Auf nach Carowinds

Carowinds

Ich wollte schon immer zu Carowinds. Als der Buzzed Bars Coaster Club sein Stumble 325 Event ankündigte, konnte ich es kaum erwarten, endlich in den Park zu fahren. Es war ein zweitägiges Event mit vielen coolen Aktionen. So gab es am Morgen des zweiten Tages eine Fury 325 Backstage Tour und vieles mehr. Generell freue ich mich immer, Zeit mit Gary, Latifa, Matt und all den anderen zu verbringen. 

Thunder Road

Der Themenbereich Thunder Road ist nach der Holzachterbahn Thunder Road benannt, die von einem Bundesstaat in den anderen und wieder zurück fuhr. Eine identische Achterbahn kann man heute noch in den Schwesterparks Kings Island und Kings Dominion erleben.

Intimidator

Der Intimidator ist der klassische Hyper Coaster hier bei Carowinds. Das Layout besteht hier aus mehreren Camelbacks, die mit ordentlich Speed durchfahren werden, was zu einer wunderbaren Floating Airtime führt, also Airtime, die einen recht ruhig und harmonisch aus dem Sitz abheben lässt.

Nach dem First Drop führt uns der Weg direkt auf einen Hügel, auf dem wir nach rechts abbiegen. Es folgt ein klassischer Camelback, der in den großen Horseshoe Turn mündet. Nach zwei weiteren Airtimehügeln geht es in die Zwischenbremse der Anlage. Nach einem kurzen Drop und einer anschließenden Auffahrt geht es in eine Steilkurve. Nach einem weiteren Drop erreichen wir die Endbremse der Anlage.

Der Intimidator ist ein wirklich guter Hyper Coaster aus dem Hause B&M, der leider etwas darunter leidet, dass in einer anderen Ecke des Parks eine sehr ähnliche Achterbahn steht. Dennoch macht eine Fahrt hier vor allem im hinteren Teil des Zuges unglaublich viel Spaß und sollte daher auf keinen Fall ausgelassen werden.

Kiddy Hawk

Das Layout der Achterbahn Kiddy Hawk ist ein bewährter Klassiker aus dem Hause Vekoma, hier allerdings als Suspended Family Coaster ausgeführt. Dementsprechend beginnt die Fahrt mit einer kurzen Kurve aus der Station, nach der bereits der Lifthügel wartet. Sofort geht es in eine Linkskurve mit anschließender Aufwärtshelix, durch ein kurzes Tal und eine weite Rechtskurve nahe der Station. Über einen Hügel überquert man die soeben befahrene Strecke, worauf man in einer weiteren Helix etwas an Höhe verliert. Nach einer Linkskurve wartet die Bremsstrecke und die Fahrt endet. Hier in Carowinds fährt sich die Anlage leider alles andere als schön, weshalb ich von einer Fahrt abraten würde.

Nighthawk

Im Zentrum des Freizeitparks Carowinds steht die Achterbahn Nighthawk. Es handelt sich um den ersten Flying Coaster der Welt, der von 2000 bis 2003 als Stealth im California’s Great America stand. Hier in Carowinds hatte die Achterbahn zunächst ein Star Trek Thema, welches aber mit der Übernahme von Cedar Fair im Jahr 2008 aufgegeben wurde. Leider war die Anlage bei meinem Besuch außer Betrieb.

Camp Snoopy

Camp Snoopy ist der große Kinderbereich des Freizeitparks Carowinds. Hier gibt es eine Vielzahl von Fahrgeschäften für die ganze Familie, darunter auch zwei Achterbahnen.

Peanuts Pirates

Wenn man weit über 100 Freizeitparks besucht hat, fallen gewisse Parallelen zwischen den Parks auf, aus denen sich Regeln ableiten lassen. Eine davon ist, dass ein Park mit einer Mack Rides Seesturmbahn kein schlechter Park sein kann. Peanuts Pirates ist ein solches Fahrgeschäft. Wie immer ist die Fahrt eine Klasse für sich und sollte keineswegs ausgelassen werden.

Wilderness Run

Wilderness Run ist die große Familienachterbahn von E&F Miller Industries. Das große Layout bietet nicht nur die gewohnt wilden Kurven, sondern auch einen großen Airtimehügel gleich zu Beginn der Fahrt.

Woodstock Express

Der Woodstock Express ist die kleinere der beiden Holzachterbahnen von Carowinds. Die Fahrt durch das kompakte Layout der lila-gelb lackierten Achterbahn beginnt nach einer kurzen Rechtskurve mit dem Erklimmen des Lifthügels. Oben angekommen geht es gleich in die erste Abfahrt. Mit ca. 56 km/h geht es nun durch das erste Tal, nach dem uns bereits eine Wendekurve in luftiger Höhe erwartet. Nach einer weiteren Abfahrt rasen wir über einen kleinen Speedbump, bevor wir die Holzkonstruktion durchqueren und auf der anderen Seite der Anlage eine weitere Wende einleiten. Nun geht es ein Stück über Stock und Stein, bevor wir unterhalb der ersten Wende in die Holzkonstruktion eintauchen und deren Verlauf folgen. Wieder unter freiem Himmel tauchen wir in einen kleinen Dip ein, danach befinden wir uns auch schon auf der Bremsstrecke der Achterbahn und die lustige Holzachterbahnfahrt ist bald zu Ende.

Crossroads

Afterburn

Die Achterbahn Afterburn ist der große B&M Inverted Coaster des Freizeitparks. Die Achterbahn schmückt den hinteren Eingang des Parks.

Die Fahrt auf Afterburn beginnt mit der Einfahrt in den Lifthügel der Achterbahn. Oben angekommen geht es sofort in eine Steilkurve. Nach einer rasanten Talfahrt geht es in einen riesigen Looping. Direkt danach geht es durch einen ebenso riesigen Immelmann in eine Zero-G Roll. Nun folgt ein für einen Inverted Coaster sehr ungewöhnliches Element, ein Batwing, bei dem wir gleich zweimal auf dem Kopf stehen und durch einen nebelverhangenen Tunnel fahren. Nach einem kurzen Hügel an der Station vorbei geht es noch in einen Korkenzieher und nach einer Kurve in die Bremsstrecke der Anlage.

Afterburn ist ein sehr guter Inverted Coaster, der durch die Abfolge der Elemente besticht. Die Fahrt selbst ist nicht ganz so kraftvoll wie bei anderen größeren Inverted Coastern, so dass man hier problemlos Runden um Runden drehen kann.

Boo Blasters on Boo Hill

Die interaktive Themenfahrt Boo Blasters on Boo Hill wurde ursprünglich 2001 unter dem Namen Scooby-Doo! and the Haunted Mansion eröffnet. Damals führte die Fahrt in der Mystery Machine noch durch zweidimensionale Szenen mit den Figuren der bekannten Hanna-Barbera-Serie, in denen man eigene Effekte auslösen und am Ende den Bösewicht entlarven konnte. Jetzt gibt es nur noch Geister. Das ist immer noch sehr kitschig und nett gemacht, aber den Geist der ursprünglichen Attraktion fängt Boo Blasters on Boo Hill leider nicht mehr ein.

Southern Star

Southern Star ist das zweite Looping Starship, das ich auf meiner Stumbled Runner Tour getroffen habe. Im Gegensatz zur Anlage in Kings Dominion braucht die Southern Star etwas länger, um den Überschlag zu schaffen. Die Hangtime ist wie immer eine Klasse für sich.

Plants vs. Zombies

Das interaktive Theater Plants vs. Zombies ist ein interessantes Erlebnis. Hier spielt man in zwei Teams gegeneinander, wobei man durch die vielen Mitspieler leider schnell den Überblick verliert. Insgesamt eine sehr nette Attraktion mit Videospiellizenz.

