Auf Tierschau im Erlebnis-Zoo Hannover

Geschichte des Erlebnis-Zoo Hannover

Am 4.Mai 1865 wurde der Zoologische Garten Hannover gegründet. In der Zeitspanne von nun mehr als 150 Jahren erlebte der fünftälteste Zoo der Bundesrepublik viele Höhen und Tiefen, weswegen er unter anderem von 1922-1924 wegen finanzieller Schwierigkeiten geschlossen war und erst auf Belangen einer Bürgerinitiative wieder eröffnete. Durch privates Engagement der Tierhandelsfirma Ruhe aus den nahegelegenen Alfeld entwickelte sich der zoologische Garten immer mehr zu einem Schaufenster der Firma, ehe der Zoo zu Beginn der 70er Jahre wieder in den Besitz der Stadt Hannover ging. Besucherrekorde und Zuchterfolge bestimmten diese Zeit, ehe es Anfang der 90er Jahre mit dem sehr konventionell betriebenen Zoo rasant in den Keller ging.

Ein Neuanfang musste her, weswegen der Tierpark in erster Instanz an den Kommunalverband Großraum Hannover, also an die Region Hannover, symbolisch veräußert wurde. Als GmbH neugeordnet profitierte das Unternehmen massiv von der sich nähernden Weltausstellung Expo 2000 und verabschiedete sich als erster Zoo des Landes in vollster Konsequenz von seiner alteingesessenen und in Verruf geratenen Art der Tierhaltung. Die Themenwelten Sambesi, Gorillaberg, Meyers Hof und der indische Dschungelpalast entstanden und prägen seitdem das Image des Parks durchaus positiv.

Ein Besuch im Erlebnis-Zoo

Als gebürtiger Hannoveraner wuchs ich mit dem Erlebnis-Zoo Hannover auf, verbrachte als Grundschüler sogar eine Woche lang mit meiner Klasse damit die Sambesi Bootsfahrt, ein Tow Boat Ride der Firma Intamin, so oft wie nur möglich zu fahren und unzählige Stunden damit den Spielplatz auf Herz und Nieren zu überprüfen. Wie so oft im norddeutschen Raum zeichnet sich ein guter Tierpark mit der Größe seines Spielplatzes aus und hier wurde dieser im Jahr 2007 durch die Integration der Figuren Johnny Mauser, Franz von Hahn und dem dicken Waldemar aus dem Kinderbuch Freunde von Helme Heine sinnvoll aufgewertet. Der Mullewapp Bereich verfügt darüber hinaus noch über drei fahrenswerte Sommer-Tubingbahnen, welche im Eintrittspreis inkludiert sind.

Zum Jahr 2010 erfolgte die Verlegung der Gehege mit australischen Tierarten, wodurch der kleine Themenbereich Outback entstand, wie auch die Eröffnung des kanadischen Themenbereichs Yukon Bay. Als Freizeitparkenthusiast trifft man auf seiner Reise durch die verschiedenen Länder der Welt auf viele nett anzusehende Themenbereiche, meist gekrönt durch eine mehr als nur fahrenswerte Achterbahn, aber Yukon Bay schlägt diese allesamt mit meilenweiten Abstand. Dabei zeigt sich ziemlich schnell, dass Präriehunde die neuen Erdmännchen sind und Eisbären in einem ausreichend großen und vielseitig gestalteten Gehege wahre Meister im Klippenspringen sind. Neben einer großen Bühne mit einer mehr als nur sehenswerten Show, bietet der Themenbereich noch ein größeres gastronomisches Angebot und kleinere Spielbuden.

2013 wurde mit Kibongo die neue Außenanlage der Schimpansen eröffnet und somit der Gorillaberg erweitert. Derzeit arbeitet der Zoo an einem neuen Wirtschaftsbereich, in dessen Folge sich auch der Themenbereich Sambesi erweitern wird. Eine Verlegung des Eingangsbereichs und andere Projekte fördern das Wachstum des zoologischen Gartens, welcher jeden einzelnen Cent, des vergleichsweise höheren, Eintrittspreis gerecht wird.

