Der Freizeitpark in Fiesta, Texas

Es mag der Six Flags Park mit dem exotischsten Namen sein, da Fiesta Texas im Grunde genommen zu einer ordentlichen Feier mit dem mexikanischen Hintergrund von Texas einlädt; aber die Wahrheit kann manchmal ziemlich einfach sein: Six Flags Fiesta Texas ist ein Themenpark in Fiesta, Texas. Die Ausfahrt zum Park kann man daher einfach nicht verpassen.

Geschichte des Freizeitparks Six Flags Fiesta Texas

Bevor der Park in Fiesta, Texas zu Six Flags Fiesta Texas wurde, begann dieser als Freizeitpark der Gaylord Entertainment Company – die damals mit ihrem Themenpark Opryland USA in Nashville, Tennessee, sehr erfolgreich war – und der USAA Real Estate Company. Das Gelände des Parks, ein erschöpfter Kalksteinbruch, stand 1988 zur weiteren Erschließung zur Verfügung. Trotz der großen Konkurrenz durch den in Houston ansässigen Themenpark Six Flags Astro World und den in Arlington ansässigen Six Flags Over Texas sahen beide Unternehmen genug Potenzial, um einen Themenpark im Gebiet von San Antonio zu entwickeln – was auch auf das stabile Wachstum der Branche zurückzuführen war. Der Park wurde im Jahr 1992 für die Öffentlichkeit geöffnet. Vier Jahre später übernahm Time Warner die Leitung von Fiesta Texas und änderte den Namen in Six Flags Fiesta Texas. Mit dem Kauf von Six Flags durch Premier Parks im Jahr 1998 wurde auch der Park von der USAA abgekauft.

Dieser Park ist zweifellos beeindruckend. Schon die Fahrt zum Parkplatz bietet eine wunderschöne Aussicht. Ich nutzte meine Platin-Mitgliedschaft für das bevorzugte Parken, denn dies war mein letzter Besuch in einem Six Flags Park in diesem Jahr und ich wollte den Rabatt – trotz des geringeren Andrangs – noch für mich nutzen. Mit einem tollen Blick auf den beeindruckenden Wasserpark White Water Bay betreten wir nun den Park.

Parkrundgang durch Six Flags Fiesta Texas

Bedingt durch ihre Lage steuern fast alle Parkgäste direkt die Inverted-Achterbahn Goliath oder die Boomerang-Achterbahn des Freizeitparks an. Ich hingegen war auf einer Mission. Da ich am Tag zuvor keine Zeit hatte, meine Mitgliedsflasche bei Six Flags Over Texas abzuholen, machte ich mich direkt auf die Suche nach dem Membership Services Büro. Nach einiger Zeit und mit einer wiederbefüllbaren Flasche in der Hand war es dann endlich Zeit für die Fahrgeschäfte.

Bug’s White Water Rapids, Whistle Stop Train und der Gully Washer

Als Deutscher bin ich natürlich Fan des Spassburg-Themenbereichs mit seinem lustigen Namen. Leider wurden im Laufe der Jahre die meisten Namen geändert, so heißt die Kinderachterbahn Kiddee Koaster heutzutage leider nicht mehr Der Rollschuhcoaster. Ich freute mich derweil auf eine Fahrt auf Bugs‘ White Water Rapids, der Wildwasserbahn des Freizeitparks. Leider wurde die Bahn von O.D. Hopkins noch immer für die Saison vorbereitet.

Stattdessen steigen wir nun am Pilger Bahnhof in den Whistle Stop Train ein und genießen eine Rundfahrt durch die vorderen Teile des Parks in Richtung unseres nächsten Stopps: dem Gully Washer. Diese Intamin-Stromschnellenfahrt bietet eine tolle Fahrt entlang der Steinbruchwand. Es ist ein wirklich schönes gestaltetes Rafting ohne große Highlights. Der Wasserfall nahe dem Ende der Fahrt wurde an meinem Besuchstag nicht benutzt, so dass man auf der Fahrt auch trocken bleiben kann.

Road Runner Express

Nächster Halt ist der Road Runner Express, wo wir zum ersten Mal die Vorliebe des Parks für hochgelegene Bahnhöfe erleben, die nur über ein Netz von Rampen zugänglich sind. Die Fahrt selbst ist eine Mine Train Achterbahn von Arrow Dynamics. Sie ist die neueste ihrer Art und bietet eine rasante Fahrt über und entlang der Steinbruchwand des Six Flags Fiesta Texas.

Nach der Auffahrt auf den Lifthügel beginnt die Fahrt sofort mit einem kleinen Sturz in eine Linkskurve. Nachdem der Zug mehr und mehr zur Seite geneigt wurde, schießt er seinen ersten großen Sturz in eine stark geneigte Kurve hinunter. Nach einem kräftigen Tal rasen wir nun auf einen Camelback zu und passieren dann eine Aufwärtshelix in den zweiten Lift. Oben an der Steinbruchwand biegen wir noch einmal nach links ab. Nach einer kurzen Geraden führen wir nun eine Wende aus, bevor wir den Rand der Klippe erreichen. In einem wilden Cliffhanger-Manöver führen wir eine Kombination von Helices im Stil einer Acht durch, bevor wir mit voller Wucht die Bremsen erreichen.

Der Road Runner Express ist eine sehr schöne Mine Train Achterbahn. Die Bahn ist zwar äußerst schnell und kraftvoll, aber dennoch familienfreundlich. Ihre Lage ist einfach großartig und ihr Erscheinungsbild von außen fast perfekt, obwohl es eigentlich keinerlei Theming gibt. Schade, dass nach dieser Anlage niemand mehr eine weitere Version dieser Art von Achterbahn gekauft hat.

Iron Rattler

Gleich nebenan befindet sich eine der legendärsten Achterbahnen weit und breit: Die Iron Rattler. Bevor diese Achterbahn zum zweiten Meisterwerk von RMC wurde, war sie eine der längsten und höchsten Holzachterbahn der Welt. Mit einem waghalsigen ersten Drop und vielen aufregenden Elementen entlang der etwa 1500m langen Bahn war diese Achterbahn nichts für Angsthasen oder Statiker, die sich um die Stabilität der Bahn sorgten. Mit anderen Worten: The Rattler war berühmt für ihre gut sichtbaren Schwingungen der Tragstruktur und ihren eher bescheidenen Fahrkomfort. Heutzutage bietet die Achterbahn eine unterhaltsame und überaus aufregende Fahrt, die sich ganz lose an den Verlauf der ursprünglichen Anlage orientiert.

Wir beginnen unsere Reise mit einem hervorragenden Blick auf die Achterbahn Road Runner Express. Nach einer Kurve erreichen wir den Lifthügel der Bahn. Unmittelbar nach Erreichen der maximalen Höhe von 55m fallen wir 52m nach unten und folgen dabei einem gewundenen Pfad puren Wahnsinns mit einem maximalen Steigungswinkel von 81°. Der Pfad entlang der Steinbruchwand führt uns nun in einen mit Airtime gespickten Camelback, bevor wir den zweithöchsten Punkt der Fahrt erreichen. Mit viel Schwung geht es nun über Stock und Stein, bevor wir erneut die Klippe hinunterstürzen. Nach einer Senke schrauben wir uns stetig aufwärts, was in der ersten und einzigen Inversion der Fahrt gipfelt. Nachdem uns der Iron Rattler ordentlich verdreht hat, rasen wir über eine Reihe harmonisch optimierter Hügel, bevor wir ein letztes Mal die Wand hinunterstürzen. Ohne Kontakt zu unseren Sitzen schlagen wir kräftig ins nächste Tal ein, bevor uns eine Kurve durch einen Tunnel in die Bremsstrecke der Fahrt führt.

