Ein kurzer Besuch in Helsinkis Tivoli

Die Geschichte von Linnanmäki beginnt im Jahr 1907. In ganz Finnland wurden Veranstaltungen zum Kindertag organisiert, um Geld für die Kinderfürsorge zu sammeln. Zunächst fanden die Veranstaltungen unregelmäßig statt, ab 1945 wurde der Kindertag jedoch zu einer regelmäßigen jährlichen Veranstaltung. Im Jahr 1950 schlossen sich sechs Kinderschutzorganisationen in der Stiftung Children’s Day zusammen und eröffneten den Vergnügungspark Linnanmäki.

Wenn man sich Linnanmäki nähert, ist eines der ersten Fahrgeschäfte, das man sieht, die Achterbahn Ukko – ein Maurer Sky Wheel, das den Eingangsbereich des Parks überragt. Diese Bahn verfügt über einen Vertikallift, der in das Skyloop-Element übergeht.

Das Sky Wheel selbst ist ein Achterbahnerlebnis, das sich nur schwer beschreiben lässt. In dem Moment, bevor man kopfüber aus dem Aufzug entlassen wird, stellt sich ein seltsames Gefühl im Magen ein, das sich innerhalb der ersten Rolle wieder normalisiert. Es folgt eine Abfahrt mit hohen Fliehkräften im Tal, bevor man kurz darauf wieder rückwärts durch das Tal rauscht, um das Skyloop-Element teilweise zu erklimmen. Nach einer weiteren Durchfahrt durch die Station kommt das Fahrzeug auf dem Lift der Bahn abrupt zum Stehen und wird dann wieder in die Station abgesenkt.

Um ehrlich zu sein, bin ich kein großer Fan von den Sky Wheels von Maurer. Das Erlebnis ist gut, versteht mich nicht falsch, aber sie sind nicht meine Art von Achterbahn. Das Gefühl, kopfüber in einer Höhe von 46m zu hängen, nur gehalten von einem Schoßbügel, ist seltsam und nicht sehr angenehm und der Rest der Fahrt ist nur okay.

Vorbei an dem großartigen S&S Space Shot Freifallturm Raketi geht es nun in Richtung der ältesten Achterbahn von Linnanmäki: Vuoristorata. Der Name bedeutet auf Finnisch übersetzt oder besser gesagt definiert den Begriff Achterbahn. Sie ist die letzte der vier Scenic Railways von Valdemar Lebesch, der auch die beiden Rutschebanen von Bakken und Tivoli Gardens in Kopenhagen gebaut hat.

Die Fahrt auf der Vuoristorata beginnt mit einer langgezogenen Kurve nach links, bevor der Zug in den Lift einfährt. Mit einem tollen Blick auf die Achterbahn Ukko direkt vor uns, geht es schnell nach oben. Es folgt eine weitere Linkskurve, bevor wir in einem großen Gefälle Richtung Boden rauschen. Nun durchqueren wir die Achterbahn einmal diagonal und erklimmen dabei einen Hügel. Am vorderen Ende der Bahn wenden wir nun in einer nach rechts führenden Kurve. Auf dem nun folgenden Double Down heben wir ein wenig ab, bevor wir über einen großen Camelback rasen. Auf der anderen Seite der Bahn geht es nun wieder in eine Linkskurve. Es folgt ein weiterer Double Down, der in einen weiteren Camelback führt. Auf dem nächsten Hügel nehmen wir sanft eine weitere Kurve. Parallel zum Lift leiten wir nun das große Finale ein. Dabei tauchen wir nach einem weiteren Camelback in einen Tunnel ein. In der Dunkelheit passieren wir nun die letzte Kurve, bevor wir die Station der Bahn erreichen und zum Stillstand kommen.

Vuoristorata ist eine schöne Holzachterbahn, die während ihrer zweieinhalbminütigen Fahrt eine gute Portion Airtime, Geschwindigkeit und Power bietet. Die 1951 erbaute Bahn ist ein tolles Erlebnis und sollte bei einem Besuch in Helsinki auf keinen Fall verpasst werden.

Eine der interessantesten Achterbahnen von Linnanmäki ist Kirnu. Dieser Intamin Zac Spin ist eines der frühesten Beispiele für einen 4D-Coaster und ähnelt einer großen Murmelbahn. Nach dem Lift rast der Gondelträger auf die Kante zu, stürzt hinunter, trifft auf ein Tal mit überaus hohen Kräften und wendet auf der nächsten Kuppe, während sich die Gondel ungehindert um ihre eigene Achse drehen kann. Normalerweise ist ein Überschlag auf dem letzten Hügel der Fahrt unausweichlich.

Kirnu ist zwar nur eine kurze Fahrt, aber auch eine sehr unberechenbare und heftige dazu. Du solltest die Bahn also besser nicht unterschätzen.