Blue Ridge Junction

Wie gut Cedar Fair seine Themenparks inszeniert, zeigt der Themenpark Blue Ridge Junction. Hier steht neben dem Flying Scooters Mountain Gliders die Achterbahn Copperhead Strike.

Copperhead Strike

Copperhead Strike ist eine ganz besondere Achterbahn des Herstellers Mack Rides, da sie einen Wendepunkt im Designprozess des Herstellers darstellt. So überrascht die Achterbahn mit vielen bisher unbekannten Features.

Das fängt schon bei der Heartline Roll aus der Station an, die man hier mit ordentlicher Hangtime durchfährt. Nach einer Kurve geht es dann in den ersten Launchbereich. Nach einem kurzen Stopp beschleunigen wir sofort in einen fast kreisrunden Looping. Wo wir diesen noch mit ordentlich Hangtime erlebt haben, katapultiert uns der anschließende Airtimehügel fast aus dem Wagen. Kaum wieder im Sitz, geht es sofort in einen intensiven Korkenzieher. Nach einer Rechtskurve geht es in der Bayernkurve ein wenig über Berg und Tal, bevor wir in den zweiten Launchbereich einfahren. Dieser beschleunigt uns über einen Hügel direkt in einen Airtimehügel mit anschließendem Cutback. Nach einer schwungvollen Kurve geht es in den zweiten Looping, der mit ordentlicher Geschwindigkeit durchfahren wird. Nach einem Hügel durch den ersten Looping führt uns die Strecke durch zahlreiche Kurvenwechsel, eine Helix und einen weiteren Airtimehügel, bevor wir die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Copperhead Strike ist die bisher beste Achterbahn von Mack Rides. Die Strecke ist unglaublich dynamisch und kann mit einigen wirklich atemberaubenden Elementen aufwarten. Auch die sehr originelle Streckenführung spricht für sich. Alles in allem eine sehr gute Achterbahn.

Carolina Harbor Waterpark

Der Freizeitpark Carowinds bietet mit dem Carolina Harbor einen Wasserpark, der im Eintrittspreis enthalten ist. Carolina Harbor verfügt über eine Vielzahl von atemberaubenden Wasserrutschen. Da diese die einzigen Wasserattraktionen im Freizeitpark sind, erfreut sich der Park vor allem im Sommer großer Beliebtheit.  Leider war der Wasserpark bei meinem Besuch nicht geöffnet.

Country Fair

Der Themenbereich Country Fair beherbergt zahlreiche Fahrgeschäfte, von denen die meisten schon einige Jahre waren. Neben dem Zierer Wellenflug Zephyr finden sich in diesem Bereich der Mondial Top Scan Electro Spin, der Mack Rides Musik Express Rock ’n‘ Roller und der Vekoma Boomerang Flying Cobras.

Flying Cobras

Die ursprünglich als Carolina Cobra eröffnete Achterbahn stammt aus dem leider geschlossenen Geauga Lake Freizeitpark. Seit 2009 steht die Achterbahn Flying Cobras im Park. Dank der neuen Züge ist die eher ruppige Achterbahn immer noch angenehm zu fahren.

Carolina Boardwalk

Der Carolina Boardwalk führt uns an die Strände der beiden Südstaaten. In diesem Bereich befinden sich drei der familienfreundlichsten Achterbahnen des Parks.

Carolina Goldrusher

Carolina Goldrusher ist der klassische Mine Train von Carowinds. Die Fahrt führt zunächst am Abstellgleis der Achterbahn vorbei, bevor es in den ersten Lifthügel geht. Oben angekommen geht es zunächst auf einer langen Geraden in eine Rechtskurve. Mit zunehmender Geschwindigkeit geht es dann in eine lange Helix. Gemächlich nähern wir uns dem zweiten Lift. Auch hier geht es über eine lange Gerade und dann in eine rasante Abwärtshelix. Nach einem kurzen Anstieg führt uns die Strecke nach einem Drop in einen Tunnel. Ein letzter Anstieg führt uns direkt in die Bremsstrecke der Anlage, wo unsere lustige Fahrt bald zu Ende geht.

Carolina Cyclone

Die Arrow Looping-Achterbahn Carolina Cyclone war die erste Achterbahn mit vier Inversionen. Das Layout wurde später von Vekoma in Lizenz mehrfach in Europa gebaut, wo es unter anderem in den Freizeitparks Efteling und Gardaland zu erleben ist. Hier im Carowinds ist die Fahrt etwas schneller, allerdings auch etwas holpriger.

Ricochet

Ricochet ist die klassische Wilde-Maus-Achterbahn von Carowinds. Sie ist nicht ganz so totgebremst, wie es in Amerika oft der Fall ist, und bietet daher eine recht angenehme und rasante Fahrt. Aufgrund der geringen Kapazität kann es zu längeren Wartezeiten kommen, weshalb ein Besuch in den frühen Morgenstunden zu empfehlen ist.

Carousel Park

Der Carousel Park hat seinen Namen durch das Grand Carousel. In diesem Bereich befinden sich auch die Stand-Up-Achterbahn Vortex und das klassische Fahrgeschäft Scrambler.

Vortex

Seit 1992 ziert die Achterbahn Vortex den vorderen Teil des Freizeitparks. Nach der gleichnamigen Schwesteranlage in California’s Great America ist sie die dritte Achterbahn des Herstellers B&M.

Die Fahrt auf Vortex beginnt gleich mit dem Lifthügel der Achterbahn. Oben angekommen geht es in einer Steilkurve direkt in den Looping der Anlage. Nach einem geschwungenen Hügel geht es in eine intensive Helix. Danach folgt eine Abfahrt, die uns in den Korkenzieher führt. Zuletzt geht es dann noch durch zwei Kurven, die die Form einer Acht bilden, ehe wir die Bremsstrecke der Anlage erreichen.

Vortex ist eine wirklich schöne Achterbahn. Der Stand-Up Coaster bietet nicht nur hervorragende Fahreigenschaften, sondern auch ein sehr intensives, aber nicht überladenes Layout. Das Fahren im Stehen macht hier einfach Spaß.

Thrill Zone

Der leider recht generische Themenbereich Thrill Zone beinhaltet die größten Thrill-Maschinen des Freizeitparks. Neben den Achterbahnen Hurler und Fury 325 findet man hier den großen Freifallturm Drop Tower und die grandiose Schwarzkopf Enterprise Scream Weaver.

Hurler

Der Hurler ist eine der unbeliebtesten Holzachterbahnen der Welt. Nach einem großen Drop führt das Layout zunächst über eine lange Gerade und dann in eine bodennahe Rechtskurve. Es folgen drei Hügel, die jedoch eher verhalten befahren werden. Nach einer weiteren Kurve folgen zwei weitere Hügel. Eine Wendekurve führt erneut in einen Hügel. Danach folgt die letzte Kurve, die uns in die Bremsstrecke der Achterbahn führt.

Die Fahreigenschaften der Achterbahn Hurler sind gut, aber die Strecke ist unglaublich langweilig. Hier passiert so gut wie nichts. Gerade im Vergleich zu Kings Dominions Twisted Timbers, die früher das gleiche Layout hatte, sieht man, wie viel Potential man aus der groben Streckenführung noch herausholen kann. Während die eine Bahn nun die Spitze der Rankings für sich beansprucht, verrottet die andere leider im Keller. Hier wäre es schön, wenn Cedar Fair auch diese Anlage dem RMC Treatment unterziehen würde.

Fury 325

Kaum eine Achterbahn prägt den Freizeitpark Carowinds so sehr wie der B&M Hyper Coaster Fury 325, der den Eingangsbereich des Freizeitparks ziert. Die 325 ft hohe Achterbahn hat ein für den Hersteller sehr ungewöhnliches Layout, das statt auf Hügel fast ausschließlich auf wilde Kurvenfahrten setzt.