Wenn der Iron Rattler etwas länger wäre, wäre dies meine Lieblingsbahn. Sie ist zwar nicht so kraftvoll wie andere Achterbahnen von RMC, bietet dafür aber ein sehr wiederholbares Fahrerlebnis mit fantastischen Elementen und einer wunderschönen Zero-G-Rolle. Der erste Drop ist wahnsinnig und alles andere ist großartig – sie könnte nur etwas länger sein.

Goliath

Die nächste Achterbahn auf unserer Liste bietet hingegen eine sehr gediegene Fahrt und braucht nicht länger zu sein. Wir begeben uns nun zurück zum Eingang des Parks, um eine Fahrt mit Goliath, dem Inverted Coaster von Six Flags Fiesta Texas, zu machen. Bevor diese B&M-Achterbahn nach Texas kam, stand sie einige Jahre lang im japanischen Themenpark Thrill Valley und danach einige Jahre lang im Freizeitpark Six Flags New Orleans. Aufgrund ihres aufgeständerten Designs überlebte die Achterbahn den Hurrikan Katrina im Jahr 2005. Nach einer Renovierung wurde die Bahn 2008 an ihrem jetzigen Standort errichtet.

Goliath ist die dritte Installation eines B&M Inverted Coaster mit dem Batman-Layout in Texas. Überraschenderweise gibt es in Texas keine anderen Hänge-Achterbahnen, was die Leidenschaft der Texaner für dieses spezielle Layout noch einmal unterstreicht. Vor allem die Einwohner von San Antonio müssen wirklich große Fans sein, denn zwei der drei Anlagen können hier gefahren werden. Goliath ist dennoch etwas Besonderes, denn es ist die einzige Anlage mit dem gespiegelten Layout und bietet zudem eine der längsten und seltsamsten Rampen, die man so im Park finden kann. Abgesehen davon bietet Goliath die gewohnt kräftige Fahrt durch die beiden Loopings und Korkenzieher.

Boomerang Coast to Coaster

Eine ähnlich kraftvolle Fahrt findet sich bei der Boomerang-Achterbahn im Six Flags Fiesta Texas, die hier schlicht und einfach Boomerang bzw. Boomerang Coast to Coaster heißt. Die Fahrt ist sehr angenehm und ruhig – dennoch würde ich empfehlen, sie erst nach dem morgendlichen Ansturm zu fahren. Zusammen mit Walibi Belgiums Cobra ist dieser Boomerang einer der besten auf dem Markt und sollte daher nicht ausgelassen werden.

Superman Krypton Coaster

Wir folgen den Pfaden zur anderen Seite des Parks und stellen uns nun in die Schlange für die Achterbahn Superman Krypton Coaster. Diese Achterbahn wies einst die höchste Inversion aller Achterbahnen auf; ein Rekord, der sehr lange gehalten wurde, bis er 2013 von der gleichen Gruppe im Freizeitpark Six Flags Magic Mountain gebrochen wurde. Als eine der ersten Floorless Coaster von B&M bietet der Superman Krypton Coaster ein wildes und aufregendes Fahrerlebnis.

Nach einer kurzen Kurve erklimmt der Zug schnell den Lifthill. Oben an der Steinbruchwand angekommen, genießen wir den Blick auf das Einkaufszentrum The Shops at La Cantera, bevor wir uns in einer immer steiler werdenden Kurve nach unten begeben. In unsere Sitze gepresst, rasen wir nun durch das erste Tal, bevor wir in den großen Looping einfahren. Nach einem weiteren Tal entlang der Steinbruchmauer beschließen wir, uns die Spitze der Mauer aus der Nähe anzuschauen. In einer Helix rasen wir nun an der Oberfläche entlang, bevor wir wieder auf das Bodenniveau hinunterstürzen. In einer riesigen Zero-G-Rolle drehen wir uns zum zweiten Mal auf den Kopf, gefolgt von einer ebenso riesigen Cobra-Roll. Eine Linkskurve führt nun nach oben und eine kurze Rechtskurve leitet uns direkt in den Blockbremsabschnitt der Fahrt. Ohne nennenswerte Geschwindigkeitsreduzierung fahren wir in den nächsten Drop, der uns in den ersten der beiden Korkenzieher führt. Nach einer kurzen Kurve treffen wir auf den zweiten Korkenzieher. Danach führt uns eine weitere Kurve und ein kurzer Hügel in die Schlussbremse der Fahrt.

Superman Krypton Coaster bietet eine großartige und beeindruckende Fahrt. Sie bietet ein interessantes und einzigartiges Layout mit einer großen Auswahl an Überschlagselementen. In Gedanken muss ich sie immer mit Parque Warners Superman – la attración de Acero in San Martin de la Vega in der Nähe von Madrid, Spanien, vergleichen, da es sich um sehr ähnliche Fahrten handelt, wobei der Superman Krypton Coaster aufgrund der fehlenden Airtime etwas schwächer ist. Trotzdem hat mir die Fahrt auf dem Krypton Coaster sehr gut gefallen.

Batman – The Ride

Da wir den Besuch noch nicht mit den DC-Schurken verbringen konnten, da der Giant Discovery Joker noch nicht geliefert und der Super-Villains Swing noch nicht wieder zusammengebaut war, konzentrierten wir uns stattdessen auf den Dunklen Ritter. Batman – The Ride war die erste S&S Free Spin-Achterbahn überhaupt und ein voller Erfolg für Six Flags. Da viele dieser Achterbahnen praktisch überall gebaut wurden, war ich sehr daran interessiert, einen Blick auf den Prototyp zu werfen, zumal meine Fahrt mit dem Joker einen Tag zuvor bei Six Flags Over Texas absolut irre war. Nach langem Warten aufgrund einer Panne der Bahn kam ich schließlich zu dem Schluss, dass diese Bahn nicht richtig beurteilt werden kann. Der Fahrkomfort ist immer gut, aber die Erlebnisse sind bei jeder Fahrt sehr unterschiedlich. Meine Fahrt auf Batman – The Ride war am Ende einfach nur okay. Die Fahrt hätte besser sein können, aber sie hätte auch viel schlechter sein können. Insgesamt ist diese Kugelbahn-Achterbahn aufgrund der verwendeten Technik, die bei späteren Installationen nicht mehr zu finden ist, doch recht interessant.

Rockville und sein Poltergeist

Batman – The Ride befindet sich in der Rockville-Sektion des Parks, welche einfach fantastisch aussieht. Die 50er Jahre sind zurück und haben einige tolle Fahrgeschäfte mitgebracht – obwohl keines aus dieser Zeit stammt. Mir gefällt der Look der Teetassenfahrt Hustler und der S&S Combo Tower Scream. Leider war der Freifallturm nur mit einem der Türme in Betrieb, was zu einer langen Wartezeit führte. Mir gefällt auch das Aussehen der Spaghetti-Knäul-Achterbahn Poltergeist, die ich wegen einer Störung um die Mittagszeit nicht mehr testen konnte. Das Layout dieser Abschussachterbahn sieht einfach schön aus und weist einige sehr aufregende Elemente auf.

