Der Charme des alten Vergnügungsparks

Bakken

Der Freizeitpark Bakken oder auch Dyrehavsbakken befindet sich im Jægersborg Dyrehave am Stadtrand der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Ähnlich wie der Wiener Wurstelprater macht der, in Parzellen aufgeteilte und von verschiedenen Schaustellern beschickte, Freizeitpark nur eine sehr kleine Fläche des eigentlichen Parkgeländes aus, welches vor allem als Tiergarten fungiert und somit seinen Ursprung als Jagdrevier hatte. Aus historischer Sichtweise ist der 1583 eröffnete Freizeitpark relevant, da er der älteste Freizeitpark der Welt ist. Am einfachsten erreicht man den Freizeitpark über die S-Bahn Linie C vom Kopenhagener Hauptbahnhof zur Endhaltestation Klampenborg, ein etwa 10 minütiger Fußmarsch schließt sich an.

Am Park angekommen sollte man sich, sofern man Bakken nicht nur wegen der zahlreichen urigen Restaurants und Bars besucht, ein Wristband kaufen. Dieses wird meist durch ein Handgerät, aber auch durch stationäre Scanstationen, ausgelesen und erlaubt einem jeweils 10 Fahrten auf jedem einzelnen der zahlreichen Fahrgeschäfte in Bakken.

Mine Train Ulven

Sofern man den Weg von der Klampenborg Station zurückgelegt hat stößt man als erste Attraktion auf den Intamin Minetrain mit Namen Mine Train Ulven. Nachdem der Zug durch die, wohl mit Trapeztrajektorie der Geschwindigkeit gesteuerten, Reibräder den Zug mit vollem Ruck aus der Station befördert haben geht es ein kleinen Drop hinunter um sogleich in den Lift einzufahren. Oben angekommen verschwindet der Schiene bereits vor einem und ein unglaublich steiler First Drop fügt sich an. Ebenso schnell wie es hier hinunter geht es die Steilkurve auch wieder hinauf und eine linksführende Abwärtshelix hängt sich an. Etwas gemächlicher geht es nun durch eine sich stets verjüngende Bayernkurve bis man über die Station hinweg brettert. Eine Rechtskurve oberhalb der ersten Streckenmeter führt den Zug in eine Abwärtshelix unterhalb des Lifthügels. Parallel zum Lift vollzieht man zwei kleinere Hügel ehe es nach einer 270° Kurve in die letzte abwärtsführende und sehr eng bemessene Helix geht. Es folgt die Einfahrt in die Bremse und die Rückführung in die Station.

Mine Train Ulven überrascht durch seinen sehr starken Anfang, verliert sich aber ein wenig im Mittelpart des Layouts bis es dann in das rasante Ende der Fahrt geht. Als einer der wenigen Anlagen dieser Art des Herstellers überzeugt die Anlage vor allem durch die vergleichsweise intensive Fahrweise, nur die Kurven hätten ein wenig ausgeprägter und weniger optimiert sein können.

Crazy Theatre

Neben einem 5D Kino bzw. haargenau darüber befindet sich das Crazy Theatre, ein interaktives Theater des Herstellers Alterface in dem der Film Desperados gezeigt wird. Hierbei sitzt man auf einem mechanischen Pferd, welches sich vor und zurück bewegt, und zielt mit einer Pistole auf diverse Ziele. Vorerst nur mit kleineren Übungsszenen, darauf auch mit einer längeren Filmszene. Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten macht dabei durchaus Spaß und kann durch der guten Qualität des Films überzeugen.

Spøgelsestoget

Einige Meter weiter befindet sich die Geisterbahn Spøgelsestoget. Hierbei handelt es sich um eine recht alte Geisterbahn. Da das Innere der Anlage stockdunkel ist fährt man mit einer recht hohen Anspannung über die Strecke. Die Effekte kommen dabei allesamt gut zur Geltung – auch die neueren fügen sich sehr gut ins Ambiente ein – und erschrecken einen gleich mehrere Male mit Bravour. Spøgelsestoget ist also ein echtes Highlight in Bakken und sollte daher von niemanden ausgelassen werden.