Im großen Wasserturm, der mitten im Park steht, kann man die Zierer Familienachterbahn Linnunrata eXtra fahren, die im Jahr 2000 als Space Express eröffnet wurde. Heute ist die Bahn nicht nur nach dem finnischen Wort für Milchstraße benannt, sondern bietet auch VR-Brillen an, was sie zu etwas Besonderem macht. Ich bin die Fahrt ohne die Brille gefahren, was ich sofort bereut habe. Die Gestaltung im Inneren ist dunkel und nicht mehr sichtbar. Die Fahrt selbst ist sehr sanft und daher ohne Überraschungen. Leider hatte ich nicht die Zeit, die Bahn mit der Brille zu testen. Denn kurz nach meiner Fahrt bildete sich eine längere Warteschlange.

Zurück ans Licht, stoßen wir schnell auf den HUSS Top Spin Kieputin, der eine kurze, aber recht intensive Fahrt bot. In der gleichen Ecke von Linnanmäki kann man mit der Themenfahrt Taikacircus fahren, einen Rundgang durch das nahegelegene Funhouse machen oder am Ende einer Sackgasse auf ein gut verstecktes Schwarzkopf Monster namens Mustekala treffen.

Der 75m hohe Freifallturm Kingi hat nicht den besten Ruf unter Freizeitparkfans. Obwohl die Fahrt auf dem in Italien hergestellten Fahrgeschäft einen sehr intensiven Fall bietet, ist das Erlebnis selbst eher ungemütlich. Die Rückhaltesysteme von Moser Rides sind sehr eng und die Sitze sind nicht für Nordeuropäer gemacht, da sie einfach nicht breit genug sind. Wenn du dich also nicht über einen recht langen Zeitraum in die Sitze quetschen willst, solltest du entweder sehr schlank und klein oder noch ein Kind sein.

Vorbei an dem ebenso hohen Aussichtsturm steigen wir nun auf eine tiefere Ebene hinab, wo uns ein weiteres Fahrgeschäft italienischer Bauart erwartet. Hier finden wir uns allerdings in Sitzen mit etwas zu viel Spielraum wieder. Die Technical Park Bratpfanne Magia bietet einige heftige Drehbewegungen und hohe Kräfte. Es ist eine spaßige Fahrt, die keinen schwindelerregenden Beigeschmack hinterlässt.

Der Spinning Coaster Salama in Linnanmäki ist ein großartiges Beispiel für eine effiziente Raumnutzung, da er sich direkt auf dem Rapid River Hurjakuru befindet. Als eine der neuesten Spinning Coaster, die in Europa gebaut wurden, bietet sie aber dennoch den Nervenkitzel früherer Maurer-Anlagen wie Tarantula im Parque de Atracciones de Madrid oder Spinball Whizzer in Alton Towers.

Salama beginnt mit einer kurzen Kurve in den Lift. Oben angekommen, starten wir die Abfahrt mit einer engen Kurve, die in einen kurvigen Drop übergeht. Mit viel Schwung durchqueren wir nun das erste Tal und gelangen in den großen Immelmann-Turn, das Hauptelement der Bahn. Kurz darauf erklimmen wir einen Hügel und befinden uns im ersten Blockabschnitt der Strecke. Es folgt ein weiterer Drop, woraufhin wir über einen geneigten Hügel wirbeln. Nach einer weiteren, nach oben führenden Kurve, gelangen wir in die zweite Blockbremse. Von hier an werden die Hügel ein wenig sanfter. Im Zickzack-Stil geht es nun auf den nächsten Blockabschnitt zu. Das Finale der Fahrt besteht aus einer abwärts führenden Kurve, einem kleinen Hügel und einer Kurve mit einer Senke, die in den letzten Bremsabschnitt der Fahrt führt.

Salama ist ein toller Spinning Coaster mit einem hervorragenden Spin. Die Fahrt bietet ein cooles Layout und ein tolles Pacing. Obwohl die Fahrt recht kurz ist, bietet sie einen hohen Wiederholungsfaktor.

Etwas, das man auch über Hurjakuru sagen könnte. Der kompakte Rapid River von Intamin bietet eine erfrischende Fahrt durch einen gut thematisierten Tunnel und diversen Stromschnellen entlang zahlreicher Wassereffekte. Außerdem hat man einen hervorragenden Blick auf den Spinning Coaster direkt über einem.

Ein weiteres Fahrgeschäft, das sich oberhalb des Rapid River befindet, ist der Powered Coaster Pikajuna von Mack Rides. Wie viele andere Achterbahnen dieser Bauart verfügt die Bahn über eine Reihe von Helices und Kurven in einem recht kompakten Layout. Leider ist die Fahrt relativ langsam.