Die Fahrt auf Fury 325 beginnt gleich mit der Einfahrt in den Lifthügel. Kaum auf einer Höhe von 100 m angekommen, geht es auch schon in den großen Drop. Mit über 150 km/h geht es durch das erste Tal. Kurz darauf biegen wir auf einen großen Hügel nach rechts ab. Nach mehreren Links- und Rechtskurven erreichen wir das große Wendeelement, das sehr an einen Notenschlüssel erinnert. Nach einer langen Abfahrt erwartet uns ein weiterer Hügel, der schnell überwunden wird. Nun führt uns der Weg über einen klassischen Airtimehügel in eine sehr bodennahe Helix. Nach zwei weiteren Hügeln und Kurven erreichen wir die Schlussbremse der Anlage.

Fury 325 ist eine wirklich gute Achterbahn. Das sehr schnelle Layout mit den schön zu fahrenden Kurven spricht für sich. Auch wenn die Achterbahn nicht auf Airtime setzt, so hat sie doch einige wirklich schöne Airtimemomente, die dank der durchgehend hohen Geschwindigkeit besser in Erinnerung bleiben als bei der Achterbahn Intimidator. Kurzum, Fury 325 ist zu Recht eine der besten Achterbahnen Amerikas.

Bilder Carowinds

Fazit Carowinds

Der Besuch im Carowinds hat mir sehr gut gefallen. Der Park hat eine tolle Atmosphäre und ein durchaus solides Achterbahnportfolio. Obwohl ich alles an einem Tag hätte schaffen können, war ich sehr froh, einen zweiten Tag zur Verfügung zu haben. Auch für das Stumble 325 Event des Achterbahnclubs Buzzed Bars hat sich der Besuch mehr als gelohnt.


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Ein toller Tag im Kings Dominion

Kings Dominion

International Street

Betritt man den Park, befindet man sich sofort auf der International Street mit dem großen Brunnen vor dem Eiffelturm. Rechts und links des Brunnens laden einige Geschäfte und Cafés zum Bummeln ein. Ringsherum befinden sich die Zugänge zu den einzelnen Bereichen des Freizeitparks. Über allem thront der von Intamin errichtete Eiffelturm, von dem aus man einen herrlichen Blick über den gesamten Park hat.

Berserker

Während im Freizeitpark Kings Island eine große Schiffschaukel von Intamin steht, geht man in Kings Dominion noch einen Schritt weiter und befördert die Fahrgäste über Kopf. Beserker ist eine der stärksten Looping Starships, die ich bisher fahren durfte. In nur drei Schwüngen erreicht man hier den Kopfstand. Was für eine Fahrt! Schade nur, dass diese Art von Fahrgeschäft so selten geworden ist.

Dominator

Die Achterbahn Dominator prägt den Freizeitparkteil auf der linken Seite der International Street. Das eher ungewöhnliche Streckenlayout verdankt die Achterbahn ihrem Standort im inzwischen leider geschlossenen Geauga Lake Freizeitpark, wo sie zwischen 2000 und 2007 in Betrieb war. Seit 2008 steht die Achterbahn in Kings Dominion.

Die Fahrt mit dem Dominator beginnt mit einem kleinen Drop aus der Station. Es folgt eine S-Kurve und eine Wende, bevor man in den Lift einfährt. Auf einer Ausstiegshöhe von 48 m angekommen, geht es nach einem Predrop sofort in die Tiefe. In einer sehr steilen Rechtskurve nehmen wir Fahrt auf, um dann in den riesigen Looping einzufahren. Mit Vollgas geht es dann durch eine bodennahe Rechtskurve und eine große Steilkurve weit über der Station zum nächsten Element: einer Cobra Roll. Auch diese nehmen wir mit ordentlich Speed und viel Druck. Eine lange Rampe führt uns dann in die Blockbremse. Nach einem weiteren Sturz geht es in die Interlocking Corkscrews, in denen wir wunderbar hin und her gerissen werden. Eine Steilkurve und mehrere bodennahe Kurvenschlenker führen uns dann in die Bremsstrecke der Anlage.

Der Dominator ist eine sehr intensive Achterbahn. Das für B&M eher untypische Layout kann mit einigen Highlights aufwarten, darunter die hier wirklich interessant platzierte Cobra Roll. Dank der schnellen Abfertigung habe ich hier einige Runden gedreht.

Planet Snoopy

Wie in Kings Island ist auch in Kings Dominion der Kinderbereich Planet Snoopy bemerkenswert groß. Ursprünglich als Happy Land of Hanna-Barbera eröffnet, unterhält dieser Bereich bereits seit den 70er Jahren seine Zielgruppe. Im Laufe der Zeit wurde dieser Bereich immer wieder erweitert, bevor mit Paramount der Kindersender Nickelodeon große Teile des Themenbereichs für sich beanspruchte. Im Jahr der Übernahme durch Cedar Fair wurden auch die verbliebenen Hanna-Barbera-Fahrgeschäfte umgestaltet. Als der Lizenzvertrag mit Nickelodeon 2010 auslief, entschied man sich, wie in den anderen Parks der Gruppe, auf die bekannten Peanuts-Figuren zu setzen.

Great Pumpkin Coaster

Mitten im Themenbereich Planet Snoopy befindet sich der Great Pumpkin Coaster. Dabei handelt es sich um eine kleine Familienachterbahn von E&F Miler Industries aus dem Jahr 1997, die ein recht kompaktes Layout aufweisen kann und nur für Familien mit kleinen Kindern geeignet ist. Aus diesem Grund und wegen der doch etwas längeren Wartezeit habe ich auf eine Fahrt verzichtet.

Woodstock Express

Gleich nebenan befindet sich der Woodstock Express, die kleinste der drei Holzachterbahnen im Freizeitpark Kings Dominion. Die Fahrt durch das kompakte Layout der komplett blau lackierten Achterbahn beginnt nach einer kurzen Rechtskurve mit dem Erklimmen des Lifthügels. Oben angekommen geht es gleich in die erste Abfahrt. Mit ca. 56 km/h geht es nun durch das erste Tal, nach dem uns bereits eine Wendekurve in luftiger Höhe erwartet. Nach einer weiteren Abfahrt rasen wir über einen kleinen Speedbump, bevor wir die Holzkonstruktion durchqueren und auf der anderen Seite der Anlage eine weitere Wende einleiten. Nun geht es ein Stück über Stock und Stein, bevor wir unterhalb der ersten Wende in die Holzkonstruktion eintauchen und deren Verlauf folgen. Wieder unter freiem Himmel tauchen wir in einen kleinen Dip ein, danach befinden wir uns auch schon auf der Bremsstrecke der Achterbahn und die lustige Holzachterbahnfahrt ist bald zu Ende.

Boo Blasters on Boo Hill

Die interaktive Themenfahrt Boo Blasters on Boo Hill wurde ursprünglich unter dem Namen Scooby-Doo! and the Haunted Mansion im Jahr 2004 eröffnet. Damals führte die Fahrt in der Mystery Machine noch durch zweidimensionale Szenen mit den Figuren der bekannten Hanna-Barbera-Serie, in denen man eigene Effekte auslösen und am Ende den Bösewicht entlarven konnte. Jetzt gibt es nur noch Geister. Das ist immer noch sehr kitschig und nett gemacht, aber den Geist der ursprünglichen Attraktion fängt Boo Blasters on Boo Hill leider nicht ein, obwohl die Warteschlange durch den Sumpf wirklich gut gemacht ist und der Bahn eine schaurig schöne Atmosphäre verleiht.

Jungle X-pedition

Der neue Themenbereich Jungle Expedition zeigt, wie gut Cedar Fair seine Bereiche gestalten kann, wenn sie nur wollen.  Die Hauptattraktion in diesem Bereich ist die neue Achterbahn Tumbili – eine Free Spin Achterbahn von S&S – die bei meinem Besuch allerdings nur einige Testfahrten am Nachmittag absolvierte und ansonsten den ganzen Tag geschlossen war.