Polyppen und Vikingeskibet Dragen

Weniger beengt als die meisten anderen Fahrgeschäfte stehen das Schwarzkopf Monster Polyppen, welcher eine gute und ausgewogene Fahrt bot, und die Schiffschaukel Vikingeskibet Dragen des Herstellers Zierer in Bakken. Hier sitzt man, wie auch bei den Kalbfleisch-Schiffschaukeln, Rücken an Rücken bzw. der Reihe vor einem gegenüber, hat aber im Vergleich deutlich mehr Spiel zum Bügel und dadurch eine insgesamt aufregendere Fahrt. Interessanterweise erfolgt der Antrieb des Schiffs nicht von unten sondern an der Seite des Schwertes.

Racing

Seit den 80er Jahren befindet sich mit der Achterbahn Racing ein Zierer Flitzer in Bakken, welcher zuvor zu Beginn der 70er Jahre unter den Bremer Schausteller Robrahn auf den deutschen Kirmessen unterwegs war. Mit ihrem Alter von 44 Jahren ist sie die zweitälteste Achterbahn in Bakken und befindet sich größtenteils noch im Originalzustand.

Nach der obligatorischen Liftfahrt vollzieht man stets verjüngende und in bayernkurvenmanier stets auf- und abwärtsführende Rechtskurven, bis kurz darauf ein größerer Sturz stattfindet und man auf Bodenniveau an der Station vorbeisaust. Eine größere Rechtskurve führt einem in den hinteren Teil der Anlage und vollzieht nach einer engen Kurve den ersten Richtungswechsel. Dieser wird nach einer Abwärtshelix sogleich wiederholt und die letzte Rechtskurve fügt sich an.

Es ist schon interessant wie sehr die Originalgondeln die Fahrt beeinflussen, denn obwohl die Anlage baugleich mit Vorlops High Explosive ist, so nehmen die hohen Gondelwände der hannoverschen Minenwagen einen Großteil des Fahrspaßes. Die kleinen Flitzer zumindest machen die Fahrt ungemein komisch, weswegen sich hier bei mir während der Besuchszeit die meisten Fahrten ergaben.

Taarn Gyset

Mit dem Taarn Gyset befindet sich ein Double Shot Tower aus dem Hause S&S in Bakken, welcher sich durch seine geringe Höhe und der trotzdem außerordentlich ausgeprägten Airtime, ausgelöst durch den zweiten Abschuss nach unten, auszeichnet. Die Fahrt ist dabei durchaus lustig, aber auch leider recht kurzweilig.

Vilde Mus

Bei der im Jahr 2012 eröffneten Achterbahn Vilde Mus handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um das neuere Standardmodell der Wilden Maus aus dem Hause Mack Rides. Obwohl faktisch kein Andrang vorhanden war zogen es viele Kinder vor einen gesamten Wagen für sich zu beanspruchen, wodurch dann doch die längste Warteschlange im gesamten Park künstlich erzeugt wurde. Die Fahrt selbst gleicht von der Laufruhe interessanterweise deutlich älteren Anlagen wie der verbleibenden Seite des Speedy Bobs aus dem belgischen Bobbejaanland.

Hurlumhej

Mit Hurlumhej befindet sich ein kleines, wirklich erlebenswertes Schätzchen in Bakken. In der Entstehungsgeschichte der Anlage wurde offensichtlich sehr viel Hansen Rum getrunken, weswegen auch eine zu groß geratene Flasche die Front dieses Laufgeschäfts ziert. Im Inneren trifft man dann auf eine perfekte Symbiose aus Schiefen Haus und Fun House, wobei die Elemente des Schiefen Hauses ausgeprägter vorhanden sind. Durch die mehr als aufwändige Gestaltung im Stil eines alten Schiffes wird man tatsächlich ein wenig seekrank und verlässt dementsprechend leicht torkelnd die Vergnügungsanlage. Wäre jedes Laufgeschäft wie Hurlumhej, dann wäre jede Anlage einen Besuch wert, denn eine so perfekt abgestimmte Gestaltung findet man so leider nicht oft. Selbst größere Anlagen wie das Hotel Tartüff des Freizeitparks Phantasialand überraschen einem im Endeffekt nicht so sehr wie diese Anlage, zumal man wirklich nicht so oft auf ein Schiefes Haus trifft.