Der Ausgang der Fahrt führt uns direkt zu Tulireki, einem Mack Rides E-Motion Coaster. Der Prototyp dieser Achterbahnart ist eine schaukelnde Sensation, da das Fahrzeug sowohl vorwärts und rückwärts, als auch seitwärts schaukeln kann. Heutzutage ist nur noch das seitliche Schaukeln vorhanden.

Die Fahrt beginnt gleich nach einer kurzen Kurve mit der Auffahrt des sehr steilen Lifts. Oben angekommen, können wir während unserer Fahrt durch die leichten Haarnadelkurven den Blick auf Helsinki genießen. Nach der ersten Blockbremse geht es im größten Drop der Fahrt schnell bergab. Die folgende Steigung führt uns in eine Spirale, bevor wir in luftiger Höhe die Richtung wechseln. Eine nach unten führende Linkskurve geht schnell in eine Rechtskurve über und dann auch schon in den zweiten Bremsabschnitt der Bahn. Weiter geht es auf Tulireki mit einer leicht nach unten führenden Kurve nach links in eine nach oben führende Kurve nach rechts. Kurz darauf finden wir uns in der Schlussbremse der Achterbahn wieder.

Tulireki ist eine lustige kleine Achterbahn, wenn man denn ganz vorne im Fahrzeug sitzt, ansonsten ist die Fahrt sehr holprig und nicht wirklich zufriedenstellend. Es war ein guter Versuch des Herstellers; die neue Fahrweise zumindest konnte halt irgendwie niemanden so wirklich überzeugen.

Gleich nebenan konnte man bis zum Ende der Saison 2017 die Wasserachterbahn Vonkaputous von Premier Rides fahren. Heutzutage wird dieser Platz von Taiga genutzt, dem großen Intamin LSM Launch Coaster, der seit Juni 2019 Linnanmäki dominiert.

Die Fahrt auf der Taiga beginnt mit einem Abschuss in die erste Inversion. Dabei handelt es sich im Grunde um einen überdimensionalen Korkenzieher, wobei der Einstieg in das Element durch eine Drehung nach rechts beim Erklimmen eines Hügels eingeleitet wird. Laut der Achterbahndatenbank (rcdb.com) ist dieses Element ein Zero-G Winder. Mit viel Schwung rast man nun durch das Tal und schwenkt in einer großen Rechtskurve über Berg und Tal. Auf der Kuppe eines Hügels wechseln wir schnell die Richtung und sausen am Boden entlang. Nach einem weiteren Richtungswechsel ist der zweite Abschussbereich erreicht, und wir beschleunigen dem nächsten Element entgegen: einem 52 m hohen Top Hat.

Mit einem grandiosen Blick auf die Stadt Helsinki tauchen wir nun hinunter zur Achterbahn Pikajuna. In einem invertierten Airtime-Hügel überqueren wir dann die Achterbahn Tulireki und erleben dabei einen Moment purer Freude, bevor wir uns wieder dem Boden zudrehen. Im nächsten Tal erreichen wir unsere Höchstgeschwindigkeit von 106 km/h. Nachdem wir einen Bunny Hop überflogen haben, nehmen wir Kurs nach oben und wechseln in einem Immelmann die Richtung. Anschließend klettern wir in einer Linkskurve einen S-Hügel empor, gefolgt von einer Rechtskurve. Mit reduzierter Geschwindigkeit schwenken wir nun ein Stück von links nach rechts, bevor wir uns ein weiteres Mal in die Tiefe stürzen. Auf einem Airtime-Hügel geht es in eine ansteigende Linkskurve über, welche uns in die letzte Inversion der Fahrt entlässt: eine Heartline-Roll. Eine weitere Rechtskurve führt uns dann in die Bremsen und kurz darauf ist die Fahrt auch schon zu Ende.

Taiga ist genial. Die Bahn ist einfach grandios und das Layout ist schlichtweg perfekt. Intamin hat einen unglaublich guten Job gemacht, indem sie ihr Meisterstück aus dem Phantasialand mit ein paar neuen Elementen und einer Reihe von hervorragenden Inversionen versehen haben.

Linnanmäki ist ein toller Vergnügungspark und einer der besten Tivoli, die ich bisher besucht habe. Die Atmosphäre innerhalb des Parks ist großartig und die Attraktionen sind einfach klasse. Man kann schlichtweg keinen besseren Tag in einem Vergnügungspark haben und gleichzeitig eine große Kinderhilfestiftung unterstützen. Man tut etwas Gutes, während man Spaß hat und das ist etwas, das man nicht so oft findet.