Reptilian

Die Achterbahn Avalanche fuhr früher im typischen Schweizer Bobbahnstil mit Zügen aus verschiedenen Nationen durch einen weißen, mit Gummiabrieb verzierten Kanal. Heute heißt die Bahn Reptilian und die Strecke ist leuchtend orange. Auch die Züge sind nun einheitlich gestaltet.

Nach dem Lifthügel nehmen wir in einer Helix langsam Fahrt auf. Mit etwas Speed geht es zunächst über eine längere Rampe und durch eine Blockbremse. Nun folgen in schnellem Wechsel mehrere Links- und Rechtskurven. Zuletzt rasen wir durch eine Abwärtshelix, die gleich von einer Aufwärtshelix abgelöst wird. Nach diesem fulminanten Finale erreichen wir die Schlussbremse und unsere lustige Fahrt geht leider zu Ende.

Backlot Stunt Coaster

Vorbei an Arachnidia – einem Eli Bridge Scrambler aus dem Jahr 1976 – geht es nun zum Backlot Stunt Coaster. Die zu Paramount-Zeiten als Italian Job: Stunt Track eröffnete Achterbahn ist ein Special Effects Coaster von Premier Rides und kann, wie der Name schon sagt, mit einigen Spezialeffekten aufwarten. Darüber hinaus bietet die kompakte Anlage einige weitere Überraschungsmomente.

Den ersten gibt es gleich zu Beginn der Fahrt. Der Abschuss in Richtung Parkhaus, wo man sich dann in einer immer enger werdenden Helix nach oben schraubt, ist ein fulminanter und vor allem atemberaubender Start. Noch nie wurde ich so stark in den Sitz gepresst wie hier. Nach der 900° Helix bleibt nur eine kurze Verschnaufpause, denn sofort geht es steil bergab. Im Tal geht es nun in kleinen, kaum geneigten Kurven vorbei an Polizeiautos, Werbetafeln und Containern. Am Ende der Passage wechseln wir in einer Immelmann-Kurve die Richtung, bevor wir einen Hügel erklimmen. Nach einer kurzen Rechtskurve geht es in einer weiten Linkskurve wieder in ein Tal. Kurz darauf geht es hinauf zur großen Spezialeffekt-Szene. Mit viel Getöse wird ein Hubschrauber angegriffen und zumindest theoretisch ein Feuereffekt ausgelöst. Kurz darauf werden wir durch einen Tunnel beschleunigt. Es folgt eine Steilkurve nach rechts, bevor wir nach einem Richtungswechsel auf das Licht am Ende des Tunnels zusteuern. Dann geht es durch ein ausgetrocknetes Wasserbecken und nach einer weiteren Kurve wartet das Ende der Fahrt auf uns.

Der Backlot Stunt Coaster ist eine sehr sehenswerte Achterbahn mit netten Fahrelementen und sehr vielen Effekten, die hier im Park leider nicht mehr verwendet werden. Die Fahrt ist sehr rasant und durch den Start in der dreifachen Helix auch überraschend intensiv. Auf jeden Fall ist die ehemalige Blockbuster-Achterbahn ganz großes Kino in Kings Dominion!

Anaconda

Ich liebe große Arrow Loopingachterbahnen und war nach der Fahrt mit Kings Islands Vortex sehr gespannt auf die Fahrt mit Anaconda. Zumindest von außen sieht die große Loopingachterbahn sehr vielversprechend aus.

Nachdem wir den 39 Meter hohen Lifthügel erklommen haben, geht es auch schon in einer langen Steilkurve nach unten. Mit Schwung geht es dann in einen Tunnel knapp über der Wasseroberfläche. Nach dem sehr druckvollen Tal geht es zunächst eine lange Rampe hinauf, an die sich ein sehr intensiver Looping anschließt. Immer noch in großer Höhe geht es dann in einen Sidewinder. Danach geht es in die Blockbremse der Achterbahn. Jetzt wird die Strecke etwas seltsam, denn wir bahnen uns unseren Weg durch eine interessant gebogene Acht mit ziemlich komischen Übergängen. In einer langgezogenen Rechtskurve nähern wir uns dann den beiden Korkenziehern der Achterbahn, die hier allerdings recht langsam durchfahren werden. Nach einem kurzen Hügel und einer Linkskurve erreichen wir die Bremsen.

Anaconda ist eine sehr wechselhafte Achterbahn, bei der der Anfang der Fahrt richtig stark, der Mittelteil bizarr und das Ende etwas zu langsam ist. Der Loop und der Sidewinder sind die Höhepunkte der Fahrt und machen richtig Spaß. Nach der Blockbremse verliert die Achterbahn etwas an Schwung. Das 8er Schienenknäuel fährt sich etwas komisch und die Korkenzieher darauf werden sehr langsam und fast unangenehm durchfahren. Fazit: Super Start, schwaches Ende.

Flight of Fear

Im gleichen Jahr wie Kings Island’s Flight of Fear eröffnete auch Kings Dominion die gleiche Achterbahn. Beide Achterbahnen sind wegweisend für den Einsatz von LIM-Modulen auf Achterbahnen. Auch hier ist die Warteschlange eine gute Einstimmung auf den anschließenden Weltraumflug.

Wie in Kings Island erfolgt der Start direkt aus der Station. Mit nun voller Geschwindigkeit geht es sofort in die druckvolle Cobra Roll, bevor man nach zwei Kopfständen über den Hallenboden saust. Nach einem druckvollen Tal geht es sofort in einen Sidewinder, bevor wir ein wenig durch den oberen Teil des Parcours cruisen. Nach einigen Kurven werden wir in einer Blockbremse etwas abgebremst, bevor wir uns auf den Weg in den unteren Teil der Bahn machen. In einem ständigen Auf und Ab schrauben wir uns immer weiter nach unten, bevor wir nach einer weiten Linkskurve die Richtung wechseln. Ziemlich schnell nähern wir uns nun wieder dem Hallenboden, woraufhin wir einen weiteren Richtungswechsel vollziehen. Nach zwei weiteren bodennahen Steilkurven befinden wir uns völlig überraschend wieder kopfüber in einem Korkenzieher, woraufhin wir auch schon die Bremsstrecke erreichen und uns kurz darauf in der Ausstiegsstation der Bahn wiederfinden.

Flight of Fear ist eine sehr solide Achterbahn mit einer wirklich schönen Strecke und einer tollen Kulisse. Zum Glück fährt sich die Achterbahn deutlich besser als die Anlage in Kings Island, weshalb ich hier immer wieder gerne eingestiegen bin.

Intimidator 305

Die wohl spektakulärste Achterbahn in Kings Dominion ist der Intimidator 305. Die von Intamin gebaute Anlage punktet vor allem mit einem über 90 Meter hohen Drop und einem sehr bodennahen Layout.

Die Fahrt auf dem Intimidator 305 beginnt mit einem sehr schnellen Lift, wobei einem die Höhe der Fahrt spätestens dann bewusst wird, wenn man den nahen Drop Tower Freifallturm unter sich gelassen hat. Der erste Steilhang lässt einen dann mit fast 145 km/h durch eine bodennahe Kurve mit relativ engem Radius rasen, wobei die Sicht immer mehr eingeschränkt wird, bis man nur noch grau sieht. Doch bevor uns schwarz vor Augen wird, gewinnen wir wieder an Höhe und rasen gleich darauf über einen Airtimehügel. Nun geht es durch eine langgezogene Linkskurve in Bodennähe. Nach einer kurzen Geraden geht es weiter nach links. Nun folgt in schneller Folge eine Reihe von Umschwüngen. Nach einer langgezogenen Rechtskurve folgt der zweite Airtimehügel der Strecke. Ein weiterer Hügel führt uns in eine Rechtskurve, die sehr schnell in eine weitere Linkskurve übergeht. Kurz darauf geht es in die Bremsstrecke der Achterbahn.