Bilder Erlebnis-Zoo Hannover

Fazit Erlebnis-Zoo Hannover

Der Erlebnis-Zoo Hannover ist ein sehr vielseitiger Tierpark in dem man ohne größere Probleme mehrere Stunden verbringen kann. Zwar sind die Tiergehege, durch den begrenzten Platz des Zoos, bei Weitem nicht so riesig wie im Tier- und Freizeitpark Flamingo Land in der englischen Grafschaft Yorkshire, weswegen man kaum eine Giraffe hinter einem Strauß hinterherjagen sehen wird, aber dennoch mehr als nur ausreichend groß; die Tiere zumindest scheinen allesamt in einem guten gesundheitlichen Zustand zu sein und das sollte im Allgemeinen das Ziel eines jeden Tierparks sein.  Für Spätentschlossene und Sparfüchse gibt es im Übrigen die Möglichkeit eines reduzierten Eintrittspreises in den letzten Öffnungsstunden des Parks, sofern der Park nicht hoffnungslos überfüllt ist eine durchaus angenehme Alternative.

 

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Ungewöhnliche Perspektiven in einem seltsamen Park

Flamingo Land

Der Tier- und Freizeitpark Flamingo Land im englischen Yorkshire ist einer der interessantesten Freizeitparks im Vereinigten Königreich. Er ist durch seine Hauptattraktionen, darunter vor allem der Suspended Looping Coaster Kumali, seit langer Zeit auf der Must-Do Liste vieler Freizeitparkenthusiasten, aber ist der Freizeitpark denn auch der interessante Teil des Parks?

Tatsächlich ist das Flamingo Land ein sehr seltsamer Park mit einer wirklich bizarren Ausstrahlung. Seine Attraktionswahl in der Vergangenheit war dabei stets interessant, denn unter anderem standen hier Fahrgeschäfte wie der berüchtigte Flight Trainer von Intamin, eine Waikiki Wave von Vekoma oder der transportable Shuttle Loop der Firma Schwarzkopf. Seither haben zwar die Fahrgeschäfte stets gewechselt, die Ausstrahlung des Flamingo Lands blieb aber stets erhalten.

Dino Stone Park

Nun scheint man jedoch erkannt zu haben, dass dieser Weg nicht immer der Beste war, weswegen man nun begonnen hat seine Themenbereiche auszubauen und kompakter zu gestalten. Der neu errichtete Dino Stone Park, der zum Zeitpunkt des Besuchs noch im Bau war, ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Hier befinden sich gleich zwei der drei diesjährigen Neuheiten, wovon die Magic Bikes von Zamperla auch bereits geöffnet haben. Der Junior Twister Coaster, desselben Herstellers war zum Zeitpunkt des Besuches noch nicht errichtet, sollte aber das Angebot der Kinderachterbahnen im Park sinnvoll erweitern.

Splash Battle

Im benachbarten Themenbereich Splosh! widmet man sich ganz dem nassen Element und der Thematik des Fliegens. Die Hauptattraktion in diesem Areal ist die Splash Battle Anlage aus dem Hause Preston & Barbieri, wie man sie in der Form beispielsweise auch im niederländischen Park Walibi Holland und dem französischen Park Walibi Sud Ouest vorfinden kann. Wie immer sind auch hier die Kanonen halbwegs nutzlos, da nicht funktionierend. Sollte man durch die ganzen Wassereffekte nicht nass genug geworden sein, so kann der riesige Wasserspielplatz direkt nebenan Abhilfe schaffen.

Flip Flop

Wenn man nun eine Möglichkeiten zum Trocknen sucht, so ist die beste Adresse dafür definitiv der Fabbri Top Swing Flip Flop. Auch wenn sie sich äußerlich kaum von ähnlichen Anlagen diverser anderer Hersteller unterscheidet, so hat es die Fahrt durchaus in sich. Mit einer wahnsinnigen Beschleunigung schwing der Gondelträger in die Höhe und versucht dabei seine Mitfahrer bestmöglich aus dem Sitz zu katapultieren. So viel Airtime findet man sonst nirgendwo, weswegen die eine oder andere Fahrt für jeden Freizeitparkenthusiasten absolut unausweichlich ist!