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Ein kurzer Besuch in Bakken

Am Tag nach unserem Besuch im Freizeitpark Tivoli Garden machten wir uns auf den Weg nach Klampenborg, um den ältesten Vergnügungspark der Welt zu besuchen: Bakken. Es war nur ein kurzer Besuch, denn Michael hatte nur ein paar Fahrgeschäfte auf seiner Wunschliste und war nicht besonders scharf auf einen Besuch in diesem Park – immerhin hätte er ja den Vormittag mit seiner neuen Liebe Vertigo im Zentrum von Kopenhagen verbringen können. Dennoch haben wir uns beide ein Turband für unbegrenzte Fahrten gekauft.

Da der Andrang überschaubar war, konnten wir alles ohne Anstehen erledigen, so dass ich viele Wiederholungsfahrten auf einigen meiner Lieblingsattraktionen machen konnte, sowie einigen Attraktionen eine zweite Chance geben konnte. Obwohl ich geschworen habe, nie wieder die Achterbahn Tornado zu fahren, habe ich mich schließlich in die Warteschlange eingereiht, um Michael einen Gefallen zu tun. Am Ende haben wir uns zum Glück nicht so viel gedreht, so dass der wahnsinnig wilde Ritt noch zu bewältigen war. Grundsätzlich war die Fahrt durchaus in Ordnung, auch wenn ich die Anlage mit all ihren Steilkurven immer noch etwas zu grenzwertig finde. Aber wenn man darauf vorbereitet ist oder wenn man Nicolas Mayer (caruso bei onride.de) ist und solche Sachen eh mag, dann ist die Fahrt echt gut.

Nach ein paar Fahrten auf den anderen Achterbahnen des Parks, insbesondere auf der altehrwürdigen Rutschebanen – die zum Besuch hervorragend lief -, und einem Besuch im großartigen Fun House Hurlumhej machten wir uns auf den Weg in eine nahe gelegene Bar. Da die Preise in Bakken insgesamt etwas niedriger sind als in Kopenhagen, kann man in Bakken das eine oder andere Tuborg Classic zu einem vernünftigen Preis erwerben. Auch wenn man etwas essen möchte, ist Bakken der richtige Ort dafür. Ehe wir uns auf dem Rückweg begaben, aßen wir noch ausgiebig in einem der zahlreichen Restaurants. Gut gestärkt ging es dann zurück zum Kopenhagener Hauptbahnhof, in dessen Nähe unser Bus zurück nach Hamburg starten sollte. Es war ein sehr schönes Wochenende, auch wenn ich dringend davon abrate, den Bus zu benutzen, wenn er nicht über die Fährverbindung nach Hamburg fährt. Ihr könnt es euch kaum ausmalen, wie sehr sich die Fahrt über die Landverbindung in die Länge zieht.

 

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Eine Reise in die 80er Jahre

Branson, Missouri ist eine wirklich interessante Stadt. Das Vegas im Bible Belt fällt durch seine immense Anzahl an Touristenfallen, Country Theatern und Hotels einfach nur auf. Bibeltreue Christen kommen hier definitiv auf ihre Kosten und treiben es mit der großen Musicalshow im Sight & Sound Theatre auf die Spitze. Ja, das Publikum in Branson ist anders und das ist auch gut so, denn so ist die Touristenburg immerhin halbwegs verträglich. Ich zumindest freute mich auf zwei Tage im Freizeitpark Silver Dollar City.

Als im Jahr 1869 die Marvel Cave nach Bleierz erkundet wurde hatte man von dem Potential des Geländes natürlich noch wenig Ahnung; immerhin führte die erste Expedition zu keiner Erkenntnis. Da sich die Bergleute jedoch sicher waren, dass eine der Hallendecken Marmor enthielte, startete man im Jahr 1882 eine weitere Expedition. Zwar stieß man statt auf Marmor nur auf Kalkstein und einer riesigen Menge Guano (Fledermauskacke), doch nach viereinhalb Jahren war auch mit dem Abbau Schluss und das Gelände veräußert.

William Henry Lynch erwarb 1989 die Höhle und eine Quadratmeile des umliegenden Landes, um einige Jahre später Touristen durch die Höhle zu führen. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten ist die Höhle nun seit Anfang der 1900er Jahre ununterbrochen für Besucher zugänglich, wodurch sie zu den ältesten touristischen Zielen der Ozarks zählt. Nach dem Tod von William Lynch übernahmen die Töchter das Geschäft, ehe der Staubsaugervertreter Hugo Herschend die Höhle für 100 Jahre pachtete.

Nach seinem Tod übernahm seine Frau Mary und die beiden Söhne Jack und Peter das Geschäft. Nach dem Bau einer Standseilbahn am heutigen Höhlenaufgang fokussierte man sich vermehrt um das Gelände um die Höhle herum um mehr Touristen anzusprechen. Mit dem Nachbau eines typischen 1880s Ozark Village wurde dabei der Grundstein für den heutigen Freizeitpark Silver Dollar City und der Herschend Family Entertainment Gruppe errichtet.