Extreme

Nachdem ich im Funland Amusement Park auf Hayling Island bereits das Vergnügen hatte einen Speed Flip zu fahren war ich doch sehr gespannt wie sich das Moser Rides Produkt hier zeigt. Im Gegensatz zur reisenden Anlage in England hat man bei Extreme jedoch ein durch und durch seltsames Fahrprogramm abgespult bei dem man im Grunde bereits zu Anfang der Fahrt Vollgas gegeben hat um die Geschwindigkeit dann bis zum Ende nur noch langsam abzubauen. Zusätzlich zum bescheidenen Fahrprogramm, welches jedoch das Potential dieser, eigentlich viel zu schnellen, Anlage aufzeigt, bietet die Anlage nur sehr minimale Bügel, die dann leider etwas zu unbequem sind.

Mariehønen

In einer kleinen Gasse, welche zum Parkplatz des Freizeitparks führt, befindet sich mit Mariehønen eine kleine Tivolianlage des Herstellers Zierer. Die Fahrt auf der kleinsten Achterbahn in Bakken ist grundsolide, wird aber durch eine Pause auf dem Lifthügel nach der zweiten Runde in besonderer Art und Weise erwähnenswert, denn hier legt man eine kleine Pause zum Winken an die außenstehenden Besucher ein. Nachdem die Kinder nun ausgiebig gewunken haben setzen die Reibräder unter nun voller Last ein, was sich in Bezug auf die Motoren nicht unbedingt schön anhört, und man absolviert nun die letzten Runden.

Vandrutschebanen

Die Wildwasserbahn Vandrutschebanen ist eine interessante Anlage mit einer überraschend langen Strecke bei zwei Abfahrten. Der Einstieg geschieht hier über einen kleinen Drehteller woraufhin das Boot in den Kanal entlassen wird. Auf dem Weg zum Lift absolviert man bereits einige Zeit im Strömungskanal ehe es schnell hinauf geht. Bei der darauffolgenden, in etwa auf die Hälfte der Ausgangshöhe führende, Schussfahrt wird man bereits gut befeuchtet. Nun dümpelt man einige Zeit kreuz und quer durch die Anlage just bevor es auf einer langen Geraden ziemlich flott ein wenig abwärts geht und sich nach einer weiteren Kurve der zweite Lifthügel anschließt. Oben angekommen erwartet einen wohl die engste, je in einer Wildwasserbahn verbauten, Kurve, welche ohne zusätzliches Hilfsmittel nicht befahren werden könnte. Im Vergleich zu einer Mackschen Wildwasserbahn, bei der zwei Drehteller verwendet wären würden, werden die Boote dieser Reverchon Wildwasserbahn durch einen seitlichen Mitnehmer via einer Drehscheibe durch die Kurve geschoben. Hierbei eckt das Boot wie verrückt an den Kanal bevor dieses in die zweite Schussfahrt geschoben wird. Unten angekommen wird man durch die Gischt dann komplett durchnässt. Wenn man dabei nicht von einem kleinen Jungen, welcher eine Runde auf der Svanebanen einer Einschienentretbahn oberhalb der Wasserbahn – ausgelacht wird ein herrlich erfrischender Spaß in Bakken.

Safari

Klein, aber durchaus fein, zeigt sich die interaktive Themenfahrt Safari ihren Besuchern. Dabei geht es mit Pistolen bewaffnet in kleinen Jeeps durch Bakkens grüne Hölle, vorbei an zahlreichen Animatroniks über zwei Ebenen. Zwar löst man dabei keine Effekte aus und versucht eigentlich nur eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen, dafür aber ist die Fahrt sehr schön gestaltet.

