern dann den Spin, bevor zwei Helices mitgenommen werden. Hierbei dreht man der Bahn einer Acht folgend erst eine Runde nach rechts und dann nach links. Nach einem kleinen Gefälle folgt eine große Bayernkurve. Mit ordentlich Spin folgt nun ein etwas größerer Drop, an dem sich ein lustiger Camelback anschließt. Danach durchfährt man noch eine letzte Aufwärtsspirale, bevor die Bremsen erreicht werden und damit die überaus amüsante Fahrt zu Ende geht.

Justice League: Battle for Metropolis und Looney Tunes Boom Town

Vorbei an der interaktiven Themenfahrt der Justice League: Battle for Metropolis und dem eher hässlichen Kinderbereich Looney Tunes Boom Town mit seiner Achterbahn Wile E. Coyote’s Grand Canyon Blaster – die ich blöderweise nicht getestet habe – machen wir uns schnell auf den Weg auf die andere Seite des Parks, wo noch La Vibora auf uns wartet.

La Vibora

Als großer Fan der inzwischen abgerissenen Bobbaan im niederländischen Freizeitpark Efteling freute ich mich sehr auf meine Fahrt auf La Vibora. Selbst bei Roller Coaster Tycoon 2 war die Fahrt immer einer meiner Favoriten, welche in jedem Szenario, wo immer möglich, platziert werden musste. Die totschicke Farbgebung, die ganz zufälligerweise der deutschen Flagge ähnelt, war sicherlich auch nicht ganz unschuldig dabei.

Nach Erreichen der Ausgangshöhe stürzt der Zug schnell in einer Rechtskurve die Rinne herunter. Überaus kraftvoll geht es dann durch das erste Tal, wo dann auch der erste Richtungswechsel stattfindet. Über eine Aufwärtsspirale erreichen wir die erste Blockbremse. Mit Schwung geht es sogleich eine weitere Kurve hinunter. Durch eine schwungvolle S-Kurvenkombination gewinnen wir schnell an Höhe, woraufhin auch bereits die zweite Blockbremse wartet.  Dieses Spiel wiederholt sich nun auf die gleiche brillante Weise. Nach der dritten und letzten Blockbremse fährt der Zug eine Linkskurve hinunter und sogleich in die letzte Aufwärtsspirale. Kurz darauf wird der Bremsstrecke der Anlage erreicht.

La Vibora ist eine außergewöhnliche Achterbahn. Aufgrund des Zugdesigns (sie nutzt die Züge, die beim Bob in Efteling vor dem Wechsel zu den Doppelsitzerreihen verwendet wurden) ist die Fahrt noch wilder, als ich es mir je vorstellen konnte. Die verwendeten Wagen tragen viel zum Nervenkitzel bei, da man immer Angst hat, in der Rinne einfach mal umzufallen. Der Rest ist wie gewohnt einfach nur brachial, bekloppt und schlicht super. Danke, Six Flags, dass du diese Anlage auch weiterhin am Leben erhältst.

Runaway Mountain

Auf der Suche nach der Achterbahn Runaway Mountain kommen wir an fast jeder Ecke des alten Parkteils vorbei. Auf unserem Weg treffen wir auf den HUSS Breakdance Rodeo und den Chance Trabant El Sombrero, steigen jedoch nicht ein. Schließlich stehen wir vor einer riesigen und beeindruckend dekorierten Felswand, die die Halle der einzigen Indoor-Achterbahn des Parks bedeckt.

Runaway Mountain ist im Grunde genommen eine Nachahmung des italienischen Achterbahnmodells Hurricane von S.D.C., das 1996 von Premier Rides gebaut wurde. Es zeichnet sich daher durch ein sehr kompaktes Layout mit einem sehr interessanten Element in der Mitte der Fahrt aus. Da die Halle nicht vollkommen dunkel ist und keine Thematisierungselemente in der Höhle zu finden sind, konzentrieren wir uns auf den Fahrtablauf der Achterbahn.