Und genau dieses betritt man auch sogleich man die Parkplatz-Tram verlassen hat. Auf eine zutiefst immersive Art und Weise wird man sogleich in die 80er Jahre zurückbefördert, genauer gesagt 100 Jahre vor meinem Geburtsjahr. In diesem Bereich sind vor allem die Handwerker in den verschiedenen Manufakturen anzutreffen, egal ob Kerzen, Fudge, Marmelade oder sämtlich denkbaren Holz- und Glaswaren, alles ist gläsern und wird vor den Augen der schaulustigen Passanten hergestellt.

Die erste Attraktion auf unserem Rundlauf nimmt uns dann ebenfalls auf eine Zeitreise mit, wenngleich auch eine etwas modernere Interpretation dessen. Der Steam Punk ist mit seinem Siegeszug bis nach Silver Dollar City gefahren und am Bord dessen die Firma Mack Rides. Der Achterbahnhersteller aus dem Schwarzwald überrascht mit seiner bislang innovativsten Achterbahn, dem Time Traveler. Dabei ist das Konzept einer Drehgondelachterbahn keineswegs neu – doch die Ausführung ist es definitiv.

Nachdem man im Zug mit seinen vier Gondeln Platz genommen hat, kann die Fahrt auch gleich beginnen. Langsam wird man aus der Station befördert, ehe man sogleich in einen 90° Sturz einfährt. Die bislang nur vor- und rückwärts gerichteten Passagiere werden zuvor noch durch eine einseitig angebrachte Wirbelstrombremse in Rotation versetzt, wodurch jetzt schon keine Fahrt der anderen gleicht. 27m weiter unten geht es nun beschwingt durch ein Tal, ehe wir einem Dive Loop emporklettern und die Welt in sämtlichen denkbaren Lagen überkopf sehen. Mit Schwung folgen wir nun in leichten Schwenkern dem Gelände an der Achterbahn Thunderation entlang. Eine Wendekurve führt uns dann in die erste Blockbremse der Anlage, wo wir auch zum Stehen kommen und sich die Drehung bis auf ein Minimum verlangsamt.

Es dauert nicht allzu lang und unser Zug wird auf der nun folgenden Abschussstrecke beschleunigt, wobei die Drehung leider ruckartig einsetzt. Über eine hochgeständerte Wende geht es nun rasant in einer Steilkurve dem nächsten Element entgegen. In einem 29m hohen Looping erleben wir die Welt nun ein zweites Mal überkopf, was ein atemberaubendes Gefühl ist. Hieran fügt sich ein schnell überfahrener Umschwung an, welcher sogleich in das dritte Inversionselement der Fahrt überleitet. Der als Zero-G Roll vermarktete Korkenzieher ist dabei nicht von schlechten Eltern und überzeugt auf ganzer Linie. Nach einer weiteren Kurve und einem kleinen Hügel erreichen wir den zweiten Launchabschnitt, welcher den Zug die nötige Energie zum Erreichen des Stationslevels zufügt. Eine, an einem Dive Loop erinnernde, Wende und eine auffährtsführende Steilkurve prägen das Finale der Fahrt, ehe wir uns sogleich auf der Bremsstrecke und alsbald in der Station der Anlage wiederfinden.

Der Time Traveler ist eine rundum besondere Achterbahn, die durch ihr atemberaubendes Setting in sämtlichen Punkten überzeugen kann. Das Layout ist schlichtweg einzigartig und sticht durch die verwendeten Elemente weitestgehend hervor; der nicht ganz ruckfreie erste Abschuss ist dabei die einzige Schwachstelle der Bahn, welche wie kaum eine andere Achterbahn das Familienpublikum des Freizeitparks zu überzeugen weiß.

Unter den Klängen einer Country Version von If I could turn back time geht es sogleich zur benachbarten Achterbahn Thunderation, wo ich mir den Wunsch nach einer Zeitreise tatsächlich ganz gerne mal erfüllt hätte. Bis vor einigen Jahren fuhren hier nämlich der zweite, wie auch der vierte Wagen der fünfgliedrigen Züge rückwärts. Heutzutage jedoch sind alle Blicke nach vorne gerichtet, was diesem recht besonderenen Mine Train aus dem Hause Arrow leider etwas weniger besonders macht.