Rutschebanen

Nicht ganz so alt wie die gleichnamige Achterbahn aus dem nahen Freizeitpark Tivoli Gardens zeigt sich die Rutschebanen mit nur 83 Jahren ihren Mitfahrern. Die Technik und Züge hingegen sind deutlich jüngeren Baujahrs und wurden während der Modernisierung, wodurch auch das mitfahrende Bremsbedienungsfachpersonal überflüssig wurde, angeschafft. Die niederländische Firma KumbaK tat dabei ihr bestes ein authentisches Fahrgefühl beizubehalten ohne die Holzstruktur zu sehr zu schonen. Hierbei sind auf der Strecke je nach Bedarf Bremsmodule angebracht, wo der Bremser wahrscheinlich auch gebremst hätte, obgleich ich bezweifle das der Zug so in die Station geschlichen wäre. Die Züge ähneln nun denen der Holzachterbahn Stampida aus dem spanischen Port Aventura, bestehen aber aus Wagen für je zwei Personen.

Nachdem der Zugverbund den Bahnhof verlassen hat geht es in einer Linkskurve in Richtung des Kabellifts. Hier klinkt der Zug ein und wird folglich durchaus rasant den wunderbar schiefen und krummen Lifthügel hinauf befördert. Oben angekommen kann man in einer kleinen Wende kurz die Aussicht genießen bis es sogleich hinab geht. Nur netter Geschwindigkeit durchfährt man das Tal und erklimmt rasch die andere Hälfte der Anlage. Hier oben durchfährt man noch gemächlich eine weitere Wende, doch dann prescht der Zug über eine doppelte Schussfahrt. Mit deutlich ausgeprägten Kräften vollzieht man das darauffolgende Tal. Ein Camelback schließt sich an ehe man auf einem höheren Niveau die nächste Wende vollführt. Nun parallel zur Station wiederholt man das gleiche Spiel nochmal, auf den darauffolgenden Streckenmetern darf man laut Beschilderung nicht nach rechts abbiegen und verschwindet in den Tunnel einer Frau. Hier geht es erneut hinab und über einen weiteren Hügel ehe sich die Rückfahrt in die Station anschließt.

Rutschebanen hat ein absolut tolles Layout, leider aber die falschen Züge oder besser ausgedrückt die falschen Bügel hierfür. Dieser sitzt nämlich nicht wie bei Stampida, wo ich die verwendeten Züge als durchaus gut empfinde, am Becken, sondern auf dem Bauch und schließt eigentlich nur bei Kindern wirklich ab. Durch die doppelten Schussfahrten zieht sich dabei der Bügel dermaßen unangenehm an, wodurch man sich die alten Züge dann doch sehnlichst zurückwünscht. Wobei sich die Anlage dadurch eigentlich haargenau so fährt wie Grand National aus dem Pleasure Beach Blackpool, dementsprechend durchaus verträglich für eine Holzachterbahn dieses Alters.

Tornado

Wenig verträglich ist jedoch die Drehgondelachterbahn Tornado für Personen mit Gleichgewichtsstörungen. Für alle anderen hingen reicht eine Fahrt auf der Achterbahn gegebenenfalls aus um wirklich schwerwiegende Probleme erst entstehen zu lassen, denn der wahr gewordene Irrsinn aus dem Hause Intamin ist mit seiner Vielzahl an Steilkurven nicht umsonst berühmt berüchtigt.

Die Fahrt beginnt nicht umsonst mit den Hinweis, dass man seinen Kopf an die Kopfstütze pressen sollte, denn nach einer Kurve fährt der Wagen leicht drehend in den Lift ein. Durch die plötzliche Beschleunigung wird die Drehung bereits ausgeprägter ehe die Kette eine irrsinnige Geschwindigkeit auf der geradlinig ausgelegten Liftkuppe erreicht. Mit voller Wucht wird man nun die erste Steilkurve hinunter geworfen, meist unterlegt mit einem lauten Knacken der Mitfahrer. Wild drehend absolviert man nun eine harmlosere Wende am Hallenboden und verlässt in einer aufwärtsführende Kurve die Halle. Nun vollzieht man relativ zügig eine hufeisenförmige Kurvenkombination und eine zackige S-Kurvenkombination bevor es wieder relativ schnell und steil hinab geht. Erneut unter der Hallendecke passiert man eine Blockbremse ohne merkliche Reduzierung der Geschwindigkeit, wonach es allen Übels erneut in einer Steilkurve bergab geht. Da es bislang genügen harmlose Richtungswechsel gab wird der nun folgende deutlich abrupter absolviert, dafür wird aber die anschließende Kurve nicht ganz so eng durchfahren. Eine letzte Steilkurve leitet die Rückfahrt zur Station ein und verdrischt erneut mit voller Wucht. Kurz darauf ist die Bremse erreicht und man kann endlich wieder aufatmen.