Zooom

Trocken geschleudert kann man nun drei Flugmaschinen besuchen, wovon die blau lackierte Zooom am herausstechendsten ist, denn sie versperrt die Sicht auf den wirklich sehr schönen Sky Flyer aus dem Hause Mondial. Die Fahreigenschaften dieser Achterbahn ist wahrlich nicht gut und spiegeln leider die Kompetenz des Herstellers Zamperla bei der Manufaktur von Kinderachterbahnen wieder. Der Ausschwung während der Fahrt ist nicht der Rede wert, wodurch die Anlage im Vergleich zu Turbulencia des Parque de Atracciones de Madrid nicht überzeugen kann. Die eher hässliche Ausstrahlung dieser Anlage kommt dem ganzen auch nicht zugute und eine Fahrtdauer von 4 Runden erst recht nicht.

Sky Flyer

Hingegen könnte diese beim Sky Flyer tatsächlich ein wenig länger sein, denn die ehemalige Anlage aus dem Drayton Manor Theme Park ist durchaus eine Fahrt wert. Wie auch bei den Versionen von HUSS oder Weber kommen bei dieser Überkopfschiffschaukel keine Schulterbügel zu Einsatz, was jedoch nicht unbedingt am Geeignetsten für die Fahrposition ist. Tatsächlich hätte eine Fahrt mit Blick nach innen einiges mehr hergemacht, der Interaktion mit der anderen Gondel zum Trotz, und somit den Fahrkomfort ein wenig erhöht. Nichts desto trotz ist die Fahrt selbst gut und dessen Verlauf wirklich ausgewogen, so dass eine Fahrt auf der mittlerweile eher seltenen Anlage durchaus als Pflicht angesehen werden sollte.

Der Themenbereich Lost Kingdom im Flamingo Land kann als interessantester Themenbereich des Parks angesehen werden, denn er leitet in den Zoo über und kann die beiden Achterbahnen Mumbo Jumbo und Kumali vorweisen, sowie die Bootsfahrt Lost River Ride.

Kumali

Spätestens seit dem Bau von Kumali sind die Blicke in Richtung Yorkshire gerichtet, denn dieser Suspended Looping Coaster der Firma Vekoma war erst die zweite Anlage dieses Typs mit einem anderen Layout innerhalb Europas, sofern man von den beiden Anlagen aus dem spanischen Isla Magica und dem italienischen Gardaland mit ihrer Bonushelix absieht.

Die Fahrt auf Kumali beginnt mit dem Erklimmen des Lifthills, worauf eine abwärtsgeneigte Kurve das erste Gefälle der Anlage einleitet. Wo dieser Teil der Bahn dem eines Standard-SLCs noch recht nahe kommt, so ist alles Folgende anders. Nach einer längeren Kurve folgt sogleich die erste Steigung und zugleich die erste Inversion der Anlage, ein Looping. Dieser wird dann auch genauso durchfahren wie es sein sollte, also mit ordentlichem Druck und einer hohen Geschwindigkeit. Nach dessen kurvigen Ausfahrt fügt sich eine Cobra Roll an und sich recht schön fährt. Kurz darauf wird man auf eine interessanteste Art und Weise in einer ZeroG-Rolle umher geworfen, woraufhin sich eine Steilkurve anschließt, die einem in die Bremsstrecke der Anlage führt.

Kumali ist eine interessante Achterbahn, dessen Fahrkomfort kaum Raum für Beschwerden lässt. Sie fährt sich also durchaus gut, jedoch zugegebener Maßen nicht gerade spannend. Durch die eher seltenen Fahrten kann es natürlich gewesen sein, dass die Anlage nicht ihr volles Potential vorweisen konnte, weshalb mich selbst das Standardlayout mehr überzeugen kann, sofern sich die Anlage so gut fährt wie beispielsweise Infusion im Pleasure Beach Blackpool.

Mumbo Jumbo

Die benachbarte Achterbahn Mumbo Jumbo ist im wahrsten Sinne ein wenig seltsam. Den übersteilen und schnellen Lift erklommen geht es viel zu schnell in eine Kurvenkombination ohne vorhandener Querneigung, die kurz darauf in einem recht steilen 112° Drop überleitet, welcher der Achterbahn bis zu ihrer Ablösung durch den 1° steileren El Loco Coaster aus Fraispertuis City, einen Weltrekord einbrachte. Dieser Drop, so imposant die Fakten auch klingen mögen, ist auf ganzer Linie enttäuschend, denn sobald dieser eingeleitet ist, ist er auch wieder vorbei. Vom Fahrgefühl ist er kein Vergleich mit denen eines Gerstlauer Eurofighters die allesamt ausgeprägtere Kräfte vorweisen können und deutlich höher daherkommen. Mit einer kleinen seitlichen Drehung geht es sogleich zur ersten Blockbremse hinauf.