Nicht umsonst ist der Intimidator 305 die Knock-off-Maschine von Intamin. Obwohl die erste Kurve bereits nach der ersten Saison entschärft wurde, schränkt sie das Sichtfeld immer noch stark ein, doch spätestens vor der ersten Kuppe ist man wieder bei vollem Bewusstsein. Die folgenden Kurven werden schnell, aber sehr geschmeidig durchfahren, wobei die letzten Kurven etwas unscheinbar sind. Alles in allem ist der Intimidator 305 eine wirklich gute Achterbahn, die vor allem durch den Geschwindigkeitsrausch punktet, der durch das bodennahe Layout entsteht.

Candy Apple Grove

Der Candy Apple Grove ist der große Midway von Kings Dominion mit zahlreichen Fahrgeschäften rechts und links davon. Hier stehen neben dem klassischen Dodgem Autoscooter, ein Karussell, der Wellenflieger Wave Swinger, die HUSS Troika Mad Apple sowie das große Riesenrad Americana.

Delirium

Ein weiteres Highlight in diesem Themenbereich ist die Mondial Revolution Delirium. Im Vergleich zur gleichnamigen Schaukel in Kings Island ist die Anlage hier deutlich dynamischer, was auch an der erfreulich schnelleren Drehung des Gondelkranzes liegt. Die monotone Drehung in nur eine Fahrtrichtung ist leider auch hier vorhanden.

Drop Tower and Windseeker

Zusammen mit dem Windseeker thront der Drop Tower über Candy Apple Grove. Während der Windseeker an windstillen Tagen einen wilden Flug über die Gegend ermöglicht, bietet der Drop Tower einen freien Fall aus 83 Metern Höhe für bis zu 56 Personen auf einmal. Der freie Fall ist wie immer bei Intamin sehr, sehr gut.

Racer 75

Bei der Eröffnung von Kings Island war die zweispurige Holzachterbahn The Racer der Star des Freizeitparks, schließlich war sie damals die längste, höchste und schnellste Achterbahn der Welt. Kein Wunder also, dass diese Achterbahn auch bei der Eröffnung von Kings Dominion nicht fehlen durfte, hier allerdings unter dem Namen Rebel Yell. Mit der Eröffnung des Themenbereichs Candy Apple Grove wurde der Name in Racer 75 geändert.

Die Fahrt auf den zwei Spuren der Achterbahn Racer 75 beginnt gleich mit der vorderen Wende, woraufhin sich nach wenigen Streckenmetern beide Spuren treffen und gemeinsam den Lifthügel erklimmen. Währenddessen haben die Fahrgäste genügend Zeit, sich gegenseitig anzufeuern, was auch den Zusammenhalt im eigenen Zug stärkt; schließlich will man gemeinsam gewinnen. Wie so oft stürzt sich der erste Zug in den Abgrund, während der zweite gerade den Gipfel erreicht hat. Nach einem steilen Tal geht es über einen eher niedrigen Hügel mit anschließendem Bunny Hop, bevor sich die beiden Züge auf der nächsten Kuppe trennen. Während die eine Spur nun nach links führt, biegt die andere nach rechts ab. Mit Schwung und viel Airtime geht es nun durch ein weiteres Tal mit Hügel, an dessen Ende uns die hintere Wende erwartet. War es bisher noch recht einfach, dem anderen Zug zu folgen, wird es nun auf dem Rückweg zum Bahnhof etwas schwieriger. Denn nach einer weiteren Abfahrt und einem herrlichen Airtimehügel treffen wir auf die bereits befahrene Strecke. Parallel zu dieser rasen wir nun über eine Reihe kleinerer Airtimehügel, bevor wir auf Höhe des First Drops endgültig im Wald verschwinden und auf der Bremsstrecke sogar noch mit einem dunklen Tunnel konfrontiert werden. Kurz darauf geht es auch schon wieder zurück zur Station.

Die Fahrt auf dem Racer 75 punktet vor allem durch die tolle Aussicht auf den Freizeitpark, zumindest wenn nur eine der beiden Strecken in Betrieb ist, wie an meinem Besuchstag. Die Fahrt auf dem Racing Coaster mit seinen vielen Airtimehügeln und dem Out-and-Back-Design macht zwar genauso viel Spaß, aber ohne die zweite Spur fehlt doch etwas.

Apple Zapple

Ganz am Ende des Themenbereichs Candy Apple Groove befindet sich die Wilde Maus Apple Zapple. Hier erlebt der Besucher gleich zu Beginn der Fahrt eine große Schussfahrt, bevor es durch Haarnadelkurven und gegen Ende wieder über Hügel geht. Alles in allem eine ziemlich rasante Familienachterbahn.

Twisted Timbers

Die Achterbahn Hurler galt lange Zeit als eine der schlechtesten Holzachterbahnen der Welt. Die Fahrt durch das von bodennahen Kurven geprägte Layout hatte neben den eher schlechten Fahreigenschaften auch keine wirklichen Highlights zu bieten. Im Jahr 2018 wurde die Achterbahn von RMC zu Twisted Timbers umgebaut.

Die Fahrt mit Twisted Timbers beginnt direkt mit einer Rechtskurve, die uns in den Lifthügel der Anlage führt. Oben angekommen geht es zunächst in eine Linkskurve, die sich aber immer mehr zur Seite neigt und schließlich in eine Rolle übergeht. Mit Schwung geht es dann durch das erste Tal, über einen Speedbump und durch eine Steilkurve, bevor es über drei Airtimehügel geht. Mit einem gekonnten Richtungswechsel in einem Cutback-Element geht es über eine weitere Reihe von Airtimehügeln. Danach geht es durch eine weitere Wendekurve und eine weitere Rolle. Nach einer Bayernkurve geht es über weitere Airtimehügel zurück zur Station. Kurz darauf geht es in die Bremse.

Twisted Timbers ist eine verdammt gute Achterbahn und endlich mal eine RMC mit Inversionen, die ich ohne Probleme den ganzen Tag fahren könnte. Das liegt vor allem daran, dass die Achterbahn hier nicht so aggressiv über die zahlreichen Airtimehügel rast wie andere vergleichbare Anlagen. Ohne fast gebrochene Oberschenkel macht die Fahrt einfach mehr Spaß. So gesehen ist Twisted Timbers die derzeit beste RMC-Achterbahn, die ich bisher fahren durfte.

Old Virginia

Der Themenbereich Old Virginia wird vor allem durch die beiden großen Wasserfahrten Shenandoah Lumber Co. und White Water Canyon geprägt, die hier direkt nebeneinander liegen. Leider waren beide Anlagen noch nicht in die Saison gestartet, so dass ich sie am Tag meines Besuches nicht testen konnte.

Grizzly

In den Wäldern des Themenbereichs Old Virginia ist die Holzachterbahn Grizzly nur schwer zu entdecken. Nachdem wir die Bahn durch den Souvenirshop betreten haben, kann unsere Fahrt auch gleich beginnen. In einer langgezogenen Linkskurve nähern wir uns dem Lifthügel der Bahn. Oben angekommen, fahren wir sofort die große Schussfahrt hinunter und biegen dabei nach links ab. Nach einer Steigung durchfahren wir eine langgezogene Wende. Der zweite Drop führt uns direkt in einen Airtime-Hügel und kurz darauf in einen Tunnel mit einem weiteren Airtime-Hügel. Anschließend wechseln wir in einer großen Kurve die Richtung. Ein Hügel führt uns dann neben die bereits bekannte Strecke. Hier fahren wir über einen weiteren Airtime-Hügel, bevor wir eine weitere Wendekurve fahren. Schließlich führt uns eine Reihe von Airtime-Hügeln in die Bremsstrecke der Bahn.