Fiesta Bay Boardwalk und Pirates of the Deep Sea

Der letzte Bereich des Parks ist der Fiesta Bay Boardwalk, der eine große Auswahl klassischer amerikanischer Flat Rides beherbergt. Neben dem modernen Tilt-a-Whirl Spinsanity, dem Twister Waverunner, einem Fireball und einem Riesenrad finden Sie mit Pirates of the Deep Sea eine neu gestaltete Themenfahrt von Sally. Die Überarbeitung der alten Scooby Doo Ghostblasters-Fahrt ist einfach nur gelungen. Die Fahrt passt zum Thema der Gegend, obwohl sie sich nicht wie eine billige Touristenfalle anfühlt, die man an einem echten Pier am Meer finden kann. Well done, Six Flags!

Pandemonium

Am Ende des Piers befindet sich die Spinning-Achterbahn Pandemonium. Die Warteschlange der Fahrt hat mich ziemlich verwirrt, da sie viel länger aussieht als sie ist. Die Leute stehen immer am Anfang des Piers Schlange, und deshalb kann oder würde man mit einer sehr langen Wartezeit rechnen, zumal bei der Fahrt des deutschen Herstellers Gerstlauer nur 4-sitzige Fahrzeuge mitfahren. Am Ende habe ich nicht so lange gewartet, wie ich es mir vorgestellt habe, was recht positiv ist. Die Fahrt an sich hat mir dann auch noch den Spin meines Lebens beschert, obwohl ich der einzige im Wagen war. Eine tolle Anlage.

Interessanterweise findet man sich beim Verlassen der Anlage unterhalb des Piers auf der Höhe der Gokart-Bahn von Six Flags Fiesta Texas wieder.

Wonder Woman Golden Lasso Coaster

Die letzte Attraktion auf unserer Liste ist der Golden Lasso Coaster von Wonder Woman. Da der eigentliche Name (Wonder Woman Golden Lasso Coaster) recht lang ist, reduziere ich ihn in meiner Rezension entweder auf den Golden Lasso Coaster oder auf Wonder Woman.

Der Golden Lasso Coaster war die erste Installation einer RMC-Raptor-Achterbahn, die eine sehr alte Idee wieder in den Achterbahnmarkt einführt: Die Monorail-Achterbahn. Aufgrund des Schienendesigns können sehr kompakte und enge Elemente in die Anlage eingebaut werden. Das hat natürlich auch seine Nachteile, denn die Sitzanordnung innerhalb der Wagen ist nicht gerade ideal für einen großen Durchsatz und sollte daher eigentlich nur von kleineren Parks in Betracht gezogen werden. Die Konzentration auf die Herzlinie bietet zwar eine ausgezeichnete und sehr spannende Fahrt, allerdings muss man dafür recht lange in der Schlange warten.

Nach dem Einstieg in das Fahrzeug beginnt die Fahrt mit einem sehr schnellen Anstieg zur Spitze des Lifthügels. Oben angekommen, fährt der Zug einen kleinen Abhang hinunter und durchquert anschließend eine kleine Kurve. Nun treffen wir auf einen kleinen Hügel, woraufhin uns eine vertikale Abfahrt erwartet. Da die Spitze des Hügels sehr eng ist, werden wir sofort aus unseren Sitzen geworfen und erleben kurz darauf einen erstaunlichen, mit Airtime gefüllten Drop. Schneller als wir es uns vorstellen können, durchqueren wir das nächste Tal und bewegen uns auf die Spitze des Dive Loops zu. Eine Sekunde später verdrehen wir uns bereits in einem großen Umschwung zur Seite. Eine weitere Sekunde später leiten wir eine kurvige Steigung ein, die sogleich in das zweite mit Airtime gefüllten Gefälle führt. Es folgen ein Cutback-Element und ein klassischer Corkscrew. Nach einer weiteren Kurve knallen wir bereits auf die Bremse und die 50 Sekunden lange Reise grenzenlosen Wahnsinns geht ihrem Ende entgegen.

Wonder Woman bietet die beste Achterbahn aller aktuellen DC-Superhelden. Diese Fahrt ist absolut fantastisch und die beste RMC-Achterbahn, die ich bisher gefahren bin. Man kann den Wahnsinn der Golden Lasso Coaster einfach nicht beschreiben – man muss sie erleben. Sie ist einfach genial.

Bilder Six Flags Fiesta Texas

Fazit Six Flags Fiesta Texas

Six Flags Fiesta Texas ist ein sehr schöner Themenpark mit einer großen Auswahl an Achterbahnen, Fahrgeschäften und Shows. Da das Angebot während meines Besuchs etwas reduziert war, kann ich einen Besuch an Ostern nur bedingt empfehlen. Ich würde gerne wiederkommen, um all die Fahrgeschäfte zu testen, die ich bei meinem Besuch verpasst habe, und mir den Wasserpark White Water Bay und das nächtliche Spektakel Celebrate! ansehen. Bis dahin freue ich mich auf meinen nächsten Besuch in San Antonio.


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Viel los bei den Looney Tunes

Vorwort

Auf den Tag genau vier Jahre sind vergangen, als ich das letzte Mal das Tor zum Freizeitpark Parque Warner Madrid durchschritten hatte. Damals noch als Bestandteil einer umfassenden Spanien-Tour mit dem, zugegebenermaßen recht kreativen, Namen Coastern con Carne, nun als Hauptgrund die spanische Hauptstadt Madrid endlich mal genauer zu betrachten. Ausschlaggebend hierfür war die Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle, die ab Hamburg wirklich niedrige Preise nach Spanien anbietet, sowie ein Treffen mit Daniel (@Danieldikay), welcher als Student der spanischen Sprache auf Lehramt derweil seinen Pflichtaufenthalt im 300 km entfernten Zaragoza absolviert. Gebucht wurde der Aufenthalt über Travel Parks, dem Reisebüro von Parques Reunidos, weswegen wir für zwei Nächte in einem Holiday Inn Express inklusive Frühstück und jeweils zwei Eintritten für den Parque de Atracciones de Madrid und Parque Warner  Madrid (jeweils für bis zu 2 Personen pro Ticket, sowohl der Möglichkeit am nächsten Besuchstag erneut in den Parque Warner Madrid zu gehen) rund 176€ bezahlt hatten. Ein Preis den man ohne Jahreskarte einer der Parques Reunidos Parks kaum geringer ausfallen lassen könnte.

Übernachtet haben wir in Alcorcón mit guter Verbindung an den Cercanias Renfe, dem S-Bahn System Spaniens, und an die Metro von Madrid. Die Anreise zum Parque Warner Madrid gestaltet sich als recht einfach, nur die Abreise vom Park nach Mitternacht bereitete uns Sorgen. Über den zentralen Bahnhof, und Knotenpunkt aller Cercanias Renfe, Atocha gelangt man recht schnell zum Bahnhof Pinto, hier kann man dann in den Bus 413 steigen, welcher einen in einer viertel Stunde direkt zum Park befördert. Abends hingegen fährt dieser einen zwar zurück nach Pinto, wo hingegen der letzte Cercanias Renfe zurück nach Madrid bereits um 23:48 abfährt. Eine andere Alternative musste dementsprechend her, weswegen wir den Bus 412 nach Villaverde Bajo-Cruce nahmen und dort in die Metro, welche bis kurz nach 2 Uhr noch unterwegs ist, stiegen.