Nun folgt eine Kurve, die man durchaus öfters in diversen Achterbahnen verbauen könnte, denn sowohl auf Holzachterbahnen des Herstellers GCI wie auch hier macht der nach außen geneigte Streckenabschnitt durchaus sehr viel her. Leider ist dieser Part sehr schnell wieder vorbei und eine scheinbar konventionelle Kurve schließt sich an, die jedoch gegen Ende immer mehr an Neigung zugewinnt und einem kurzerhand Überkopf stellt. Das Fahrgefühl der Hangtime ist hierbei sehr ausgeprägt und man ist schon einigermaßen froh kurz darauf in einem halben Looping in Richtung Boden zu stürzen, wo man dann auch das erste Mal an der tiefsten Stelle der Fahrt angekommen ist. Die Fahrt ist jedoch noch nicht zu Ende und eine weitere Steigung mit anschließender kaum regulierender Blockbremse schließt sich an. Es folgt die letzte traditionelle Kurve, die in einer abwärtsführenden Heartlineroll mündet – dem tatsächlich interessantesten Element der Fahrt. Eine belanglose Kehrtwende in Form eines Immelmann Turns schließt sich an, woraufhin die Fahrt alsbald endet.

Obwohl die Fahrt von außen interessant wirkt und sich von innen Zweifelslos auch interessant fährt, so ist dieser Achterbahntyp nicht das wofür ihn viele anpreisen. Im Vergleich zu der Vorgängerachterbahn den Screaming Squirrels trifft die El Loco Reihe des Herstellers S&S zwar den Nerv der Zeit und konnte sich dementsprechend schon öfters etablieren, dennoch könnte die Fahrt meiner Meinung nach selbst ein wenig verrückter oder wilder sein. Nennenswerte Wiederholungsfahrten blieben daher aus – was hier jedoch auch an der hohen Wartezeit dank Einwagenbetrieb lag.

Lost River Ride

Bei warmen Temperaturen, die am Besuchstag nun wirklich nicht vorhanden waren, ist die Spillwater/Bootsfahrt Lost River Ride sicherlich eines der interessantesten Fahrgeschäfte des Freizeitparks Flamingo Land. Wie auch bei der Sambesi-Bootsfahrt im Erlebnis-Zoo Hannover oder auch der Jungle Mission im belgischen Bellewaerde Park führt die Fahrt an einigen Gehegen vorbei, bietet jedoch einen durchaus längeren Stopp in der Blockbremse bei der überaus großzügigen Savanne, wo man auch mal einer Giraffe hinter einem Strauß herlaufen sieht.

Kurz darauf geht es recht ungewöhnlich, und auch recht schnell sobald das Boot in entsprechender Schräglage geraten ist, via Kabellift nach oben. Nach einer eher langweiligen Gerade in einem Gebäude – bei der es mich eigentlich gewundert hat nicht noch durch eine Voliere zu fahren –, folgt der von außen recht markante Drop und ein bisher unerlebtes Gefühl des Nasswerdens. Obwohl ich bislang jeden Spillwater – beziehungsweise Shoot the Chutes – der mir über den Weg gelaufen ist gefahren bin, ist mir noch nie passiert erst einmal von der einen Seite komplett durchnässt zu werden und kurz darauf noch mal von der anderen.

Der Zoo

Triefend nass geht es also nun in den Zoobereich des Freizeitparks, welchen ich jeden wirklich nur empfehlen kann. Wirklich alle Tiere haben hier sehr viel Freiraum, auch ist die Einsichtbarkeit der Gehege meist nur von oben möglich oder indem man gerade an ihnen in einem Boot vorbei schippert, so beispielsweise beim Löwengehege innerhalb des Lost River Rides. Wo Ich noch Tage zuvor dachte die Gehege im Bellewaerde Park seien größer als all jene bislang gesehene, so wurde Ich hier eines besseren belehrt. Würde es einem als Freund der Freizeitparkkultur nicht immer in die anderen Bereiche ziehen, so könnte man hier locker den ganzen Tag verbringen. Andererseits verbinden eine Seilbahn und der Peoplemoover, eine Monorail mit Kuhzug, die beiden Parkenden miteinander.