Grizzly ist eine wirklich gute Holzachterbahn. Die Fahrt ist so unberechenbar, dass man es kaum glauben kann. Obwohl die Statistiken der Bahn nicht sehr überraschen, hat das Layout viel zu bieten. Grizzly ist schlicht und einfach eine sehr wilde außer Kontrolle geratene Achterbahn.

Bilder Kings Dominion

Fazit Kings Dominion

Wie auch im Schwesterpark hat mir der Besuch im Kings Dominion sehr gut gefallen. Der Park ist zwar nicht ganz so groß, überzeugt aber ebenfalls mit einem wirklich starken Portfolio an Fahrgeschäften und Achterbahnen. Durch den relativ geringen Andrang an meinem Besuchstag konnte ich hier ohne Probleme alle Fahrgeschäfte ausprobieren und war relativ schnell mit allem durch. Schade nur, dass die neue Achterbahn Tumbili an meinem Besuchstag Probleme hatte. Ich werde auf jeden Fall irgendwann wiederkommen.


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Der glücklichste Ort der Welt

Adventureland

Jingle Cruise

Dank der jüngsten Verfilmung mit Dwayne Johnson als Kapitän war Jungle Cruise die mit Abstand am meisten besuchte Attraktion während meiner Besuche im Magic Kingdom. Das Jingle Cruise Holiday Overlay hat sicherlich dazu beigetragen, dass noch mehr Menschen die Attraktion besuchen wollten, aber es ist auch eine sehr schöne Ergänzung zu der insgesamt großartigen Attraktion. Die Bootsfahrt durch die Gewässer der Welt ist definitiv ein Highlight des Parks, nicht zuletzt dank der schrägen Witze, die während der Fahrt erzählt werden, und dem achten Weltwunder.

Pirates of the Caribbean

Pirates of the Caribbean ist eine der klassischen Disneyland-Themenfahrten, die jeder erleben möchte, doch als das Magic Kingdom eröffnet wurde, war sie nirgends zu finden. Da die Karibik so nah an Florida liegt, dachte man, dass eine Piratenattraktion nicht so beliebt sein würde, stattdessen war eine große Western-Themenfahrt bereits in Planung. Es dauerte nicht lange, und die Pläne wurden geändert, um Pirates of the Caribbean auch im Magic Kingdom zu integrieren. Eine gute Entscheidung, denn die Fahrt ist einfach ein großartiges Erlebnis. Alle Szenen sind klasse und die lose Geschichte von Blackbeards Piraten, die auf der Suche nach Schätzen ein Dorf überfallen, ist insgesamt sehr gut inszeniert.

Walt Disney’s Enchanted Tiki Room

Der Enchanted Tiki Room ist der Archetyp aller elektronischen Vogelshows weltweit und interessanterweise eine der wenigen, die noch existieren. Während die Attraktion in keinem anderen Freizeitpark auf der ganzen Welt gut gealtert ist und selbst die wenigen verbliebenen Shows nur noch zum Gruseln sind, ist der Enchanted Tiki Room einfach nur toll. Die Show hat einen tollen Humor, einen gut durchdachten Handlungsbogen und die Musik ist einfach wundervoll; besonders wenn die Tiki-Totempfähle ins Spiel kommen. Ich bin hin und weg!

Frontierland

Country Bear Jamboree

Während der Enchanted Tiki Room im Adventureland ein beeindruckendes Spektakel ist, kann ich das von der angrenzenden Country Bear Jamboree nicht behaupten. Die Show ist eine Country-Musik-Revue und für das, was sie ist, in Ordnung, aber sie ist nichts Besonderes und ein bisschen langweilig. Kein Wunder, dass eine neue Version der Show bereits in Arbeit ist.

Tom Sawyer Island

Eine der kleineren Attraktionen im Frontierland ist Tom Sawyer Island, die nur mit Flößen erreicht werden kann. Auf der Insel selbst fehlt es ein bisschen an Attraktionen. Es gibt eine Windmühle, ein Fort, ein selten geöffnetes Restaurant und viele tolle Fotomotive in Richtung der Big Thunder Mountain Railroad, aber das war’s auch schon.

Big Thunder Mountain Railroad

Irgendwann in den späten 1800er Jahren wurde am Big Thunder Mountain Gold entdeckt. Über Nacht florierte die kleine Bergbaustadt Tumbleweed unter der Fuchtel des gierigen Minenbesitzers Barnabas T. Bullion. Der Bergbau blühte auf und es wurde ein umfangreiches Netz von Minenzügen eingerichtet, um das Erz zu transportieren. Das Land war jedoch heilig und so führte die Entweihung des Berges durch die Siedler bald zu einer großen Tragödie. Nachdem eine Sturzflut die Minen und die Stadt heimgesucht hatte, wurde das Dorf aufgegeben. Seltsamerweise wurde später entdeckt, dass die Lokomotiven von alleine um den Berg fuhren, ohne Lokführer oder Besatzung, was uns die Möglichkeit gibt, eine Fahrt mit der Big Thunder Mountain Railroad zu unternehmen.

Wir beginnen unsere Fahrt, indem wir das Bergwerk betreten. Nach einer kurzen Kurve nach links und einer nach rechts erreichen wir den ersten Lifthügel. Oben angekommen, nehmen wir in einer abfallenden Linkskurve schnell Fahrt auf. Dann rasen wir durch eine Felsformation, ehe uns eine Wende gefolgt von einer sehr plötzlichen Senke in eine enge Helix führt. Auf einem sehr spaßigen und ruckeligen Streckenabschnitt passieren wir dann das Dorf, bevor wir ein zweites Mal in die Mine eintauchen. Nach einer Linkskurve erreichen wir dann den zweiten Lifthügel. Wieder gewinnen wir in einer schnellen Abwärtskurve etwas an Geschwindigkeit. Dann klettern wir einen Hügel hinauf und fahren oben in eine weitere Helix. Mit hoher Geschwindigkeit nehmen wir dann einige Hügel mit sehr scharfen Übergängen, die uns aus den Sitzen schleudern, bevor wir den dritten und letzten Lifthügel erreichen. Oben auf dem Berg angekommen, geht es zunächst über Stock und Stein, um dann immer mehr an Geschwindigkeit zu gewinnen. Auf eine lange Linkskurve folgt eine Rechtskurve, während wir den Big Thunder Mountain hinter uns lassen. Vorbei an einem Dinosaurierskelett geht es dann in die letzte Kurve der Bahn, die uns direkt in den Bremsbereich führt.

Big Thunder Mountain Railroad ist die perfekte Mine-Train-Achterbahn. Die Version in Paris ist zwar ästhetisch beeindruckender, aber sie fährt sich auch viel sanfter, obgleich das Layout sehr ähnlich ist. Die floridianische Version hat viel mehr skurrile Momente, die das Gefühl der Unkontrollierbarkeit unterstreichen, das man bei einer Fahrt mit einem Geisterzug erwarten sollte. Kurz gesagt: Big Thunder Mountain Railroad ist die perfekte Achterbahn für die ganze Familie.

Splash Mountain

Ursprünglich sollte Splash Mountain den 40. Jahrestag des Films Onkel Remus‘ Wunderland feiern, in dem es Disney zum ersten Mal gelang, Zeichentrick mit lebenden Schauspielern zu verbinden. Der Film ist berühmt für seine Animationen, aber auch sehr umstritten in seiner Darstellung der Zeit, in der er spielt. Nach seinem letzten Kino-Release im Jahr 1984 wurde der Film in Amerika nie wieder veröffentlicht, und er soll auch nicht auf dem Streaming-Dienst Disney+ erscheinen, was ehrlich gesagt eine Schande ist und ein frühes Beispiel für die Cancel Culture darstellt. Es wäre schön, wenn eines Tages eine kommentierte Version veröffentlicht wird.