Parque Warner Madrid

Theatro Chino 3D

Nach durchschreiten des Eingangstores befindet man sich auf dem Hollywood Boulevard, der Mainstreet des Parks. Hier befinden sich einige Shops, einige Restaurants und das Theatro Chino 3D, ein Nachbau des berühmten Kinos TCL Chinese Theatre des Hollywood Boulevards in Los Angeles, jedoch mit einer höheren Kapazität als das Original. Hier wird neben dem Film Coyote y Correcaminos (ein Zusammenschnitt der letzten Road Runner und Wile E. Coyote Cartoons) noch der Film Marvin el Marciano en 3D (Marvin der Marsmensch in der dritten Dimension) gezeigt; gerade der zweite Film dürfte Besuchern der ehemaligen Warner Bros. Movie World Germany bei Bottrop Kirchhellen kein unbekannter sein. Dieser handelt von Daffy Duck und Marvin dem Marsmenschen, und kann für sein Alter eine erstaunlich gute Qualität, gerade in Bezug auf die verwendeten Effekte, vorweisen. Der Film wirkt dabei stets wie ein alter Zeichentrickfilm der Looney Tunes und auch die Geschichte dessen kann einen sehr gut unterhalten.

Oso Yogui und Cine Tour

Sollte man zum Beginn der Parköffnungszeit den Park betreten, so empfiehlt es sich seinen Rundgang nun gegen den Uhrzeigersinn zu beginnen und somit das Cartoon Village mit allen seinen Attraktionen als erstes zu besuchen, sofern man jedoch leicht verspätet den Park betritt, so darf man sich hier bereits auf längere Wartezeiten einstellen, weswegen ein Rundgang im Uhrzeigersinn die sinnvollere Wahl ist. Dabei sind die Movie World Studios ein wunderschöner Themenbereich, bei dem das Thema Film, wie auch im gesamten Park, eine nunmehr deutlich untergeordnete Rolle als noch im Jahr 2011 spielt. Während der Splash Battle Oso Yogui noch in seiner vollen Pracht die Fahrgäste bis auf die Unterhose befeuchtet, so fehlen bei der Oldtimerfahrt Cine Tour sämtliche Figuren aus dem Looney Tunes Universum, so dass im Endeffekt nur eine bescheidene Kapazität auf einer etwas längeren Fahrstrecke übrig bleibt. Hier lernt man auch zum ersten Mal die Besitzer von Pase Correcaminos Platinium Armbändern zu hassen.

Stuntfall

Nur gut, dass bei der Achterbahn Stuntfall wegen eines Zwischenfalls, bei dem der Zug in der ersten Inversionsfigur ausgependelt ist und einige Reihen, trotz vorhandener Plattform, nicht so einfach evakuiert werden konnten, stets mit einigen gesperrten Reihen im vorderen und hinteren Zugteil fährt und somit eine geminderte Kapazität vorweisen kann. Wie auch bei Shambhala im spanischen Port Aventura wird der Zug fast ausschließlich mit „Ganswischtischdeil“-Besitzern gefüllt, so dass bei dieser Achterbahn stets eine längere Warteschlange vorhanden ist. Dabei ist Stuntfall ein Leckerbissen der besonderen Art, den man nicht nur ein einziges Mal fahren möchte.

Nachdem sich der Flur gesenkt hat wird der Wagenverbund rückwärts einen senkrechten Turm hochgezogen. Sobald dieser eine Höhe von etwas weniger als 60m erreicht hat klinkt dieser aus und versetzt folglich seine Mitfahrer in einen freien Fall ehe es mit voller Wucht in Richtung der horizontalen Stationsdurchfahrt geht. Mit rasanter Geschwindigkeit nähert man sich nun der Cobra Roll, der ersten Inversionsfigur der Strecke, und absolviert dabei gleich zweimal einen Kopfstand. Nachdem man das Element verlassen hat folgt sogleich ein wahrhaft riesiger Looping, bei dem es bereits vorwärts kaum an Druck fehlt. Ungebremst rast man nun den zweiten vertikalen Turm empor, wie auch das nun synchron laufende Catch-car, welches einen fängt und nach oben befördert. Durch das Einklinken des Schlittens befindet sich der Körper nun am oberen Ende des Schulterbügels und somit ohne jeglichen Kontakt zum eigentlichen Sitz, der nun zwangsläufig folgende Part könnte dabei als Inspiration für den Schwur des Kärnan aus dem norddeutschen Freizeitpark Hansa Park gedient haben, ist jedoch deutlich extremer, denn der einsetzende Freie Fall ist einerseits von einer längeren Dauer und andererseits wird dieser durch den Körper erst inmitten des Loopings durch erneuten Kontakt mit der Sitzschale beendet. Diesen durchquert man nun mit ausgeprägten Druck, wo hingegen die Cobra Roll deutlich langsamer durchquert wird. Auch auf der Rückfahrt wird man erst im Turm durch ein, nun ebenfalls synchron laufendes, Catch-car aufgefangen, weswegen man zwangsläufig Bekanntschaft mit dem Bügel macht und nun einige Zeit in ihm hängt. Kurz darauf wird man zurück in die Station gefahren.

Die Giant Inverted Boomerangs sind eine echt tolle Erfindung, bei dessen Entwicklungsprozess die zuständigen Ingenieure des niederländischen Herstellers Vekoma sicherlich öfters ihre Pausen in den Coffeeshops der Umgebung absolviert haben. Allein die synchron laufenden Schlitten machen die Anlage zumindest regelungstechnisch interessant und zudem recht komplex, weswegen es bereits ein Wunder ist, dass Stuntfall im Vergleich zu den sehr fehleranfälligen Anlagen derselben Baureihe ohne größere Probleme seine Runden dreht. Die Fahrt auf der Anlage ist relativ sanft, jedoch durch und durch intensiv und gespickt mit einer großen Prise Airtime ohne dabei den Körper zu sehr zu strapazieren. Summa summarum eine tolle Anlage, bei der die Crew alles Mögliche getan hat um die Anlage überaus schnell abzufertigen.

Hotel Embrujado

In einer Seitengasse befindet sich der Zugang zum Hotel Embrujado, ein heruntergekommenes Hotel, welches verflucht zu sein scheint. Hier wird die Geschichte von Isabella, im Folgenden nur die Braut genannt, und Rikardo, ihrem Bräutigam erzählt. Während eines Feuers in der Nacht vor der Heirat verstarb Rikardo in der geheimen Bibliothek des Hauses, deren Zugang aufs erste nicht mehr gefunden wurde; die Braut hingegen wartete und wartete und wartete. Jahre später wurde ein Zugang zur Bibliothek entdeckt, woraufhin sich die Tragödie der vergangenen Tage zu wiederholen scheint. Durch einen Gang gelangt man aus der Bibliothek in den reichlich gedeckten Festsaal, doch es ist nur eine Projektion vergangener Tage. Es wird dunkel und die Braut erwacht von den Toten. Ausgelöst durch ihre Stimmung setzt sich der Raum in Bewegung, diese variiert von Trauer über Verzweiflung und Wut darüber das Rikardo sie verlassen hat. Am Ende erkennt sie ihren Fehler und scheucht die Besucher hinaus.

Das Hotel Embrujado ist ein gutes Mad House mit einer gut umgesetzten Storyline, aber auch sehr vielen spanischen Besuchern, weswegen die Atmosphäre durch die allgemeine und recht laute Plauderei untereinander leidet. Darüber hinaus bewegt sich die Warteschlange innerhalb des Gebäudes nur recht langsam voran, weswegen ein Besuch am Abend bei deutlich geringeren Andrang ein deutlich stimmungsvolleres Gesamtbild erzeugt.