Mischief Mansion

Die Muddy Duck Farm, wie der Kinderbereich Children’s Planet sind zwei kleinere Bereiche im Flamingo Land, die vor allem kleineren Kindern gewidmet sind. Diese können sich – im Übrigen als einzige – auf dem Go Gator vergnügen, oder die originelle und schön gestaltete Themenfahrt Mischief Mansion, sowie dem zugehörigen interaktiven Walkthrough Little Monsters Exploratorium amüsieren.

Cliff Hanger

Im wunderschön gestalteten Themenbereich Seaside Adventure, auf der anderen Seite des Freizeitparks Flamingo Land, kann man neben mehreren Kinderfahrgeschäften eine Fahrt auf dem S&S Combo Tower Cliff Hanger wagen. Da ich bislang nur die Ehre hatte den einen oder anderen Space Shot fahren zu dürfen, die meist doch eher einen recht mauen Fahrverlauf aufweisen konnten, war meine Erwartung an die Fahrt auf dem Cliff Hanger wirklich sehr niedrig; die abnormal ausgeprägte Airtime sowohl beim Schuss nach oben, wie auch beim Schuss nach unten konnten mich ziemlich schnell von einem Gegenteil überzeugen. Ein absolut genialer Turm!

Der letzte Themenbereich des Parks und zugleich der Bereich rund um den Eingang hört auf dem Namen Metropolis. Dieser kommt im Bereich um den Launched Coaster Velocity recht einheitlich gestaltet daher; es gibt jedoch noch ausreichend Bedarf für das eine oder andere Makeover im restlichen Bereich dessen. So ist der Platz mit der Fahrradhochbahn, dem Baloonrace und der kleinen Kinderachterbahn Runaway Train nun wirklich keine Schönheit.

Hero

Um den hinteren Bereich Metropolis ein wenig aufzuwerten hat man sich für die Volare Hero als dritte Neuheit in diesem Jahr entschlossen. Ob es dabei richtig war die Wilde Maus, aus dem Hause Maurer Söhne, in Zahlung zu geben sei dahingestellt. In England ist die geplante Anlage zumindest eine Neuheit, welche durchaus etwas Aufsehen erregen kann.

Velocity

Die letzte Achterbahn und zugleich die beste des Freizeitparks Flamingo Land ist die Motorradachterbahn Velocity aus dem Hause Vekoma, welche den Prototypen aus dem niederländischen Themenpark Toverland in tatsächlich jedem Punkt mit Leichtigkeit in den Schatten stellt. Diese Bahn ist von den Fahreigenschaften einfach nur überragend. Der Launch zieht ordentlich und die anschließenden Kurven werden mit genau dem richtigen Maß an Geschwindigkeit durchfahren, wodurch durchaus ausgeprägte Kräfte entstehen, welche sich auch auf dem Hügel gegen Ende der Fahrt auch im negativen Bereich bemerkbar machen.

Wer Velocity gefahren ist muss sich eigentlich wundern, dass es bislang noch recht wenige Motorbike Coaster aus niederländischer Produktion gibt, immerhin verkaufen sich die Kopien dieses Fahrprinzips ja auch, wobei die Fahrposition an sich nie direkt kopiert wurde. Die Fahreigenschaften des englischen Exemplars sind zumindest in jeder Hinsicht erhaben und die Fahrt durch die kurvenreiche Strecke macht einiges her, so dass man sich nur wünschen könnte des Öfteren in Europa ein Exemplar aus genau dieser Schmiede vorfinden zu können.

Bilder Flamingo Land

Fazit Flamingo Land

Das Flamingo Land ist ein echt toller Tier- und Freizeitpark. Leider neigt der Park dazu seine zahlreichen und wirklich guten Fahrgeschäfte nicht wirklich gut zu präsentieren. Hier kann man nur darauf hoffen, dass eine ansehnliche Präsentation in Zukunft zum Standard des Freizeitparks gehört – stellenweise ist der Park ja auch heute schon überraschend gut gestaltet. Mit dem großzügigen Tierbereich des Parks hat man zumindest einen guten Besuchsgrund, welcher durch den Freizeitparkbesuch großartig abgerundet wird.