Wie auch beim Time Traveller geht auch bei Thunderation geht die wilde Fahrt gleich nach Verlassen der Station los. In einer Rechtskurve nehmen wir langsam, aber sicher immer mehr Geschwindigkeit auf. Nach einer kurzen Geraden flitzen wir sogleich durch eine Linkskurve, ehe wir uns in eine stetig verjüngende Rechtskurvenspirale begeben. Diese mündet dann in einen kurzen Tunnel, woraufhin wir über einen kurzen Hügel schnellen. Eine am Hang verlegte bodennahe Rechtskurve bildet dann das Highlight der Fahrt. Nach einem kurzen Linksschlenker werden wir in einer Blockbremse abgebremst, woraufhin der Lifthügel der Anlage auf uns wartet. Gemächlich geht es nun wieder bergaufwärts. Oben angekommen begeben wir uns sogleich in eine weitere Linkskurve, die alsbald unerwartet steil abfällt. Nach einem kurzen Anstieg und einer Rechtskurve befinden wir uns auf dem Stationslevel, wo wir nun in der Bremsstrecke vor der Station zum Stehen kommen.

Thunderation ist ein großartiger Mine Train, welcher sich wie eigentliche alle späten Arrow Mine Trains durch seine sehr intensive Fahrt auszeichnet. Das Layout ist durch seine Lage am Hang unfassbar grandios, auch wenn die Fahrt nach dem Lifthügel gerne etwas länger hätte sein können.

Fans uriger Themenfahrten kommen mit The Flooded Mine vollkommen auf ihre Kosten. Hierbei versucht man auf dem Weg durch die sich flutende Mine des lokalen Country Prisons die Gefangenen von ihrer Flucht abzuhalten. Dabei kann man mit Pistolen auf verschiedenste Ziele zielen, wobei jedoch eine Fahrt ohne sogar deutlich mehr Spaß macht.

Direkt neben The Flooded Mine befindet sich die Station des Frisco Silver Dollar Line Steam Train. In der großen Schmalspur-Dampfeisenbahn geht es 20 Minuten lang durch die Ozark Mountains und den Freizeitpark. Zwischendrin wird der Zug in einer Showeinlage von mehreren ungeübten Bankräubern ausgeraubt. Ein herrlicher Spaß, den man keineswegs verpassen sollte.

Im Kinderbereich The Grand Exposition treffen wir auf zahlreiche Fahrgeschäfte des italienischen Herstellers Zamperla. Hier können kleine Freizeitparkfans auf The Grand Exposition Coaster ihre erste Achterbahnfahrt erleben oder auf einem der zahlreichenden Rundfahrgeschäften eine Runde nach der anderen drehen. Neben einer Schiffschaukel findet man hier einen Wellenflug, ein Teetassenkarussell, eine Berg- und Talbahn, sowie eine Disc’o und einige kleinere Karusselle des Herstellers.

Der für mich interessante Kinderbereich ist Fireman’s Landing, wo sich weitere klassische Rundfahrgeschäfte in einem stimmigen Ambiente befinden. Die interessanteste Attraktion ist dabei der S&S Double Shot Firefall, welcher sich zuvor im nahen Freizeitpark Celebration City befand. Als der Schwesterpark dann 2008 geschlossen wurde, zog die Anlage von dem einen Standort in Branson zum anderen um. Die Fahrt selbst überzeugt durch ihre großartige Airtime und sollte daher von niemanden ausgelassen werden.

An der Baustelle der neuen Raftinganlage Mystic River Falls vorbei geht es nun in Richtung einer weiteren Attraktion aus dem Hause S&S, dem Screamin‘ Swing Giant Barn Swing. Diese überdimensionierte Schaukel befördert die Passagiere mit Druckluft in eine überaus bemerkenswerte Höhe, von der man eine tolle Sicht auf die neue Raftinganlage haben dürfte, aber auch jetzt schon auf die nahe Achterbahn Outlaw Run hat.

Outlaw Run ist die erste Holzachterbahn des Herstellers RMC, welcher zuvor durch seine I-Box Lösung der alten Holzachterbahn Texas Giant aus dem Freizeitpark Six Flags Over Texas ein neues Leben als Stahlachterbahn ermöglicht hat. Wie auch beim New Texas Giant erwartet die Besucher eine wilde Fahrt über zahlreiche atemberaubende Elemente, wovon viele davon erstmalig auf dieser Achterbahn verbaut wurden.

Die Fahrt auf Outlaw Run beginnt sogleich mit dem Lifthügel der Anlage, welcher einen auf eine Höhe von 32,6m bringt. Nach einem kleinen Dip schnellt der Zug über eine knapp bemessene Kuppe, woraufhin wir losgelöst von unserem Sitz in einem 81° steilen Gefälle gute 50m zu Boden stürzen. Nach einem druckreichen Tal schießen wir sogleich eine steile Linkskurve empor, welche sogleich in eine Overbanked Inversion am Scheitelpunkt des Hügels übergeht. In einer weiteren Linkskurve rasen wir nun durch das Tal und wenden uns sogleich einer Reihe von Umschwüngen zu, die uns zu jeder Zeit ordentlich aus dem Sitz heben. In einem Twist & Turn erleben wir zum ersten Mal das Gefühl einer lateralen Schwerlosigkeit auf einer Achterbahn, ehe wir uns in das nächste Tal begeben. Über einen weiteren geschwungenen Airtimehügel nähern wir uns dem Finale der Fahrt. Nach einem flachen Airtimehügel schrauben wir uns bodennah in einer doppelten Heartline Roll empor. Kurz darauf erreichen wir die Bremsstrecke der Anlage, woraufhin unsere Fahrt in der Station endet.