Gleich nach dem Aufstieg nimmt der Zug in einer abschüssigen Linkskurve schnell an Fahrt auf. Nach einem kleinen Hügel gewinnt der Zug in einer Rechtskurve etwas an Höhe, bevor er den großen Drop hinunterstürzt. Nach einer ansteigenden Kurve folgt überraschend eine sehr steile Schussfahrt, die einem Non-Inverted Inclined Loop gleicht. Nach dem viel zu steilen Gefälle folgt sogleich eine viel zu steile Auffahrt, die die Fahrer ordentlich durchdreht. Nach einer kurzen Geraden geht es sogleich eine Abwärtsspirale hinunter, woraufhin eine weitere Schussfahrt wartet. Eine weitere Helix auf der anderen Seite der Achterbahn leitet dann das große Finale der Fahrt ein, ehe die Bremsstrecke erreicht wird und die spaßige Fahrt zu Ende geht.

New Texas Giant

Da in Texas bekanntlich alles größer ist, überrascht es nicht, dass der Park einst die größte Holzachterbahn der Welt sein Eigen nannte. Der Texas Giant war schlichtweg massiv und obwohl sie in den ersten Betriebsjahren zu den besten Holzachterbahnen zählte, wurde der Komfort im Laufe der Jahre immer schlechter. Irgendwann nahmen dann auch noch die Wartungskosten überhand.

Rocky Mountain Construction bot derweil eine neue Lösung für die typischen Holzachterbahnprobleme an. Statt einer wartungsintensiven Holzachterbahnschiene setzten sie auf eine I-Profilschiene aus Stahl. Six Flags Over Texas wurde zum ersten Kunden und für RMC begann eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Der Rest ist Achterbahngeschichte.

Aufgrund technischer Schwierigkeiten war der New Texas Giant die einzige größere Achterbahn im Park, die nur mit einem Zug fuhr, was zu einer Wartezeit von rund zwei Stunden führte. Es half nicht, dass das Team, das an der Achterbahn arbeitete, nicht in bester Stimmung war und eher langsam arbeitete. Insgesamt war der New Texas Giant die einzige Achterbahn im Park mit Abfertigungszeiten von bis zu sechs Minuten, während alle anderen Fahrten ruckzuck abgefrühstückt wurden.

Nachdem der Zug dann endlich mal abgefertigt wurde, konnte die Fahrt auch schon beginnen. Nach einer kleinen Wende am Ende des Transfergleises erreichen wir den Lifthügel der Achterbahn. In einer Höhe von etwa 47m (153 ft) fallen wir plötzlich in einer fantastischen 79° steilen Schussfahrt zu Boden. Mit voller Geschwindigkeit rasen wir über einen Hügel und setzen unseren Weg in einer langen und stark geneigten Kurve nach oben fort. Auf der Spitze des Hügels stürzen wir sogleich ein weiteres Mal nach unten. Auch der nächste Hügel wird mit einer ordentlichen Querneigung mitgenommen, woraufhin wir bis zum Boden hinunter brettern. Mit voller Geschwindigkeit klettern wir nun eine leicht überhöht geneigte Kurve, ehe wir über einen kleinen Hügel fliegen und kurz darauf die erste Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Ohne an Geschwindigkeit zu verlieren, geht es sogleich wieder ins Getümmel. Über eine Reihe von Airtime-Hügeln fliegen wir auf die andere Seite der Anlage. Neben der finalen Bremsstrecke und der Station tauchen wir nun ins dichte Dickicht des Stützwaldes. Nach einer Rechtskurve wird unser Weg durch eine weitere Reihe von Airtime-Hügeln fortgesetzt. Dabei treffen wir plötzlich auf drei hintereinander folgende Tunnel, die jeweils ihre eigenen Dips und Turns aufweisen. Zurück im Sonnenlicht fahren wir über zwei weitere Airtime-Hügel, bevor wir die finale Bremsstrecke der Fahrt erreichen.

Die Achterbahn New Texas Giant ist eine überraschend zahme RMC-Achterbahn, die jedoch eine angenehme Wiederfahrbarkeitquote bietet. Alle Hügel bieten eine ausgezeichnete Floating Airtime, mit der man über jede der unzähligen Camelbacks und Buckel fliegt. Das erste Gefälle ist brillant, und die großen Kurven sorgen für ein ausgeprägtes Geschwindigkeitsgefühl. Man kann einfach nichts falsch machen, wenn man beim New Texas Giant die eine oder andere Runde dreht.