 

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Ein Nachmittag in Hamburgs Tierpark

Tierpark Hagenbeck

Der am 07. Mai 1907 eröffnete Tierpark Hagenbeck zählt mit dem Erlebnis-Zoo Hannover zu den bekanntesten Vertretern seiner Art in Norddeutschland und befindet sich seit jeher in Familienbesitz. In dieser recht langen Zeitperiode wurde einiges an skurrilen Sehenswürdigkeiten geboten, jedoch glücklicher Weise auch wieder abgeschafft.

Es ist daher kaum verwunderlich das man im Park immer wieder auf Überbleibsel vergangener Tage stößt, seien es die Dinosaurierfiguren am Parkrand oder die Oldtimerfahrt ins Märchenland der Gebrüder Ihle, welche seit dem Jahr 1952 ihre Runden im Park dreht. Deutlich anschaulicher sind die teilweise unter Denkmalschutz stehenden Gehege.

Der Park selbst ist wunderbar gestaltet kann jedoch kein durchgehendes Leitmotiv erkennen lassen, was unter anderem an der völlig willkürlichen Wegführung liegt. Der Rundgang stößt andauernd auf Kreuzungen seiner selbst und so wandert man von einem Themenbereich in den anderen um dann erneut im gleichen Bereich zu landen. Ausnahme bildet das Eismeer, bei dem ein recht langer Rundgang innerhalb eines Bergmassivs absolviert wird.

Nachdem das NDR Maskottchen Antje im Jahr 2003 verstarb fehlte es dem Zoo nicht nur an einem Walross, sondern auch an einem koketten Vorzeigetier. Mit dem 20 Millionen Euro teurem Eismeer eröffnete in diesem Jahr ein durchaus sehenswerter Themenbereich, dessen Hauptattraktion bislang eine neue Walrossdame ist. In diesem Bereich kann man durchaus die ein oder andere Minute verbringen, sofern einem das Kindergeschrei in den Gängen nicht irgendwann zu sehr auf den Geist geht.

Eine der weiteren Attraktion des Parks wurde leider vor einiger Zeit eingestellt, was den Tieren ansich auch besser bekommt. Der Ritt auf dem Rücken eines Elefanten war ein einzigartiges Erlebnis und prägte das Bild Hagenbecks, wie auch die Möglichkeit die Elefanten zu füttern. Letzteres ist auch heute noch möglich, wenn auch nur mit Obst und Gemüse, welches man für eine kleine Spende beim Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck e.V. erwerben kann. Auch wenn der Elefant sich dabei stets bemüht sich möglichst lang zu machen, so empfiehlt es sich selbst lange Arme zu besitzen um den Tieren das Futter überhaupt reichen zu können.

Weitere  bemerkenswerte Gehege sind zu einem das Orang-Utan Haus, sowie der  Pavianfelsen, bei denen man einen wirklich guten Blick auf die Affen erhaschen kann. Seltsam ungewohnt zeigt sich der Blick auf die Löwen, welche sich königlich über den Köpfen der Zuschauer befinden und somit ohne Probleme endlich mal gesehen werden können. Ähnlich zuschauerfreundlich zeigt sich auch das großzügig angelegte Bärengehege.

Das Gastronomische Angebot des Parks fällt eher gering aus. Es verwundert einen doch schon sehr, dass in einem Park dieser Größe kein größeres Restaurant vorzufinden ist. Stets trifft man auf Imbissbuden, welche alle dem Charme von Kirmesbuden teilen und stets befindet sich eine große Menschenmeute davor. Die Anzahl der Besucher könnten einen so viel mehr Möglichkeiten bieten, was der Weltvogelpark im niedersächsischen Walsrode eindrucksvoll bewiesen hat.

Bilder Tierpark Hagenbeck

Fazit Tierpark Hagenbeck

Der Tierpark Hagenbeck ist ein großartiger Zoo mit einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis. Zwar verzichtet man auf ein stimmiges Gesamtkonzept in der Gestaltung, dafür kann aber die Parkanlage an sich schon sehr überzeugen. Die Anzahl der zu beobachtenden Tiere ist groß und es mangelt nicht an Interaktivität mit Ihnen, dennoch könnte man sicherlich eine Freiflugvoliere mit Allfarbloris in das Angebot des Parks eingliedern lassen.

 

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