Parque Warner Beach

Folgt man dem Hauptweg, so befindet man sich in einer Flucht mit dem Lifthügel der vermeintlichen Hauptattraktion des Parks, zumindest wäre die Bahn aus Stahl es nach unserer Definition. Wir aber biegen nun kurz vorher nach links ab und stehen nun vor dem Eingang des Wasserparks Parque Warner Beach. Dieser wurde im Jahr 2014 eröffnet und ermöglicht seitdem neue Blickwinkel auf die beiden Achterbahnen Stuntfall und Superman – la Atracción de Acero. Im Inneren bietet er bisweilen einen größeren Lazy River und ein größeres Wellenbecken. Freunde imposanter Wasserrutschen kommen beim Parque Warner Beach bisweilen aber nicht auf ihre Kosten, da nur kleinere Rutschkomplexe bzw. Spielstrukturen mit integrierten Rutschen des Herstellers Van Edgom vorhanden sind, darunter jedoch eine interessante Body Slide mit einem Trichter. Die allgemeine Gestaltung des Wasserparks ist jedoch konsequent im Stile der Looney Tunes und Hanna Barbara (Familie Feuerstein, Scooby Doo, Yogi Bär) Figuren umgesetzt worden und kann sich sehen lassen, wenn auch dafür wohl die Figuren aus der Cine Tour ihren Platz räumen mussten. Aus Zeitgründen war es uns leider nicht möglich den Wasserpark zu besuchen, ob er also den zusätzlichen Eintritt wert ist kann ich daher nicht sagen. Zumindest schien er trotz Saisonende von der Bevölkerung angenommen zu werden, eine Erweiterung mit größeren und ansprechenderen Attraktionen wäre zumindest wünschenswert, dann aber auch mit einem Eingang außerhalb des Freizeitparks.

Superman: La atracción de Acero

Wie bereits erwähnt ist Superman: La atracción de Acero die vermeintliche Hauptattraktion des Parks, zumindest ist sie eine der größeren Achterbahnen des Herstellers Bolliger & Mabillard, also per Definition bereits besser als gut. Im Parque Warner Madrid hingegen weist die Bahn aus Stahl nur eine durchschnittliche Wartezeit von etwa 15 Minuten auf, dank halbwegs kompetenter Mitarbeiter und Zweizugbetrieb, egal wie voll der Park im späteren Verlauf des Tages noch wurde. Recht lustig dabei ist der Umstand, dass viele Besucher die Achterbahn vor lauter Stützen und Schienen nicht sehen und den Eingang der Warteschlange mit ihren Kinderwagen öfters mal verstopfen.

Nachdem sich der Boden in der Station zur Seite gekippt hat verlässt der Wagenverbund diese und absolviert sogleich eine kleine Wende in Bayernkurvenmanier. Nun führt einem der Lifthügel in eine Höhe von 50m, woraufhin ein kleines Zwischengefälle vor dem eigentlichen First Drop durchfahren wird. Kurz darauf entschwindet der Zug gen Boden und der Körper reagiert träge darauf. Fast durchgängig ohne Kontakt zur Sitzschale stürzt man die Höhenmeter hinunter um kurz vor der Einfahrt in den Looping seinen ursprünglichen Sitzplatz wiederzufinden. Diesen passiert man relativ zügig und dementsprechend mit deutlich ausgeprägten Kräften. Das darauffolgende Tal wird mit voller Wucht durchquert just bevor es den Immelmann empor geht. Eine Trim Brake im nächsten Tal reduziert den Zug merklich, wodurch sich die Zero-G Roll, eine Inversionsfigur bei der man sich ohne vorhandene Beschleunigung um die eigene Achse dreht, recht angenehm fährt. Es folgt eine großzügig ausgelegte Cobra Roll in deren Ausfahrt man ein zweites Mal eine Reduzierbremse durchquert. Diese ist auch bitter nötig, denn auf dem nachfolgenden Hügel wird man außerordentlich stark aus den Sitz befördert.  Recht geradlinig folgt nun die Einfahrt in den ersten Korkenzieher, dessen Ausfahrt nach einer kurzen Wende mit einem zweiten Korkenzieher überquert wird und sich somit das Element der Interlocking Corkscrews bildet. Hierauf folgt eine sehr intensive bodennahe Kurve, woraufhin der Zug einen weiteren Hügel bewältigt und die Fahrgäste erneut in die Luft befördert. Eine noch intensivere Aufwärtshelix schließt sich an, kurz darauf erreicht man dann die Bremsen.

Superman: La Atracción de Acero ist, um es kurz auszudrücken, einfach brillant. Die Fahrt bietet alles was eine richtig gute Achterbahn benötigt, nämlich ein tolles Layout mit ihm spezifischen Eigenschaften, in diesem Fall also schnell durchfahrene Inversionen und ein ausgewogenes, wenngleich nicht lasches, Kräftespiel. Der Fahrkomfort ist überaus gut, wenngleich Superman – la Atracción de Acero die Anlage mit den meisten Schulterbügelkontakt im gesamten Park ist und der Zustand der Züge im Allgemeinen zu wünschen übrig lässt, denn fast jede Kopfstütze dieser ist mittlerweile beschädigt.

Lex Luthor und Sillas Voladores de Mr. Freeze

Gegenüber von der Bahn aus Stahl langweilt Lex Luthor, einer der Widersacher Supermans, seine Gäste in einem Top Spin mit grottenschlechten Fahrprogramm zu Tode; interessanter Weise ist jedoch die Anlage beim Parkpublikum durchaus beliebt. Deutlich rasanter geht es hingegen bei einem der Widersacher Batmans zu, denn die Sillas Voladores de Mr. Freeze,  ein durchaus netter Wellenflug mit einer ungewöhnlichen Gestaltung, bietet ein recht gutes Fahrprogramm.

La Venganza del Enigma

Hoch hinaus geht es bei La Venganza del Enigma, wo man aus Rache des Riddlers, ebenfalls ein Bösewicht aus dem Batman Universum, in eine Höhe von 100m befördert wird. Der 120m hohe Combo Tower der Firma S&S verfügt in der Theorie über drei verschiedene Modi, wobei an unserem Besuchstag zwei Spuren im Space Shot Modus betrieben wurden und die dritte Spur, welche ausschließlich als Turbo Drop fungiert, geschlossen war, obwohl der Wartebereich gegen Ende des Tages recht gut gefüllt war. Während ich die Anlage im Jahr 2011 als bestenfalls verdammt hohen Aussichtsturm beschrieb, so muss ich meine Meinung nun gründlich revidieren, denn die, im Park perfekt platzierte, Anlage kann mehr als nur verdammt gut auszusehen. Der Abschuss im Space Shot Modus zieht erstaunlich stark und ebenso lang an, bevor man die Maximalhöhe erreicht und ein wenig aus dem Sitz gehoben wird. Hier oben hat man dann eine wunderbare Sicht auf den unterliegenden Parque Warner Madrid und theoretisch auf die spanische Hauptstadt, ehe man gemächlich auspendelt. Es ist zumindest kein Vergleich zu anderen Space Shot Anlagen und so reiht sich La Venganza del Enigma recht hoch in meiner Gunst ein, zumal es der einzige gefahrene Turm über 71m Höhe ist, welcher tatsächlich noch Spaß macht.