Nachdem wir das nun hinter uns gebracht haben, können wir uns auf Splash Mountain konzentrieren und den Abenteuern von Meister Lampe folgen. Die Fahrt beginnt damit, dass sich unser Baumstamm dem ersten Lifthügel nähert. Danach machen wir eine Rundfahrt um die letzte Rutsche der Bahn, bevor wir den zweiten Lifthügel erreichen. Oben angekommen, dümpeln wir durch den Kanal, bevor wir uns in die erste Schussfahrt stürzen. Etwas feucht, betreten wir nun einen großen Themenfahrt-Abschnitt, der von dem Lied „How Do You Do?“ begleitet wird. Nachdem wir um eine Ecke gebogen sind, sehen wir, dass Brumm, der Bär in einer Falle gefangen ist, während Patzich, der Fuchs zu ihm sagt: „Wir müssen diesen Lampe fangen!“.

In der Zwischenzeit hat Meister Lampe sein Zuhause auf der Suche nach Abenteuern verlassen und ist auf dem Weg zu seinem „Laughin‘ Place“. Brumm, der Bär folgt ihm, aber der „Laughin‘ Place“ ist nur ein Trick, und Brumm wird von Bienen angegriffen, während Meister Lampe über den Anblick lacht, was Patzich, der Fuchs dazu veranlasst, ihn zu fangen. Als wir den dritten Lifthügel nehmen, sehen wir, dass Meister Lampe in Patzichs Unterschlupf kurz davor ist, gefressen zu werden. Zum Glück überlistet Meister Lampe Patzich und Brumm, indem er sie dazu bringt, ihn in das Dornenbeet zu werfen (wo er geboren und aufgewachsen ist), woraufhin wir die grosse Schussfahrt hinterrasen. Völlig durchnässt nähern wir uns dann der letzten Show-Szene der Bahn, die einen „Zip-a-Dee-Doo-Dah“-Tag und die Heimkehr von Meister Lampe feiert.

Splash Mountain ist eine fantastische Wildwasserbahn, aber man sieht ihr ihr Alter an. Obwohl die Fahrt technisch immer noch erstklassig ist, war die Animatronik etwas veraltet und nicht alle waren in einem guten Zustand. Etwa ein Jahr nach meinem Besuch begannen umfangreiche Renovierungsarbeiten, um Platz für eine Küss den Frosch-Attraktion zu schaffen, die garantiert ein perfektes Thema für diese tolle Wasserbahn sein wird.

Liberty Square

The Haunted Mansion

Vorbei am Liberty Bell Riverboat betreten wir nun die Warteschlange für das Haunted Mansion. Diese Attraktion ist die Neuerfindung der klassischen Geisterbahn und konzentriert sich auf eine kohärente Storyline während der gesamten Fahrt, während andere sich auf billigen Grusel oder ein Übermaß an Animatronics verlassen. Die Themenfahrt hat so viele markante Charaktere und es macht einfach Spaß, dem Geschehen in der Gruselvilla zu folgen.

Hall of Presidents

Die wohl einzigartigste Attraktion im Magic Kingdom ist die Hall of Presidents. Die Show, in der alle vergangenen (und aktuellen) Präsidenten zu sehen sind, ist ziemlich kultig und selbst für Nicht-Amerikaner ganz interessant zu sehen.

Fantasyland

It’s a small World

Der glücklichste Ort der Welt ist auch die Heimat der glücklichsten Kreuzfahrt der Welt: It’s a small World. Die Schifffahrt nimmt uns mit auf eine Weltreise und zeigt die Kultur eines jeden Landes aus der unschuldigen Sicht der Kinder. Es ist eine sehr schöne Themenfahrt, mit einem unverwechselbaren Stil, niedlichen Puppen und einer sehr eingängigen Melodie. Sie gehört zu den Fahrgeschäften, die man im Magic Kingdom unbedingt gesehen haben muss.

Peter Pan’s Flight

Peter Pan’s Flight ist immer eine der beliebtesten Themenfahrten in den großen Disneyland Parks und hat daher normalerweise eine sehr lange Warteschlange. Es ist eine der klassischen Themenfahrten, allerdings ist es ein eher kurzes und meiner Meinung nach ziemlich unbefriedigendes Erlebnis:

Nachdem wir das Kinderzimmer der Darlings verlassen haben, geht die Fahrt auf einen Flug über London, bevor wir Nimmerland erreichen. Hier werden die Kinder von Käpt’n Hook gekidnappt. Kurz darauf gibt es eine kurze Kampfszene zwischen Pan und Hook. Nachdem er Hook besiegt hat, übernehmen die Kinder das Schiff und Hook muss sich mit dem Krokodil auseinandersetzen. Ende.

The Many Adventures of Winnie the Pooh

Direkt neben Peter Pan’s Flight befindet sich The Many Adventures of Winnie the Pooh. Die Fahrt durch den Hundertmorgenwald beginnt mit der Geschichte von Winnie Puuh und dem stürmischen Tag, an dem alle Mühe haben, den Sturm zu bewältigen. Nachdem wir in Eules Haus Schutz gefunden haben, treffen wir Tigger, der uns von Heffalumps und Woozies erzählt, was zu einer sehr abgedrehten Traumsequenz führt. Der Sturm ist derweil schlimmer geworden und nicht alle sind in Sicherheit. Aufgeweckt durch das steigende Wasser, wird Puuh vom Winde verweht, während Kanga, Ruh, Kaninchen, Tigger und Eule versuchen, Ferkel vor dem Abtreiben zu retten. Glücklicherweise findet Puuh sich in einem Baum mit viel Honig wieder und in der letzten Szene feiern alle, dass der Sturm vorbei ist.

Mickey’s PhilharMagic

Eine der wenigen Attraktionen im Magic Kingdom, in der die weltberühmte Maus und ihre Freunde vorkommen, ist Mickey’s PhilharMagic. Die Attraktion nimmt dich mit auf eine magische Reise durch die berühmten Filmszenen und ihre Melodien, aber Mickey ist nirgends zu finden. Der Star der Attraktion ist eigentlich Donald Duck, der kurioserweise Mickeys Rolle als Dirigent des Orchesters übernommen hat und die berühmten Zeichentrickszenen nun selbst erlebt, was zu allerlei tollpatschigen Situationen führt. Der Film selbst ist gut animiert und macht eine Menge Spaß.

Seven Dwarfs Mine Train

Die derzeit beliebteste Achterbahn im Magic Kingdom ist der Seven Dwarfs Mine Train. Basierend auf Schneewittchen und die sieben Zwerge versetzt uns die Fahrt in einen schwingenden Minenwagen, den die sieben Zwerge für ihre Arbeit nutzen.

Nach dem Verlassen des Bahnhofs beginnt die Fahrt direkt mit einer Rechtskurve, bei der die Grubenwagen einen ersten Schwung bekommen. Eine Kurve nach links führt uns dann in den ersten Lifthügel. Die Strecke folgt nun einem hügeligen Muster über Stock und Stein und ändert dabei ständig die Richtung, während wir uns dem Bergwerk nähern. Hier sehen wir die sieben Zwerge singend bei der Arbeit. Während wir den zweiten Lift der Bahn hinauffahren, stimmen die Zwerge ihre berühmte Melodie an. Nach einem kleinen Dip geht es dann in den größten Drop der Bahn, der uns in einer weiten Helix entlässt. Nachdem wir eine Brücke überquert haben, geht es durch mehrere schnelle Richtungswechsel, die uns schließlich in die Bremse führen.

Der Seven Dwarfs Mine Train ist die familienfreundlichste Achterbahn im Magic Kingdom. Obwohl ihr Fahrsystem innovativ ist, nutzt sie es kaum zu ihrem Vorteil. Die Szenen der Themenfahrt sind toll und die Achterbahnabschnitte machen Spaß, aber die Fahrt ist die derzeitigen Wartezeiten einfach nicht wert.