Tornado ist mit Abstand die wohl intensivste Achterbahn Europas oder besser gesagt gleich der ganzen Welt, denn was man hier erlebt erinnert in erster Linie eigentlich nur an Körperverletzung, da macht es sogar schon mehr Spaß sich von einen Zigeuner in der Hamburger S-Bahn die Nase brechen zu lassen, denn das bemerkt man erst im Nachhinein. Dabei könnte Tornado eine durchaus gute Achterbahn sein, wenn man die Steilkurven weggelassen hätte oder die Durchschnittsgeschwindigkeit der Anlage von Anfang an nicht durch den irrsinnigen Lifthügel so hoch ausgelegt hätte. Insgesamt zwei Fahrten habe ich auf dieser Anlage verbracht und diese reichen mir für die nächsten Jahre auch erst einmal aus, denn Tornado ist die schlichtweg die wahnsinnigste Achterbahn die ich je in meinem Leben gefahren bin.

Sky Roller

Ebenfalls wahnsinnig, aber im positiven Sinne, ist der Gerstlauer Sky Roller, bei dem man, durch die Stellung der Flügel an den Sitzen, die Fahrt interaktiv beeinflussen kann. Wie bereits oft auf den vergleichbaren Anlagen des Herstellers beobachtet muss man dem Publikum leider erst einmal zeigen was man aus der Maschine herausholen oder anders ausgedrückt wie man die Flügel richtig stellen muss um einen Überschlag erst einmal zu schaffen. Im Gegensatz zum Götterflug aus dem Freizeitpark Belantis wird man während der Fahrt leider nicht durch den Wind unterstützt und hat dementsprechend eine gleichmäßigere Fahrweise die die Welt nicht automatisch in Kreise erscheinen lässt. Positiv beim Sky Roller zeigt sich die im Vergleich zum vermeintlich aufregenderen Sky Fly deutlich bessere Kapazität, auch ist die erste Revision des Fahrgeschäfts nun deutlich ausgereifter und technisch einfacher, dadurch fahren die Gondeln aber jedoch nicht mehr komplett übereinander.

Bilder Bakken

Fazit Bakken

Der Freizeitpark Bakken ist, wie auch der Prater in Wien, ein toller Ort um sich einige Stunden gut zu vergnügen. Das Publikum ist durch den geringen internationalen Anteil der Besucher deutlich angenehmer als im Tivoli und vergnügt sich im Allgemeinen abseits der Fahrgeschäfte in den unzähligen Restaurants und Bars des Parks, wodurch eine durch und durch angenehme Atmosphäre auf dem Gelände erzeugt wird.

 

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Einmal Safaripark ohne Alles

Badoca Safari Park

Der Badoca Safari Park ist einer der Parks die ich im Grunde nur über Parkscout.de kenne, da dort vor einigen Jahren mal in einer Meldung von einem neuen Hafema Rafting berichtet wurde. Einige Jahre später verpasste ich auf dem Hinweg gnadenlos die Einfahrt zum Gelände des Safariparks; aber wer soll auch schon auf die Idee kommen, dass das Gelände nicht anständig erschlossen wurde und der Sandweg am Wegesrand tatsächlich die Einfahrt zum Park darstellt. Kilometerweit folge keine Abfahrt und mein Navi wollte mich auf nicht existierende Straßen schicken. Irgendwann konnte ich dann doch endlich wenden und kurze Zeit später stand ich auch schon auf dem Parkplatz des Badoca Safari Park.