Batman: La Fuga

Auf der anderen Seite der DC Super Heroes World befindet sich das Arkham Asylum, Gotham Citys Irrenanstalt, in der ein großer Teil der bekanntesten und schillerndsten Batman-Gegenspieler sich zeitgleich dazu beschlossen hatten zu fliehen. Als Dark Knight soll man diese nun wieder einfangen und so erkundet man auf dem Weg hinauf zur Station des Inverted Coasters Batman: La Fuga in aller Ruhe die Irrenanstalt von Innen. Dieses kann, sollte die Anlage im Einzugbetrieb betrieben werden, aufgrund der minimalen Anzahl von Mitarbeitern und surreal wirkenden Abläufen, gerne mal etwas länger dauern.

Nachdem man den Zug bestiegen hat und dieser endlich abgefertigt wurde kann die Fahrt auch sogleich losgehen. Viel Zeit verbringt man dabei nicht im Lifthill bevor man einen kleinen Predrop absolviert und sogleich in eine Steilkurve gerissen wird. Mit immenser Wucht passiert man nun das erste Tal und wird sogleich in den ersten Looping hineingedrückt. Eh man sich versieht steht man in der darauf folgenden Zero-G Roll erneut überkopf. Ohne Gnade durchführt man nun einen weiteren Looping, woraufhin eine linksführende Aufwärtshelix den vermeintlich harmlosesten Teil des Layouts einleitet. Doch kaum vollführt man den Kurvenwechsel in luftiger Höhe spürt man seine Beine nicht mehr. Eine Steilkurve führt einen zurück auf das Bodenniveau, woraufhin der erste Korkenzieher eingeleitet wird. Gerade im hinteren Teil des Zuges wird mit recht hoher Beschleunigung durch das Element gezogen. Nach einer recht engen Wende steht man erneut in einem Korkenzieher überkopf, wobei hier das Kräftespiel des ersten Korkenziehers noch einmal verschärft dargeboten wird. Nach einer aufwärtsführenden Linkskurve erreicht man die Bremsen und kurz darauf die Station.

Batman: La Fuga ist kurz, nicht sonderlich hoch, verteilt aber die G-Keule wie kaum eine andere Bahn, zumindest in Europa. Die 11 Schwesteranlagen, wobei 6 davon eine ähnliche Thematik vorweisen, hingegen belasten die Fahrgäste im positivsten Sinne in der restlichen Welt, meist aber in Nordamerika und dort von Zeit zu Zeit auch gerne mal rückwärts. Dabei ist Batman: La Fuga eine durch und durch tolle, wenngleich natürlich wahnsinnig intensive Achterbahn, weswegen es nicht sonderlich schade wäre, wenn neben der derzeitigen Renaissance der Suspended Looping Coaster der niederländischen Firma Vekoma auch weitere Anlagen dieser Art aus dem Hause Bolliger und Mabillard gebaut werden würden.

Hindurch durch den wunderbar gestalteten Gotham Bereich der DC Super Heroes World und somit vorbei an dem Autoskooter Los Coches de Choque de el Joker und am ehemaligen Simulator Batman: la Sombra del Murciélago, welcher im Jahre 2014 seine letzte Saison hatte und wohlmöglich durch eine Themenfahrt im Stil der Justice League ersetzt wird, geht es in das Old West Territory. Hier befindet sich neben einem Aufpreis pflichtigen Maze, welches sich die ehemalige Warteschlange der Achterbahn Coaster Express zu Nutze macht, der Break Dance Los Carros de la Mina, sowie die beiden Wasserbahnen Cataratas Salvajes und Rio Bravo.

Cataratas Salvajes

Bei den wilden Wasserfällen, also den Cataratas Salvajes, handelt es sich um einen sehr effizienten und aus meiner Sicht sehr schön in Szene gesetzten Spillwater der Firma Intamin. Dabei beruht die Effizienz der Anlage schlichtweg aus der Einfachheit des Layouts, welches ein simples Oval ohne unnötigen Schnickschnack darstellt. Nachdem das Boot also den Lifthügel hinauf befördert wurde absolviert es eine Wende in luftiger Höhe und stürzt sich sogleich die einzige Schussfahrt der Fahrt hinunter. Dabei entsteht eine größere Welle, welche dann auf die Insassen des Bootes niederprasselt bzw. die wagemutigen Passanten auf der Brücke über der Fahrspur befeuchtet. Der Nässegrad der Fahrt ist dabei bereits relativ hoch, aber im guten Mittel zu anderen Anlagen dieses Typs.

Coaster Express

Die Achterbahn Coaster Express ist die einzige Achterbahn des Parks, welche nach Wegfall der amerikanischen Six Flags Gruppe als Betreiber des Parks eine bewegte Geschichte vorweisen kann. Wie auch Bandit im Movie Park Germany startete die Anlage als Wild Wild West, passend gestaltet zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 1999 ihre Laufbahn. Da dieser ein Flop ohne Gleichen war und mittlerweile, teilweise unberechtigter Weise, als einer der schlechtesten Filme gilt hat man sich mit dem Betreiberwechsel zu Parques Reunidos und der damit verbundenen Umbenennung des Parks in Parque Warner Madrid im Jahr 2005 dazu entschlossen die Lizenz der Achterbahn und des damals noch gleichnamigen Themenbereichs nicht weiter zu nutzen. Die damals überdimensionierte Warteschlange unterhalb der Station hat man auf den Außenbereich verkürzt, der Platz wird mittlerweile aber anderweitig benutzt, einen Blick auf den Zug mit dem Schleudersitz kann man jedoch noch von der Station aus wagen.

Nachdem der Wagenverbund die Station verlassen hat überquert man kurz das Transfergleis, woraufhin sich eine Linkskurve anschließt. Hierauf klinkt der Zug in die Kette ein und wird den Lifthügel nach oben befördert. Auf einer Höhe von etwa 36m angekommen neigt sich der Zug sogleich in eine weite Rechtskurve, welche sich als quergeneigte 590° Helix herausstellt. Dabei erreicht man im Tal eine Geschwindigkeit von etwa 80 km/h ehe es stetig wieder aufwärts geht. In einer höheren Lage umschlingt man nun den First Drop bis es erneut rasant gen Boden geht. Auf einem längeren geraden Teilstück folgt eine kleine Rechtskurve in luftiger Höhe, woraufhin sich ein weites geradliniges Gefälle anschließt. Nun absolviert man eine höher gelegene Rechtswende, welche zugleich in einen weiteren Drop übergeht. Hier absolviert man den zweiten und letzten Richtungswechsel des Layouts, denn kurz danach durchquert man eine weitere quergeneigte Helix, diesmal jedoch linksführend und nur 520° weit. Es folgt ein relativ bodennaher Hügel, woraufhin sich eine weitere Linkskurve anfügt. Darauf folgt ein weiterer Hügel quer durch das Gehölz auf dessen Abfahrt sich eine Reduzierbremse befindet. Diese greift merklich, was bei der anschließenden und recht lustigen Kurve sogar sinnvoll ist; eben jene Kurve war es, welche die Maximalgröße der Mitfahrer bis vor wenigen Jahren auf ein vergleichbar geringes Maß von 1m85 setzte. Kurz darauf greifen die Bremsen und der Zug fährt zurück in die Station.