The Little Mermaid: Ariel’s Undersea Adventure

Die kleine Meerjungfrau Themenfahrt gibt uns die Möglichkeit, eine Reise unter das Meer zu machen. Das Fahrgeschäft beherbergt einige der besten Animatronics, wobei besonders die von Ursula sehr beeindruckend ist. Die Fahrt selbst ist unterhaltsam und ideal, wenn du nur ein paar Minuten Ruhe brauchst, denn die Wartezeiten sind aufgrund der hohen Kapazität der Fahrt normalerweise recht gering.

Storybook Circus

Dumbo the Flying Elephant

Das Karussell, bei dem du den Flug deines Elefanten steuerst, ist eines der beliebtesten und kultigsten Fahrgeschäfte im Magic Kingdom. Die erste Version dieses Fahrgeschäfts wurde 1971 mit einer Kapazität von 10 Wagen eröffnet. Im Jahr 1993 wurde eine Version mit 16 Elefanten eröffnet. Bei der Errichtung des Storybook Circus im Jahr 2012 wurde die Kapazität des Fahrgeschäfts verdoppelt – jetzt gibt es zwei Dumbo the Flying Elephant Karussells direkt nebeneinander, die in entgegengesetzte Richtungen fliegen.

The Barnstormer

Der Barnstormer ist die kleinste Familienachterbahn im Magic Kingdom. Die Bahn hat ein klassisches Junior-Coaster-Layout von Vekoma, wurde aber ein wenig verändert, um einen zweiten Zug zu integrieren. Nach dem Lift geht der Zug sofort in eine steile Kurve, die uns zum Boden führt, gefolgt von einer Kurve um den Lifthügel. Nach einer kleinen Senke führt uns dann eine Rechtskurve in eine Helix. Kurz darauf treten wir auf die Bremse und die Fahrt ist zu Ende.

Tomorrowland

Tomorrowland Speedway

Eine der am wenigsten futuristischen Attraktionen im Tomorrowland ist die altmodische Autofahrt Tomorrowland Speedway. Das Fahrgeschäft basiert auf Disneylands Autopia, hat aber nicht dieselbe Prämisse: Statt einer Rundfahrt fährst du über eine vierspurige Rennstrecke. Insgesamt ist das Erlebnis eher kurz und wenig eindrucksvoll.

Space Mountain

Nach dem Erfolg der Achterbahn Matterhorn Bobsleds wandte sich Walt Disney an den Designer John Hench, um eine neue Attraktion zu entwerfen, die ein zentraler Punkt des für 1967 geplanten renovierten Tomorrowland in Disneyland sein sollte. Die Pläne änderten sich, doch die Bahn selbst wurde 1975 als Hauptattraktion des Magic Kingdom fertiggestellt. Die Bahn besteht aus zwei Strecken, deren Grundrisse genau spiegelverkehrt verlaufen. Derzeit ist eine der beiden Bahnen für Genie+ Kunden reserviert, ohne einen Obulus zu bezahlen, kann man also nur eine Seite der Bahn erleben.

Die Fahrt mit Space Mountain beginnt langsam, fühlt sich aber aufgrund der Lichteffekte auf der ansonsten sehr geraden Strecke unglaublich schnell an. Nach einer kurzen Kurve erreichen wir den Lifthügel der Bahn. Oben angekommen, beginnen wir unsere Abfahrt mit einer Kurve. Nachdem wir eine Blockbremse passiert haben, geht es sanft bergab und kurz darauf nehmen wir in einer 270°-Helix wieder etwas Fahrt auf. Danach folgt ein überraschend steiler Anstieg. Nachdem wir eine weitere Blockbremse passiert haben, geht es in eine Abwärtsspirale, die uns in eine sehr lange Kurve führt, gefolgt von einem Sprung in die nächste Blockbremse. Hier fahren wir dann in eine sehr enge Kurve, nach der wir auch gleich einen großen Drop überwinden. Danach geht es durch eine Reihe von Kurven, bevor wir auf eine weitere Blockbremse treffen, die parallel zum Lifthügel der Bahn verläuft. Die Fahrt wird nun immer schneller, während wir durch eine Reihe von Drops rasen, die von einigen Kurven unterbrochen werden. Der größte von ihnen führt uns dann in eine Aufwärtsspirale. Nach einer weiteren Blockbremse geht es weiter abwärts durch eine Helix und einige Kurven, bevor wir in die letzten Bremsabschnitte eintreten, die durch einen visuell ansprechenden Lichteffekt unterstrichen werden.

Space Mountain im Magic Kingdom ist eine sehr wilde Fahrt, obwohl sie nur aus einer Reihe von engen Kurven, Helices und Drops besteht. Durch die sehr schnellen Übergänge gerät diese Fahrt jedoch schnell außer Kontrolle, was besonders dadurch unterstrichen wird, dass es sich hierbei um eine Indoor-Achterbahn handelt, die hauptsächlich durch eine schwach beleuchtete Umgebung fährt. Diese Fahrt ist einfach der Wahnsinn.

Walt Disney’s Carousel of Progress

Das Carousel of Progress ist eine schöne Attraktion, die den Fortschritt der Technik im Laufe der Zeit zeigt. Auch wenn einige Szenen heutzutage etwas veraltet sind – vor allem der vierte Akt, der das 21. Jahrhundert darstellt -, hat die Fahrt selbst ein sehr schönes Leitmotiv, das eine große, schöne Zukunft zeigt. Insgesamt ist das Carousel of Progress eine unterhaltsame Show, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Astro Orbiter and The Peoplemover

Über dem Gebäude, in dem sich die Station des Peoplemover befindet, thront der Astro Orbiter. Das Fahrgeschäft selbst ist Dumbo the Flying Elephant, sehr ähnlich, hat aber eine andere Sitzanordnung und ist nicht weniger beliebt. Während an dem Aufzug, welcher zu diesem Fahrgeschäft führt, immer Menschen anstehen, gibt es beim Peoplemover kaum eine Warteschlange.

Buzz Lightyear’s Space Ranger Spin

Die interaktive Themenfahrt Buzz Lightyear’s Space Ranger ist eine der kleineren Attraktionen im Tomorrowland, aber trotzdem ziemlich witzig, denn hier kann man die Drehung des Fahrzeugs selbst steuern, während man versucht, die Höchstpunktzahl zu erreichen. Es ist eine sehr solide interaktive Themenfahrt, der man eine Chance geben sollte, wenn die Wartezeiten geradee gering sind.

Monster Inc. Laugh Floor

Die Geschichte von Monster Inc. Laugh Floor spielt nach dem Film; das Lachen ist also die neue Energieform, die die Welt der Monster antreibt, und wir sind eingeladen, im Hauptquartier der Monster AG zu lachen. Die Show ist etwas für englische Muttersprachler, da sie im Grunde nur eine Stand-up-Comedy-Show ist, das heißt, wenn man die Sprache nicht fließend beherrscht, ist die Show reine Zeitverschwendung. Insgesamt drehen sich die meisten Witze um die Besucher des Theaters, wenn man das also nicht mag, ist die Show überhaupt nichts für einen.

Bilder Magic Kingdom

Fazit Magic Kingdom

Insgesamt hatte ich eine tolle Zeit im Magic Kingdom. Der Park hat eine Reihe wirklich toller Attraktionen und einige sehr coole Shows. Da die nächste Achterbahn schon in Planung ist, werde ich nicht zögern, eines Tages wiederzukommen. Allerdings gibt es eine Sache, die mir überhaupt nicht gefallen hat: Das Essen. Irgendwie unterscheidet sich das Angebot im Magic Kingdom sehr von dem in den anderen Parks von Walt Disney World und die Qualität ist wirklich nicht so toll.

 

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