An den Kassen wurde ich dann mit den Öffnungs- und Showzeiten des Tierparks konfrontiert und eigentlich hätte ich sofort wieder umdrehen müssen, denn sowohl Rafting, noch die Safaritour wären nach meinem Zeitplan möglich gewesen. Dennoch wollte ich mir den Badoca Safari Park mal etwas genauer ansehen, dass ich dabei den halben Park bereits vor der offiziellen Öffnung erkundet hatte störte dabei interessanterweise niemanden.

Es ist wirklich kein gutes Omen, wenn man als Safaripark kaum Tiere vorweisen kann. Noch viel schlechter sieht es aus, wenn man großzügig ausgelegte Anlagen einfach nicht bestückt. Die zwei kleinen Volieren sind dabei noch eher als das tierische Highlight anzusehen, denn immerhin sind Vögel generell interessant und Aras einfach nur toll zuzusehen. Auch beim Beobachten der Lemuren und Wallabys kann man ein wenig Zeit totschlagen.

Safari

Der Weg über die Brücke zur Safari macht nur Sinn wenn man tatsächlich diese binnen weniger Minuten antreten möchte. Sie hat eine Länge von 45 Minuten und ist somit in etwa doppelt so lang wie Chessington Worlds of Adventures Zufari; durch das waldige Gebiet aber nicht so dicht bestückt. Ob man überhaupt Tiere zu Gesicht bekommt ist eine Frage die ich nicht beantworten kann. Sicherlich macht die Safari aber den wichtigsten Teil eines Besuchs im Badoca Safari Park aus – viel mehr gibt es hier ja eh nicht zu machen.

Ilha dos grandes primatas

Trotz diesem Umstands gelingt es den Park dennoch sehr lange Wege zu erzeugen. Die Ilha dos grandes primatas zum Beispiel wurde unweit der Hauptstraße und somit am Arsch der Welt platziert. Dort waren zwei der drei großen Gehege mit Tieren bestückt und auch nur in sehr kleinen Populationen. Auch war der Gärtner hier scheinbar lange nicht mehr unterwegs gewesen, denn irgendwie wucherte hier alles herum.

Rafting Africano

Das Rafting Africano macht mittlerweile Werbung für Coca Cola und scheinbar sonst nicht mehr viel. Die zwei Euro, die man hier für die Fahrt verlangt, kann man gewiss noch irgendwie nachvollziehen, aber eine Öffnungszeit von 14h00 – 15h00 nicht wirklich. Leider ist zudem der Streckenverlauf von außen kaum einsehbar. Das Rafting bietet jedoch den vom Hersteller bekannten Strudel und damit eine vielversprechende Fahrt.

Greifvogelshow

Zu guter Letzt sah ich mir noch die ersten Minuten der Greifvogelschau an, bei der wenige Vögel unter sehr viel portugiesischen Blabla vorgestellt wurden. Genervt über die schlechte Soundqualität der Show und wegen der eh nicht vorhandenen Sprachkompetenz meinerseits, verließ ich die Show frühzeitig und machte mich entspannt auf den Rückweg zum Porto Airport.

Bilder Badoca Safari Park

Fazit Badoca Safari Park

Der Badoca Safari Park hat sicherlich seine besten Zeiten schon weit hinter sich. Fehlende Werbung, selbst kurz vor dem Park, fehlende Tiere und bescheuert gelegte Öffnungszeiten der Attraktionen sprechen nicht gerade für den Park. Der relativ hohe Eintrittspreis und die zahlreichen Up-Charge Angeboten hinterlassen da auch nur einen extrem faden Beigeschmack. Klar, eine Segwaysafari ist sicherlich lustig, aber warum inkludiert man diese denn nicht in den Eintritt? Potential zumindest hatte der Park irgendwann einmal gehabt.