Titan

Vorbei am Scrambler Sidewinder begegnen wir schnell der letzten Achterbahn im Six Flags Over Texas, über die wir sprechen müssen: dem allmächtigen Titan. Ein Jahr nachdem Goliath im Six Flags Magic Mountain gebaut wurde, musste eine größere Achterbahn nach Texas kommen. Es ist der zweite Hypercoaster, der jemals von Giovanola (ehemaliger Subunternehmer von Intamin und B&M) gebaut wurde, und die letzte der drei von dem Unternehmen gebauten Achterbahnen, bevor die Firma in Konkurs ging.

Nachdem ich den New Texas Giant gefahren war, war ich irgendwie ein wenig über die Abfertigung bei der größten Achterbahn im Six Flags Over Texas besorgt. Abgesehen von einer kleinen Störung bewegte sich die Schlange überraschend schnell. Ab und zu verließ ein Zug den Bahnhof und es dauerte nicht lange, bis ich in der letzten Reihe platznehmen konnte.

Vom Bahnhof aus nimmt der Zug eine Rechtskurve, woraufhin wir den Lifthügel der Fahrt erreichen. Bei einer Höhe von etwa 75m (245ft) beginnt der Zug seinen langen und atemberaubenden Abstieg in einen Tunnel, der zu einer Gesamthöhendifferenz von etwa 78m (255ft) führt. Mit einer Geschwindigkeit von 85 mph (~137km/h) schießt der Zug durch das Tal und erklimmt sogleich eine beeindruckend aussehende Wendekurve. Mit voller Geschwindigkeit geht es nun durch ein weiteres Tal, an dem sich ein astreiner Airtimehügel anschließt. Daraufhin nähert man sich in einer langen ansteigenden Geraden einer Aufwärtsspirale, die einem ordentlich in den Sitz presst. Am Ende der Spirale trifft der Zug dann auf die erste Bremsstrecke und wird bis zum Stillstand abgebremst.

Kurz darauf setzt der Zug seine Reise fort. In einer Linkskurve gewinnen wir nun schnell wieder an Fahrt. Nach einem Richtungswechsel nehmen wir etwas an Höhe zu, ehe wir ein weiteres Mal gen Boden fallen. Es folgt eine gnadenlos intensive 585° Helix, die an heißen Tagen ihren Fahrgästen schnell und gerne einen Black Out verpasst. Nach einem kurzen Anstieg biegt der Zug nach Links ab und stürzt anschließend ein letztes Mal zu Boden. Wieder einmal erweist sich das Tal als echte Belastungsprobe. Nach einer ansteigenden Rechtskurve erreichen wir die finale Bremsstrecke der Achterbahn.

Titan ist einfach nur geil! Die Bahn bietet einfach alles was ein Hyper Coaster haben sollte, aber nur die wenigsten tatsächlich haben. Sie ist hoch, verdammt schnell und absolut intensiv. Selbst die Airtime während der Fahrt ist einfach nur grandios. Aus diesem Grund ist es auch kaum verwunderlich, dass sie sofort in meinen Top 10 der Stahlachterbahnen platziert hat und dort wahrscheinlich so schnell auch nicht mehr rauskommt. Leider konnte ich die Anlage nur zwei Mal hintereinanderfahren. Beim nächsten Besuch in Six Flags Over Texas werden es bestimmt sehr viele Fahrten mehr.

Bilder Six Flags Over Texas

Fazit Six Flags Over Texas

Obwohl mein erster Eindruck von Six Flags Over Texas durch die vielen Ausfälle in der ersten Hälfte meines Besuchs beeinträchtigt war, schaffte ich es, alle Achterbahnen, die ich fahren wollte, auch zu fahren. Gerade zum späten Abend konnte ich den Großteil meiner Fahrten erledigen ohne je großartig lange angestanden zu haben. Six Flags Over Texas selbst bietet viele tolle Ecken und Fahrgeschäfte. Obgleich Six Flags Over Texas sicherlich kein makelloser Park ist, versucht er sein Bestes, um einer zu sein. Allein deshalb freue ich mich bereits jetzt auf meinen nächsten Besuch. Die Neuheit für das Jahr 2020 könnte ein Grund dafür sein, denn Pulsar in Walibi Belgium ist eine wirklich tolle Achterbahn.


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