Wo ich bei meinen letzten Besuch im Jahr 2011 noch davor gewarnt hatte bei der Anlage überhaupt einzusteigen und die Fahrt gerade in der letzten Reihe als Tortur beschrieb, so muss ich nach meinen heutigen Kenntnisstand sagen, dass Coaster Express eine ziemlich lustige Achterbahn ist deren Fahrt man nicht versäumen sollte. Zwar bietet diese Holzachterbahn absolut keine spürbaren negativen Kräfte, dafür ist das Geschwindigkeitsgefühl in den Kurven überaus ausgeprägt; zumindest hat mich die Fahrt fast durchgängig zum Lachen gebracht. Die Fahreigenschaften auf der längsten Holzachterbahn Europas sind im Allgemeinen gut und die Anlage wirkt von außen zumindest gut in Schuss, kein Vergleich also zu Magnus Colossus, einem weiteren Woody des Herstellers Roller Coaster Corporation of America (RCCA) aus dem spanischen Freizeitpark Terra Mítica bei Benidorm, welchen ich gerne als schlechteste je gebaute Holzachterbahn bezeichne.

Rio Bravo

Der Reversing Boat Ride Rio Bravo aus dem Hause Intamin ist eine Kopie der Hopkins Anlage Wild West Falls aus der Original Warner Bros. Movie World an der australischen Gold Coast, basiert jedoch auf der originalen Gestaltungsidee nach dem Film Rio Bravo. Umso mehr kann man sich also an der Thematisierung der Anlage erfreuen, denn diese ist bis auf das letzte Detail rundum gelungen.

Nachdem man die recht lange Warteschlange durchquert hat kann man, zumindest am Abend, sogleich in einem der Boote Platz nehmen. Zu meiner Verwunderung hat man in der Zwischenzeit die Anschnallgurte abgeschafft, was zumindest die Kapazität der recht beliebten Attraktion zusätzlich zu Gute kommt. Kurz darauf dümpelt das Boot vorbei an der Wartungshalle der Anlage in Richtung des ersten Lifthügels. Oben angekommen fährt man nun in das gewaltige Bergmassiv hinein, wo sogleich der erste Drehteller auf einem wartet. Dieser entlässt das Boot dann hinein in die erste Schussfahrt, welche rückwärts absolviert wird, soweit so gut und bereits oftmals erlebt, doch Rio Bravo wäre nicht eine außergewöhnliche Wildwasserbahn wenn nicht sogleich eine Besonderheit hinterherkäme. Für viele daher oftmals sehr unerwartet geht es nun einen Camelback empor, welcher einen auf seiner Kuppe etwa 10-20cm in die Luft befördert. Kurz darauf folgt dann die Abfahrt in das kühle Nass, wobei der Nässegrad bislang noch sehr überschaubar bleibt. Nach einer Kurve erreicht man eine weitere Wendestelle, woraufhin das Boot wieder vorwärts unterwegs ist. Gar unspektakulär führt einem der Fluss nun durch einen Canyon, ein Indianerdorf und die Westernstadt Dogde City, bevor es erneut  in die Mine hinein geht. An der höchsten Stelle der Fahrt angekommen wird man über einen Drehteller erneut in Position gebracht, woraufhin die zweite und finale Schussfahrt mit einer fantastischen Aussicht auf die Holzachterbahn Coaster Express eingeleitet wird. Unten angekommen wird man dann recht angenehm befeuchtet. Es folgt die Rückfahrt zur Station.

Die Wildwasserbahn Rio Bravo ist eine tolle Anlage mit einem größeren Überraschungsmoment zu Beginn der Fahrt. Die allgemeine Gestaltung ist grandios, es fehlt mir aber ein wenig an Effekten nachdem man die zweite Wendestelle verlassen hat. Zwar verlange ich dabei nicht, dass mir Kübel mit Wasser ins Gesicht geschmissen werden wie bei der grandiosen Wildwasserbahn des gleichen Typs Valhalla aus dem englischen Pleasure Beach Blackpool, dennoch wäre hier etwas mehr gegangen, zumal die anderen Wasserbahnen des Parque Warner Madrid allesamt nässer sind.

Tom y Jerry

Bereits von weiten hört man die Kinderachterbahn Tom y Jerry im Parque Warner Madrid, da sich die Anlage anhört wie ein über den Park fliegender Düsenjet. Dabei handelt es sich hierbei um einen der letzten produzierten Zierer Tivoli large Coaster, welche um die Jahrtausendwende von Six Flags in Auftrag gegeben wurden und somit Stützen vorweisen können, die dem Lichtraumprofil im Vergleich zu den Anlagen aus den 70er Jahren, die es vermehrt auch in Deutschland zu fahren gibt, gerecht werden. Dabei kann man das Layout relativ einfach als zwei nebeneinander liegende Achten beschreiben, bei denen die recht weiten Kurven mit einem umso längeren Zug durchfahren werden. Zumeist wird der Parcours dabei mehrere Male durchfahren, nicht aber im Parque Warner Madrid. Ansonsten wäre die Wartezeit bei dieser grundsoliden Achterbahn wohl kaum noch zu bändigen, denn Tom & Jerry ist eine der beliebtesten Anlagen des Parque Warner Madrid.

Cartoon Village

Dieses gilt aber im Allgemeinen für den Themenbereich Cartoon Village mit seinen beiden Kinderländern und dem Rafting Rápidos Acme. Zwar ist die Situation in Spanien nicht ganz so extrem wie in England, wo man im Grunde nur noch mit bekannten, bzw. für uns auch manchmal vollkommen unbekannten, Kinderserien die Massen in die Freizeitparks bringt. Dabei hat der Paultons Park den Vogel bisweilen mit der Peppa Pig World am meisten abgeschossen, so dass dieser in der Bevölkerung nur als Peppa Pig World bekannt ist und bereits in Schottland diverse Werbeprospekte vorzufinden sind. In Spanien hingegen haben die Kinderbereiche zwar eine höhere Bedeutung, aber es kommen auch andere Gäste in den Park und verteilen sich auch auf die anderen Themenbereiche dessen, wobei dieser Anteil in den letzten Jahren merklich zugenommen hat.

Interessant an den Parque Warner Madrid  Kinderbereichen ist jedoch die Art und Weise wie diese gestaltet sind, denn der eine Bereich wurde zur Eröffnung im Jahr 2002 fertiggestellt und der andere im Jahr 2011, wobei dort die Achterbahn Correcaminos Bip, Bip aus dem Jahr 2009 halbwegs integriert wurde. Während der alte Kinderbereich unzählige Fahrgeschäfte auf einem engeren Bereich vorweisen kann und dabei stets im Schatten unzähliger Bäume steht, so befinden sich im neuen Bereich wenige Fahrgeschäfte auf einer größeren betonierten Fläche ohne jeglichem Schatten. Zwar sind diese allesamt ordentlich gestaltet, es fehlt aber jegliche Atmosphäre in dieser Ergänzung. Interessant hierbei ist, dass fast jeder neue Planpark diese Muster aufweist, was aus meiner Sicht ein No-Go ist. Zumindest hat man mit der Academia de Pilotos, einer Kindermonorail aus dem Hause SBF Visa aus dem Jahr 2013, versucht diesen Umstand etwas aufzubrechen, doch wirklich geglückt ist es bislang noch nicht.