 

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Abenteuer auf Zufari

Änderungen in Chessington World of Adventures

Nachdem sich der Zoo und Freizeitpark Chessington World of Adventures in den letzten Jahren verstärkt um seine Tiere gekümmert und den Zoobereich erweitert hat, wurde in diesem Jahr neben den ständigen Verbesserungen im Freizeitpark auch in ein Fahrgeschäft und gleich in neue Gehege für afrikanische Tiere investiert. Tatsächlich ist Chessington schöner denn je, denn der bereits im letzten Jahr umgesiedelte Pressluftflieger Flying Dumbos erstrahlt nun in einem passenden Anstrich. Weitere fünf Millionen Pfund werden derzeit in weitere Verbesserungen des Parkbildes investiert, weshalb die Wildwasserbahn Dragon Falls, der Powered Coaster Runaway Train und einige Wege derzeit für die Besucher gesperrt sind. Den Anfang macht Zufari.

Zufari

Die große Neuheit in diesem Jahr ist Zufari, eine Anlage, bei der man in einem großen Geländewagen für 30 Personen + Fahrer über einen Offroad-Parcours mit einigen Überraschungen gefahren wird und dabei einige Tiere beobachten kann. Theoretisch kann man es also mit dem Beginn der Dschungelsafari im Serengeti Park in Hodenhagen vergleichen, bevor es in den Dschungel geht und der Sarkasmus die Oberhand gewinnt.

Zufari bietet alles, was man von einer Safari-Attraktion erwartet. Nachdem man das obligatorische Fotoshooting in der Warteschlange absolviert oder übersprungen hat, wartet man auf den Einlass in einen Vorführraum, der eigentlich nur dazu dient, die Kinder ein wenig von der Wartezeit abzulenken, denn der eigentliche Film läuft schnell ab. Danach erscheint ein Affe auf der Leinwand, der auch schon im Film zu sehen war, dieser interagiert mit dem Publikum, wie man es zum Beispiel von Stitch live! aus den Walt Disney Studios in Paris kennt. Leider sind die Sprüche hier noch alle harmlos und die Animation lässt etwas zu wünschen übrig, aber den Kindern gefällt es.

Nach dem Besteigen des Trucks geht die doch recht holprige und lustige Fahrt auch schon los. Wenn die Bepflanzung hier erst einmal komplett ist, wird dieser Teil sicherlich ein deutlich größeres Abenteuergefühl vermitteln, als es die Fahrt jetzt noch ist. Vorbei an einem unbepflanzten Flamingogehege geht es nun am Giraffengehege vorbei, wo an der Halle merkwürdige Schilder angebracht wurden, die allesamt vor dem Betreten der Höhle warnen.

Mit ein wenig Humor und einigem Hin- und Herfahren folgt nun die eigentliche Safari. Giraffen, Zebras und Nashörner sind zu sehen, die im Laufe der Zeit sicher auch im großen Gehege nebenan zu bestaunen sein werden, welches das zum Park gehörende Hotel weiter aufwerten wird.

Da ein Weg versperrt ist, geht es nun in die Höhle. Was einen in der Höhle selbst erwartet, erfreut vor allem die linke Seite des Wagens, denn Chessington wertet bekanntlich einige Attraktionen durch viel Wasser massiv auf. Dass Kinder hier nur die mittleren Plätze einnehmen dürfen, ist nun geklärt, ebenso, warum der Gang beim Einstieg so nass war. Dass die Wagen beim Einsteigen noch tropfen, ist einem Wasserfall am Ende der Höhle zu verdanken, der einzige Effekt, der von Anfang an offensichtlich war.

Für die wasserverliebten Engländer ist das Ende sicherlich die Abrundung des Ride into Africa, aber auch die Deutschen müssen nicht allzu viel Kontakt mit dem nassen Element fürchten, denn es ist nur unwesentlich höher als beim grandiosen Finale der Themenfahrt Bubbleworks und keinesfalls so nass wie beim Wellenflieger Monkey Swinger, bei dem die Fontänen an diesem Besuchstag leider nicht zum Einsatz kamen, oder beim Top Spin Rameses Revenge; wo ein Notstopp mit Anruf bei den hauseigenen Technikern zwar ein VIP-Ticket einbrachte, das aber leider nicht bei Vampire, Dragon’s Fury oder Zufari eingelöst werden konnte.

 

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