Was für eine Fahrt! Outlaw Run ist definitiv keine Achterbahn für schwache Mägen, denn sie hat es ganz schön in sich. Die vielen Airtimemomente und zugleich wahnsinnig druckreichen Täler sorgen für eine atemberaubende Fahrt, die man keineswegs wieder vergessen wird. Die beiden Inversionen am Ende der Fahrt sind zudem ein Novum für eine Holzachterbahn, welche einem ganz schon schummerig werden lassen können. Die Fahrt ist schlichtweg genial und sollte von jedem Achterbahnfan erlebt werden.

Auf unserem Rückweg aus der Sackgasse rund um die Achterbahn Outlaw Run stoßen wir auf die überaus schnieke interaktive Wasserfahrt Tom and Huck’s River Blast, bei der man Tom Sawyer und Huckleberry Finn auf den Spuren ist.

Ein weiteres Highlight in Silver Dollar City ist die Themenfahrt Fire in the Hole. Die Fahrt behandelt den Brand des – aus dem Guanoabbau der Marvel Cave entstandenen – Bergbauörtchens Marmaros. Eine Bürgerwehrgruppe namens Bald Knobbers steht in dem Verdacht das Dorf niedergebrannt zu haben. Genaueres jedoch weiß man nicht, jedoch hat man sich schlussendlich für diese Geschichte entschieden. Vorbei an mehreren Szenen geht es nun in einem großen Oval immer weiter bergauf. Man beobachtet dabei, wie die Bewohner versuchen ihr Dorf zu löschen, ehe man über eine einstürzende Brücke fährt und die Fahrt folglich einer Achterbahn gleicht. Ein zweites Gefälle schließt sich an, als man einem entgegenkommenden Zug ausweicht. Unter dem Aufschrei Fire in the Hole kracht man dann noch in eine Lagerhalle für Dynamit, welche zum Glück gelöscht werden konnte. Durch die Wasserung wird der Zug abgebremst, kurz darauf ist man auch schon wieder in der Station.

Eine ebenso interessante Geschichte – wenn gleich auch nur aus ingenieurstechnischer Sicht – weist die Achterbahn Powder Keg auf. Bevor sie zu einem Unikum an Abschussachterbahn wurde, war sie nämlich jahrelang eine Wasserachterbahn. Eröffnet wurde die Achterbahn im Jahr 1999 unter dem Namen Buzzsaw Falls. Der Prototyp aus dem Hause Premier Rides konnte eine längere Wildwasserfahrt aufweisen, ehe diese in den Achterbahnpart wechselte. Über eine längere Helix ging in Richtung des einzigen Lifthügels, worauf nach einer kurzen Fahrt in luftiger Höhe die finale Schussfahrt wartete. Vier Jahre später wurde die Anlage jedoch bereits umgebaut. Der Hersteller der neuen Hardware wurde S&S Power, wodurch den Besucher nun ein kräftiger Druckluftabschuss erwartet.

Den Auftakt der Fahrt macht ein zur Seite hinauf zur Abschussstrecke führendes Transfergleis. Auf der Abschussstrecke angekommen, fährt der Zug nun bis zu seiner Ausgangsposition, hakt währenddessen in den Mitnehmerschlitten ein und wartet nun auf seine Freigabe. Irgendwann schaltet sich eine Warnsirene an und eine Ampel schaltet von rot auf grün. Der Abschuss bringt einen nun zügig auf 85 km/h, woraufhin man einen Hügel emporschnellt. Untermalt von saftiger Airtime gleitet man nun in das unter einem liegenden Tale hinein. In einer weiten Rechtskurve nähert man sich einem weiteren airtimelastigen Hügel. Eine leicht übergeneigte Kurve schließt sich an, woraufhin ein dritter Hügel folgt, welcher im Scheitelpunkt nach Links wegknickt. Nach einer flotten Kurve wechselt urplötzlich das Schienenprofil, woraufhin man mit einem Affenzahn den Streckenverlauf der ehemaligen Wasserachterbahn folgt. Nach einer weiten Kurve folgt dann der Lifthügel der Anlage. Oben angekommen wechselt dann das Schienenprofil erneut. Während die Wasserachterbahn nun auf Höhe des Launchabschnitts zu ihrer finalen Schussfahrt eingesetzt hätte, knicken wir nun noch etwas weiter nach links weg und stürzen uns das große Gefälle der Achterbahn hinunter. Hierauf folgt eine überaus intensive Helix, die jedoch auch das Finale der Fahrt beschreibt. Kurz darauf befindet man sich in der Bremsstrecke der Anlage.