Correcaminos Bip, Bip

Bei der Achterbahn mit dem vermeintlich seltsam klingenden Namen Correcaminos Bip, Bip handelt es sich um einen Youngster Coaster der Firma Mack, welcher das gleiche Layout wie der ein Jahr jüngere Götterblitz aus dem österreichischen Familypark aufweisen kann. Wie auch am Neusiedlersee beginnt die Fahrt mit der Erklimmung des Lifthills. Oben angekommen geht es nach einem kleinen Gefälle zügig in die erste Kurve, worauf schongleich der große Drop folgt. Mit voller Geschwindigkeit passiert man nun das erste Tal und sogleich einen Horseshoe, ein Element welches wie ein aufgeständertes Hufeisen geformt ist. In einer Rechtskurve sammelt man erneut Höhenmeter an, woraufhin diese in einer abwärtsführenden Linkshelix mit anschließenden Gefälle abgebaut werden. Nun folgt eine Kurvenkombination aus Auf- und Abwärtshelix, welche von oben betrachtet einer Acht ähnelt.  Zu guter Letzt führt eine weitere Rechtskurve den Zug hinauf zur Bremsstrecke und dann zurück zur Station.

Correcaminos Bip, Bip ist eine zum Teilen sehr aufwändig gestaltete Anlage, zum Teilen aber auch eine sehr lieblos inszenierte Achterbahn mit einem tollen Layout und ebenso guten Fahreigenschaften. Es ist ein wenig Schade zu sehen, dass die Jagd auf dem Road Runner, also Correcaminos, wegen der hohen Holzzäune mit Gucklöchern von außen kaum einsehbar ist, ebenso ist es Schade, dass die Anlage weit abseits als Stand-Alone Attraktion eine Sackgasse bildet. Wobei das alles keinesfalls so schlimm wäre, würde Correcaminos durch seinen Vordrängelpass, dem Pase Correcaminos, den Wartenden nicht irgendwann auf die Eier gehen. Obwohl die Warteschlange überschaubar ist, so dauert es eine halbe Ewigkeit bis man dann an der Reihe ist. Irgendwie kann man Wile E. Coyote also verstehen, doch gefangen hat er den Road Runner bisweilen nur bei Family Guy.

Rápidos Acme

Eine für Europa außergewöhnliche Rafting-Anlage kann man mit den Rápidos Acme hier im Park vorfinden, denn, auch wenn man es kaum zu glauben mag, hier wird man nass. Nun könnte man argumentieren das auch River Quest aus dem Brühler Freizeitpark Phantasialand seine Fahrgäste des Öfteren komplett durchnässt aus der Anlage entlässt, nur betrifft es dort schlichtweg nicht jeden. Dabei ist das Geheimrezept des Parque Warner Madrid so simpel wie es kaum anders möglich ist, denn hier verzichtet man größtenteils auf unnötigen Schnickschnack wie Wasserfälle oder Wellenbecken sondern konzentriert sich darauf auf einer sehr kurvenreichen Strecke möglichst viele Stromschnellen, die ständig ins Boot schwappen, zu erzeugen und dabei stets von außen Wasserstrahlen ins Boot zu leiten. Das ganze Geschehen wurde dann noch äußerst hübsch durch die Charaktere der Looney Tunes gestaltet, worauf man sich während der Fahrt aber ganz ehrlich gesagt kaum zu konzentrieren vermag. Leider waren die Effekte gegen Ende der Fahrt allesamt ausgeschaltet gewesen, eigentlich schade, aber wahrscheinlich war es für die Spanier bereits etwas zu kalt.

La Aventura de Scooby-Doo

Gleich zu Beginn des Cartoon Village, von der Mainstreet aus kommend, liegt die interaktive Themenfahrt La Aventura de Scooby-Doo. Dieser wurde im Comicstil der Hanna Barbara Serie Scooby-Doo Where are you! gehalten und weist die typischen Elemente dieser auf. Gefertigt wurde diese Anlage, welche auch in zwei Six Flags Parks und zuvor in jedem der Paramount Parks, dort allerdings unter der Leitung von Cedar Fair mittlerweile als Boo Blasters on Boo Hill, zu finden ist von der Sally Corporation. Die Fahrt selbst sollte man direkt nach der Öffnung der Anlage erleben oder mit entsprechenden Vordrängelpass, denn die Abfertigung dieses Dark Rides ist ein mehr als nur schlechter Scherz. Hinzu kommt das Scooby-Doo selbst durchaus bei den hiesigen Kindern beliebt ist, weswegen der Andrang an der Anlage stets relativ hoch ist. Die Fahrt zumindest ist nett gestaltet und kann Spaß machen, jedoch ist sie eine der schwächeren Anlagen des Herstellers.

Obwohl der Andrang an den großen Achterbahnen stets überschaubar und angemessen war, so war der Park durchaus sehr gut besucht. Tatsächlich kam es einem während des Besuchs so vor als sei der Park beinahe schon überfüllt, dieses lag vor allem an den allgemeinen Vorlieben der Spanier und so sollte es niemanden verwundern, dass die Wartezeiten vor jeder der Shows bei über einer Stunde lag. Dieses ist auch der Grund warum wir beispielsweise das Scooby Doo Musical linksliegen gelassen haben, ebenso die Police Academy Stunt Show. Großer Fehler könnte man meinen, da die Shows in Spanien ja im Allgemeinen nicht so vernachlässigbar sind wie die der deutschen Freizeitparks, andererseits hätten wir sonst den Park nicht komplett an einem Tag schaffen können. Tatsächlich ist das Angebot dieser im Parque Warner Madrid auch deutlich niedriger als im Freizeitpark Port Aventura bei Salou, dessen Erfolgsrezept eigentlich auf die großen Showtheatern zurückzuführen ist, hier könnte der Park selbst noch eine Schippe nachlegen oder die Shows zumindest öfters zeigen.

Parque Warner Cinematic

Dieses funktioniert bei der Abendshow Parque Warner Cinematic jedoch nicht, da diese erst bei Dunkelheit richtig zur Geltung kommt. Hierbei handelt es sich um eine Fontänen-Show mit Projektionen bekannter Warner Bros. Filme und Werbung für kommende Filme des Studios. Unterstützt wird die Show, welche auf dem See in den Movie World Studios stattfindet, durch Feuer- und Lasereffekte, sowie ein recht ansprechendes Abschlussfeuerwerk. Die Show war bereits zum 10 jährigen Jubiläum des Parks überaus sehenswert und auch jetzt hat sich daran nicht viel geändert. Definitiv sehenswert, zumal es ein toller Abschluss eines tollen Parktages ist.

Bilder Parque Warner Madrid

Fazit Parque Warner Madrid

Parque Warner Madrid ist nach wie vor ein sehr toller Freizeitpark und aus meiner Sicht immer noch der beste Park Spaniens. Im Vergleich zu vor vier Jahren hat sich die Besucherzahl ziemlich gut entwickelt, wodurch leider der Pase Correcaminos ungemein nervt, zumal er im Gegensatz zu Port Aventura quasi überall genutzt werden kann. Die Abfertigungen waren, bis auf Batman im Einzugbetrieb, deutlich flotter als zuvor und im Falle der Achterbahn Stuntfall sogar vorbildlich. Man ist zumindest derzeit auf einen guten Weg, den man auch gerne so beibehalten darf. Sollte der Andrang beim nächsten Besuch jedoch genauso hoch sein, so werde ich mir definitiv ein Ganswischtischdeil gönnen und als Asozialer par Exzellenz eine Runde nach der anderen drehen, denn das ist mir der Park, wie auch bei Port Aventura, definitiv wert.

 


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