Powder Keg ist eine richtig feine Achterbahn. Der Abschuss, die vorhandene Airtime und der schöne Druck in den Kurven und Tälern prägen diese Achterbahn, auch wenn das Finale ein wenig zu antiklimatisch daherkommt. Insgesamt gesehen ist die Achterbahn jedoch ein Garant für gute Laune.

Ebenso wie die benachbarte Wildwasserbahn American Plunge. Zwar besteht die Bahn im Grunde nur aus einem etwas längeren Betontunnel und einer einzigen und überaus nassen Schussfahrt, dennoch ist die von O.D. Hopkins erbaute Anlage definitiv eine Fahrt wert.

Direkt nebenan befindet sich der Eingang zur letzten Achterbahn des Parks. Der B&M Sitting Coaster Wildfire ist seit dem Jahr 2001 der Platzhirsch in Silver Dollar City. Mit seiner Lage direkt an einem der Hänge des Parks wirkt die Anlage noch einmal um einiges größer, was durch die geschickte Ausnutzung des Terrains nochmals untermalt wird.

Die Fahrt beginnt mit einem kurzen Dip aus der Station hinaus, bei dem man unter die große Aussichtsplattform abtaucht. Auf der anderen Seite dieser fügt sich dann der Lifthügel der Achterbahn an, welcher einen auf eine Höhe von etwa 37m befördert. Nach einem Predrop folgt eine weite Kurve, woraufhin es ein Gefälle mit einem Höhenunterschied von 47m hinuntergeht. B&M typisch erwarten einem im Tal stark ausgeprägte G-Kräfte, ehe wir uns der ersten Inversion der Anlage nähern. In einem Immelmann ändern wir die Fahrrichtung, woraufhin wir unseren Weg in Richtung des riesigen Loopings bahnen. In einer weiten bodennahen Kurve donnern wir nun in Richtung der Cobra Roll, welche gewohnt brachial durchfahren wird. Hierauf folgt eine schwungvolle Overbanked Turn, welche einen ebenso schwungvoll in den finalen Korkenzieher der Bahn entlässt. Eine bodennah eingeleitete Helix entlässt einen dann in die Schlussbremse der Anlage. Kurz darauf befindet man sich auch schon wieder in der Station der Achterbahn.

Wildfire ist meine Lieblingsachterbahn in Silver Dollar City. Die Fahrt ist schlichtweg grandios und wird durch das Setting direkt am Hang und umrandet von den Ozark Mountains noch einmal ordentlich aufgewertet. Zudem ist Wildfire tatsächlich meine 600ste gefahrene Achterbahn – ein Meilenstein, den ich mir nicht anders wünschen würde.

Nach all den Achterbahnen und Fahrgeschäften ist es nun an der Zeit gekommen sich die Marvel Cave in einer einstündigen Führung etwas genauer anzusehen. Über den gewaltigen Cathedral Room geht es zunächst immer tiefer in die Höhle hinein. In den nachfolgenden Räumen wird dann vermehrt auf die Geschichte der Höhle eingegangen. Nach mehreren engen Passagen, wobei man stets auf seinen Kopf aufpassen sollte geht es dann mit der alten Standseilbahn wieder an das Tageslicht. Die Marvel Cave ist im Grunde das Highlight in Silver Dollar City und sollte daher auf keinem Fall ausgelassen werden.

Damit wären wir am Ende des Berichts angekommen. Der Tag neigt sich seinem Ende entgegen und auch die Fahrgeschäfte haben nun allesamt geschlossen. Doch Silver Dollar City wäre nicht Silver Dollar City, wenn man dem nicht noch einen draufsetzen würde. Im Echo Hollow Amphitheatre beginnt jetzt nämlich erst die große Show zum Tagesabschluss.

Silver Dollar City ist ein wunderschöner Freizeitpark, den man zurecht als besten Freizeitpark der Welt bezeichnen kann. Der Park bietet einen tollen Mix aus Achterbahnen, Fahrgeschäften und Shows, den man so nur selten vorfinden kann. Dementsprechend ist auch die Zielgruppe des Parks eine etwas andere – während meines Besuchs im April bestand diese nämlich fast ausschließlich aus Rentnern oder Familien mit jüngeren Kindern. Silver Dollar City ist also ein Freizeitpark für einfach jeden.


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